Debar
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| Debar Дебар Dibra |
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| Basisdaten | ||||
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| Staat: | Mazedonien | |||
| Koordinaten: | 41° 31′ N, 20° 32′ OKoordinaten: 41° 31′ 29″ N, 20° 31′ 40″ O | |||
| Höhe: | 145 m ü. A. | |||
| Fläche: | 85 km² | |||
| Einwohner: | 19.542 (2002) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 230 Einwohner je km² | |||
| Telefonvorwahl: | (+389) 046 | |||
| Postleitzahl: | 1250 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | OH | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: BDI) | ||||
| Gemeindeart: | Opština | |||
| Gliederung: | keine | |||
| Bürgermeister: | Argetim Fida (DUI-BDI) | |||
| Webpräsenz: | ||||
Debar (mazedonisch: Дебар, albanisch: Dibra/Dibër) ist der Hauptort der politischen Gemeinde Debar, im Westen Mazedoniens. Die ganze Gemeinde hat rund 50.000 Einwohner.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Bevölkerung
Nach der Volkszählung von 2002 waren von 19.542 Einwohnern 58,1% Albaner, 20,0% Mazedonier, 13,7% Türken und 5,5% Roma. Albaner, Türken und rund ein Drittel der Roma sind Muslime. Auch ein Großteil der Mazedonier in und um Debar sind Muslime (Torbeschen).
[Bearbeiten] Geographie
Die Stadt liegt auf einem Hügel oberhalb des Debarsko Ezero (Debar-See), der den Schwarzen Drin staut, in einer gebirgigen Region, die ebenfalls den Namen Debar/Dibra trägt. Bis zur albanischen Grenze sind es nur sieben Kilometer. Die Region bietet außer einigen Minen, Wasserkraftwerken und bescheidenem Tourismus kaum Arbeitsplätze, so dass viele Menschen in Mitteleuropa Arbeit suchten.
[Bearbeiten] Infrastruktur
Die Straßen nach Debar sind eher alt und mit vielen Schlaglöchern versehen. Nur die Straße, die aus Gostivar kommt, ist neu asphaltiert. Die andere Strecke aus Struga ist schlecht und wird wenig befahren. Eine Zollstation ist etwa zwei Kilometer von Debar entfernt. Von dort führt eine Straße nach Peshkopia und durch die Berge über Burrel nach Tirana.
[Bearbeiten] Geschichte
Debar war zur römischen Zeit eine kleine Stadt an einer Römerstraße mit dem Namen Debrus. In byzantinischer Zeit wurde eine Burg errichtet. Zu einem regionalen Zentrum mit großem Markt und vielen Läden entwickelte sich der Ort während der osmanischen Herrschaft. Nach der Ausrufung der albanischen Unabhängigkeit im November 1912 war die Mehrheit der Bürger für die Zugehörigkeit ihrer Stadt zu diesem neuen Staat. Serbien konnte aber bei den Großmächten durchsetzen, dass Debar wie das gesamte Gebiet der heutigen Republik Mazedonien unter seine Herrschaft kam.
Deshalb kam es 1912/13 in der Region von Debar zu heftigen Aufständen. Durch die Lage unmittelbar an der Grenze wurde Debar vom größten Teil seines Hinterlands auf der albanischen Seite abgeschnitten. Während des Zweiten Weltkrieges schlug Italien 1941 das Gebiet dem von Italien besetzten Albanien zu. Seit 1944 gehörte die Stadt zur jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien.

