Psalm 77

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Der 77. Psalm in einem Psalterbüchlein von 1538

Der 77. Psalm (nach griechischer Zählung der 76.) ist ein Psalm Asaphs. Er zerfällt in zwei Teile, wobei der erste Teil ein Klagelied und der zweite Teil ein Hymnus ist. Das Thema des Psalms ist die Überwindung des Zweifels durch den Pathos des Glaubens.

Das Klagelied (Vers 2-10)[Bearbeiten]

Inhalt[Bearbeiten]

Im ersten Teil, dem Klagelied, geht es um einen verzweifelten frommen Denker: Je mehr dieser sich in JHWH versenkt und der wundersamen alten Geschichten gedenkt, desto mehr gerät er in Verzweiflung angesichts der gegenwärtigen Situation.

Gliederung[Bearbeiten]

Der erste Teil lässt sich folgendermaßen gliedern:[1]

  1. Vers 2f und Vers 4-7: Beschreibung der Klage
  2. Vers 8-10: Ausführung: Aussprechen der Gedanken

Der Hymnus (Vers 11-21)[Bearbeiten]

Inhalt[Bearbeiten]

Der Psalmist weist den Gedanken zurück, dass JHWHs Recht sich gewandelt haben könnte. JHWHs Wunder werden unter Zuhilfenahme mythologische Elemente (Wolkenguß, Erdbeben etc.) beschrieben.

Gliederung[Bearbeiten]

Der zweite Teil könnte folgendermaßen gegliedert werden:[2]

  1. Vers 11: Der Gedanke der Unwandelbarkeit Gottes Rechts
  2. Vers 12f: Erinnerung an Vorzeit als Trost
  3. Vers 14-16: Offenbarung JHWHs vor allen Völkern, dass er sein Volk errettet.
  4. Vers 17-20: JHWHs Wunder am Roten Meer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hermann Gunkel, Die Psalmen (61986), 333f.
  2. Hermann Gunkel, Die Psalmen (61986), 334

Weblinks[Bearbeiten]

Volltext nach der Einheitsübersetzung hier: EU