Hörbranz

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Hörbranz
Wappen von Hörbranz
Hörbranz (Österreich)
Hörbranz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bregenz
Kfz-Kennzeichen: B
Fläche: 8,74 km²
Koordinaten: 47° 33′ N, 9° 45′ O47.5552777777789.7527777777778426Koordinaten: 47° 33′ 19″ N, 9° 45′ 10″ O
Höhe: 426 m ü. A.
Einwohner: 6.317 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 723 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6912
Vorwahl: 05573
Gemeindekennziffer: 8 02 18
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lindauer Straße 58
6912 Hörbranz
Website: www.hoerbranz.at
Politik
Bürgermeister: Karl Hehle (ÖVP)
Gemeindevertretung: (2010)
(27 Mitglieder)
12 ÖVP
7 FPÖ
3 BZÖ
3 Grüne
2 SPÖ
Lage der Marktgemeinde Hörbranz im Bezirk Bregenz
Alberschwende Andelsbuch Au Bezau Bildstein Bizau Bregenz Buch Damüls Doren Egg Eichenberg Fußach Gaißau Hard Hittisau Höchst Hörbranz Hohenweiler Kennelbach Krumbach Langen bei Bregenz Langenegg Lauterach Lingenau Lochau Mellau Mittelberg Möggers Reuthe Riefensberg Schnepfau Schoppernau Schröcken Schwarzach Schwarzenberg Sibratsgfäll Sulzberg Warth Wolfurt VorarlbergLage der Gemeinde Hörbranz im Bezirk Bregenz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Hörbranz ist eine Marktgemeinde mit 6317 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Bregenz.

Geografie[Bearbeiten]

Hörbranz liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Bregenz nördlich des Bodensees auf 426 Metern Höhe. 23,6 % der Fläche sind bewaldet. Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden in Hörbranz. Hörbranz umgeben im Uhrzeigersinn die Gemeinden Hohenweiler, Möggers, Eichenberg und Lochau sowie (in Deutschland) Lindau am Bodensee und Sigmarszell.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Betzentobel stand in spätantiker Zeit ein Burgus. An der Römerstraße von Brigantium nach Cambodunum gelegen, diente er zum Schutz der Grenze. Als Liubilunaha wurde die Parzelle Leiblach erstmals 802 urkundlich erwähnt, die erste gesicherte urkundliche Erwähnung des heutigen Ortsnamens datiert auf 1226 als Herebrandeswiler. 1523 kam Hörbranz mit einem Teil von Bregenz zu Österreich.

Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Hörbranz seit der Gründung 1861. Der Ort war von 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Am 6. Juli 2008 wurde Hörbranz zur Marktgemeinde ernannt.[1]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Einschließlich der Zweitwohnsitze wurden am 31. Dezember 2002 6.481 Einwohner gezählt, wobei der Ausländeranteil bei 11,6 % lag.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 27 Mitgliedern. Die Zusammensetzung nach der Wahl 2010 ist: ÖVP 12 Sitze, FPÖ 7 Sitze, Grüne 3 Sitze, BZÖ 3 Sitze und SPÖ 2 Sitze. Bürgermeister ist Karl Hehle (ÖVP), Vizebürgermeisterin ist Petra Srienz (Grüne). Die Gemeindeeinnahmen aus Steuern und sonstigen Abgaben lagen 2001 bei 4.766.400 €, die gemeindlichen Ausgaben bei 14.855.200 €. Der Schuldenstand betrug 2001 2.528.700 €.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hörbranz

Bauwerke[Bearbeiten]

Salvatorkolleg
Schloss Halbenstein und Ruine Ruggburg, Zeichnung von Johanna Isser von Großrubatscher ca. 1827

Salvatorkolleg[Bearbeiten]

Pater Franziskus Maria vom Kreuze Jordan gründete 1893 den Orden der Salvatorianer und Salvatorianerinnen als Marienkolleg. Der Schweizer Architekt August Hardegger errichtete das Hauptgebäude des Salvatorkollegs zwischen 1896 und 1906 im Stil des Historismus. Der Campanile-artige Turm und die beiden Eckturmrisalite geben dem Bauwerk einen mediterranen Akzent. Die Einrichtung wurde seit 1896 bis 1979 als Gymnasium mit Schülerheim bzw. Internat genutzt und ist heute eine kirchliche Bildungsstätte und Begegnungshaus. Seit 1981 ist hier auch das Internat für die Schülerinnen der Landesberufsschule für das Gastgewerbe Lochau untergebracht. Im Ersten Weltkrieg als Lazarett genutzt, war es von 1938 bis 1945 Kaserne, zuletzt Sammellager für Kriegsgefangene.

Schloss Halbenstein[Bearbeiten]

Im Ortsteil Backenreute befinden sich am Zugangsweg zur Ruggburg die minimalen Reste des ehemaligen Schlösschens Halbenstein.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Am Ort gab es im Jahr 2003 101 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 763 Beschäftigten und 58 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 2.686.
Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle. Der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen an der Gesamtfläche liegt bei 55,9 %.

Bildung[Bearbeiten]

Am Ort gibt es (Stand Januar 2003) 652 Schüler. In Hörbranz gibt es zudem 5 Kindergärten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Benedikt Bilgeri: Hörbranz. Eine flur- und siedlungsgeschichtliche Untersuchung, in: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung, 67. Jg. 1940, S. 197–255 (Digitalisat)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hörbranz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hörbranz wurde zur Marktgemeinde erhoben (6. Juli 2008)