HSC Montpellier

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Montpellier HSC
HSC Montpellier Logo.svg
Voller Name Montpellier Hérault Sport Club
Gegründet 1919
Stadion Stade de la Mosson
Plätze 32.500
Präsident Louis Nicollin
Trainer Rolland Courbis
Homepage www.mhscfoot.com
Liga Ligue 1
2013/14 15. Rang
Heim
Auswärts

Der Montpellier Hérault Sport Club ist ein französischer Fußballverein aus der Stadt Montpellier im südfranzösischen Département Hérault.

Geschichte[Bearbeiten]

Mannschaft von Stade Olympique Montpelliérain 1919

Gegründet wurde er 1919 unter dem Namen Stade Olympique Montpelliérain, diesen Namen trug der Klub bis 1926, dann wieder 1937–1941 sowie 1945–1969. Dazwischen hieß er Sports Olympiques Montpelliérains bzw. US Olympique de Montpellier. 1969 wurde der Verein aufgelöst. Die anschließende Neugründung hieß Montpellier-Littoral FC, ab 1974 infolge einer Fusion Montpellier La Paillade SC; seit 1989 trägt der Verein seinen derzeitigen Namen. Die heutigen Vereinsfarben sind Dunkelblau und Orange; die Ligamannschaft spielt im Stade de la Mosson, das eine Kapazität von 32.500 Plätzen aufweist.

2009 übernahm der ehemalige französische Jugendnationaltrainer René Girard den Erstligaaufsteiger, der den MHSC prompt auf einen Europa League-Qualifikationsplatz führte. Dort scheiterte das Team jedoch bereits in der dritten Qualifikationsrunde nach Elfmeterschießen an Györi ETO FC. Nachdem der Klub 2010/11 nur knapp dem Abstieg entgangen war, wuchs die Elf 2011/12 um Spieler wie Giroud, Belhanda und Yanga-Mbiwa weiter zusammen und spielte von Beginn an an der Tabellenspitze mit, woraus sich ein Zweikampf mit den finanzstarken „Kataris“ von Paris SG entwickelte. Am 29. Spieltag übernahm Montpellier die Führung und gab diese bis zum Saisonende nicht mehr ab, beendete auch sein wegen Zuschauerausschreitungen mehrfach unterbrochenes letztes Spiel bei der AJ Auxerre siegreich und gewann so den ersten Männer-Meistertitel der Vereinsgeschichte,[1] nachdem er 1929 und 1990 bereits zweimal den Landespokal gewonnen hatte. Für den Kolumnisten Jean-Michel Larqué war dies insbesondere der Arbeit von Trainer Girard zu verdanken, für den dies zudem eine „späte Revanche“ für seinen „Hinauswurf“ von 2008 durch den französischen Verband darstellte.[2]

Vereinspräsident ist bereits seit 1974 Louis Nicollin, dessen Unternehmen der Verein gehört; die erste Mannschaft wird seit Dezember 2013 von Rolland Courbis trainiert, der den erst seit fünf Monaten im Amt befindlichen Jean Fernandez ablöste. (Stand: Dezember 2013)

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten]

Erstklassig (Division 1, seit 2002 in Ligue 1 umbenannt) spielte der Klub 1932–1935, 1939–1943, 1944/45, 1946–1950, 1952/53, 1961–1963, 1981/82, 1987–2000, 2001–2004 und wieder ab 2009.

Logohistorie[Bearbeiten]

Kader 2014/15[Bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 Laurent Pionnier
16 Geoffrey Jourdren
30 Jonathan Ligali
03 Daniel Congré
04 Hilton BrasilienBrasilien
05 Siaka Tiéné ElfenbeinküsteElfenbeinküste
13 Dylan Ghissi ArgentinienArgentinien
21 Abdelhamid El-Kaoutari MarokkoMarokko
25 Mathieu Deplagne
32 Nicolas Saint-Ruf
06 Joris Marveaux
08 Jonas Martin
14 Bryan Dabo
17 Paul Lasne
20 Morgan Sanson
22 Sébastien Wüthrich SchweizSchweiz
23 Jamel Saihi MarokkoMarokko
29 Gianni Seraf
07 Anthony Mounier
09 Kévin Bérigaud
10 Lucas Barrios ParaguayParaguay
12 Florian Sotoca
18 Karim Aït Fana MarokkoMarokko
19 Souleymane Camara SenegalSenegal
27 Steve Mounié BeninBenin
28 Djamel Bakar
31 Quentin Cornette

Erfolge[Bearbeiten]

Bekannte Spieler in der Vergangenheit[Bearbeiten]

Frauenfußball[Bearbeiten]

Die Frauenabteilung des MHSC entstand erst 2001, als sich die Spielerinnen des Erstligisten Entente Montpellier Le Crès dem Verein anschlossen. Bereits 2004 und erneut 2005 gewannen sie die französische Fußballmeisterschaft und spielen auch 2013/14 in der höchsten nationalen Liga. 2006 erreichten sie das Halbfinale im europäischen Meisterwettbewerb. Auch im französischen Landespokal waren Montpelliers Frauen mit drei Titeln und vier weiteren Endspielteilnahmen sehr erfolgreich.

Aus den Reihen des Klubs gingen zahlreiche Nationalspielerinnen hervor; die Titelgewinne sind aber insbesondere mit vier Namen verbunden: Hoda Lattaf spielte von 2001 bis 2006 und erneut seit Anfang 2009 für das Ligateam des MHSC, Élodie Ramos und Ludivine Diguelman sogar durchgehend seit 2002 beziehungsweise 2003; alle drei blieben dort bis zum Sommer 2014. Sarah M’Barek wirkte von 2001 bis 2005 als Spielerin und anschließend – als Nachfolgerin von Patrice Lair – bis 2013 als Cheftrainerin bei Montpellier.

Erfolge[Bearbeiten]

  • Französischer Meister: 2004, 2005
  • Französischer Pokalsieger: 2006, 2007, 2009 (und Finalistinnen 2003, 2010, 2011, 2012, 2015)

Literatur[Bearbeiten]

  • Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, Créteil 1999 – Band 1 (A-Mo) ISBN 2-913146-01-5, Band 2 (Mu-W) ISBN 2-913146-02-3

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. faz.net Montpellier Meister nach Chaos-Spiel
  2. France Football vom 15. Mai 2012, S. 11

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: HSC Montpellier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien