Sand am Main

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sand a.Main
Sand am Main
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sand a.Main hervorgehoben
49.987510.588055555556228Koordinaten: 49° 59′ N, 10° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Haßberge
Höhe: 228 m ü. NHN
Fläche: 7,44 km²
Einwohner: 3078 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 414 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97522
Vorwahl: 09524
Kfz-Kennzeichen: HAS, EBN, GEO, HOH
Gemeindeschlüssel: 09 6 74 195
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 2
97522 Sand a.Main
Webpräsenz: www.sand-am-main.de
Bürgermeister: Bernhard Ruß (SPD)
Lage der Gemeinde Sand a.Main im Landkreis Haßberge
Ermershausen Maroldsweisach Pfarrweisach Untermerzbach Bundorf Ebern Rentweinsdorf Burgpreppach Aidhausen Riedbach Hofheim in Unterfranken Kirchlauter Breitbrunn (Unterfranken) Ebelsbach Stettfeld Eltmann Oberaurach Königsberg in Bayern Gädheim Haßfurt Zeil am Main Sand am Main Theres Wonfurt Rauhenebrach Knetzgau Thüringen Thüringen Landkreis Coburg Landkreis Lichtenfels Bamberg Landkreis Bamberg Landkreis Bamberg Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Bad Kissingen Landkreis SchweinfurtKarte
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Sand am Main (amtlich: Sand a.Main) ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Haßberge. Der Ortsname geht höchstwahrscheinlich auf die Lage im sandreichen Maintal zurück.

Geografie[Bearbeiten]

Sand liegt an der Grenze des Naturparks Steigerwald und des Maintals. Die Gemeinde besteht aus zwei Teilen, die durch den Altmain getrennt sind. Die nördlich des Altmains gelegenen Ortsteile Wörth/Siedlung befinden sich im Hochwassergebiet.[2]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Zeil am Main, Eltmann, Oberaurach und Knetzgau.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorgeschichtliche Funde am Ufer des Maines in Sand datieren von der Altsteinzeit bis in die keltische Epoche. Die ersten Sander waren vermutlich Nachkommen germanischer Vorfahren. Der Flurname "Aschwinge" geht vermutlich auf einen vorchristlichen Kultplatz zurück und ist auch Ort einer mittelalterlichen Wüstung. Die Franken setzten sich im Zuge der fränkischen Landnahme im 6.–8. Jahrhundert in der Sander Gegend fest. Auf sie geht die Einteilung der Umgebung des Mains in verschiedene Gaue zurück. Sand gehörte zum Volkfeldgau, der zwischen Volkach und der Altenburg bei Bamberg lag. Mit den Franken breitete sich das Christentum in der Gegend des Maintals aus. Mit einer Schenkung an das Kloster Michelsberg in Bamberg im Jahre 1139 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Durch die Lage des Ortes am Main spielten Schifffahrt und Fischerei hier eine große Rolle. Als Teil des Hochstiftes Bamberg, das ab 1500 im Fränkischen Reichskreis lag, fiel Sand nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns im Zuge von Grenzbereinigungen 1810 an das Großherzogtum Würzburg. 1814 kam es mit diesem endgültig zu Bayern.

Impressionen[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindeflagge von Sand am Main

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 1. Juli 1993 Bernhard Ruß (SPD). Er ist außerdem Mitglied des Bezirkstages von Unterfranken.

Gemeinderat[Bearbeiten]

CSU SPD Freie Sander Bürger Junge Bürger Gesamt
2002 6 4 4 2 16 Sitze
2008 8 4 4 16 Sitze
2014 8 4 4 16 Sitze

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Sand am Main

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Ein traditioneller Zweig der Landwirtschaft, der Weinbau, ist auch heute noch in Sand lebendig. Die ortsansässigen Winzer bauen an den Berghängen rund um das Dorf ihren Wein an. Das sommerliche Altmain-Weinfest ist der Höhepunkt im Veranstaltungsjahr. Mit mittlerweile ca. 50.000 Besuchern an vier Tagen ist es eines der meist besuchten Feste in der Umgebung. Außerdem betreiben zurzeit etwa acht Sander Winzer eine eigene Heckenwirtschaft.

Korbmacherei[Bearbeiten]

Die Korbmacherei blühte im 18. Jahrhundert auf und entwickelte sich in den nächsten 200 Jahren zum wichtigsten Wirtschaftszweig der Gemeinde. Heute spielt die Korbmacherei jedoch nur noch eine untergeordnete Rolle, stärker ausgeprägt ist jetzt der Korbhandel, auf dem sich einige Betriebe spezialisiert haben und teilweise auch international tätig sind.

Verkehr[Bearbeiten]

Freizeit[Bearbeiten]

RC-Car Rennen in Sand
  • Dauercampingplatz am Sander Baggersee
  • Tennisplätze
  • Kegelbahn im Sportheim des SKK Alle Neun Sand
  • Motocross/Offroad Rennstrecke und RC-Car Rennstrecke des MSC Sand 1951 e.V.
  • Verschiedene Möglichkeiten zum Angeln am Main, Altmain und den Baggerseen
  • Zahlreiche Wandermöglichkeiten in den nahe gelegenen Naturparks Haßberge und Steigerwald

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Sand am Main (Landkreis Haßberge): Wasserwacht richtet Bootsshuttle-Service ein, Hochwasser in Sand am Main, am 11. Januar 2011 auf br-online.de, gesehen 16. Januar 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sand am Main – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einige Nachrichten von dem Bambergischen Dorfe Sand am Mayn im Kastenamte Zeil in* Offizielle Website der Gemeinde