Haßfurt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Haßfurt
Haßfurt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Haßfurt hervorgehoben
50.03194444444410.506666666667225Koordinaten: 50° 2′ N, 10° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Haßberge
Höhe: 225 m ü. NHN
Fläche: 52,77 km²
Einwohner: 13.090 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 248 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97437
Vorwahl: 09521
Kfz-Kennzeichen: HAS, EBN, GEO, HOH
Gemeindeschlüssel: 09 6 74 147
Stadtgliederung: 10 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 5
97437 Haßfurt
Webpräsenz: www.hassfurt.de
Bürgermeister: Günther Werner (Wählergemeinschaft Haßfurt)
Lage der Stadt Haßfurt im Landkreis Haßberge
Ermershausen Maroldsweisach Pfarrweisach Untermerzbach Bundorf Ebern Rentweinsdorf Burgpreppach Aidhausen Riedbach Hofheim in Unterfranken Kirchlauter Breitbrunn (Unterfranken) Ebelsbach Stettfeld Eltmann Oberaurach Königsberg in Bayern Gädheim Haßfurt Zeil am Main Sand am Main Theres Wonfurt Rauhenebrach Knetzgau Thüringen Thüringen Landkreis Coburg Landkreis Lichtenfels Bamberg Landkreis Bamberg Landkreis Bamberg Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Bad Kissingen Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Haßfurt ist die Kreisstadt des Landkreises Haßberge im bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken. Sie entstand um 1230 als Grenzbefestigung zwischen den Bistümern von Würzburg und Bamberg. Sie hat, auch wenn das Stadtwappen einen Hasen zeigt, ihren Namen vom Germanischen „Hasufurth“: Nebelfurt, Weg durch den Nebel.[2] Haßfurt hat einen eigenen Bahnhof auf der Bahnstrecke Bamberg–Würzburg. Die Bundesstraße 26 führt von Westen nach Osten durch die Stadt. Im Süden befinden sich eine Brücke über den Main sowie ein Flughafen für Sportflugzeuge.

Geografie[Bearbeiten]

Haßfurt wird vom Main durchflossen (Flusskilometer 355) und liegt am Westrand des Naturparks Haßberge. Vier Kilometer östlich der Stadt erhebt sich die Hohe Wann, ein 387 Meter hoher Berg mit Naturschutzgebiet. Die Stadt wird in Wohn- oder Stadtgebiet, Neubaugebiet und Industriegebiet eingeteilt. Die nächstgelegenen Ortschaften sind Wülflingen (3 km westlich), Sylbach (2 km nördlich) und Augsfeld (3 km südöstlich).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Riedbach, Königsberg in Bayern, Zeil am Main, Knetzgau, Wonfurt, Theres und Schonungen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Haßfurt gliedert sich in zehn Stadtteile (Einwohnerzahlen in Klammern, Stand: 1. Juli 2008, für Mariaburghausen: 1. Januar 2008):[3]

Marktplatz und Pfarrkirche
Haßfurt mit Stadtteilen

Geschichte[Bearbeiten]

Haßfurt in der Topographia Franconiae von 1656: „Anno 1632 von den Friedländischen eigenommen / und Anno 1639 von den Schwedisch-Königmärckischen geplündert worden. Anno 1641 kam dieser Ort an die Weymarischen.“

Der Ort wurde 1230 erstmals schriftlich erwähnt, als der Würzburger Fürstbischof Hermann I. von Lobdeburg sein Gebiet nach Osten hin gegen den Bamberger Fürstbischof Siegfried II. von Eppstein sichern wollte. Das früheste Siegel der Stadt aus dem 14. Jahrhundert zeigt bereits den für das Stadtbild heute noch prägenden oberen und unteren Turm sowie einen Torturm mit Fallgitter zum südlich angrenzenden Main hin. Diese drei Tore/Türme symbolisierten das Stadtrecht.

Haßfurt gehörte ursprünglich zum Hochstift Würzburg und lag ab 1500 im Fränkischen Reichskreis. Es wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen. 1814 fiel die Stadt endgültig an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Stadtgemeinde, wie sie noch heute existiert.

Jüdische Bevölkerung[Bearbeiten]

Wie in vielen Orten Unterfrankens lebten auch in Haßfurt von der Stadtgründung an Juden als nicht ganz kleine Minderheit unter der überwiegend katholischen Bevölkerung. Bereits im späten 13. Jahrhundert ist von Judenverfolgungen die Rede, etwa im Zusammenhang mit dem Rintfleisch-Pogrom 1298, als die Juden aus Haßfurt vertrieben oder umgebracht wurde. Eine zweite Welle der Judenverfolgung fand, wie in vielen Gemeinden Europas, Mitte des 14. Jahrhunderts zu Zeiten der Pest statt. Die ersten, nach den Pest-Pogromen in Haßfurt ansässigen Juden sind 1414 nachweisbar.

Die Juden blieben immer in der Minderheit;[4] die meisten lebten vermutlich in der Judengasse, die es heute nicht mehr gibt. Die Bürgerlisten (Matrikel) von 1817 führen nur sechs jüdische Familienvorstände auf:

  • die Wein- und Spezereihändler Israel Jacob Heßlein und Seligmann Jacob Heßlein
  • den Vieh- und Weinhändler Moises Salomon Lonnerstädter
  • den Tuchhändler Joseph Peretz Neubauer
  • den Viehhändler Seligmann Peritz Dessauer
  • den Warenhändler Jakob Salomon Friedmann

Erst im 19. Jahrhundert lebten so viele Juden in der Stadt, dass sie eine eigene Gemeinde gründeten, die zum Distriktsrabbinat Schweinfurt gehörte. 1841 etwa lebten in Haßfurt 1602 Einwohner, davon waren 22 jüdischen Glaubens. Die Anzahl Juden wuchs bis 1910 auf 125 (4,4 % der Bevölkerung). 1888 errichteten sie in der Schlesingerstaße die erste Synagoge, eine Religionsschule und ein rituelles jüdisches Bad. Der jüdische Friedhof befand sich im benachbarten Dorf Kleinsteinach. Zu den prägenden Personen jüdischen Lebens um 1900 gehörte der Gymnasiallehrer Moritz Hammelburger. Nach seinem Tod folgte ihm 1928 Lothar Stein nach, dem nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 die Arbeitserlaubnis entzogen wurde.

1933 lebten noch 91 Bürger jüdischen Glaubens in der Stadt (2,6 %). Diese Zahl ging aufgrund der antisemitischen Repressionen in den Folgejahren stark zurück. Unter anderem verbot die Stadtverwaltung Juden ab September 1935, mit örtlichen Firmen Geschäftsbeziehungen zu unterhalten. Die Juden durften keine Parkbänke mehr benutzen, Kinder auf keinen Spielplätzen spielen.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Wie im ganzen Deutschen Kaiserreich überwog auch in Haßfurt 1914 die Begeisterung für den Ersten Weltkrieg. Der Bahnhof der Kleinstadt war das Zentrum, die Euphorie dafür zum Ausdruck zu bringen. Dort liefen die Züge der Mobilmachung durch. In den ersten vier Tagen nach Kriegsbeginn meldeten sich 18 Kriegsfreiwillige aus der Stadt. Im September 1915 waren 173 Bürger aus Haßfurt im Krieg, die wenigsten kamen zurück.[5]

Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Am 11. Februar 1932 entstand die Haßfurter Ortsgruppe der NSDAP. Ihr Leiter war bis 1945 Franz Hanselmann. In den letzten freien Wahlen vor und kurz nach der Machtergreifung Hitlers verstärkte sich der Zulauf zur NSDAP. Im März 1933 wählten 35,7 % der Haßfurter Bürger die Nazi-Partei, 49,4 % die konservative Bayerische Volkspartei, 10,1 % die SPD.[6]

Bei den Novemberpogromen 1938 („Reichskristallnacht“) setzten regimetreue Haßfurter das Innere der Synagoge in Brand, schichteten vor dem Gebäude Torarollen, Gebetbücher und Ritualien auf und verbrannten sie vor den Augen der zusammengelaufenen Menschenmenge. Alle Männer jüdischen Glaubens wurden verhaftet. 34 von den 68 im Jahr 1941 verbleibenden Juden gelang die Emigration. Wer blieb, wurde in Vernichtungslager deportiert: 16 jüdische Einwohner am 22. April 1942 über Würzburg nach Izbica, die letzten beiden im September ins Ghetto Theresienstadt.[7]

An dem heute als Geschäftshaus genutzten Gebäude der ehemaligen Synagoge erinnert eine Gedenktafel an das Novemberpogrom.[8]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Augsfeld, Sailershausen und Sylbach eingegliedert.[9] Am 1. Juli 1976 kamen Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Hainert mit etwa 50 Einwohnern hinzu (mit dem Kloster Kreuztal Marburghausen). Am 1. Juli 1976 folgten Oberhohenried und Unterhohenried. Die Reihe der Eingemeindungen wurde mit der Eingliederung von Prappach, Uchenhofen und Wülflingen abgeschlossen.[10]

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat von Haßfurt hat 25 Mitglieder einschließlich des hauptamtlichen Bürgermeisters. Nach der Kommunalwahl vom 2. März 2008 ergab sich folgende Sitzverteilung:

CSU SPD Grüne / Liste f. Aktiven Umweltschutz Wählergemeinschaft Haßfurt FDP / Freie Bürger Junge Liste Gesamt
2002 13* 5 2 3 1 1 25 Sitze
2008 11* 5 2 4 2 1 25 Sitze
2014 9 4 2 7* 1 2 25 Sitze

* einschließlich Erster Bürgermeister

Bürgermeister[Bearbeiten]

Altes Rathaus Haßfurt
  • 1945–1948: Gottfried Hart, CSU
  • 1948–1952: Hans Brochloß, CSU
  • 1952–1972: Dr. Hans Popp, Wählergemeinschaft Haßfurt
  • 1972–1978: Alfons Schwanzar, SPD
  • 1978–1990: Rudolf Handwerker, CSU
  • 1990–1997: Michael Siebenhaar, CSU
  • 1997-2014: Rudi Eck, parteilos, bis 2012 CSU
  • 2014-  : Günther Werner, Wählergemeinschaft Haßfurt

Ortssprecher[Bearbeiten]

Deutsche Teilung[Bearbeiten]

Zu Zeiten der Deutschen Teilung 1949 bis 1990 befand sich Haßfurt nah am Zonenrandgebiet. Die Sensibilisierung für die Teilung war hoch. Die DDR-Zeitung Neues Deutschland widmete am 25. Dezember 1951 Haßfurt breiten Raum und zitierte u. a. aus der Weihnachtsansprache des ersten Bürgermeisters, Julius Vogel:

„Eine gemeinsame Beratung zwischen Vertretern der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesregierung und eine darauffolgende gemeinsame Wahl zur Herstellung der Einheit Deutschlands würde dem Frieden und dem Wohlstand des deutschen Volkes dienen“.

Die DDR-Presse berichtete immer wieder über Vorgänge in der Stadt, etwa am 12. Juni 1960 über Alfons Schwanzar, der als Mitglied der SPD zum stellvertretenden Bürgermeister gewählt wurde. Laut der Neuen Zeit nahm der katholische Dekan Wilhelm Zirkelbach (CSU) Anstoß daran, dass die Bürger einen Protestanten in dieses Amt gewählt hätten, der aus der katholischen Kirche ausgetreten sei. In seiner Funktion als Dekan und Kreistagsabgeordneter im Landkreis Haßfurt veranlasste Zirkelbach „zur öffentlichen Bekundung unserer Trauer“, dass alle Prozessionen bis auf die Fronleichnamsprozession ausfielen. Der Spiegel berichtete drei Tage später über den „Skandal“, der neben dem stellvertretenden Bürgermeister vier weitere konvertierte Stadträte betraf: Zirkelbach habe „just zu Pfingsten [...] sein geistliches Ansehen in den Niederungen der Parteipolitik verlieren müssen“.[11]

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Silber und Rot gevierten Schild ein aufgerichteter goldener Hase.

Symbolik: Der Hase im Wappen führt zum redenden Wappen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Altstadtgasse mit Pfarrkirche
Die spätgotische Ritterkapelle vor dem Bamberger Tor

Zu den Sehenswürdigkeiten von Haßfurt zählen die Stadtpfarrkirche St. Kilian von 1390 mit Werken von Tilman Riemenschneider, der Obere Turm oder das Bamberger Tor und der Untere Turm oder das Würzburger Tor (um 1230), die Ritterkapelle St. Maria von 1431 mit 238 heraldischen Schilden, die Heiliggeist-Spitalkapelle von 1430, das Alte Rathaus am Marktplatz von 1514, das Neue Amtshaus (Neues Rathaus) um 1700, die fürstbischöfliche Zehntscheuer vom Ende des 15. Jahrhunderts (jetzt Stadthalle) und das Kloster Kreuztal Marburghausen im Weiler Mariaburghausen.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Zu den regelmäßigen Veranstaltungen zählt das im Juli stattfindende Haßfurter Meefest am Festplatz Gries mit Stadtlauf und das im Oktober stattfindende Haßfurter Straßenfest mit buntem Programm auf der Hauptstraße.

Sport[Bearbeiten]

In Haßfurt befindet sich ein Freizeit- und Erlebnisbad mit Eissportstadion. In der Stadt sind der Turnverein Haßfurt, der Fußballverein 1. FC Haßfurt, der Turnverein TV Haßfurt, ein Schützenheim, der Eissportclub ESC Haßfurt und das Fallschirm-Sport-Zentrum Haßfurt e. V. ansässig.

Musik[Bearbeiten]

In der vom gleichnamigen Verein veranstalteten Konzertreihe Kirchenmusik in den Haßbergen sind mehrere Chöre aktiv: die Kantorei Haßberge, der Musicalchor Junge Stimmen und der Gospelchor Haßberge. Außerdem finden Konzerte und Auftritte in der Stadt Haßfurt, in vielen Orten des Landkreises Haßberge, des Dekanats Rügheim und darüber hinaus statt. Das Repertoire reicht vom Kindermusical über Gospelkonzerte, Kammermusik, musikalische Gestaltung von Gottesdiensten bis hin zu großen Chorkonzerten und Oratorien. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Dekanatskantor Matthias Göttemann.[12]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Acker-, Garten- und Obstbau; Kleinindustrie, u. a. Korbflechten.

Verkehr[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

  • Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt
  • Heinrich-Thein-Berufsschulzentrum
  • Grundschule am Dürerweg
  • Grundschule am Nassachtal
  • Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule Haßfurt
  • Waldorfschule
  • Volkshochschule Landkreis Haßberge
  • Albrecht-Dürer-Volksschule Haßfurt – Mittelschule
  • Sonderpädagogisches Förderzentrum Franz-Ludwig-von-Erthal-Schule

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Stephan Mösinger (* 1697 in Haßfurt; † 1751 in Kloster Langheim), katholischer Abt, von 1734 bis 1751 Abt des Klosters Langheim, gab den Auftrag zum Bau der berühmten Basilika Vierzehnheiligen
  • Gregor von Zirkel, (* 2. August 1762 im Ortsteil Sylbach; † 18. Dezember 1817 in Würzburg), von 1802 bis 1817 Weihbischof von Würzburg, wurde am 25. Oktober 1817, wenige Wochen vor seinem Tod, zum ersten Bischof der wiedererrichteten Diözese Speyer ernannt. Er starb jedoch noch vor der päpstlichen Bestätigung, weshalb er nicht in der offiziellen Bischofsliste erscheint.
  • Fritz Sauckel (* 27. Oktober 1894 in Haßfurt; † 16. Oktober 1946 in Nürnberg), maßgeblicher NSDAP-Politiker, in den Nürnberger Prozessen zum Tode verurteilter und hingerichteter Kriegsverbrecher, u. a. Gauleiter in Thüringen und Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz der Zwangsarbeiter, wuchs in Haßfurt auf.
  • Herman Neuberger (* 26. Juni 1918 in Haßfurt; † 21. Oktober 2005 in Baltimore, USA); orthodoxer amerikanischer Rabbiner deutscher Herkunft, wuchs in Haßfurt auf
  • Ludwig Müller (* 25. August 1941 in Haßfurt); sechsfacher Fußball-Nationalspieler in Diensten der Vereine 1. FC Nürnberg, Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC Berlin.
  • Felix Weber (* 1. Dezember 1960 in Haßfurt); international bekannter Komponist und Musikproduzent, lebte in Haßfurt bis 2000 und emigrierte dann in die USA.
  • Thomas Hintner (* 5. Mai 1960 in Haßfurt), Satiriker

Personen, die in der Stadt wirken oder wirkten[Bearbeiten]

  • Carl Alexander Heideloff (* 2. Februar 1789 in Stuttgart; † 28. September 1865 in Haßfurt); Architekt und Denkmalpfleger, lebte seit 1854 in Haßfurt
  • Erich Ullrich (1913–1998), Wirtschaftsjurist, lebte und starb in Haßfurt, war dort Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzender des ADAC-Ortsclubs und des Motorflugclubs Haßfurt
  • Karlheinz Deschner (* 23. Mai 1924 in Bamberg; † 8. April 2014); Schriftsteller und Religions- und Kirchenkritiker, lebte zuletzt in Haßfurt

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Stephan Diller: Haßfurt 1871–2007, Band 1, S. 31, ISBN 3-938438-06-1
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111024/200912&attr=OBJ&val=1631
  4. Juden nahmen am normalen zivilen Leben der Stadt und auch als Soldaten am deutsch-französischen Krieg 1870/71 und am Ersten Weltkrieg teil. Emanuel Kohnstamm wird auf dem Denkmal der Gefallenen zwischen Bahnhof und Post genannt, Leo Luitpold Frank, Louis Frank, Julius Silbermann stehen auf der Gefallenentafel an der Südseite der Ritterkapelle.
  5. Diller, S. 38 ff.
  6. In den Nachbargemeinden Ebern (50 %) und Hofheim (56,7 %) war der Zulauf zur NSDAP deutlich stärker. Siehe Diller, S. 55
  7. In den Listen des Holocaust-Archivs Yad Vashem und des Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945 finden sich unter anderem diese im Holocaust getöteten Haßfurter Bürger jüdischen Glaubens: Joseph Aufsesser, Babette Goldmann, Julius Goldmann, Louis Goldmann, Salomon Goldmann, Fanny Hammelburger, Ida Heimann geb. Frank, Salomon (Sally) Heimann, Irma Hess geb. Silbermann, Jakob Julius Hess, Siegbert Hess, Nanny (Anna) Hirschberg geb. Lonnerstädter, Hedwig Koschland geb. Lonnerstädter, Babette Lonnerstädter, Flora Lonnerstädter, Löb Lonnerstädter, Karolina Rosenthal, Jakob Lonnerstädter, Rosa (Rosel) Lonnerstädter, Siegfried Lonnerstädter, Clothilde (Klothilde) Neuburger geb. Aufsesser, Hilda Neuburger geb. Sündermann, Hirsch Neuburger, Paula Ottensooser geb. Braun, Isa Pauson geb. Aufsesser, Cäcilie Rosenthal, Jonas Rosenthal, Karoline Rosenthal, Selma Rosenthal geb. Lonnerstädter, Therese (Theresia) Rosenthal, Katti (Kathi) Silbermann geb. Dittmann, Herz Stein, Maria (Marie) Silbermann, Fanny Stein geb. Samuel, Frieda Stein geb. Willner, Irma Stein, Ruth Lina Stein, Simon Stein, Bertha Wolff geb. Schloß.
  8. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 145
  9.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 479.
  10.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 759.
  11. Der Spiegel, 15. Juni 1960
  12. Website des Vereins Kirchenmusik in den Hassbergen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haßfurt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien