Schwalbach (Saar)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schwalbach
Schwalbach (Saar)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schwalbach hervorgehoben
49.3066666666676.8230555555556250Koordinaten: 49° 18′ N, 6° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Saarland
Landkreis: Saarlouis
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 27,31 km²
Einwohner: 17.219 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 631 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66773
Vorwahlen: 06831, 06834
Kfz-Kennzeichen: SLS
Gemeindeschlüssel: 10 0 44 118
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 92
66773 Schwalbach
Webpräsenz: www.schwalbach-saar.de
Bürgermeister: Hans-Joachim Neumeyer (CDU)
Lage der Gemeinde Schwalbach im Landkreis Saarlouis
Frankreich Frankreich Regionalverband Saarbrücken Landkreis Neunkirchen Landkreis St. Wendel Landkreis Merzig-Wadern Rehlingen-Siersburg Wallerfangen Überherrn Dillingen/Saar Saarlouis Wadgassen Bous (Saar) Ensdorf (Saar) Schwalbach (Saar) Saarwellingen Nalbach Schmelz (Saar) LebachKarte
Über dieses Bild
historische Aufnahme der Grube Griesborn

Schwalbach ist eine saarländische Gemeinde im Landkreis Saarlouis.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Schwalbach liegt rund 15 km nordwestlich von Saarbrücken.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Es gibt drei Ortsteile:

Geschichte[Bearbeiten]

Schwalbach wurde erstmals in der Mettlacher Güterrolle als Swalpach urkundlich erwähnt. 1840 produzierte die Schwalbacher Papierfabrik mit 3 Bütten 15000 Ries Schreibpapier a 12 Pfund, beschäftigte 16 männliche und 33 weibliche Arbeiter.[2]

Am 12. Oktober 1982 wurde der Gemeindename offiziell von Schwalbach/Saar in Schwalbach geändert.[3]

Seit 1991 besteht eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Vern-sur-Seiche im Département Ille-et-Vilaine.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1974 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Bous/Saar, Elm/Saar, Ensdorf und Hülzweiler eingegliedert.[3]

Ausgliederungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1982 wurden Bous/Saar und Ensdorf wieder selbständig.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2009
Wahlbeteiligung: 60,7 %
 %
40
30
20
10
0
37,5 %
33,2 %
12,7 %
7,3 %
5,6 %
3,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-3,7 %p
-7,3 %p
+12,7 %p
-6,0 %p
+3,5 %p
+0,9 %p
Parteien und Wählergemeinschaften Sitze
2009
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 13
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 11
Linke Die Linke 4
FBLS Freie Wählergemeinschaft 2
FDP Freie Demokratische Partei 2
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 1
Gesamt 33

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • vor 1974: Nikolaus Fery (CDU)
  • 1974–1994: Georg Fleck (CDU)
  • 1994–2010: Eberhard Blaß (SPD)
  • seit 2010: Hans-Joachim Neumeyer (CDU)

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Blau und Gold, belegt mit einem von Silber und Rot gespaltenen Wellenband; vorn oben in Silber ein Eichenzweig (Blatt mit zwei Eicheln), hinten oben in Rot sich kreuzend Schlägel und Eisen, vorn unten in Silber ein Mühlrad, hinten unten in Rot ein Kreuz.“

Das Wappen wurde der Gemeinde 1974/75 durch den Minister des Inneren des Saarlandes verliehen. Es zeigt Symbole die für die Geschichte der einzelnen Ortsteile stehen. Die Grundfarben zeigen die Zugehörigkeit zu Nassau-Saarbrücken (blau und silber) und zum Herzogtum Lothringen (gold und rot).

Die Grundstruktur des Wappens (Grundfarben, Teilung und Wellenband) bildet das Wappen von Schwalbach.

Der Eichenzweig wurde dem Hülzweiler Ortswappen entnommen und erinnert, wie der Ortsname, an die Geschichte des Ortsteils als Waldrodungssiedlung.

Schlägel und Eisen erinnern an die Bergbautradition in Schwalbach und stammen aus dem Wappen des Ortsteiles Elm.

Ebenfalls aus dem Elmer Wappen stammt das Mühlrad, das auf die Mühlen verweist, die in Elm in früherer Zeit das Erwerbsleben bestimmt haben.

Das Kreuz verweist auf den Einfluss der Abteien Wadgassen und Fraulautern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Volksbühne Hülzweiler e. V. bespielt, neben regelmäßigen Saalaufführungen, die Freilichtbühne Hülzweiler, eine der größten Freilichtbühnen Südwestdeutschlands. Seit 1999 ist im denkmalgeschützten ehemaligen Kompressorenhaus das Schmiede- und Schlossermuseum Schwalbach untergebracht.

Bauwerke[Bearbeiten]

siehe Liste der Baudenkmäler in Schwalbach

Sport[Bearbeiten]

Volleyball in Schwalbach[Bearbeiten]

  • Die SSG Schwarzenholz-Griesborn stellt unter anderem die beste saarländische Herrenmannschaft in der Regionalliga Südwest.
  • Der TV Hülzweiler stellte unter anderem die beste saarländische Damenmannschaft in der 2. Bundesliga.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Schwalbach liegt in der Grenzregion Deutschland/Frankreich/Luxemburg. Enge wirtschaftliche Kontakte zu den Nachbarländern prägen diese Region sowie die Bewegungen von Personen und Gütern. Schwalbach ist über die Bundesautobahn 8 (Perl - Bad Reichenhall) an das überregionale Straßennetz, nicht nur in Deutschland, sondern auch nach Luxemburg und Österreich, angebunden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in der Gemeinde gewirkt haben[Bearbeiten]

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]

Mit der französischen Gemeinde Vern-sur-Seiche im Département Ille-et-Vilaine in der Bretagne besteht seit 1989 eine Partnerschaft.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwalbach (Saar) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Saarland.de – Fläche und Bevölkerung – Stand: 31.12.2012 (Basis Zensus 2011) (PDF; 0,02 MB) (Hilfe dazu)
  2.  Friedrich Wilhelm von Reden: Erwerbs- und Verkehrs-Statistik des Königstaats Preußen. Jonghaus, 1853, S. 1530 (Fulltext in der Google-Buchsuche).
  3. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 808.