Seiji Ozawa

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Seiji Ozawa (jap. 小澤 征爾, Ozawa Seiji; * 1. September 1935 in Shenyang, Mandschukuo (heute Volksrepublik China)) ist ein weltweit bekannter japanischer Dirigent und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Seiji Ozawa wurde als Sohn des Zahnarztes Ozawa Kaisaku in Mandschukuo geboren. Er studierte an der Tōhō Gakuen Daigaku in Chōfu Komposition und Dirigieren. 1959 erhielt er einen Preis der International Competition of Orchestra Conductors in Besançon und eine Einladung von Charles Münch an das Tanglewood Music Center, wo Ozawa 1960 den Koussevitzky-Preis als Student-Dirigent gewann. Durch Michiko de Kowa-Tanaka bekam er ein Stipendium bei Herbert von Karajan.

1961 wurde er Assistenz-Dirigent von Leonard Bernstein für die New Yorker Philharmoniker. Ein Jahr später gab er selbständige Konzerte mit der San Francisco Symphony. Von 1964 bis 1969 war er Musikdirektor der Chicagoer Sinfonie-Festivals Ravinia Festival. Von 1965 bis 69 war Ozawa Musikdirektor der Toronto Symphony Orchestra und von 1970 bis 1976 der San Francisco Symphony.

1973 wurde Ozawa Musikdirektor des Boston Symphony Orchestra und war es bis 2002. Es gibt derzeit weltweit keinen anderen lebenden Dirigenten, der so lange mit einem großen Orchester kontinuierlich kooperieren konnte. Er führte das BSO auch in Musik-Epochen der Moderne. Tourneen mit dem BSO führten ihn nach Europa, Volksrepublik China, Japan, Südamerika und quer durch die USA. Er brachte es auf über 140 Einspielungen von 55 Komponisten auf zehn Labels. 1976 erhielt er den ersten Emmy Award für TV-Serien von Sinfoniekonzerten. Ozawa gründete im September 1984 das Saito Kinen Orchestra in Japan.

1990 gab er eine Reihe von Festkonzerten zum 50. Jubiläum des Tanglewood Music Center. Seiji Ozawa war Mitbegründer des Saito Kinen Festivals in Matsumoto 1992. Es ist nach seinem Lehrer in Tokio benannt, Hideo Saito, der westliche Musik und Spieltechnik nach Japan brachte. Längere Zeit war er mit dem Orchestre National de France unterwegs sowie an der Mailänder Scala und der Wiener Staatsoper beschäftigt.

Im Oktober 2002 wurde Ozawa Musikdirektor der Wiener Staatsoper, was seinem wachsenden Interesse an Opern entgegenkam. Er war dort schon früher oft Gastdirigent und leitete die Wiener Philharmoniker auf Tourneen und bei den Salzburger Festspielen. Außerdem leitete er 2002 das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker.

Großes Anliegen ist ihm die Förderung der modernen Musik und junger Komponisten. Von Ozawa gibt es rund 400 Einspielungen auf CD, vor allem mit dem Boston Symphony Orchestra.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Ozawa erhielt die Ehrendoktorwürden der University of Massachusetts, des New England Conservatory of Music und des Wheaton College, Norton (Massachusetts).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]