Sevgein

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Sevgein
Wappen von Sevgein
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Bezirk: Surselvaw
Kreis: Ilanz
Gemeinde: Ilanz/Glioni2w1
Postleitzahl: 7127
Koordinaten: 736066 / 18085746.7659.22861Koordinaten: 46° 45′ 54″ N, 9° 13′ 12″ O; CH1903: 736066 / 180857
Höhe: 861 m ü. M.
Fläche: 4.55 km²
Einwohnerdichte: 42 Einw. pro km²
Sevgein

Sevgein

Karte
Sevgein (Schweiz)
Sevgein
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Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2014

Sevgein ( [sɛvˈɟɛɪ̯n]?/i, deutsch und bis 1943 offiziell Seewis im Oberland) war bis am 31. Dezember 2013 eine politische Gemeinde im Val Lumnezia bei Ilanz im Bezirk Surselva des Kantons Graubünden in der Schweiz. Am 1. Januar 2014 fusionierte Sevgein mit den ehemaligen Gemeinden Castrisch, Duvin, Ilanz, Ladir, Luven, Pigniu, Pitasch, Riein, Rueun, Ruschein, Schnaus, Siat zur neuen Gemeinde Ilanz/Glion.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau ein geschliffenes silbernes Volutenkreuz (Ankerkreuz mit eingerollten Enden).“

Das Wappenbild ist die Abwandlung des Motivs einer Seewiser Wappenscheibe, durch Wechsel der Schildfarbe von Rot zu Blau. Die Kombination Blau-Silber steht für die Freien von Laax mit denen Sevgein im Gericht der Freien ob dem Flimserwald verbunden war.

Namen[Bearbeiten]

Sevgein ist in alten Dokumenten als Sifis, Sivis, Syfis, Syffis belegt.[1]

Der Name stammt aus einer Grundform sequienos, dem Namen eines zu den Sequanern gehörenden keltischen Volksstamms, der aus der Provinz Maxima Sequanorum nach Rätien verschlagen worden war. Die eigentliche Bedeutung des Namens ist nicht bekannt.[2]. Der Name Savognin ist gleicher Herkunft.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Kreis Foppa südöstlich von Ilanz auf einer Hangterrasse. Die westliche Gemeindegrenze bildet der Glenner.

Zur Gemeinde gehören nebst dem Dorf die Weiler Curschetta (870–880 m ü. M.), Isla, die Streusiedlung Darpinaus sowie etliche Einzelgehöfte. Im Osten erreicht die Gemeinde am Westabhang des Cauma (2'240 m) ihren höchsten Punkt auf 1'540 m. Vom gesamten Gemeindegebiet von 460 ha sind 237 ha von Wald und Gehölz bedeckt. Weitere 182 ha können landwirtschaftlich genutzt werden. Im Gegensatz zu zahlreichen Gemeinden handelt es sich nur zu einem kleinen Teil um Maiensässe. Vom restlichen Gemeindeareal sind 24 ha Siedlungsfläche und 17 ha unproduktive Fläche (meist Gebirge).

Oberhalb des Dorfes steht die Wallfahrtskapelle Sontga Fossa.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Von den 213 mehrheitlich katholischen Bewohnern waren 211 Schweizer Staatsangehörige (Ende 2004). Es wird Sursilvan gesprochen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sevgein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sifis (PDF; 843 kB)
  2. Robert von Planta (Begr.), Konrad Huber (Hrsg.): Rätisches Namenbuch. Band 2: Andrea Schorta: Etymologien (= Romanica Helvetica 63). 2 Halbbände. 2. Auflage. Droz, Paris u. a. 1985, ISBN 3-7720-0565-9 (Halbbd. 1), ISBN 3-7720-0565-9 (Halbbd. 2).
  3. Katholische Pfarrkirche St. Thomas