Ruschein

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Ruschein
Wappen von Ruschein
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Bezirk: Surselvaw
Kreis: Ilanz
Gemeinde: Ilanz/Glioni2w1
Postleitzahl: 7154
Koordinaten: 733721 / 18325146.7879.191155Koordinaten: 46° 47′ 13″ N, 9° 11′ 24″ O; CH1903: 733721 / 183251
Höhe: 1'155 m ü. M.
Fläche: 12.56 km²
Einwohnerdichte: 28 Einw. pro km²
Website: www.ruschein.ch
Ruschein

Ruschein

Karte
Ruschein (Schweiz)
Ruschein
ww
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2014

Ruschein ( [ʁuˈʒɛɪ̯n]?/i) war bis am 31. Dezember 2013 eine politische Gemeinde bei Ilanz im Bezirk Surselva des Kantons Graubünden in der Schweiz. Am 1. Januar 2014 fusionierte Ruschein mit den ehemaligen Gemeinden Castrisch, Duvin, Ilanz, Ladir, Luven, Pigniu, Pitasch, Riein, Rueun, Schnaus, Sevgein, Siat zur neuen Gemeinde Ilanz/Glion.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Blau der goldene (gelbe) Heilige Georg mit silbernem (weissem) Nimbus auf einem springenden Schimmel, den goldenen Drachen tötend

Übernahme des Siegelmotivs ins Gemeindewappen.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt auf einer Terrasse nördlich von Ilanz auf der linken Seite des Vorderrheins und reicht bis in eine Höhe von 1900 m ü. M.. Oberhalb Ruschein liegt das Dorf Ladir. Beide Gemeinden haben einen Anteil am Vorabgletscher.

Vom gesamten Gemeindegebiet von 1254 ha sind 540 ha landwirtschaftlich nutzbar, 445 ha allerdings nur als Maiensässen. Dem gebirgigen Charakter der Gemeinde entsprechend gibt es ausserdem 354 ha unproduktive Fläche. Wald und Gehölz bedecken weitere 323 ha. Die restlichen 37 ha sind Siedlungsfläche.

Auf dem Territorium Ruscheins liegt das Sonderwaldreservat Plontabuora.

Geschichte[Bearbeiten]

Auf einem Felsrücken aus Verrucano (Gestein, Perm), dem "Crest da Ruschein", auch "Pleun da Buora" (oder zu "Plontabuora" umgeformt) im Westen Ruscheins, wurden bronzezeitliche Reste nachgewiesen.

Im anstehenden Verrucanofels auf der Hügelkuppe wurden zahlreiche grössere und kleinere Schalen eingearbeitet (scaluttas d'unfrenda). 1965 wurde bei Ausgrabungen eine 19 cm lange Bronzenadel, diverse Tonscherben sowie Mauerreste einer Siedlung aus der Zeit um 1500 bis 1200 v. Chr. gefunden. Westlich vom Halsgraben der Burgruine befindet sich der "Altarstein". Am nach Süden gerichteten Abhang finden sich weitere bearbeitete Felsbuckel, wie etwa der mysteriöse "Orakelstein". Die Stiftung Ruina da Frundsberg organisiert im Sommer regelmässig geführte Rundgänge über den ganzen Felsrücken, auf dem auch die Ruine der Burg Frauenberg liegt.

Aus Ruschein stammte der Churer Domdekan Matthias Schgier.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Von den 356 Bewohnern waren 341 Schweizer Staatsangehörige (Ende 2004). Es wird Sursilvan gesprochen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Antoniuskapelle[1].

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ruschein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Antoniuskapelle