Verena Sailer
| Medaillenspiegel | ||
|---|---|---|
Verena Sailer bei den Weltmeisterschaften 2009 |
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| Sprinterin | ||
| Weltmeisterschaften | ||
| Bronze | 2009 Berlin | 4 × 100 m Staffel |
| Halleneuropameisterschaften | ||
| Bronze | 2009 Turin | 60 Meter |
| Europameisterschaften | ||
| Gold | 2012 Helsinki | 4 × 100 m Staffel |
| Gold | 2010 Barcelona | 100 Meter |
Verena Sailer (* 16. Oktober 1985 in Illertissen) ist eine deutsche Sprinterin. Im Jahre 2010 gewann sie bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Barcelona Gold im 100-Meter-Lauf.
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Sportliche Karriere[Bearbeiten]
Sailer begann im Jahre 1997 als zwölfjährige Schülerin beim Sportclub Vöhringen mit der Leichtathletik. Im Jahr 2003 wurde sie Deutsche Jugendmeisterin, 2004 und 2005 Deutsche Juniorenmeisterin. 2003 erreichte sie den sechsten Platz bei den Junioren-Europameisterschaften, 2004 den fünften Platz bei der Junioren-Weltmeisterschaften. 2005 gewann sie bei den U23-Europameisterschaften Bronze im 100-Meter-Lauf und Silber mit der 4-mal-100-Meter-Staffel. 2006 und 2007 wurde sie jeweils Deutsche Meisterin über 100 Meter im Freien und Vizemeisterin über 60 Meter in der Halle. 2006 startete sie außerdem bei den Europameisterschaften in Göteborg, bei der sie das Halbfinale erreichte. Die U23-Europameisterschaften 2007 schloss sie mit Gold im 100-Meter-Lauf und Silber mit der Staffel ab.
Auch bei den Weltmeisterschaften 2007 in Ōsaka trat Sailer im Einzel an und erreichte den Zwischenlauf. Mit der deutschen Staffel nahm sie am Finale teil und belegte Platz sieben in 43,51 s. 2008 wurde sie Deutsche Hallenmeisterin über 60 Meter und holte im Freien den dritten Deutschen Meistertitel in Folge über 100 Meter. Außerdem verbesserte sie in dieser Disziplin am 5. Juli in Nürnberg ihren persönlichen Rekord auf 11,28 s. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking erreichte sie mit der 4-mal-100-Meter-Staffel im Finale den 5. Platz.
Im Jahr 2009 gewann sie bei den Halleneuropameisterschaften in Turin über 60 Meter die Bronzemedaille mit einer Zeit von 7,22 s. In der Freiluftsaison wurde sie in Ulm 2009 Deutsche Meisterin über 100 Meter mit neuer persönlicher Bestzeit von 11,18 s. Bei den Weltmeisterschaften 2009 in Berlin gewann Sailer als Schlussläuferin der 4-mal-100-Meter-Staffel die Bronzemedaille.[1] Damit war sie in diesem Jahr die schnellste Europäerin und die schnellste weiße Frau der Welt auf der Kurzstrecke.[2]
2010 wurde Sailer in Braunschweig zum fünften Mal in Folge Deutsche Meisterin. Mit der schnellsten Vorlaufzeit von 11,27 s auf 100 Meter erreichte sie das Halbfinale der Europameisterschaften 2010 in Barcelona. Im Halbfinale qualifizierte sie sich mit der schnellsten Zeit, 11,06 s, allerdings mit etwas zu starkem Rückenwind, für das Finale. Dort holte sie die Goldmedaille in einer Zeit von 11,10 s.[3] Eine Medaille mit der 4-mal-100-Meter-Staffel verpasste sie nach einem Wechselfehler mit Anne Möllinger im Vorlauf. Wegen Beschwerden mit der Achillessehne beendete Sailer vorzeitig die Saison 2011, um ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London nicht zu gefährden.
Im Juni 2012 erfüllte sie in Mannheim die Norm für die Olympischen Spiele[4] und wurde eine Woche später in Bochum-Wattenscheid mit 11,22 Sekunden zum sechsten Mal Deutsche Meisterin.[5] Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2012 in Helsinki erreichte sie im Endlauf der 100 Meter Disziplin mit einer Zeit von 11,42 s. den 6. Platz.[6] Anschließend führte sie die deutsche 4-mal-100-Meter-Staffel um Leena Günther, Anne Cibis und Tatjana Pinto als Schlussläuferin zum Titelgewinn. Bei ihrem letzten Wettkampf vor den Olympischen Spielen stellte sie in Weinheim in 11,05 s eine neue persönliche Bestleistung auf. Mit einer Zeit von 11,12 s erreichte sie bei den Olympischen Sommerspielen in London das Halbfinale im 100-Meter-Lauf. Mit der 4-mal-100-Meter-Staffel, die in derselben Besetzung antrat, wie kurz davor bei den Europameisterschaften, erreichte sie den Endlauf und belegte in 42,67 s Platz 5.
2013 wurde Sailer zum fünften Mal deutsche Hallenmeisterin über 60 Meter. Eine Woche später verbesserte sie bei den Halleneuropameisterschaften in Göteborg ihre Bestzeit auf 7,12 s und belegte Rang acht.
Verena Sailer ist 1,66 m groß und wiegt 57 kg. Sie gehörte bis Ende 2008 dem TSV 1860 München an und startete für das LAC Quelle, dann wechselte sie zur MTG Mannheim. 2009 studierte sie Sportmanagement an der Fachhochschule für angewandtes Management in Erding.
Persönliche Bestleistungen[Bearbeiten]
- 100 Meter: 11,05 s (Weinheim, 27. Juli 2012)
- 60 Meter (Halle): 7,12 s (Göteborg, 2. März 2013)
Leistungsentwicklung[Bearbeiten]
| 2003 | 11,58 s |
| 2004 | 11,49 s |
| 2006 | 11,43 s |
| 2007 | 11,31 s |
| 2008 | 11,28 s |
| 2009 | 11,18 s |
| 2010 | 11,10 s |
| 2012 | 11,05 s |
Bisherige Vereine[Bearbeiten]
- TSV 1862 Illertissen
- SC Vöhringen
- TV Kempten 1856
- TSV 1860 München/LAC Quelle
- MTG Mannheim
Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten]
- Sportlerin des Jahres 2009 der Stadt Kempten (Allgäu)
- 2010: Bambi in der Kategorie Sport zusammen mit Verena Bentele
- Platz drei deutsche Sportlerin des Jahres 2010
- Sportlerin des Jahres 2010 der Stadt Mannheim
- Leichtathletin des Jahres 2010
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Augsburger Allgemeine: Allgäuerin Verena Sailer spurtet zu Bronze. 23. August 2009. Abgerufen am 8. August 2010.
- ↑ Süddeutsche Zeitung: Die schnellste weiße Frau der Welt. 18. August 2009. Abgerufen am 8. August 2010.
- ↑ Stern.de: Leichtathletik-Europameisterschaften in Barcelona: Sensations-Gold für Sailer und Stahl. 28. Juli 2010. Abgerufen am 8. August 2010.
- ↑ Sailer und Nytra erfüllen Olympia-Norm sueddeutsche.de 9. Juni 2012
- ↑ http://www.sportresult.com/sports/la/ajax/user_files/2012/Bochum/pdf/re1010040.pdf
- ↑ http://laem.sportschau.de/helsinki2012/ergebnisse_zeitplan/ergebnisse363_disciplineId-4_eventId-62_genderId-200.html#18261
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Website von Verena Sailer
- Athletenporträt von Verena Sailer bei der IAAF (englisch)
- Athletenporträt auf leichtathletik.de
1938: Stanisława Walasiewicz | 1946: Jewgenija Setschenowa | 1950: Fanny Blankers-Koen | 1954: Irina Turowa | 1958: Heather Armitage | 1962: Dorothy Hyman | 1966: Ewa Kłobukowska | 1969: Petra Vogt | 1971: Renate Stecher | 1974: Irena Szewińska | 1978: Marlies Göhr | 1982: Marlies Göhr | 1986: Marlies Göhr | 1990: Katrin Krabbe | 1994: Irina Priwalowa | 1998: Christine Arron | 2002: Ekaterini Thanou | 2006: Kim Gevaert | 2010: Verena Sailer | 2012: Iwet Lalowa
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sailer, Verena |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Sprinterin |
| GEBURTSDATUM | 16. Oktober 1985 |
| GEBURTSORT | Illertissen |