Waischenfeld
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Bayreuth | |
| Höhe: | 372 m ü. NN | |
| Fläche: | 55,65 km² | |
| Einwohner: |
3.165 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 57 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91344 | |
| Vorwahl: | 09202 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BT | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 72 197 | |
| Stadtgliederung: | 29 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Marktplatz 1 91344 Waischenfeld |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Edmund Pirkelmann (BBS) | |
| Lage der Stadt Waischenfeld im Landkreis Bayreuth | ||
Waischenfeld ist eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Bayreuth. Der staatlich anerkannte Luftkurort mit der 1122 erstmals erwähnten Burg Waischenfeld liegt in der Fränkischen Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Die politische Gemeinde Waischenfeld hat 29 amtlich benannte Ortsteile[2]:
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Es gibt folgende Gemarkungen: Breitenlesau, Eichenbirkig, Gösseldorf, Hannberg, Köttweinsdorf, Langenloh, Löhlitz, Nankendorf, Seelig, Waischenfeld.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Plankenfels, Mistelgau, Ahorntal, Gößweinstein, Wiesenttal und Aufseß.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Burg Waischenfeld wurde 1122 erstmals urkundlich erwähnt. König Ludwig der Bayer verlieh Waischenfeld 1315 die Stadtrechte. Burg und Stadt Waischenfeld kamen 1348 in den Besitz des Bistums Bamberg. Aus der Zeit von 1680 bis 1751 ist das Waischenfelder Malefizbuch, ein Buch mit Gerichtsprotokollen für Stadt und Amt Waischenfeld, erhalten. Das Obervogtamt des Hochstifts Bamberg kam mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 zu Bayern.
Ab 1943 war in Waischenfeld eine aus Berlin ausgelagerte Dienststelle der nationalsozialistischen Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe unter Wolfram Sievers ansässig. Am 14. April 1945 wurde Waischenfeld von den Amerikanern besetzt; Sievers wurde zwei Wochen später in der Nähe aufgegriffen und später im Nürnberger Ärzteprozess zum Tode verurteilt.[3]
Anlässlich der Bayerischen Gebietsreform wurde die Stadt Waischenfeld mehrmals vergrößert. Am 1. Januar 1971 wurden zunächst die ehemaligen Gemeinden Gösseldorf und Seelig eingegliedert. Der Gemeindename Gösseldorf löste im Jahr 1870 den bis dahin gültigen Namen Heroldsberg ab. Am 1. Januar 1972 kam ein Teil der ehemaligen Gemeinde Nankendorf hinzu. Hannberg, Langenloh und Rabeneck, die vorher zum Landkreis Pegnitz gehörten, folgten am 1. Juli 1972.[4] Waischenfeld selbst kam vom aufgelösten Landkreis Ebermannstadt zum Landkreis Bayreuth.
[Bearbeiten] Politik
Bürgermeister ist Edmund Pirkelmann (Bürgerblock Breitenlesau-Siegritzberg).
Die Kommunalwahl am 2. März 2008 führte zu folgender Verteilung der 16 Stadtratssitze:
- CSU: 5
- SPD: 2
- BBN (Bürgerblock Nankendorf): 2
- FWSL (Freie Wähler Stadt und Land): 2
- WWL (Wählergemeinschaft Waischenfeld-Land): 2
- WGL (Wählergemeinschaft Löhlitz): 1
- BBS (Bürgerblock Breitenlesau-Siegritzberg): 1
- JW (Junges Waischenfeld): 1
- WGF (Wählergemeinschaft Frauen): 1
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
- Die Anna-Kapelle ist ein schlicht gehaltener romanischer Bau. Erstmals erwähnt wurde die Kirche 1509 im Rahmen einer Spendenaktion. Der Altar, der etwa aus dem Jahr 1660 stammt, besitzt barocke Stilelemente. Das Altarbild, 1851 gemalt in Öl vom ehemaligen Pfarrer, zeigt die hl. Anna mit der Jungfrau Maria und dem Jesuskind auf dem Schoß.
- Burg Waischenfeld mit Turm Steinerner Beutel. Das Wahrzeichen der Stadt liegt westlich der Stadt auf einem Felsplateau. Der runde, etwa 13 Meter hohe Turm steht auf einem Kalksteinfelsen und bildete den nördlichsten Teil der längst nicht mehr bestehenden Burg Waischenfeld. Burg und Turm wurden vermutlich im 13. Jahrhundert erbaut.
- Die Stadtkapelle St. Laurentius hat eine barocke Ausstattung und besitzt eine besonders schön gestaltete Strahlenmadonna aus dem 15. Jahrhundert.
- St. Michael
- Der Chor der Stadtpfarrkirche Johannes der Täufer stammt aus dem Jahr 1450. Die Kirche wurde 1750 im barocken Stil umgestaltet.
[Bearbeiten] Sport
- Von Oktober 1990 bis Januar 1991 soll dort der ehemalige Schachweltmeister Bobby Fischer, der seit der Weltmeisterschaft 1972 keine offizielle Partie mehr gespielt hatte und seither untergetaucht war, unerkannt in einem Gasthof einquartiert gewesen sein und in dieser Zeit auch gegen verschiedene Personen gespielt haben. Nachdem 1993 ein weiterer ehemaliger Schachweltmeister - Michail Botwinnik - für einige Tage im gleichen Gasthof Quartier nahm, werden dort regelmäßig hochrangige Schachturniere ausgetragen, u. a. Spiele der deutschen Bundesliga.
[Bearbeiten] Brauereien
Im Stadtgebiet Waischenfeld gibt es die Brauereien Heckel in Waischenfeld, Schroll in Nankendorf und Krug in Breitenlesau.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Ehrenbürger
- Rudolf Eberhard (1914–1998), Bayerischer Finanzminister
- Heinz Gerhäuser, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen und Inhaber des Lehrstuhls für Informationstechnik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg[5]
- Josef Kraus, Dekan, 1976–1992 Pfarrer von Waischenfeld[6]
- Konrad Pieger, 1937–1954 Pfarrer von Waischenfeld[6]
- Hans Schweßinger (1937–2011), 1966–1998 Bürgermeister von Waischenfeld[7];[8]
- Hans Völker, 1956–1974 Pfarrer von Waischenfeld[6]
- Gunda Zeitler, Mäzenin[9][10]
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Friedrich Nausea (um 1496–1552), Bischof von Wien
- Ernst von Bomhard (1833–1912), Jurist, Senatspräsident am Reichsgericht in Leipzig
- Michel Hofmann (1903–1968), Staatsarchivdirektor in Würzburg, Mitarbeiter an Carl Orffs Werk Carmina Burana
- Anton Sterzl (* 1927), Historiker, Journalist und Autor
[Bearbeiten] Literatur
- Thomas Greif: Der SS-Standort Waischenfeld 1934-1945. Hilfswerklager und Ahnenerbe. Erlangen 2006 (Schriftenreihe des Fränkische-Schweiz Vereins II: Die Fränkische Schweiz, Heimatkundliche Beihefte 16). ISBN 3-7896-0652-9
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ Eintrag in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek (abgerufen am 24. Mai 2011)
- ↑ Vgl. Thomas Greif: Der SS-Standort Waischenfeld 1934-1945. Hilfswerklager und Ahnenerbe. Erlangen 2000 (Schriftenreihe des Fränkische-Schweiz Vereins II: Die Fränkische Schweiz, Heimatkundliche Beihefte 16). ISBN 3-7896-0652-9.
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seiten 451 und 452
- ↑ Heinz Gerhäuser Ehrenbürger von Waischenfeld, Artikel auf nordbayern.de (abgerufen am 31. Mai 2011)
- ↑ a b c Waischenfelder Pfarrer mit Erwähnung der Ehrenbürgerschaft auf den offiziellen Webseiten von Waischenfeld (abgerufen am 24. Mai 2011)
- ↑ Vater der Großgemeinde, Artikel auf nordbayern.de vom 9. Januar 2011 (abgerufen am 24. Mai 2011)
- ↑ Waischenfelds Altbürgermeister Hans Schweßinger ist tot, Artikel im Nordbayerischen Kurier vom 9. Januar 2011 (abgerufen am 24. Mai 2011)
- ↑ Ehrenbürger der Stadt Waischenfeld (abgerufen am 24. Mai 2011)
- ↑ Gunda Zeitler zur Ehrenbürgerin von Waischenfeld ernannt, Artikel auf nordbayern.de (abgerufen am 24. Mai 2011)
[Bearbeiten] Weblinks
- Waischenfeld: Wappengeschichte vom HdBG
- Foracheim: Burg und Kirche Waischenfeld
- Waischenfeld: Amtliche Statistik des LStDV
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