Pottenstein (Oberfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Pottenstein
Pottenstein (Oberfranken)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Pottenstein hervorgehoben
49.77222222222211.411388888889368Koordinaten: 49° 46′ N, 11° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bayreuth
Höhe: 368 m ü. NHN
Fläche: 73,24 km²
Einwohner: 5363 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91278
Vorwahlen: 09243, teilweise 09244Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: BT, EBS, ESB, KEM, MÜB, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 72 179
Stadtgliederung: 35 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Forchheimer Straße 1
91278 Pottenstein
Webpräsenz: www.pottenstein.de
Bürgermeister: Stefan Frühbeißer (CWU/UWV)
Lage der Stadt Pottenstein im Landkreis Bayreuth
Landkreis Nürnberger Land Bayreuth Bayreuth Landkreis Hof Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Kulmbach Landkreis Lichtenfels Landkreis Bamberg Landkreis Forchheim Landkreis Tirschenreuth Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Amberg-Sulzbach Prüll Warmensteinacher Forst-Nord Waidacher Forst Waidacher Forst Veldensteiner Forst Neubauer Forst-Nord Waischenfeld Lindenhardter Forst-Südost Lindenhardter Forst-Nordwest Langweiler Wald Bayreuth Heinersreuther Forst Goldkronacher Forst Glashüttener Forst Forst Neustädtlein am Forst Gemeindefreies Gebiet Fichtelberg Emtmannsberg Haag (Oberfranken) Seybothenreuth Creußen Warmensteinach Weidenberg Schnabelwaid Prebitz Plech Mistelgau Mistelbach (Oberfranken) Hummeltal Hummeltal Heinersreuth Goldkronach Glashütten (Oberfranken) Gesees Gefrees Eckersdorf Bischofsgrün Bischofsgrün Bindlach Betzenstein Bad Berneck im Fichtelgebirge Speichersdorf Kirchenpingarten Waischenfeld Plankenfels Pegnitz (Stadt) Mehlmeisel Hollfeld Fichtelberg (Oberfranken) Aufseß Ahorntal Bischofsgrüner Forst Pottenstein (Oberfranken)Karte
Über dieses Bild

Pottenstein ist eine Stadt im Landkreis Bayreuth (Regierungsbezirk Oberfranken). Der staatlich anerkannte Luftkurort liegt in der Fränkischen Schweiz.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

In der Nähe des Stadtteils Hohenmirsberg befindet sich die Hohenmirsberger Platte (Aussichtsturm auf 614 m Höhe; einer der höchsten Punkte in der Fränkischen Schweiz). Im Stadtteil Leienfels (ca. 15 Häuser) befindet sich die Burgruine Leienfels (Aussichtspunkt auf 590 m Höhe). Durch den Ortskern fließt die Püttlach, in die nahe dem Kurpark der Weihersbach mündet.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Pottenstein gliedert sich in 35 Stadtteile:[2]

Rathaus Pottenstein

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Hummeltal, Pegnitz, Betzenstein, Obertrubach, Gößweinstein und Ahorntal.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte Pottensteins lässt sich bis zur ersten urkundlichen Erwähnung 918 zurückverfolgen. 1323 erhielt es Stadtrechte. Die Stadt Pottenstein war Obervogtamt des Hochstifts Bamberg. Bei einem Stadtbrand im Jahre 1736 wurden 60 Häuser zerstört und auch die Stadtkirche wurde beschädigt.

Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Von 1942 bis 1945 befand sich in der Magerscheune ein Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg, in dem 746 Häftlinge Zwangsarbeit für militärische Anlagen verrichten mussten. Dazu gehörten die Bauvorhaben der SS, die dort 1942/43 ein Ausbildungslager für ca. 600 Mitglieder der SS-Karstwehr unterhielt. Kein Hinweis erinnert im Ort an dieses Geschehen.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Haßlach und Kirchenbirkig sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Tüchersfeld eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kam Püttlach hinzu.[4] Am 1. Januar 1975 folgte Vorderkleebach. Der Reigen der Eingemeindungen wurde mit der Eingliederung der Gemeinde Hohenmirsberg am 1. Januar 1978 und der Gemeinden Kühlenfels, Laienfels und Regenthal sowie eines Teils der aufgelösten Gemeinde Elbersberg am 1. Mai 1978 abgeschlossen.[5]

Pottenstein von oben, Panoramablick, April 2014

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Stadtrat 20 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 65,4 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

Partei Sitze Anteil
CSU 5 23,5 %
SPD 1 7,4 %
Christliche Wählerunion/unabhängige Wählervereinigung 4 17,8 %
Die Bürger Pottenstein und Umland 3 15,7 %
Junge Liste 1 8,6 %
Freie Wählergemeinschaft 3 12,3 %
Bürgerunion 3 14,8 %

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Stadtrates ist der Bürgermeister.

Marktplatz, Panoramablick, September 2013

Wirtschaft[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Brauereien[Bearbeiten]

In Pottenstein bestehen mit der Brauerei Hufeisen und der Brauerei Mager zwei Brauereien, die selbst brauen. Die Wagner-Bräu lässt ihr Bier bei der St. Georgen-Bräu in Buttenheim im Lohnbrauverfahren brauen.

Ortskern von Pottenstein mit Burg (rechts unten), 2010
Burg Pottenstein, 2004

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Pottenstein (Oberfranken)

Geotope[Bearbeiten]

Geotop Großes Hasenloch

Pottenstein ist im Rahmen eines Wettbewerbs im Jahre 2006 als Nationales Geotop ausgezeichnet worden.

  • Teufelshöhle bei Pottenstein (Schauhöhle) (Geotop-Nummer 472H008).
  • Schwalbenloch B5, nordöstlich von Pottenstein (Geotop-Nummer 472H001).
  • Großes Hasenloch D92 (Geotop-Nummer 472H002).
  • Dolomitfels Hohenstein östlich von Kirchenbirkig (Geotop-Nummer 472R050).
  • Drachenfels bei Mittelmühle (Geotop-Nummer 472R051).
  • Dolomitfels mit Höhle Steinkirche D80 (Geotop-Nummer 472R052).
  • Felsen im Leienfelser Wald mit Höhle D238 (Geotop-Nummer 472R131).
  • Weiherstaler Männchen bei Schüttersmühle (Geotop-Nummer 472R155).
  • Felsburg Tüchersfeld (Geotop-Nummer 472R156).
  • Felsburg Schloss Pottenstein (Geotop-Nummer 472R157).

Naturschutzgebiet[Bearbeiten]

Naturschutzgebiet, Trockenhang

Teile der Berghänge rund um Pottenstein sind als Naturschutzgebiet Trockenhänge um Pottenstein ausgewiesen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Historische Abbildungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Engelbrecht: Touristenidylle und KZ-Grauen. Verlag C. u. C. Rabenstein. (Rezension)
  • Albert Gaier: Pfarrer Martin Krauß, der Vater des Tübinger Geschichtsschreibers und Professors Martin Crusius. Schicksale eines evang.-luth. Pfarrers aus Oberfranken im 16. Jahrhundert. In: Blätter für württembergische Kirchengeschichte. 68 / 69 (1968 / 1969), S. 497–521.
  • Margit Freifrau von Witzingerrode: Die Bartholomäuskirche - Stadtpfarrkirche in Pottenstein - Geschichte und Gegenwart. In: Archiv für Geschichte von Oberfranken. 86. Band, Bayreuth 2006, S. 41 ff.
  • Franz X. Bogner: Die Fränkische Schweiz. Ein Luftbildportrait. Ellwanger Verlag, Bayreuth 2007, ISBN 978-3-925361-62-3, S. 83–88.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pottenstein (Oberfranken) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111030/230254&attr=OBJ&val=1166
  3. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation. Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 184.
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 549 und 550.
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 675 bis 677.