Pottenstein (Oberfranken)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Bayreuth | |
| Höhe: | 368 m ü. NN | |
| Fläche: | 73,24 km² | |
| Einwohner: |
5319 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 73 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91278 | |
| Vorwahlen: | 09243 teilweise 09244 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BT | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 72 179 | |
| Stadtgliederung: | 35 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Forchheimer Straße 1 91278 Pottenstein |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Stefan Frühbeißer (CWU/UWV) | |
| Lage der Stadt Pottenstein im Landkreis Bayreuth | ||
Pottenstein ist eine Stadt im Landkreis Bayreuth (Regierungsbezirk Oberfranken). Der staatlich anerkannte Luftkurort liegt in der Fränkischen Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
In der Nähe des Stadtteils Hohenmirsberg befindet sich die Hohenmirsberger Platte (Aussichtsturm auf 614 m Höhe; einer der höchsten Punkte in der Fränkischen Schweiz). Im Stadtteil Leienfels (ca. 15 Häuser) befindet sich die Burgruine Leienfels (Aussichtspunkt auf 590 m Höhe).
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Pottenstein hat 35 amtlich benannte Ortsteile:[2]
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Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Hummeltal, Pegnitz, Betzenstein, Obertrubach, Gößweinstein und Ahorntal.
Geschichte [Bearbeiten]
Die Geschichte Pottensteins lässt sich bis zur ersten urkundlichen Erwähnung 918 zurückverfolgen. 1323 erhielt es Stadtrechte. Die Stadt Pottenstein war Obervogtamt des Hochstifts Bamberg. Bei einem Stadtbrand im Jahre 1736 wurden 60 Häuser zerstört und auch die Stadtkirche wurde beschädigt.
Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Von 1942 bis 1945 befand sich in der Magerscheune ein Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg, in dem 746 Häftlinge Zwangsarbeit für militärische Anlagen verrichten mussten. Dazu gehörten die Bauvorhaben der SS, die dort 1942/43 ein Ausbildungslager für ca. 600 Mitglieder der SS-Karstwehr unterhielt. Kein Hinweis erinnert im Ort an dieses Geschehen.[3]
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Haßlach und Kirchenbirkig sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Tüchersfeld eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kam Püttlach hinzu.[4] Am 1. Januar 1975 folgte Vorderkleebach. Der Reigen der Eingemeindungen wurde mit der Eingliederung der Gemeinde Hohenmirsberg am 1. Januar 1978 und der Gemeinden Kühlenfels, Laienfels und Regenthal sowie eines Teils der aufgelösten Gemeinde Elbersberg am 1. Mai 1978 abgeschlossen.[5]
Politik [Bearbeiten]
Stadtrat [Bearbeiten]
Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Stadtrat 20 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 65,4 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:
| Partei | Sitze | Anteil |
|---|---|---|
| CSU | 5 | 23,5 % |
| SPD | 1 | 7,4 % |
| Christliche Wählerunion/unabhängige Wählervereinigung | 4 | 17,8 % |
| Die Bürger Pottenstein und Umland | 3 | 15,7 % |
| Junge Liste | 1 | 8,6 % |
| Freie Wählergemeinschaft | 3 | 12,3 % |
| Bürgerunion | 3 | 14,8 % |
Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Stadtrates ist der Bürgermeister.
Wirtschaft [Bearbeiten]
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
Brauereien [Bearbeiten]
In Pottenstein bestehen mit der Brauerei Hufeisen und der Brauerei Mager zwei Brauereien, die selbst brauen. Die Wagner-Bräu lässt ihr Bier bei der St. Georgen-Bräu in Buttenheim im Lohnbrauverfahren brauen.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Teufelshöhle, auf einer Länge von 1,5 km begehbare Tropfsteinhöhle. Die Teufelshöhle ist eine der größten und bekanntesten Höhlen in Deutschland. Sie wurde im Oktober 1922 von dem Geologen und Bergbauingenieur Hans Brand im schon seit langem bekannten Teufelsloch entdeckt und bis Pfingsten 1931 in zwei Etappen für die Besucher erschlossen. Sie hat jährlich rund 160.000 Besucher.
- Fränkische-Schweiz-Museum im Ortsteil Tüchersfeld
- Burgmuseum auf der Burg Pottenstein
- Die 1000-jährige Burg Pottenstein war Aufenthaltsort der Heiligen Elisabeth von Thüringen im Jahr 1228.
- Die Pfarrkirche St. Bartholomäus (Pottenstein) mit Rokokodekor (um 1775)
- Die Kunigundenkirche enthält ein Altarbild, auf dem die Burg Pottenstein noch mit Bergfried zu sehen ist.
- Die Burgruine Leienfels im Ortsteil Leienfels
- In Pottenstein befindet sich das Felsenbad Pottenstein, eine Sommerrodelbahn und ein Kletterwald. Der Ort liegt im Klettergebiet Nördlicher Frankenjura.
- Alljährlicher Beschluss der Ewigen Anbetung am Dreikönigstag (6. Januar) mit Abbrennen der Bergfeuer
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Pottenstein (Oberfranken)
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Martin Krauß senior (um 1490 bis 1554), Vater des Altphilologen und Historikers Martin Crusius, des Verfassers der Annales Suevici und Professors in Tübingen
- Johann Baptist Reus (* 10. Juli 1868, † 21. Juli 1947 in São Leopoldo), Jesuit und Mystiker
- Michael Horlacher (* 18. August 1888; † 12. Oktober 1957), Politiker (BVP, CSU), MdR, MdL Bayern (Landtagspräsident 1946–1950), MdB
Historische Abbildungen [Bearbeiten]
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Pottenstein, Stahlstich (1840) von Johann Poppel
Literatur [Bearbeiten]
- Peter Engelbrecht: Touristenidylle und KZ-Grauen. Verlag C. u. C. Rabenstein. (Rezension)
- Albert Gaier: Pfarrer Martin Krauß, der Vater des Tübinger Geschichtsschreibers und Professors Martin Crusius. Schicksale eines evang.-luth. Pfarrers aus Oberfranken im 16. Jahrhundert. In: Blätter für württembergische Kirchengeschichte. 68 / 69 (1968 / 1969), S. 497–521.
- Margit Freifrau von Witzingerrode: Die Bartholomäuskirche - Stadtpfarrkirche in Pottenstein - Geschichte und Gegenwart. In: Archiv für Geschichte von Oberfranken. 86. Band, Bayreuth 2006, S. 41 ff.
- Franz X. Bogner: Die Fränkische Schweiz. Ein Luftbildportrait. Ellwanger Verlag, Bayreuth 2007, ISBN 978-3-925361-62-3, S. 83–88.
Weblinks [Bearbeiten]
- Ausführliche Darstellung der Ortsgeschichte
- Fränkische-Schweiz-Museum
- Teufelshöhle
- Die Burg Pottenstein
- Foracheim: Stadt und Pfarrkirche Pottenstein
- Pottenstein (Oberfranken): Wappengeschichte vom HdBG
- Pottenstein (Oberfranken): Amtliche Statistik des LStDV
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111030/230254&attr=OBJ&val=1166
- ↑ Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation. Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 184.
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 549 und 550.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 675 bis 677.
Ahorntal | Aufseß | Bad Berneck i.Fichtelgebirge | Betzenstein | Bindlach | Bischofsgrün | Creußen | Eckersdorf | Emtmannsberg | Fichtelberg | Gefrees | Gesees | Glashütten | Goldkronach | Haag | Heinersreuth | Hollfeld | Hummeltal | Kirchenpingarten | Mehlmeisel | Mistelbach | Mistelgau | Pegnitz | Plankenfels | Plech | Pottenstein | Prebitz | Schnabelwaid | Seybothenreuth | Speichersdorf | Waischenfeld | Warmensteinach | Weidenberg
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