Creußen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Bayreuth | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Creußen | |
| Höhe: | 442 m ü. NN | |
| Fläche: | 66,48 km² | |
| Einwohner: |
4670 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 70 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 95473 | |
| Vorwahl: | 09270 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BT | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 72 127 | |
| Stadtgliederung: | 38 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Bahnhofstraße 11 95473 Creußen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Martin Dannhäuser (Freie Wähler) | |
| Lage der Stadt Creußen im Landkreis Bayreuth | ||
Creußen ist eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Bayreuth und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Creußen. Sie liegt in der Fränkischen Schweiz etwa 13 km südlich von Bayreuth an der Bundesstraße 2 nahe der Autobahn A 9.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Topografie [Bearbeiten]
Creußen liegt in einer Mittelgebirgslandschaft in der Fränkischen Schweiz, am Fuße des Fichtelgebirges und am Oberpfälzer Wald. Die Stadt ist zwischen 426 und 630 Meter hoch. Der Schlossberg ist ein im Osten von Creußen gelegener Berg, der 566 m ü. NN liegt. Auf ihm wird mit Windrädern Strom erzeugt.
Der Preunersfelder Rangen ist mit 630 Metern die höchste Erhebung im Creußener Höhenzug. Er erstreckt sich weiter in den Süden. In Thurndorf, etwa 9,5 km von Creußen entfernt, liegt die höchste Stelle des Schnabelwaider Kitschenrains mit 647,5 Metern, der Kalvarienberg mit Waldkapelle.
Creußen liegt im Obermain-Oberpfälzischen Hügelland. Der Rote Main bietet den Kontrast zu den Hügeln und Terrassen des Creußener Höhenzuges. Westlich von Creußen liegt der Lindenhardter Forst. Das Creußener Land, das den östlichsten Teil der Fränkischen Schweiz bildet, eignet sich im Winter auch zum Skilanglauf. Es ist nach dem Fichtelgebirge und dem Frankenwald das sicherste Schneegebiet in Oberfranken.
Die wichtigsten und bedeutendsten Berge rund um Creußen sind der Kalvarienberg (647 m), der Graubühl (569 m), die Dreiköpfige Tanne (519 m), der Schlossberg (566 m), der Kapf (597 m), der Preunersfelder Rangen (630 m), der Creussener Berg (475 m), der Tannenberg (597 m), der Funkenberg (580 m), der Kleine Kulm (626 m) und die Hohenmirsberger Platte (614 m).
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Creußen hat 38 amtlich benannte Ortsteile[2]:
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Emtmannsberg, Speichersdorf, Prebitz, Schnabelwaid, Pegnitz, Hummeltal, Haag und Bayreuth.
Geschichte [Bearbeiten]
Die Besiedlung erfolgte um das Jahr 1000. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Creußen als urbs crusni im Jahr 1003 bei den Streitigkeiten zwischen dem späteren Kaiser Heinrich II. und dem Schweinfurter Markgrafen Hezilo. Der Kaiser, unter anderem unterstützt vom Würzburger Bischof Heinrich, belagerte die Burg (castrum crusni), in der sich der Markgraf mit seiner Familie verschanzt hatte. Ob die Burg[3] damals zerstört wurde, geht aus den Quellen nicht hervor. Der Markgraf konnte zwar heimlich durch den Belagerungsring entweichen (der Volksmund berichtet, dass er durch einen Geheimgang entkam), wurde jedoch in der Nähe von Tiefenthal gefasst.
Erst 1358 wurde Creußen, damals unter der Herrschaft des Burggrafen von Nürnberg, von Kaiser Karl IV. zur Stadt erhoben. In den Hussitenkriegen und im Dreißigjährigen Krieg wurde sie verwüstet. 1791 fiel die Stadt an Preußen, dem der Markgraf Christian Friedrich Karl Alexander sein Herrschaftsgebiet verkauft hatte. Nach einem kurzen Intermezzo unter französischer Herrschaft (1807–1810) kan die Stadt zu Bayern. 1893 wurden große Teile durch einen Brand zerstört (Vorderes Tor, Marktplatz, Habergasse).
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Bühl eingegliedert.[4] Am 1. Januar 1977 kam Neuhof hinzu. Gottsfeld, Haidhof, Seidwitz und der Markt Lindenhardt sowie Teile der aufgelösten Gemeinde Wolfsbach folgten am 1. Mai 1978.[5]
Politik [Bearbeiten]
Stadtrat [Bearbeiten]
Sitzverteilung (Kommunalwahl am 2. März 2008):
- CSU: 6
- SPD: 3
- Grüne und Unabhängige (GU): 1
- Creußener Liste (CL): 3
- Überparteiliche Wählergruppe Creußen (ÜWG-FW): 2
- Lindenhardter Umlandliste (LUL): 1
Bürgermeister [Bearbeiten]
Bei der Bürgermeisterwahl am 11. November 2012 gewann Martin Dannhäußer (Überparteiliche Wählergruppe) gegen den Amtsinhaber Harald Mild (CSU) mit 50,9 % der Stimmen. im Jahr 2006 war Mild mit 90,81 % der Stimmen in seinem Amt bestätigt worden, als er keinen Gegenkandidaten hatte.
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Museum [Bearbeiten]
Im Krügemuseum sind bedeutende Stücke des Creußener Steinzeugs ausgestellt. Dieses Steinzeug ist aus einem Ton gefertigt, dessen Zusammensetzung heute nicht mehr bekannt ist. Das Krügemuseum ist seit 1950 in der Torwächterstube im nördlichen Stadttor (Hinteres Tor) untergebracht. 2004 wurde es nach dem Ausbau des angrenzenden Scharfrichterhauses erweitert.
Bauwerke [Bearbeiten]
- Die Pfarrkirche St. Jakobus am Heziloplatz erhielt nach der Zerstörung in den Hussitenkriegen und dem Wiederaufbau 1477 im Jahre 1700 ihre heutige Form und den größten Teil der barocken Innenausstattung. Der Kirchturm steht auf den Fundamenten des Bergfrieds der früheren Burg.
- Gegenüber befindet sich die ehemalige Lateinschule, die in ihrer Blütezeit weit über Creußen hinaus großes Ansehen genoss.
- Am Marktplatz steht das Pfarrhaus und davor das ehemalige Kommunbrauhaus, heute evangelisches Gemeindehaus.
- Die Stadtmauer wurde 1358 bis 1361 errichtet mit
- dem Hinteren Tor, in dem sich das Krügemuseum befindet,
- dem Hunger- oder Malefizturm, der als Gefängnis erbaut wurde und dem
- Markusturm, 1477 erbaut.
- Die Habergasse war ursprünglich die Hauptstraße der Stadt und als Straßenmarkt angelegt. Dort wurden die Pferde der Handelsleute mit Hafer versorgt.
- Das Rathaus wurde 1360 erbaut und nach den Zerstörungen im Hussitenkrieg 1477 neu errichtet. Brot- und Fleischbänke an der Längsseite dienten als Verkaufsstände.
- Das Eremitenhäuschen gilt als die einzige erhaltene bürgerliche Eremitage Deutschlands. Es wurde 1760 von dem Theologen Johann Theodor Künneth erbaut.
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Creußen
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
- Papst Gregor IV. richtete das Fest zu Ehren seines Vorgängers Papst Gregor I., dem Schutzpatron der Jugend und der Schulen, im Jahre 830 als Schulfest ein. In Creußen wird dieses Fest seit dem 17. Jahrhundert gefeiert. Es findet alle zwei Jahre am letzten Wochenende vor den Schulferien auf dem Marktplatz statt und dauert vier Tage.
- Internationaler Töpfermarkt
- Der Markt erinnert an die Tradition des Keramikhandwerks in Creußen und findet jedes Jahr am zweiten Sonntag im Juli statt.
Verkehr [Bearbeiten]
Der Bahnhof Creußen (Oberfr) liegt an der Bahnstrecke Schnabelwaid–Bayreuth. Hier fahren Züge der Relation Bayreuth - Nürnberg im Stundentakt.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111030/115900&attr=OBJ&val=1147
- ↑ Dr. Hans Vollet und Kathrin Heckel: Die Ruinenzeichnungen des Plassenburgkartographen Johann Christoph Stierlein. 1987.
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 549.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 675.
Weblinks [Bearbeiten]
- Krügemuseum
- Creußen: Wappengeschichte vom HdBG
- Homepage der Stadt Creussen
- Creußen: Amtliche Statistik des LStDV
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