Wald (Allgäu)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wald
Wald (Allgäu)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wald hervorgehoben
47.72277777777810.558055555556800Koordinaten: 47° 43′ N, 10° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Seeg
Höhe: 800 m ü. NHN
Fläche: 17,97 km²
Einwohner: 1084 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87616
Vorwahl: 08302
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 179
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lengenwanger Str. 2
87616 Wald
Webpräsenz: www.wald-allgaeu.de
Bürgermeister: Josef Ampßler (Allgem. Wählergruppe)
Lage der Gemeinde Wald im Landkreis Ostallgäu
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Über dieses Bild

Wald ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Seeg.

Geographie[Bearbeiten]

Das Dorf Wald mit seinen 21 Weilern liegt in der Region Allgäu.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsteil Barnstein wird bereits 1059 urkundlich erwähnt. Wald selbst wurde im Jahr 1404 noch als Wittisried (Rodung des Witt oder Wittirich) bezeichnet, die Bezeichnung Wald wurde von der im später üblichen Ortsbezeichnung zu den Newen Kirchen in dem Wald abgeleitet. Die ortsansässigen Ritter zu Kemnat verkauften 1493 ihre Gerichtsbarkeit an das Hochstift Augsburg. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Die 1397 erstmals urkundlich erwähnte katholische Pfarrkirche zum heiligen Nikolaus wurde bei einem durch Blitzschlag ausgelösten Brand[2] am 5. Januar 2012 erheblich beschädigt, wodurch die Spitze des 58 Meter hohen Turmes einstürzte und in den angrenzenden Friedhof fiel.[3][4][5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 857, 1987 dann 946 und im Jahr 2000 994 Einwohner gezählt. Am 31. Dezember 2006 hatte der staatlich anerkannte Erholungsort mit seinen 21 Weilern 1.023 Einwohner.

Wald wuchs zwischen 1988 und 2008 um 107 Einwohner bzw. ca. 11%

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Josef Ampßler (Allgemeine Wählergruppe). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Max Hartmann (Allgemeine Wählergruppe).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 339.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 24.000 €.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter einem durch einen silbernen Wellenbalken unterstützten schwarzen Schildhaupt, darin nebeneinander drei goldene Kugeln, in Grün zwischen zwei bewurzelten silbernen Tannen ein wachsender silberner Kirchturm.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe keine und im Bereich Handel und Verkehr fünf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 349. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei, im Bauhauptgewerbe keine Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 69 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.181 Hektar.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 26 Kindergartenplätze mit 26 Kindern (Stand: 2010)
  • Grundschule: Wald gehört zum Grundschulverband Wald/Leuterschach. Derzeit sind in Wald drei Schulklassen untergebracht.
Winterbild - Gemeinde Wald

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wald (Allgäu) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kirchturmbrand in Wald: Ursache eindeutig Blitzschlag auf der Seite der Gemeinde, abgerufen am 19. April 2012.
  3. zeit.de: Kirche im Allgäu in Flammen: Turmspitze bricht ab, vom 5. Januar 2012.
  4. Brand der Kirche in Wald auf der Seite der Gemeinde, abgerufen am 9. Januar 2012.
  5. Brand der Kirche in Wald (YouTube).