Alejandro Falla

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Alejandro Falla Tennisspieler
Alejandro Falla
Alejandro Falla 2015 in Wimbledon
Nation: KolumbienKolumbien Kolumbien
Geburtstag: 14. November 1983
Größe: 185 cm
Gewicht: 77 kg
1. Profisaison: 2000
Rücktritt: 2018
Spielhand: Links, beidhändige Rückhand
Trainer: José de Armas
Preisgeld: 3.101.331 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 114:169
Höchste Platzierung: 48 (16. Juli 2012)
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 17:41
Höchste Platzierung: 130 (3. August 2009)
Grand-Slam-Bilanz
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Alejandro Falla (* 14. November 1983 in Cali) ist ein ehemaliger kolumbianischer Tennisspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den ersten Jahren seiner Tenniskarriere spielte Falla verschiedene Future-Turniere und wurde nebenbei für die kolumbianische Davis-Cup-Mannschaft eingesetzt. Am 13. Januar 2003 gewann der Linkshänder sein erstes Junioren-Turnier in San Salvador. Im gleichen Jahr folgten zwei weitere Senior-Future-Siege bei Turnieren in seinem Heimatland. Am 8. März 2004 gewann Falla sein erstes Turnier im Rahmen der Challenger-Tour in Bogotá. Drei Wochen später war er erneut siegreich beim Turnier in Salinas, als er den Luxemburger Gilles Müller schlug. Im April 2006 folgte schließlich sein dritter und bis 2009 vorerst letzter Challenger-Titel, erneut in Bogotá.

Im Rahmen der ATP Tour spielte Falla erstmals bei den French Open, wo er in der ersten Runde gegen den Dänen Kristian Pless gewann, in der Runde der letzten 64 jedoch gegen David Nalbandian aus Argentinien in vier Sätzen verlor. Bei Masters-Turnier in Miami 2007 schaffte Alejandro Falla den Sprung unter die letzten 32 Spieler, nachdem er Donald Young, Chris Guccione, Sergio Roitman und Tommy Haas geschlagen hatte, dann jedoch gegen Radek Štěpánek ausschied. In Lyon 2007 erreichte der Kolumbianer erstmals ein Halbfinale bei einem ATP-Turnier. Hier unterlag er dem Franzosen Marc Gicquel in drei Sätzen und schaffte damit erstmals den Sprung unter die Top 100 der Weltrangliste. 2009 gewann Falla auf der Challenger Tour die Turniere in Pereira, Cali und Rennes. Mit Alejandro González sicherte er sich zudem den Titel im Doppel in Bogotá. Bereits 2008 hatte er auf Challenger-Ebene mit Juan Sebastián Cabal die Doppelturniere von Cali, Bogotá und Medellín gewonnen.

Am 21. Juni 2010 schaffte Falla in Wimbledon beinahe eine Überraschung. In der ersten Runde führte Falla gegen den sechsmaligen Wimbledon-Champion Roger Federer mit 2:0-Sätzen und servierte im vierten Satz sogar zum Matchgewinn, verlor jedoch letztlich mit 7:5, 6:4, 4:6, 6:7 (1:7) und 0:6.[1] Im Jahr darauf stand er mit Xavier Malisse in San José erstmals in einem Endspiel auf der World Tour. Die beiden unterlagen Scott Lipsky und Rajeev Ram mit 8:10 im Match-Tie-Break.[2] Im September 2011 gewann er nochmals die Einzelkonkurrenz des Challenger-Turniers von Cali. In der Saison 2012 folgten Titelgewinne in Barranquilla und zum nunmehr dritten Mal in Bogotá. Mit Rang 48 erreichte er zum 16. Juli 2012 zudem seinen Karrierebestwert in der Einzelwertung der Weltrangliste. Bei den im Juli stattfindenden Olympischen Spielen in London schied Falla im Einzel nach einer Niederlage gegen Roger Federer in der ersten Runde aus. 2013 erreichte er schließlich auch im Einzel auf der World Tour sein erstes Finale. In Bogotá gewann er ungesetzt vier Partien und traf im Spiel um den Turniersieg auf Ivo Karlović, dem er sich in zwei Sätzen geschlagen geben musste.[3] Zum Auftakt der Saison 2014 sicherte er sich sogleich in Nouméa und Bucaramanga seine Challenger-Titel zehn und elf im Einzel. Mitte des Jahres erreichte Falla in Halle sein zweites Einzelfinale auf der World Tour. Gegen Roger Federer unterlag er allerdings zweimal im Tie-Break.[4] Seine letzten Titelgewinne gelangen Alejandro Falla in der Saison 2016 auf der Challenger Tour. Mit Eduardo Struvay gewann er die Turniere in Barranquilla und Medellín.

2018 verkündete Falla seinen Rücktritt.[1] Im Davis Cup bestritt er im Verlauf seiner Karriere von 2001 bis 2017 insgesamt 27 Begegnungen, in denen er 22 seiner 32 Einzel- und 9 seiner 16 Doppelpartien gewann.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
Tennis Masters Cup
ATP World Tour Finals
ATP Masters Series
ATP World Tour Masters 1000
ATP International Series Gold
ATP World Tour 500 Series
ATP International Series
ATP World Tour 250 Series
ATP Challenger Tour (17)

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 14. März 2004 KolumbienKolumbien Bogotá II (1) Sand ChileChile Adrián García 4:6, 6:1, 6:2
2. 4. April 2004 EcuadorEcuador Salinas Hartplatz LuxemburgLuxemburg Gilles Müller 6:75, 6:2, 6:2
3. 30. April 2006 KolumbienKolumbien Bogotá II (2) Sand BrasilienBrasilien André Sá 6:4, 6:2
4. 3. Mai 2009 KolumbienKolumbien Pereira Sand ArgentinienArgentinien Horacio Zeballos 6:4, 4:6, 6:2
5. 20. September 2009 KolumbienKolumbien Cali (1) Sand ArgentinienArgentinien Horacio Zeballos 6:3, 6:4
6. 18. Oktober 2009 FrankreichFrankreich Rennes Teppich FrankreichFrankreich Thierry Ascione 6:3, 6:2
7. 25. September 2011 KolumbienKolumbien Cali (2) Sand ArgentinienArgentinien Eduardo Schwank 6:4, 6:3
8. 1. April 2012 KolumbienKolumbien Barranquilla Sand ArgentinienArgentinien Horacio Zeballos 6:4, 6:1
9. 15. Juli 2012 KolumbienKolumbien Bogotá Sand KolumbienKolumbien Santiago Giraldo 7:5, 6:3
10. 4. Januar 2014 FrankreichFrankreich Nouméa Hartplatz KanadaKanada Steven Diez 6:2, 6:2
11. 26. Januar 2014 KolumbienKolumbien Bucaramanga Sand ItalienItalien Paolo Lorenzi 7:5, 6:1

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 21. Juli 2013 KolumbienKolumbien Bogotá Hartplatz KroatienKroatien Ivo Karlović 3:6, 6:74
2. 15. Juni 2014 DeutschlandDeutschland Halle Rasen SchweizSchweiz Roger Federer 6:72, 6:73

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 20. September 2008 KolumbienKolumbien Cali Sand KolumbienKolumbien Juan Sebastián Cabal ArgentinienArgentinien Brian Dabul
ArgentinienArgentinien Horacio Zeballos
7:66, 6:3
2. 27. September 2008 KolumbienKolumbien Bogotá III (1) Sand KolumbienKolumbien Juan Sebastián Cabal ArgentinienArgentinien Alejandro Fabbri
ArgentinienArgentinien Horacio Zeballos
3:6, 7:67, [10:8]
3. 15. November 2008 KolumbienKolumbien Medellín (1) Sand KolumbienKolumbien Juan Sebastián Cabal ArgentinienArgentinien Juan-Pablo Amado
Dominikanische RepublikDominikanische Republik Víctor Estrella
3:4 Aufgabe
4. 27. September 2009 KolumbienKolumbien Bogotá III (2) Sand KolumbienKolumbien Alejandro González ArgentinienArgentinien Diego Álvarez
ArgentinienArgentinien Sebastián Decoud
5:7, 6:4, [10:8]
5. 10. September 2016 KolumbienKolumbien Barranquilla Sand KolumbienKolumbien Eduardo Struvay EcuadorEcuador Gonzalo Escobar
EcuadorEcuador Roberto Quiroz
6:4, 7:5
6. 1. Oktober 2016 KolumbienKolumbien Medellín (2) Sand KolumbienKolumbien Eduardo Struvay BrasilienBrasilien André Ghem
SpanienSpanien Juan Lizariturry
6:3, 6:2

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 13. Februar 2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten San José Hartplatz (i) BelgienBelgien Xavier Malisse Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Lipsky
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rajeev Ram
4:6, 6:4, [8:10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Alejandro Falla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Federer-Schreck Alejandro Falla nimmt Abschied. In: spox.com. 31. Januar 2018, abgerufen am 12. Februar 2018.
  2. Former Illini Wins ATP World Tour Doubles Title. In: fightingillini.com. University of Illinois, 14. Februar 2011, abgerufen am 23. Mai 2020 (englisch).
  3. Das Comeback des Jahres? Karlovics Triumph in Bogota. In: tennisnet.com. 22. Juli 2013, abgerufen am 23. Mai 2020.
  4. Federer gewinnt in Halle. In: dw.com. Deutsche Welle, 15. Juni 2014, abgerufen am 23. Mai 2020.