Konstanze Klosterhalfen

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Konstanze Klosterhalfen Leichtathletik

Konstanze Klosterhalfen (2014)
Konstanze Klosterhalfen (2014)

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 18. Februar 1997 (20 Jahre)
Geburtsort BonnDeutschlandDeutschland Deutschland
Größe 174 cm
Gewicht 48 kg
Beruf Studentin (Sportjournalismus)
Karriere
Disziplin 800 m, 1500 m, 3000 m, 5000 m
Verein SSG Königswinter (bis 2007)
TSV Bayer 04 Leverkusen (seit 2008)
Trainer Sebastian Weiß, vorm.: Sigrid Bühler
Medaillenspiegel
Juniorenweltmeisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Halleneuropameisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Crosslauf-Europameisterschaften 3 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
U23-Europameisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Deutsche Meisterschaften 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Deutsche Hallenmeisterschaften 3 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
 Juniorenweltmeisterschaften
0Bronze0 Bydgoszcz 2016 3000 m
Logo der EAA Halleneuropameisterschaften
0Silber0 2017 Belgrad 1500 m
Logo der EAA Crosslaufeuropameisterschaften
0Gold0 Hyères 2015 Juniorinnen Einzel
0Gold0 Hyères 2015 Juniorinnen Team
0Gold0 Chia 2016 Juniorinnen Einzel
0Silber0 Chia 2016 Juniorinnen Team
Logo der EAA U23-Europameisterschaften
0Gold0 Bydgoszcz 2017 1500 m
Deutsche Meisterschaften
0Silber0 Nürnberg 2015 1500 m
0Gold0 Kassel 2016 1500 m
0Gold0 Erfurt 2017 1500 m
Deutsche Hallenmeisterschaften
0Silber0 Karlsruhe 2015 1500 m
0Gold0 Leipzig 2016 3000 m
0Gold0 Leipzig 2017 1500 m
0Gold0 Sindelfingen 2017 3 x 800 m
letzte Änderung: 16. Juli 2017

Konstanze Klosterhalfen (* 18. Februar 1997 in Bonn) ist eine deutsche Leichtathletin, die sich auf den Mittelstreckenlauf spezialisiert hat. Sie nimmt auch an Cross-, 5- und 10-km-Läufen teil.

Berufsweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klosterhalfen studiert Sportjournalismus an der Deutschen Sporthochschule Köln.[1]

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konstanze Klosterhalfen begann ihre leichtathletische Laufbahn bei der SSG Königswinter. Mit 5 Jahren begann sie mit allgemeiner Leichtathletik und spezialisierte sich 2008 auf das Laufen, mit zunächst zweimal Training in der Woche.[2]

Seit Klosterhalfen mit 12 Jahren 2:38,42 min über 800 Meter lief, verbesserte sie sich kontinuierlich.

2014 wurde Klosterhalfen Deutsche U18-Meisterin im 1500-Meter-Lauf. Ihr erstes bedeutendes internationales Resultat über 1500 Meter erzielte sie im selben Jahr mit dem vierten Platz bei den Olympischen Jugend-Sommerspielen in Nanjing.

2015 siegte sie in der Altersklasse U20 bei den Deutschen Meisterschaften sowohl in der Halle als auch im Freien. In der Aktivenklasse belegte sie jeweils den zweiten Platz hinter Maren Kock.[3] Die erste internationale Medaille des Jahres holte Klosterhalfen im Sommer bei den U20-Europameisterschaften in Eskilstuna (Schweden), wo sie Dritte über 1500 Meter wurde.[4] Bei den Crosslauf-Europameisterschaften in Hyères gewann sie das Juniorinnenrennen und führte damit die deutsche Mannschaft um Alina Reh, Sarah Kistner und Franziska Reng zum Sieg in der Teamwertung.[5]

Am 6. Februar 2016 stellte Klosterhalfen in Karlsruhe mit einer Zeit von 4:08,38 min einen Halleneuroparekord über 1500 Meter in der Altersklasse U20 auf.[6] Am 21. Februar gewann sie bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften den Meistertitel über 800 Meter und verbesserte mit der Siegerzeit von 2:03,37 min den 36 Jahre alten deutschen U20-Hallenrekord.[7] Am 28. Februar siegte sie bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig im 3000-Meter-Lauf und errang damit ihren ersten Titel in der Aktivenklasse. Mit ihrer Siegerzeit von 8:56,36 min stellte sie einen neuen Halleneuroparekord in der Altersklasse U20 auf, den zuvor die Polin Sofia Ennaoui (9:06,27 min) gehalten hatte.[8] Anfang März gewann Klosterhalfen den 10-Kilometer-Straßenlauf „Rund um das Bayer-Kreuz“ in Leverkusen und lief in 32:24 min deutschen U20-Rekord.[9]

Am 20. Mai 2016 stellte Klosterhalfen in Ostrava/Tschechien beim Golden Spike Meeting mit 4:06,91 min über 1500 Meter erneut eine persönliche Bestzeit auf und schaffte die Olympia-Norm. Wenig später wurde sie in Kassel Deutsche Meisterin und sicherte sich somit wegen der erreichten Norm die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, wo sie mit 4:07,26 min als Zehnte in ihrem Vorlauf ausschied.[10] Bei den Juniorenweltmeisterschaften in Bydgoszcz gewann sie die Bronzemedaille über 3000 Meter.[11] Zum Jahresende war sie die überragende U20-Läuferin bei den Cross-Europameisterschaften in Chia auf Sardinien und holte sich mit großem Vorsprung die Goldmedaille. Mit dem deutschen U20-Team gab's darüber hinaus Silber.[12]

2017 stellte Klosterhalfen beim Karlsruher Indoor-Meeting über 3000 Meter mit 8:51,75 min eine persönliche Bestzeit auf und hatte damit auch die Norm für die Halleneuropameisterschaften in Belgrad erfüllt. In Leipzig wurde sie ebenfalls mit persönlicher Bestleistung über 1500 Meter in 4:04,91 min Deutsche Hallenmeisterin und schaffte auch hier deutlich die Norm für Belgrad, wo sie sich nur der britischen Rekordhalterin Laura Muir geschlagen geben musste und Hallenvizeeuropameisterin wurde. Dabei stellte Klosterhalfen einen neuen deutschen U23-Hallenrekord auf, indem sie ihren eigenen über 1500 Meter auf 4:04,45 min verbesserte.[13]

Die 2. Lange Laufnacht - Runners Track Night am 19. Mai 2017 in Karlsruhe war für Klosterhalfen auch sehr erfolgreich. Die Leverkusenerin unterbot mit 14:51,38 min im 5000-Meter-Lauf den U23-Rekord (14:59,01 min) von Kathrin Ullrich aus dem Jahr 1989 und belegt nun Platz zwei in der ewigen DLV-Bestenliste der Frauen hinter der deutschen Rekordlerin Irina Mikitenko (14:42,03 min).[14] Zudem unterbot Klosterhalfen die Norm (15:22,00 min) für die Weltmeisterschaften in London um eine halbe Minute. Eine weitere Norm für die WM schaffte sie am 3. Juni bei der Laufgala in Pfungstadt mit persönlicher Bestzeit über 800 Meter und blieb mit 1:59,65 min auch erstmals unter zwei Minuten.[15] Fünf Tage später durchbrach Klosterhalfen beim Diamond-League-Meeting in Rom am 8. Juni die dritte Schallmauer, indem sie über 1500 Meter mit 3:59,30 min nicht nur erneut eine persönliche Bestleistung lief und eine weitere Norm für die WM erfüllte, sondern auch einen neuen deutschen U23-Rekord aufstellte und als sechste deutsche Mittelstrecklerin die Vier-Minuten-Grenze über 1500 Meter unterbot.[15]

Vom DLV wurde sie für die Team-Europameisterschaft 2017 nominiert und durfte dort im 1500-Meter-Lauf antreten. Ihren Wettbewerb konnte sie vor Angelika Cichocka aus Polen und Natalija Pryschtschepa aus der Ukraine gewinnen. Mit der deutschen Mannschaft konnte sie zudem auch die Team-Europameisterin werden. Bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt verteidigte sie ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich und unterbot mit 3:59,58 min den 40 Jahre alten Meisterschaftsrekord von Jan Merrill um fast sieben Sekunden. Am 16. Juli siegte sie bei den U23-Europameisterschaften in Bydgoszcz in 4:10,30 min über die 1500 Meter.

Für die Weltmeisterschaften in London nominierte der Deutsche Leichtathletikverband sie im 1500-Meter-Lauf und im 5000-Meter-Lauf.[16] Nach dem 1500-Meter-Vorlauf gab sie allerdings bekannt, dass sie auf einen Start über die 5000 Meter verzichten würde.[17] Über 1500 Meter schied sie dann im Halbfinale aus, da sie zu früh einen Ausreißversuch unternahm.

Am 20. August 2017 belegte Klosterhalfen im 3000-Meter-Rennen beim British Athletics Birmingham Grand Prix in 8:29,89 min den zweiten Platz hinter der Niederländerin Sifan Hassan. Mit ihrer Zeit unterbot sie den fast 18 Jahre alten Deutschen Rekord von Irina Mikitenko um eine halbe Sekunde.[18] Am 27. August lief sie beim ISTAF in Berlin über 1500 Meter 3:58,92 min, womit sie nicht nur erneut eine persönliche Bestzeit aufstellte, sondern auch ihren eigenen deutschen U23-Rekord unterbot.

Klosterhalfen gehört zum B-Kader des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV).

Vereinszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2008 startet Klosterhalfen für den TSV Bayer 04 Leverkusen und wird dort seit 2012 von Sebastian Weiß trainiert.[19] In der U16 war Sigrid Bühler ihre Trainerin.[2] Bis 2007 war sie bei der SSG Königswinter.

Bestleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand 27. August 2017

Bestleistung in der Halle
Disziplin Zeit in min Ort Datum
800 m 2:03,37 DeutschlandDeutschland Dortmund 21. Februar 2016
1500 m 4:04,45 SerbienSerbien Belgrad 4. März 2017
3000 m 8:51,75 DeutschlandDeutschland Karlsruhe 4. Februar 2017
Bestleistungen im Freien
Disziplin Zeit in min Ort Datum
800 m 01:59,65 DeutschlandDeutschland Pfungstadt 3. Juni 2017
1500 m 03:58,92 DeutschlandDeutschland Berlin 27. August 2017
3000 m 08:29,89 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Birmingham 20. August 2017
5000 m 14:51,38 DeutschlandDeutschland Karlsruhe 15. Mai 2017
5 km 16:05 DeutschlandDeutschland Trier 31. Dezember 2016
10 km 32:24 DeutschlandDeutschland Leverkusen 6. März 2016

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationale Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Internationale Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mai 2016: Konstanze Klosterhalfen - General-Anzeiger Bonn. In: general-anzeiger-bonn.de. Abgerufen am 13. August 2016.
  2. a b Lothar Pöhlitz: Konstanze Klosterhalfen (18) im Sommer 4:09,58 – 8:53,21 und im Dezember U20 – Cross-Europameisterin 2015 - Im LCA-Interview, auf: la-coaching-academy.de, vom 21. Januar 2016, abgerufen 25. Mai 2016
  3. Stefanie Sandmeier: Klosterhalfen - lieber Laufen statt Laufsteg. RP Online. 28. Juli 2015. Abgerufen am 27. Februar 2016.
  4. Silke Morrissey: Konstanze Klosterhalfen rennt aufs Podium: Bronze. leichtathletik.de, 19. Juli 2015, abgerufen am 2. Mai 2017.
  5. Wolfram Marx: Gold, Bronze, Gold: Deutsche U20-Läuferinnen räumen ab. leichtathletik.de. 13. Dezember 2015. Abgerufen am 27. Februar 2016.
  6. Silke Morrissey: 4:08,38 Minuten - Konstanze Klosterhalfen setzt noch einen drauf. leichtathletik.de. 6. Februar 2016. Abgerufen am 27. Februar 2016.
  7. Harald Koken: Konstanze Klosterhalfen stürmt zum nächsten Rekord. leichtathletik.de. 21. Februar 2016. Abgerufen am 28. Februar 2016.
  8. Harald Koken: U20-Europarekord: Konstanze Klosterhalfens nächster Streich. leichtathletik.de. 28. Februar 2016. Abgerufen am 28. Februar 2016.
  9. Es ging rund "Rund um das Bayerkreuz". runnersworld.de. 7. März 2016. Abgerufen am 7. März 2016.
  10. Klosterhalfen scheitert im Halbfinale, abgerufen am 13. Juli 2017
  11. Silke Morrissey: Bronze und U20-Rekord: Konstanze Klosterhalfen wieder grandios. leichtathletik.de, 20. Juli 2016, abgerufen am 2. Mai 2017.
  12. Silke Bernhart: Konstanze Klosterhalfen überragende U20-Läuferin der Cross-EM. leichtathletik.de, 11. Dezember 2016, abgerufen am 2. Mai 2017.
  13. Harald Koken: Wieder U23-Rekord: "Koko" Klosterhalfen erkämpft Silber. leichtathletik.de, 4. März 2017, abgerufen am 2. Mai 2017.
  14. Jan-Henner Reitze: Klosterhalfen pulverisiert 15 Minuten und Rekord, Lange Laufnacht, auf: leichtathletik.de, vom 19. Mai 2017, abgerufen 19. Mai 2017
  15. a b Jan-Henner Reitze: Klosterhalfen unter vier Minuten, Röhler über 90 Meter. leichtathletik.de, 8. Juni 2017, abgerufen am 9. Juni 2017.
  16. Peter Schmitt: DLV fährt mit 71 Athletinnen und Athleten zur WM nach London. leichtathletik.de, 12. Juli 2017, abgerufen am 4. August 2017.
  17. Jan-Henner Reitze: London Tag 1 - DLV-Athleten in den Vorrunden. leichtathletik.de, 4. August 2017, abgerufen am 5. August 2017.
  18. Jan-Henner Reitze: 8:29,89 min! Konstanze Klosterhalfen läuft deutschen Rekord. leichtathletik.de, 20. August 2017, abgerufen am 21. August 2017.
  19. Das Mädchen mit den schnellen Beinen. General-Anzeiger Bonn. 26. April 2015. Abgerufen am 27. Februar 2016.