Annemarie Schwarzenbach

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Annemarie Schwarzenbach: Selbstporträt mit ihrer zweiäugigen Rolleiflex Standard 621 Kamera (entstanden in den 1930ern)
Erika Mann sitzend vor dem «Haus Jäger» (Schwarzenbachs Wohnung in Sils im Engadin), 1936 fotografiert von Annemarie Schwarzenbach
Kinder auf der Fahrt nach Persepolis (1933/1934)

Annemarie Schwarzenbach (* 23. Mai 1908 in Zürich; † 15. November 1942 in Sils im Engadin; heimatberechtigt in Thalwil) war eine Schweizer Schriftstellerin und Journalistin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Annemarie Schwarzenbach stammte aus der reichen Zürcher Industriellenfamilie der Schwarzenbachs. Ihr Vater Alfred Emil Schwarzenbach war ein wohlhabender Industrieller und einer der grössten Seidenfabrikanten der Welt. Er besaß Seidenwebereien in Thalwil bei Zürich und im Ausland. Ihre Mutter Renée Schwarzenbach-Wille war die Tochter des Generals Ulrich Wille, der im Ersten Weltkrieg gedient hatte, und die Enkelin der Schriftstellerin Eliza Wille.

Sie wuchs in der Seegemeinde Horgen auf dem stattlichen Landgut Bocken auf und promovierte im Alter von 23 Jahren mit einer Arbeit zur Geschichte des Oberengadins im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit. Erste journalistische Veröffentlichungen sowie literarische Texte entstanden noch während ihrer Studienzeit. Kurz nach Abschluss ihres Studiums debütierte sie mit dem Roman Freunde um Bernhard. Im Jahr 1931 hielt sie sich öfter in Berlin auf und stand in engem Kontakt mit Klaus und Erika Mann in München. In diese Zeit fallen auch ihre ersten Erfahrungen mit Morphin. Schwarzenbachs Verhältnis zu ihrer Mutter war sehr gespannt, unter anderem aufgrund ihrer antifaschistischen Einstellung. Einige Mitglieder der Familie Schwarzenbach/Wille sympathisierten nach 1933 mit der «Schweizer Front», die eine Annäherung der Schweiz an Nazideutschland befürwortete, während sich in Annemarie Schwarzenbachs Freundeskreis zahlreiche jüdische und politische Emigranten aus Deutschland befanden.

So führte sie nach 1933 selbst teilweise das Leben einer Migrantin und reiste mehrere Jahre hintereinander in verschiedene Länder, öfter zusammen mit Klaus Mann, dessen literarische Exilzeitschrift Die Sammlung sie finanziell unterstützte. 1933 begab sich Annemarie Schwarzenbach gemeinsam mit der Fotografin Marianne Breslauer auf eine erste journalistische Reise nach Spanien. Im gleichen Jahr führte sie der Weg nach Persien. Nach der Rückkehr in die Schweiz reiste sie 1934 nach Moskau, wo sie zusammen mit Klaus Mann am ersten Allunionskongress sowjetischer Schriftsteller teilnahm. 1935 kehrte sie nach Persien zurück und heiratete dort – trotz ihrer lesbischen Orientierung – den ebenfalls homosexuellen französischen Diplomaten Claude-Achille Clarac. 1937 recherchierte sie in Moskau für ihr Buch über den Schweizer Expeditionsbergsteiger Lorenz Saladin, der im Jahr zuvor nach einer Besteigung des Khan Tengri in Kirgistan gestorben war. 1939 hielt sie sich längere Zeit für einen Drogenentzug in Kliniken auf. Während dieser Zeit schrieb sie ihr Buch Das glückliche Tal.

Afghanistan, Herat: Das Ferment zur Gärung der ‹Mast› (Sauermilch) wird in die Ziegenhaut gefüllt / Unser Ford in der ‹Garage› in Herat
Belgisch-Kongo, Nizi, Zwei Minenarbeiter in den Tagesanlagen einer Mine in Kilo-Moto

Gemeinsam mit der Schweizer Schriftstellerin Ella Maillart reiste sie Juni 1939 in einem Ford-Kleinauto über Istanbul, Trabzon und Teheran überland nach Afghanistan. Im September, zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, hielt sie sich in Kabul auf. Schwarzenbach war über mehrere Wochen krank, woraufhin sie Maillart verließ. Danach zog es sie in die USA, wo sie in New York erneut mit den Geschwistern Mann zusammentraf. Dort lernte sie auch die Schriftstellerin Carson McCullers kennen, die sich Hals über Kopf in Schwarzenbach verliebte. Sie erwiderte deren Gefühle nicht, blieb jedoch während ihrer Zeit in den USA mit den McCullers befreundet und schrieb mehrere wohlwollende Rezensionen zu McCullers Debütroman The Heart Is a Lonely Hunter. Auch in den USA musste Schwarzenbach sich wegen ihrer Morphiumsucht, schwerer Depressionen und Suizidversuchen mehrfach in psychiatrische Behandlung begeben. Nach einer Reise nach Belgisch-Kongo lernte sie im Mai 1942 in Lissabon die aus den USA ausgewiesene deutsche Journalistin Margret Boveri kennen. Beide hatten im Ausland aufgrund ihrer deutschen Herkunft bzw. Sprache nach Beginn des Zweiten Weltkrieges diskriminierende Erfahrungen gemacht. Von der politischen Einstellung und vom persönlichen Charakter her waren sie jedoch völlig verschieden, so dass sie es bei einer kurzen Freundschaft ohne längeren schriftlichen Gedankenaustausch beließen. Nach einem Besuch ihres Ehemannes in Tétouan im Juni 1942 kehrte Schwarzenbach wieder in die Schweiz zurück. Am 7. September 1942 stürzte sie im Engadin mit ihrem Fahrrad und zog sich eine schwere Kopfverletzung zu, an der sie nach einer Fehldiagnose und anschließenden Fehlbehandlungen am 15. November starb.

Nachlass[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Annemarie Schwarzenbachs Nachlass befindet sich im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern. Zum 75. Todestag am 15. November 2017 hat die Schweizerische Nationalbibliothek über 3000 Fotografien aus dem Bestand des Schweizerischen Literaturarchivs digitalisiert und online gestellt. Es handelt sich um Reisebilder, die Annemarie Schwarzenbach in den 1930er und 1940er Jahren in Europa, Afrika, Amerika und Asien aufgenommen hat.[1]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bibliographie der Schriften Annemarie Schwarzenbachs (auch ihrer nicht selbstständig erschienenen Texte) in: Walter Fähnders, Sabine Rohlf (Hrsg.): Annemarie Schwarzenbach. Analysen und Erstdrucke. Mit einer Schwarzenbach-Bibliographie. Aisthesis, Bielefeld 2005, ISBN 3-89528-452-1.
  • Das glückliche Tal. Mit einer Biographie der Autorin von Charles Linsmayer. (= Reprinted by Huber, Nr. 1). 6. Auflage. Huber Verlag, Frauenfeld 2001, ISBN 3-7193-0982-7.
  • Lyrische Novelle. Neuauflage. Herausgegeben von Roger Perret. Lenos, Basel 1993, ISBN 3-85787-653-0.
  • Bei diesem Regen. Erzählungen. Erstausgabe. Herausgegeben von Roger Perret. Lenos, Basel 1989, ISBN 3-85787-182-2.
  • Auf der Schattenseite. Ausgewählte Reportagen, Feuilletons und Fotografien 1933–1942. Erstausgabe. Herausgegeben von Regina Dieterle und Roger Perret. Lenos, Basel 1995, ISBN 3-85787-241-1.
  • Jenseits von New York. Ausgewählte Reportagen, Feuilletons und Fotografien aus den USA 1936–1938. Erstausgabe. Herausgegeben von Roger Perret. Lenos, Basel 1992, ISBN 3-85787-216-0.
  • Tod in Persien. Erstausgabe. Herausgegeben von Roger Perret. Lenos, Basel 2003, ISBN 3-85787-675-1.
  • Freunde um Bernhard. Neuauflage. Lenos, Basel 1998, ISBN 3-85787-648-4.
  • Flucht nach oben. Roman. Erstausgabe. Herausgegeben von Roger Perret. Lenos, Basel 1999, ISBN 3-85787-280-2.
  • Alle Wege sind offen. Die Reise nach Afghanistan 1939/1940. Ausgewählte Texte. Erstausgabe. Herausgegeben von Roger Perret. Lenos, Basel 2000, ISBN 3-85787-749-9.
  • Winter in Vorderasien. Neuauflage. Lenos, Basel 2002, ISBN 3-85787-668-9.
  • Unsterbliches Blau / Bleu immortel. Reisen nach Afghanistan / Voyages en Afghanistan. (mit Ella Maillart und Nicolas Bouvier.) Herausgegeben von Roger Perret / Sous la direction de Roger Perret. Erstausgabe. Scheidegger & Spiess, Zürich / Editions Zoé, Genève 2003, ISBN 3-85881-148-3.
  • Insel Europa. Ausgewählte Reportagen und Feuilletons 1930–1942. Erstausgabe. Herausgegeben von Roger Perret. Lenos, Basel 2005, ISBN 3-85787-369-8.
  • Kongo-Ufer / Aus Tetouan. Erstdruck aus dem Nachlass. Esperluète Editions, Noville-sur-Mehaigne 2005, ISBN 2-930223-64-2.
  • Lorenz Saladin: Ein Leben für die Berge. Herausgegeben von Robert Steiner und Emil Zopfi. Neuauflage. Lenos, Basel 2007, ISBN 978-3-85787-385-0.
  • Georg Trakl. Erstdruck und Kommentar, herausgegeben von Walter Fähnders und Andreas Tobler. In: Mitteilungen aus dem Brenner-Archiv. 23/2004, S. 47–81.
  • Pariser Novelle. Erstdruck aus dem Nachlass, herausgegeben von Walter Fähnders. In: Jahrbuch zur Kultur und Literatur der Weimarer Republik. Band 8, 2003, S. 11–35.
  • «Wir werden es schon zuwege bringen, das Leben.» Annemarie Schwarzenbach an Klaus und Erika Mann, Briefe 1930–1942. Centaurus, Pfaffenweiler 1993, ISBN 3-89085-681-0.
  • Eine Frau zu sehen. Erstdruck aus dem Nachlass. Kein & Aber, Zürich 2008, ISBN 978-3-0369-5523-0.
  • Vor Weihnachten. [1933]. Erstdruck aus dem Nachlass. In: Wolfgang Klein u. a. (Hrsg.): Dazwischen. Reisen – Metropolen – Avantgarden. Aisthesis, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89528-731-2, S. 69–79.
  • Orientreisen. Reportagen aus der Fremde. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Walter Fähnders. 2. Auflage. Edition Ebersbach, Berlin 2011, ISBN 978-3-86915-019-2. Neuausgabe: ebersbach & simon, Berlin 2017 (blue notes), ISBN 978-3-86915-150-2.
  • mit Hans-Rudolf Schmid: Schweiz (Ost und Süd) – Was nicht im „Baedeker“ steht, Band XV. Piper Verlag, München 1932.
  • mit Hans-Rudolf Schmid: Schweiz (Nord und West) – Was nicht im „Baedeker“ steht. Band XVI. Piper Verlag, München 1933.
  • Das Wunder des Baums. Roman. Aus dem Nachlass herausgegeben und mit einem Nachwort von Sofie Decock, Walter Fähnders und Uta Schaffers. Chronos, Zürich 2011, ISBN 978-3-0340-1063-4.
  • Afrikanische Schriften. Reportagen – Lyrik – Autobiographisches. Mit dem Erstdruck von «Marc». Hrsg. von Sofie Decock, Walter Fähnders und Uta Schaffers. Chronos, Zürich 2012, ISBN 978-3-0340-1141-9.
  • An den äussersten Flüssen des Paradieses. Porträt einer Reisenden. Eine Textcollage von Roger Perret. Erstausgabe. Lenos, Basel 2016, ISBN 978-3-85787-470-3.
  • Frühe Texte von Annemarie Schwarzenbach und ein unbekanntes Foto: Gespräch / Das Märchen von der gefangenen Prinzessin / «mit dem Knaben Michael.» / Erik. In: Gregor Ackermann, Walter Delabar (Hrsg.): Kleiner Mann in Einbahnstrassen. Funde und Auslassungen. (= Juni. Magazin für Literatur und Kultur. Heft 53/54.) Aisthesis, Bielefeld 2017 ISBN 978-3-8498-1225-6, S. 152–182.
  • Beiträge für die Neue Zürcher Zeitung, z. B. Die Reorganisation der Universität von Stambul, NZZ 3. Dezember 1933, S. 8, in Zusammenhang mit den akademischen deutschen Flüchtlingen in der Türkei.

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • «Wir werden es schon zuwege bringen, das Leben.» – Briefe an Erika & Klaus Mann 1930–1942. Gelesen von Hannelore Elsner. Kein und Aber Records, 2003.
  • Liebeserklärungen einer Reisenden. Gelesen von Bibiana Beglau. Kein und Aber Records, 2007.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bettina Augustin: Der unbekannte Zwilling. Annemarie Schwarzenbach im Spiegel der Fotografie. Brinkmann und Bose, Berlin 2008, ISBN 978-3-940048-03-5.
  • Mirella Carbone (Hrsg.): Annemarie Schwarzenbach. Werk, Wirkung, Kontext. Akten der Tagung in Sils/Engadin vom 16. bis 19. Oktober 2008. Mit einer Schwarzenbach-Bibliographie 2005–2009. Aisthesis, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-89528-796-1.
  • Sofie Decock: Papierfähnchen auf einer imaginären Weltkarte. Topo- und Tempografien in den Asien- und Afrikaschriften Annemarie Schwarzenbachs. Aisthesis, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-89528-794-7 (Dissertation Universität Gent 2009, 333 Seiten).
  • Sofie Decock, Walter Fähnders und Uta Schaffers „Das Wunder des Baums“ (1941/42). Zu Annemarie Schwarzenbachs Afrikaroman. In: Afrika im Blick. Afrikabilder im deutschsprachigen Europa 1870–1970. Hrsg. Manuel Menrath. Chronos, Zürich 2012, ISBN 978-3-0340-1137-2, S. 213–236.
  • Sofie Decock, Uta Schaffers (Hrsg.): inside out. Textorientierte Erkundungen des Werks von Annemarie Schwarzenbach. Aisthesis, Bielefeld 2008, ISBN 978-3-89528-697-1.[2]
  • Walter Fähnders, Sabine Rohlf (Hrsg.): Annemarie Schwarzenbach. Analysen und Erstdrucke. Mit einer Schwarzenbach-Bibliographie. Aisthesis, Bielefeld 2005, ISBN 3-89528-452-1.[3][2]
  • Walter Fähnders: Paris, Berlin, Moskau und das „Glückliche Tal“. Zu Annemarie Schwarzenbachs Städte- und Reiseprosa. In: Walter Fähnders, Nils Plath und andere: Berlin, Paris, Moskau – Reiseliteratur und die Metropolen. Aisthesis, Bielefeld 2005, ISBN 3-89528-487-4, S. 91–106.
  • Walter Fähnders: In Venedig und anderswo. Annemarie Schwarzenbach und Ruth Landshoff-Yorck. In: Petra Josting, Walter Fähnders (Hrsg.): „Laboratorium Vielseitigkeit“ – Zur Literatur der Weimarer Republik. Aisthesis, Bielefeld 2005, ISBN 3-89528-546-3, S. 227–252.
  • Walter Fähnders, Andreas Tobler: Briefe von Annemarie Schwarzenbach an Otto Kleiber aus den Jahren 1933–1942. In: Zeitschrift für Germanistik. 2/2006, S. 366–374.
  • Walter Fähnders: „Wirklich, ich lebe nur wenn ich schreibe.“ Zur Reiseprosa von Annemarie Schwarzenbach (1908–1942). In: Sprachkunst. Beiträge zur Literaturwissenschaft. 38, Wien 2007, 1. Halbband, S. 27–54.
  • Walter Fähnders, Helga Karrenbrock: „Grundton syrisch“. Annemarie Schwarzenbachs „Vor Weihnachten“ im Kontext ihrer orientalischen Reiseprosa. In: Wolfgang Klein, Walter Fähnders, Andrea Grewe (Hrsg.): Dazwischen. Reisen – Metropolen – Avantgarden. Aisthesis, Bielefeld 2009 (Reisen Texte Metropolen 8), ISBN 978-3-89528-731-2, S. 82–105.
  • Walter Fähnders: Neue Funde. Annemarie Schwarzenbachs Beiträge im Argentinischen Tageblatt (1933 bis 1941). In: Gregor Ackermann, Walter Delabar (Hrsg.): Schreibende Frauen. Ein Schaubild im frühen 20. Jahrhundert. Aisthesis, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-89528-857-9, S. 193–198.
  • Walter Fähnders, Uta Schaffers: „Ich schrieb. Und es war eine Seligkeit.“ Dichterbild und Autorenrolle bei Annemarie Schwarzenbach. In: Gregor Ackermann, Walter Delabar (Hrsg.): Kleiner Mann in Einbahnstrassen. Funde und Auslassungen. Aisthesis, Bielefeld 2017 (= JUNI. Magazin für Literatur und Kultur. Heft 53/54), ISBN 978-3-8498-1225-6, S. 119–151.
  • Walter Fähnders, Uta Schaffers: Zu Annemarie Schwarzenbachs frühen Texten. In: Gregor Ackermann, Walter Delabar (Hrsg.): Kleiner Mann in Einbahnstrassen. Funde und Auslassungen. Aisthesis, Bielefeld: 2017 (= JUNI. Magazin für Literatur und Kultur. Heft 53/54), 2017, ISBN 978-3-8498-1225-6, S. 182–195.
  • Areti Georgiadou: Das Leben zerfetzt sich mir in tausend Stücke. Annemarie Schwarzenbach. Campus Verlag, 1996, ISBN 3-593-35350-4.
  • Areti Georgiadou: Schwarzenbach, Mina Renée Annemarie. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 24, Duncker & Humblot, Berlin 2010, ISBN 978-3-428-11205-0, S. 16 f. (Digitalisat).
  • Ueli Haldimann (Hrsg.): Die schönsten Skifelder und das hübscheste Kirchlein. In: Hermann Hesse, Thomas Mann und andere in Arosa – Texte und Bilder aus zwei Jahrhunderten. AS Verlag, Zürich 2001, ISBN 3-905111-67-5, S. 133–135.
  • Alexandra Lavizzari: Fast eine Liebe. Annemarie Schwarzenbach und Carson McCullers. Edition Ebersbach, Berlin 2008, ISBN 978-3-938740-55-2. Neubearbeitung unter Verlag Ebersbach & Simon, Berlin 2017, ISBN 978-3-86915-139-7.
  • Charles Linsmayer: Annemarie Schwarzenbach. Ein Kapitel tragische Schweizer Literaturgeschichte. Biographie. Huber, Frauenfeld 2008, ISBN 978-3-7193-1486-6.
  • Ella Maillart: Der bittere Weg. Erste Auflage. 1948. (Lenos, Basel 2001, ISBN 3-85787-663-8) (Die Reise nach Afghanistan aus Maillarts Sicht.)
  • Melania G. Mazzucco: Die so Geliebte. Piper, 2004, ISBN 3-492-24149-2.
  • Niklaus Meienberg: Eine lehnt sich auf und stirbt daran. In: Niklaus Meienberg: Die Welt als Wille und Wahn. Zürich 1987.
  • Dominique Laure Miermont: Annemarie Schwarzenbach – Eine beflügelte Ungeduld. Eine Biographie. Ammann, Zürich 2008, ISBN 978-3-250-10520-6.
  • Nicole Müller, Dominique Grente: Der untröstliche Engel. Knesebeck, 1995, ISBN 3-926901-74-8.
  • Elio Pellin: Ein Vermögen zerrinnt – Annemarie Schwarzenbach. Millionenerbin in Geldnot. In: Brotlos? Quarto – Zeitschrift des Schweizerischen Literaturarchivs, Nr. 20, 2005, ISBN 2-05-101959-2, S. 28–33.
  • Roger Perret: An den äussersten Flüssen des Paradieses. Ein Porträt der Schriftstellerin und Photojournalistin Annemarie Schwarzenbach. In: Neue Zürcher Zeitung, 7./8. März 1987, Nr. 55, S. 81–84.
  • Roger Perret: Annemarie Schwarzenbach. Annäherung an ein Porträt. In: Der Alltag, 1987, Nr. 2, S. 7–16.
  • Roger Perret: Ernst, Würde und Glück des Daseins. In: Annemarie Schwarzenbach: Lyrische Novelle. Lenos, Basel 1988, S. 99–146.
  • Roger Perret: Nachwort. In: Annemarie Schwarzenbach: Jenseits von New York. Ausgewählte Reportagen, Feuilletons und Fotografien 1936–1938. Lenos, Basel 1992, S. 159–184.
  • Roger Perret: Persien oder die «himmelweite, weltumspannende Fremde». In: Annemarie Schwarzenbach: Tod in Persien. Lenos, Basel 1995, S. 125–149.
  • Roger Perret: «Die Sinnlosigkeit, die Unwegsamkeit, die tastende Spur». In: Annemarie Schwarzenbach: Flucht nach oben. Roman. Lenos, Basel 1999, S. 211–238.
  • Roger Perret: «Meine ins Ferne und Abenteuerliche verbannte Existenz». In: Annemarie Schwarzenbach: Alle Wege sind offen. Die Reise nach Afghanistan 1939/1940. Lenos, Basel 2000, S. 139–167.
  • Alexis Schwarzenbach: Die Geborene. Renée Schwarzenbach-Wille und ihre Familie. Scheidegger & Spiess, 2004, ISBN 3-85881-161-0.
  • Alexis Schwarzenbach: Auf der Schwelle des Fremden. Das Leben der Annemarie Schwarzenbach. (mit Audio-CD Eine Frau zu sehen. Gelesen von Bibiana Beglau.) Collection Rolf Heyne, München 2008, ISBN 978-3-89910-368-7.
  • Kurt Wanner: Wo ich mich leichter fühle als anderswo. Annemarie Schwarzenbach und ihre Zeit in Graubünden. Verlag Bündner Monatsblatt, Chur 1997, ISBN 3-905241-83-8.
  • Elvira Willems: Annemarie Schwarzenbach. Autorin, Reisende, Fotografin. Centaurus, Freiburg 1999, ISBN 3-8255-0246-5.

Annemarie Schwarzenbach als literarische Figur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998: Hélène Bezençon: Arrète de rêver, l’Etrangère. Annemarie Schwarzenbach, une quète, 1929-1942.
  • 1998: Hélène Bezençon, Philipp Engelmann, Christoph Keller, Birgit Kempker, Johanna Lier: Ein gefallener Engel im Hotel Schweiz. Annäherungen an Annemarie Schwarzenbach. Eine Theatercollage. Theater an der Winkelwiese Zürich.
  • 2003: Matthias Günther, Andreas Tobler: Anne und Ella. Eine Reise nach Kabul. Theater Basel.
  • 2015: Le Ruisseau noir. Oper nach dem Leben und Werk vonAnnemarie Schwarzenbach. Text und Regie: Elsa Rooke. Komposition: Guy-François Leuenberger. Théâtre du Grütli, Genf.
  • 2015: Sils-Kaboul. (Nach La voie cruelle von Ella Maillart et Où est la terre des promesses? von Annemarie Schwarzenbach). Regie: Anne Bisang. Théâtre populaire romand, La Chaux-de-Fonds.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • La voie cruelle, la voie heureuse. Reisen nach Afghanistan 1939/1940 und 1953/1954. (mit Ella Maillart und Nicolas Bouvier.) Fotografien und Texte. Kurator: Roger Perret. (Wanderausstellung 1999–2003)
  • Annemarie Schwarzenbach. Selected Photographs 1933-1940. The Godwin-Ternbach Museum, Queens College, New York, 2005.
  • Eine Frau zu sehen. Museum Strauhof Zürich[4] und Literaturhaus Berlin[5][6]
  • Selbstportraits der Welt. Museu Colecção Bernardo in Lissabon, 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Annemarie Schwarzenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christoph Steiner: Annemarie Schwarzenbach – über 3000 Fotografien frei verfügbar. In: blog.digithek.ch. 31. Oktober 2017; abgerufen am 4. November 2017.
  2. a b Behrang Samsami: Ausgraben und Erinnern. Zu zwei Sammelbänden mit textorientierten Erkundungen des Werks von Annemarie Schwarzenbach. Bei literaturkritik.de, November 2008, abgerufen am 26. Januar 2011.
  3. Walter Fähnders: Bibliographie der Werke über Annemarie Schwarzenbach (fortlaufend, ab 2010) (PDF; 516 kB).
  4. Bettina Spoerri: Spiel mit Reflexionen und Projektionen. Ausstellungsbericht in der Neuen Zürcher Zeitung vom 18. März 2008, abgerufen am 26. Januar 2011.
  5. Ausstellungs-Dokumentation beim Literaturhaus Berlin
  6. Web-Archiv des Rätischen Museums Chur, abgerufen am 26. Januar 2011.