Anton Wilhelm Amo

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Denkmal Freies Afrika für Anton Wilhelm Amo von Gerhard Geyer in Halle/Saale.

Anton Wilhelm Amo, auch bekannt als Antonius Guilielmus Amo Afer ab Aximo in Guinea (* um 1703 in Nkubeam bei Axim, heute Ghana; † nach 1753 vermutlich im heutigen Ghana, laut Grabstein bei Shama † 1784), war der erste bekannte Philosoph und Rechtswissenschaftler afrikanischer Herkunft in Deutschland. Er stellte die Ungleichheit von schwarzen Europäern in Frage und gilt als ein Vordenker des Antirassismus.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amo wurde als Kind versklavt und von der Niederländisch-Westindischen Gesellschaft (niederländisch Geoctroyeerde West-Indische Compagnie, häufig kurz WIC) nach Amsterdam verschleppt. Von dort wurde er an Anton Ulrich von Braunschweig und Lüneburg-Wolfenbüttel „verschenkt“, der ihn als „Kammermohren“ an seinen Sohn August Wilhelm „weitervererbte“. 1708 wurde er in der Schlosskapelle Salzdahlum in Wolfenbüttel evangelisch getauft und erhielt den Namen Anton Wilhelm Amo. 1721 wurde er ebenfalls in der Schlosskapelle konfirmiert. Seine Taufpaten und Namensgeber waren Herzog Anton Ulrich und sein Sohn August Wilhelm.

Der DDR-Historiker Burchard Brentjes hingegen berichtete, er habe 1975 bei einem Besuch der Familie Amos in Ghana gehört, das Kind sei von seiner Mutter zu deren Schwestern nach Amsterdam geschickt worden, um dort ausgebildet zu werden. Kwame Nkrumah, erster Präsident des unabhängigen Ghana, der selber zu Amo geforscht hatte und aus derselben Gegend wie Amo stammte, hielt es für „sehr wahrscheinlich“, dass Amo zum Studium geschickt wurde.

Amo erhielt am humanistisch geprägten Hof von Braunschweig-Wolfenbüttel eine hervorragende Bildung. Vielleicht besuchte er von 1717 bis 1721 die Ritterakademie Rudolph-Antoniana in Wolfenbüttel und von 1721 bis 1727 die protestantische Universität Helmstedt.[2] Neben Deutsch erlernte er Französisch, Griechisch, Hebräisch, Niederländisch und Latein. Im braunschweigisch-Wolfenbütteler Hofkalender bzw. Adressbuch wird „Anthon Wilhelm Amo, der Mohr, Log. aufm Schloß“ 1721 unter den „Hertzogl. Laqveyen“ und 1725 als „Mohr, Anthon Wilhelm, bey Ihro Durchl. dem regierenden Hertzog Cammer-Bediente“ aufgeführt.[3]

Ab 1727 studierte er an der Universität Halle Philosophie und Rechtswissenschaften. 1729 verfasste er seine erste Disputation unter dem Titel De iure Maurorum in Europa in lateinischer Sprache (deutsch Über die Rechtsstellung der Mohren in Europa).[4] 1730 immatrikulierte er sich an der Philosophischen Fakultät der Universität Wittenberg und erhielt schon nach einem Monat den akademischen Grad eines Magisters der Philosophie und Freien Künste, was ihm erlaubte, Vorlesungen anzubieten, während derer er gleichzeitig seine Studien fortsetzte. Wie angesehen er war, lässt sich daraus erschließen, dass er die Prozession anführte, mit der die Universität 1733 den neuen Kurfürsten Friedrich August II. bei seinem Besuch begrüßte. 1734 promovierte er in Wittenberg mit seiner Dissertation über das Leib-Seele-Problem mit dem Titel De humanae mentis apatheia (deutsch Über die Empfindungslosigkeit des menschlichen Geistes). 1736 wechselte er wieder an die Philosophische Fakultät der Universität Halle und unterrichtete dort als Privatdozent. 1739 lehrte er laut einer Vorlesungsankündigung aus seiner Feder an der Universität Jena. Seit 1740 ist Amo in Jena nicht mehr belegt, über seinen späteren Aufenthalt ist nichts bekannt.

1747 verließ er Deutschland in Richtung Ghana. Hintergründe sind vermutlich der Tod seiner Mentoren und Freunde, berufliche Schwierigkeiten, zunehmender Rassismus und gesellschaftliche Isolation: 1731 verstarb sein Mentor Herzog August Wilhelm, 1743 sein Freund Johann Peter von Ludewig. Auf einen Heiratsantrag folgte 1747 eine Spottkampagne, die in der Veröffentlichung rassistischer Spottgedichte des Hallenser Rhetorikprofessors Johann Ernst Philippi kulminierte.[5] Wenig wahrscheinlich ist die Vermutung, dass sich Amos Antrag an Anna Dorothea Gnüge (1715–1764) richtete,[6] seit 1737 Ehefrau von Samuel Gotthold Lange, die 1746 unter dem Pseudonym „Doris“ einen abgewiesenen Verehrer in einem Gedicht als Satyr und „Waldbewohner“ verspottete.[7]

Amo lebte danach zunächst als Einsiedler in Axim und später im Fort San Sebastian bei Shama. Sein genaues Todesjahr ist nicht bekannt; auf seinem neuen Grabstein vor dem Fort Shama steht das Sterbejahr 1784.

Die ausführlichsten biografischen Angaben zu Amo und seiner Familie finden sich in einem Nachruf von Isaac Winckelman (1723–1796)[8] auf den Mediziner David Henry Gallandat (1732–1782),[9] der Amo nach seinen Tagebuchaufzeichnungen 1753 auf einer Reise in Axim an der „Goldküste“ besucht hatte.[10]

Philosophie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Studiums von Anton Wilhelm Amo war Halle ein wichtiges wissenschaftliches Zentrum innerhalb des deutschsprachigen Raumes, da dort sowohl die ersten Vertreter der Frühaufklärung als auch die Pietisten präsent waren. Dementsprechend ergaben sich zahlreiche Auseinandersetzungen zwischen den sogenannten Pietisten und Rationalisten. Der Hallische Pietismus war unter anderem durch den bekannten Theologen August Hermann Francke geprägt. Er setzte sich für die Erneuerung der kirchlichen Tradition ein. Demgegenüber positionierte sich Christian Wolff als einer der ersten Vertreter der Frühaufklärung, der mit dem Begriff der Vernunft argumentierte und beispielsweise Deutsch als philosophische Sprache statt Latein betonte.

In diesem Umfeld studierte auch Amo und war dementsprechend zwangsläufig in diesen Diskussionen einbezogen, wobei er einer klaren Positionierung widersprach. So ist auch innerhalb der heutigen Debatte noch hoch umstritten, ob er ein Wolffianer war oder nicht.[11] Auch wenn es Unterschiede zu der Wolffianischen Tradition gab (Amo schrieb beispielsweise in Latein), lässt sich erkennen, dass er dieser deutlich näher stand als den pietistischen Vertretern. Dennoch umging er die Frontlinien und versuchte sich aktiv durch eine eigene Positionierung im Feld zu behaupten.

In seiner Zeit an der Hallenser Universität wurde er maßgeblich von dem damaligen Universitäts-Kanzler Johann Peter von Ludewig unterstützt.[12] 1729 veröffentlichte Amo seine erste Disputation unter dem Vorsitz von Ludewig mit dem Titel De iure Maurorum in Europa, oder vom Mohren-Recht. Sie beschäftigt sich mit der Rechtsstellung schwarzer Menschen im Europa der damaligen Zeit, die weitgehend rechtlos waren.[13] Dieser Text konnte aber nicht wieder aufgefunden werden; auch in seinen späteren Werken griff er nicht direkt auf ihn zurück.

Trotz Ludewigs Unterstützung wechselte Amo 1730 nach Wittenberg, wodurch er sich freiere Forschungsmöglichkeiten und Schutz vor den Pietisten erhoffte. In Wittenberg erlangte er sehr schnell den akademischen Grad des Magisters der Philosophie und der freien Künste. Damit konnte er selbst erste Lehrveranstaltungen durchführen. Weiterführend wandelte er mit der Zeit sein wissenschaftliches Profil hin zu medizinischen Studien, wobei er beispielsweise durch den Physiker Martin Gotthelf Löscher unterstützt wurde. Auf diesen Erfahrungen aufbauend, veröffentlichte er 1734 seine Dissertation zum Thema Körper und Seele, ein Dualismus, der zur damaligen Zeit ein wichtiges philosophisches Konzept darstellte. Die Dissertation hatte den Namen De humanae mentis apatheia. In dieser griff er auf Philosophen wie John Locke oder René Descartes zurück. Er postuliert dabei eine starke Trennung zwischen Leib und Seele. So steht seiner Meinung nach der Geist außerhalb jedes Leides des Körpers, wodurch körperliche Qualen, Nötigungen und Folter den Geist nicht zum Leiden bringen können. Damit ist die menschliche Seele von allem Materiellen und Körperlichen getrennt. Im Umkehrschluss kann sich der Geist jenseits materieller, physischer Gegebenheiten und Charakteristika des Körpers (z. B. Stigmata) frei entfalten.[14]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plakette für Amo an der Jenergasse in Jena

Wohl auch im Zusammenhang mit der Politik der Völkerfreundschaft der DDR lässt sich ein verstärktes (Forschungs-)Interesse an Anton Wilhelm Amo in den 1960er Jahren erkennen. Dies ist insbesondere auf den ersten Präsidenten Ghanas, Kwame Nkrumah, zurückzuführen, welcher sich für Amo interessierte. Daraufhin wurde in Halle ein Forschungszentrum zu Amo eingerichtet, wobei insbesondere Burchard Brentjes zu nennen ist. Er veröffentlichte 1965 beispielsweise das Buch Anton Wilhelm Amo. Der schwarze Philosoph in Halle.[15]

In diesem Kontext lässt sich auch die Statue erklären, welche zu Ehren Amos auf dem Universitätscampus neben dem Robertinum am Universitätsring aufgestellt wurde. Es handelt sich um eine Bronzeplastik des Bildhauers Gerhard Geyer. 1961 unternahm dieser eine Studienreise in das heutige Guinea und Ghana, organisiert von der Akademie der Künste der DDR. Inspiriert durch seine Reise gestaltete er die Plastik im Auftrag der DDR. Es war ursprünglich geplant, dass die Statue als Geschenk nach Ghana geschickt werden sollte, um dort vor einer Bibliothek aufgestellt zu werden. Die Motivauswahl lässt sich dementsprechend analysieren: Die Frau und der Mann stehen nebeneinander, symbolisch als Gleichgestellte im Sozialismus, dargestellt in der sozialistischen Arbeiterposition, mit den Händen zu Fäusten geballt. In Anlehnung an die Unabhängigkeitsbewegungen der afrikanischen Länder ist der Titel der Statue „Freies Afrika“. Nach der Fertigstellung der Statue wurde diese allerdings aufgrund veränderter politischer Umstände nicht überreicht. Stattdessen wurde sie 1965 auf dem Universitätscampus in einem komplett anderen Kontext aufgestellt und 1975 um eine Gedenkplatte ergänzt. Dementsprechend wurde die Statue nicht, wie vorher angegeben, im Auftrag der Universität Halle-Wittenberg erstellt. Gerhard Geyer hatte bei der Erstellung der Statue auch nicht an Amo gedacht. Zwar existiert kein Porträt von ihm, doch aufgrund seiner universitären Tätigkeit im 18. Jahrhundert ist nicht davon auszugehen, dass Amo so ausgesehen hat wie in Geyers Plastik dargestellt.

Seit 1994 verleiht die Universität Halle-Wittenberg den Anton-Wilhelm-Amo-Preis für besondere wissenschaftliche Arbeiten an Studenten und Graduierte. Seit 2016 findet regelmäßig die Anton Wilhelm Amo Lecture statt.[16]

Insbesondere für die afrodeutsche Gemeinschaft stellt Amo ein wichtiges Vorbild dar. So forderten 2018 beispielsweise Aktivisten in Berlin die Umbenennung der dortigen Mohrenstraße in Anton-Wilhelm-Amo-Straße, um unter anderem die Erinnerung an ihn und seine Geschichte weiterzutragen.[17] Im August 2020 wurde damit begonnen, die Straße in Anton-Wilhelm-Amo-Straße umzubenennen.[18]

Der Kunstverein Braunschweig ehrte Amo im Zeitraum vom 28. März bis zum 13. September 2020 mit einer Ausstellung,[19][20] die von Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, Jule Hillgärtner und Nele Kaczmarek kuratiert wurde. Für die Dauer der Ausstellung benannte sich der Kunstverein auf Anregung des Architekten Konrad Wolf in Anton Wilhelm Amo Center um; umgesetzt wurde dies durch einen Eingriff auf der Internetseite des Vereins.[21] Die Umbenennung wie die Ausstellung sollten temporär einen Ort schaffen, der der kritischen Auseinandersetzung mit hegemonialem Wissen gewidmet ist.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dissertation (1734)
  • Dissertatio inauguralis de iure maurorum in Europa (Dissertation: Über die Rechtsstellung der Mohren in Europa), 1729 (verschollen)
  • Dissertatio inauguralis de humanae mentis ΑΠΑΘΕΙΑ (apatheia), seu sensionis ac facultatis sentiendi in mente humana absentia at earum in corpore nostro organico ac vivo praesentia (das „Leib-Seele-Problem“). Schlomach, Wittenberg 1734 (Digitalisat der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz)
  • (mit Johann Theodor Meiner) Disputatio philosophica continens ideam distinctam eorum quae competunt vel menti vel corpori nostro vivo et organico. Koberstein Witwe, Wittenberg 1734 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
  • Tractatus de arte sobrie et accurate philosophandi (Dissertation: Über die Kunst, nüchtern und präzise zu philosophieren). Kitler, Halle 1738 (Digitalisat der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Norbert Lochner: Anton Wilhelm Amo. Ein Gelehrter aus Ghana im Deutschland des 18. Jahrhunderts. In: Übersee-Rundschau 10, Heft 1 (1958), S. 22–31 = Anton Wilhelm Amo. A Ghana Scholar in Eighteenth Century Germany. In: Transactions of the Historical Society of Ghana 3 (1958), S. 169–179.
  • Ingeborg Kittel: Mohren als Hofbediente und Soldaten im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel. In: Braunschweigisches Jahrbuch 1965, Band 46, Selbstverlag des Braunschweigischen Geschichtsvereins, Braunschweig 1965, S. 78–103.
  • Burchard Brentjes: Anton Wilhelm Amo. Der schwarze Philosoph in Halle. Koehler & Amelang, Leipzig 1976. (Darin findet sich auch Amos philosophische Dissertation De Arte sobrie et accurate Philosophandi.)
  • Hannelore Heckmann: Anton Wilhelm Amo (ca. 1707–ca. 1756). On the Reception of a Black Philosopher. In: Lessing Yearbook. Band 23, 1990, S. 149–158.
  • Burchard Brentjes: Anton Wilhelm Amo zwischen Frühaufklärung und Pietismus. In: Gerhard Höpp (Hrsg.): Fremde Erfahrungen. Asiaten und Afrikaner in Deutschland, Österreich und in der Schweiz bis 1945. Das Arabische Buch, Berlin 1996, ISBN 3-86093-111-3, S. 29–33.
  • Monika Firla: Anton Wilhelm Amo (Nzema, Rep. Ghana). Kammermohr – Privatdozent für Philosophie – Wahrsager. In: Tribus. Band 51, 2002, ISSN 0082-6413, S. 55–90 (beschäftigt sich mit Amos philosophischem Denken).
  • Johannes Glötzner: Anton Wilhelm Amo. Ein Philosoph aus Afrika im Deutschland des 18. Jahrhunderts. Edition Enhuber, München 2002, ISBN 3-936431-01-9.
  • Yawovi Emmanuel Edeh: Die Grundlagen der philosophischen Schriften von Amo. In welchem Verhältnis steht Amo zu Christian Wolff, daß man ihn als „einen führnehmlichen Wolffianer“ bezeichnen kann? (= Philosophie in der Blauen Eule. Band 53). Die Blaue Eule, Essen 2003, ISBN 3-89924-051-0 (zugleich Dissertation, Universität Duisburg, 2002).
  • Rainer Lohlker: Amo, Anton Wilhelm, Dr. phil. habil. In: Horst-Rüdiger Jarck, Dieter Lent u. a. (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon – 8. bis 18. Jahrhundert. Appelhans Verlag, Braunschweig 2006, ISBN 3-937664-46-7, S. 41–42.
  • Jacob Emmanuel Mabe: Anton Wilhelm Amo interkulturell gelesen (= Interkulturelle Bibliothek. 31). Bautz, Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-202-7.
  • Ulrich van der Heyden: Anton Wilhelm Amo, der afrikanische Philosoph. In: Ulrich van der Heyden (Hrsg.): Unbekannte Biographien. Afrikaner im deutschsprachigen Raum vom 18. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges (= Edition Zeitgeschichte. Band 26). Kai Homilius, Berlin 2008, ISBN 978-3-89706-849-0.
  • Monika Firla: Ein Jenaer Stammbucheintrag des schwarzen Philosophen Anton Wilhelm Amo aus dem Jahr 1746. AfriTüDe Geschichtswerkstatt, Stuttgart 2012.
  • Ottmar Ette: Anton Wilhelm Amo. Philosophieren ohne festen Wohnsitz. Eine Philosophie der Aufklärung zwischen Europa und Afrika. Kulturverlag Kadmos, Berlin 2014 ISBN 978-3-86599-263-5 = ders.: Mobile Preußen. Ansichten jenseits des Nationalen. J. B. Metzler, Stuttgart 2019, S. 1–36 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau) ISBN 978-3-476-04853-0.
  • Stefan Knauß u. a. (Hrsg.): Auf den Spuren von Anton Wilhelm Amo. Philosophie und der Ruf nach Interkulturalität. transcript, Bielefeld 2021, ISBN 978-3-8376-5697-8.
  • Belletristik
  • Johannes Glötzner: Der Mohr. Leben, Lieben und Lehren des ersten afrikanischen Doctors der Weltweisheit Anton Wilhelm Amo. Stekovics, Dößel 2003, ISBN 3-89923-036-1. (Historischer Roman.)
  • Jojo Cobbinah: Dr. Amo’s Lonely Planet. Novel. Peter Meyer, Frankfurt am Main 2013, ISBN 978-3-89859-001-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Maximilian König: Vordenker des Antirassismus. In: Geo Epoche. Nr. 105, S. 42–43.
  2. Eine Immatrikulation von Amo ist nicht in der Matrikel der Universität nachweisbar.
  3. Jacob Wilhelm Heckenhauer (Hrsg.): Adress-Calender, der Hoch-Fürstlichen Braunschweig Lüneburgischen Haupt- und Residentz-Städte Wolffenbüttel und Braunschweig … auf das Jahr Christi 1721. Wolfenbüttel 1721, S. 9; Heckenauer, Jakob Wilhelm (1929): Wolfenbütteler Adressbuch von 1725, hrsg. von Paul Zimmermann. (Sonderveröffentlichungen der Ostfälischen Familienkundlichen Kommission  3). Nachdruck der Ausgabe Wolfenbüttel 1725. Degener, Leipzig 1929, unter dem Buchstaben „M“.
  4. Eine Übersicht zum Inhalt findet sich bei Gottfried Ludwigs Universal-Historie Fünfter Theil. Friedrich Lanckischens Erben, Leipzig 1744, Eintrag zum November 1729, Seite 251 (Digitalisat).
  5. Johann Ernst Philippi: III. Herrn M. Amo, Eines gelehrten Mohrens, galanter Liebes-Antrag An die Mademoiselle Astrine, eine schöne Brünette / IV. Der Mademoiselle Astrine Parodische Antwort auf vorstehendes Gedichte eines verliebten Mohrens. In: ders.: Belustigende Poetische Schaubühne. Frankfurt am Main und Leipzig 1749, Anderer (= Zweiter) Auftritt (als Teillieferung erschienen: Cörner, Köthen 1747), S. 10–20 (Digitalisat der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen; Digitalisat in der Deutschen Digitalen Bibliothek);
    Liebes-Antrag und Parodische Antwort (Auszug) bei theamoproject.org (Memento vom 14. Januar 2016 im Internet Archive)
  6. So Burchhard Brentjes: Anton Wilhelm Amo in Halle, Wittenberg, und Jena. In: Mitteilungen des Instituts für Orientforschung 15 (1969), S. 56–76, bes. S. 75, u. a.
  7. Briefwechsel von Samuel Gotthold Lange, Johann Heinrich Waser und Anna Dorothea („Doris“) Gnüge mit einem Gedicht, 1746, mit Erwähnung u. a. von Johann Jakob Bodmer, Johann Georg Sulzer, Johann Wilhelm Ludwig Gleim. In: Samuel Gotthold Lange (Hrsg.): Sammlung gelehrter und freundschaftlicher Briefe, Bd. I. Carl Herrmann Hemmerde, Halle 1769, Nr. 44 und 45, S. 212–249, bes. S. 226–234 (Google-Books). Waser konfrontierte den ungenannten Verehrer in einem Gespräch - offenbar in der Schweiz – mit dem Spottgedicht.
  8. Mitbegründer und Präsident der Zeeländischen Gesellschaft der Wissenschaften, Rat und Alt-Bürgermeister von Vlissingen.
  9. Aus Yverdon in der Schweiz, Studium in Vlissingen, Schiffsarzt, 1760 Dr. med. in Paris, Stadt-Chirurg in Vlissingen, Mitbegründer der Zeeländischen Gesellschaft der Wissenschaften.
  10. Jona Willem te Water: Historie van het Zeeuwsch Genootschap der Wetenschappen te Vlissingen. In: Verhandelingen uitgegeven door het Zeeuwsch Genootschap der Wetenschappen te Vlissingen 9 (1782), S. iii–lx, bes. S. xixf (Digitalisat der Biodiversity Heritage Library).
  11. Edeh, Yawovi Emmanuel, 1950-: Die Grundlagen der philosophischen Schriften von Amo : in welchem Verhältnis steht Amo zu Christian Wolff, dass man ihn als „einen führnehmlichen Wolffianer“ bezeichnen kann? Die Blaue Eule, Essen 2003, ISBN 3-89924-051-0.
  12. Ette, Ottmar.: Anton Wilhelm Amo - Philosophieren ohne festen Wohnsitz Eine Philosophie der Aufklärung. Kulturverlag Kadmos Berlin, Berlin 2014, ISBN 978-3-86599-263-5.
  13. Neue Schrifften, Bücher und Collegia. In: Wöchentliche Hallische Frage- und Anzeigungs-Nachrichten Nr. XVIII vom 28. November 1729, Sp. 271–274, bes. Sp. 271–273 (Google-Books).
  14. Der afrikanische Philosoph der Aufklärung. In: Philosophie Magazin. 24. April 2017, abgerufen am 30. Juli 2019 (deutsch).
  15. Brentjes, Burchard: Anton Wilhelm Amo. Der schwarze Philosoph in Halle. Koehler + Amelang, Leipzig 1976.
  16. Amo Lecture. Abgerufen am 30. Juli 2019.
  17. Jonas Wahmkow: Protest gegen Straßennamen in Berlin: Warum nicht Anton-W.-Amo-Straße? In: Die Tageszeitung: taz. 17. August 2018, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 30. Juli 2019]).
  18. Mohrenstraße soll in Anton-Wilhelm-Amo-Straße umbenannt werden. In: B.Z. 21. August 2020, abgerufen am 21. August 2020.
  19. Benjamin Freund: Begegnung mit einem Unbekannten. Philosoph Anton Wilhelm Amo. monopol: Magazin für Kunst und Leben, 4. Mai 2020;.
  20. Ausführliche Darstellung in Dschungel, Beilage zu jungle world, 32, 6. August 2020, S. 12f., von Peter Nowak
  21. The Faculty of Sensing – Thinking With, Through, and by Anton Wilhelm Amo. (PDF; 691 kB) Kunstverein Braunschweig;