Arthur Nebe

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Arthur Nebe als SS-Gruppenführer (1942), Aufnahme von Kurt Alber, SS-Propagandakompanie

Arthur Nebe (* 13. November 1894 in Berlin; † 3. März 1945[1] in Berlin-Plötzensee) war seit 1937 als Reichskriminaldirektor der Chef des Reichskriminalpolizeiamtes (RKPA), des Amtes V des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA), zunächst im Rang eines SS-Sturmbannführers, seit 1941 als SS-Gruppenführer. Schon unter Weimarer Bedingungen trat der „Alte Parteigenosse“ Nebe unter Verletzung seiner Dienstpflichten für die NSDAP auf.

Im NS-Staat machte er als Kriminalbeamter Karriere. Er war führend an den Massenverbrechen der SS-Einsatzgruppe B an Juden, Roma, Kommunisten und anderen sowjetischen Bevölkerungsgruppen beteiligt, erprobte die Massentötung durch Giftgas, beschaffte das Giftgas für die Tötung von Behinderten, z. B. bei der Aktion T4, verfolgte den Hitlerattentäter Georg Elser, verantwortete die Deportation und Vernichtung von Roma und Menschenversuche an KZ-Häftlingen. Undurchsichtig ist sein Verhältnis zum Verschwörerkreis des 20. Juli 1944, zu dem er Kontakte hatte, die jedoch ohne Belang für den Putschversuch waren. Dennoch wurde Nebe vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Lange war das von dem Zeitzeugen Hans Bernd Gisevius und anderen seit 1946 entworfene Bild eines „Widerstandskämpfers“ bestimmend. Die jüngere historische Forschung hat es in Aufarbeitung des Stands der Zeitgeschichte der 1950er bis 1980er Jahre grundlegend revidiert. Sie betont seit den 1990er Jahren die aktive Beteiligung des „strammen Nationalsozialisten“[2] an den NS-Massenverbrechen und seine daraus resultierende Mitschuld; gleichzeitig wird Nebe nicht mehr dem militärischen Widerstand zugerechnet.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn eines Volksschullehrers machte 1914 das Notabitur am Leibniz-Gymnasium in Berlin, nachdem er zuvor am Gymnasium zum Grauen Kloster durchs Abitur gefallen war, und meldete sich im Anschluss als Freiwilliger zum Kriegsdienst.[3]

Während des Ersten Weltkrieges kämpfte er beim Pionier-Bataillon 17, wurde zweimal verwundet und am 30. März 1920 als Oberleutnant a. D. entlassen. 1918/19 gehörte er zum Freikorps Grenzschutz Ost.[3] Er versuchte erfolglos, bei der Glühlampenfabrik Osram und der Freiwilligen Feuerwehr Berlin eine Stelle zu bekommen.[3] Am 1. April 1920 wurde er Kriminalkommissar-Anwärter bei der Polizeiverwaltung Berlin und studierte zudem einige Semester Medizin und Volkswirtschaft. In den Jahren 1920 bis 1923 organisierte er die „Deutschnationale Jugendgruppe Prenzlauer Berg“.

Er war seit 1924 mit Elise Schaeffer verheiratet und hatte eine Tochter, Gisela, die 1926 geboren wurde.

Karriere in der Kriminalpolizei und SS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besuch der ungarischen Polizeiabordnung im Februar 1939, von links nach rechts: SS-Standartenführer Arthur Nebe, Boor und SS-Oberführer Werner Best (Foto aus der Sammlung Adolf von Bomhard)

Nebe bildete – nach eigener Aussage – zusammen mit anderen Polizeibeamten eine völkische Gruppe, die sich mit der Propaganda gegen Juden und Freimaurer innerhalb der Polizeibeamtenschaft befasste. Zudem wurde er Verbindungsmann der NSDAP zur Kriminalpolizei Berlin.[4] Am 1. Juli 1931 wurde Nebe Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnummer 574.307) und der SA. Der frühe Parteibeitritt begründete den Ehrentitel „Alter Parteigenosse“. Außerdem wurde er zunächst förderndes Mitglied der SS.[4]

Im Frühjahr 1932 begründete er zusammen mit anderen höheren Kriminalbeamten die Fachschaft Kriminalpolizei innerhalb der NS-Beamtenarbeitsgemeinschaft. Dienstinterna des Polizeipräsidiums Berlin gab er entgegen den Vorschriften weiter an den NSDAP-Abgeordneten im Preußischen Landtag Kurt Daluege.[5]

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 rekrutierte Hermann Göring den am 1. April 1933 zum Kriminalrat aufgestiegenen Nebe zunächst für die Gestapo. Er wurde als Dezernent der Abteilung III (Bewegungsabteilung) eingesetzt. Zu seinen Untergebenen gehörten unter anderem der Leiter des Außendienstes III A Erich Lipik und der Leiter des Bereiches III B 2 Bruno Sattler, verantwortlich für SPD, SAP, Reichsbanner, Gewerkschaften sowie Sonderaufträge. Als am 1. Februar 1934 die Ermordung des Gestapo V-Mannes Alfred Kattner bekannt wurde gab Nebe umgehend an Sattler den Befehl, als Vergeltung die inhaftierten KPD Funktionäre John Schehr, Eugen Schönhaar, Rudolf Schwarz und Erich Steinfurth zu erschießen. Das erfolgte dann auch in der Nacht vom 1. zum 2. Februar 1934 an der Landstraße zwischen Wannsee und Potsdam in Höhe des Schäferberges "auf der Flucht". Ursprünglich hatte Adolf Hitler in einem Wutausbruch über "diese ungeheuerliche Provokation" von Rudolf Diels 1.000 Sühneopfer gefordert.[6]

In die Vorbereitung der "Nacht der langen Messer" zur Liquidierung der SA-Führung und weiterer, dem NS-Regime missliebiger Personen, am 30. Juli 1934 – von der NS-Propaganda als Röhm-Putsch bezeichnet – wurde Arthur Nebe, nach Erinnerung von Hans Bernd Gisevius zu Görings Leibwächter bestellt und organisierte den Polizeischutz für die unter diesem Vorwand verübten Verbrechen.[7]

Mit Datum vom 1. Januar 1935 wurde er mit der Leitung des preußischen Landeskriminalamtes (LKPA) beauftragt.[8] Am 2. Dezember 1936 wechselte er mit dem Dienstgrad „Sturmbannführer“ von der SA zur SS (SS-Nr. 280.152) unter gleichzeitiger Ernennung zum „SS-Führer im SD-Hauptamt“. Im Juli 1937 übernahm Arthur Nebe zusätzlich den Posten eines Leiter des späteren Amtes V des Reichssicherheitshauptamtes, das kriminalpolizeiliche Aufgaben im Reich wahrnahm. Das Amt des Leiters der Kriminalpolizei, also Chef der deutschen Kriminalpolizei behielt er weiter inne.

Besprechung der Ermittlungsergebnisse über den Bombenanschlag im Bürgerbräukeller in München am 8. November 1939 durch Georg Elser, von links nach rechts: SS-Obersturmbannführer Franz Josef Huber, SS-Oberführer Arthur Nebe, Reichsführer SS Heinrich Himmler, SS-Gruppenführer Reinhard Heydrich und SS-Oberführer Heinrich Müller

Nach dem Attentat auf Hitler im Bürgerbräukeller am 8. November 1939 wurde von Himmler die Sonderkommission "Bürgerbräuattentat", mit Sitz in der Stapo-Leitstelle München am Wittelsbacherplatz, eingesetzt.[9] Diese leitete unter Nebe die Ermittlungen, die schließlich zur Identifizierung von Georg Elser als Attentäter führten.[10] Nach der Aussage Adolf Würths beauftragte Nebe den Rassenhygieniker Robert Ritter von der Rassenhygienischen Forschungsstelle am Reichsgesundheitsamt mit der Untersuchung der Frage, ob Elser „Zigeuner“ wäre. Würth und seine Mitarbeiterin, die Rassenforscherin Eva Justin, kamen dabei zu einem negativen Ergebnis.[11]

Von 1938 bis 1944 war Nebe zudem Direktor der Internationalen kriminalpolizeilichen Kommission (IKPK), heute Interpol, und von 1942 bis 1943 mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Präsidenten der IKPK beauftragt.

Ferner war Nebe zusammen mit Gottlob Berger, dem Chef des SS-Hauptamtes, für die Rehabilitierung von Wilddieben der SS-Sondereinheit Dirlewanger zuständig.[12]

Kontakte zum militärischen Widerstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als 1938 gegen den Chef der Heeresleitung, Werner von Fritsch, wegen vermeintlicher Homosexualität Anklage erhoben wurde mit dem Ziel ihn unter diesem konstruierten Vorwand aus der obersten Militärführung zu entfernen konnte Arthur Nebe mit den tatsächlichen Informationen Unterstützung geben. In dem anschließenden Prozess wurde von Fritsch am 18. März 1938 wegen erwiesener Unschuld von den Anschuldigungen freigesprochen und im Anschluss wieder rehabilitiert. Trotz der erfolgten Rehabilitierung erhielt Fritsch seinen Posten dennoch nicht zurück, da ihn die NS-Spitze in Vorbereitung des Weltkriegs gezielt entfernen wollte. Nebe hatte die zur Entlastung des Beschuldigten Beweise beschafft und stand im Kontakt mit dem für den Prozess gegen von Fritsch zuständigen Richter am Reichskriegsgericht, Dr. Karl Sack. Dieser wurde später im Kontext des Putschversuchs vom 20. Juli 1944 ebenfalls hingerichtet. Nebe teilte Dr. Sack sein Wissen im erforderlichen Umfang mit, wollte sich aber „gleich wieder zurückziehen“, denn „mit den Folgeerscheinungen seiner Ermittlungen“ wollte Nebe „nicht konfrontiert werden.“ Von einem ärztlichen Duzfreund ließ er sich krankschreiben, um im Prozess nicht aussagen zu müssen.[13]

Im Vorfeld der Massenmorde an der sowjetischen Bevölkerung setzten sich 1941 – nach Beginn des Kriegs gegen die Sowjetunion – Henning von Tresckow, Fabian von Schlabrendorff, Hans Bernd Gisevius und Nebe zusammen, um über den Einsatz von SS-Brigaden in den Gebieten hinter der Front zu beraten. In der von von Schlabrendorff und Gisevius vorgelegten Memoirenliteratur wird jedoch das Thema dieser Kooperation unterschlagen. Beide stellen das Treffen als eine Art informelle Widerstandsgruppe dar.[14]

Beide Vorgänge belegen Kontakte zu späteren Akteuren des Putschversuchs vom 20. Juli 1944, lassen sich aber nicht als eine wie auch immer geartete Widerstandshandlung gegen das NS-Regime deuten.

Beteiligung an der Massentötung durch Giftgas in Gaswagen bzw. Gaskammern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viktor Brack von der Kanzlei des Führers beauftragte Nebe in der Planungsphase der Aktion T4 mit der Entwicklung einer Methode zur Massentötung durch Giftgas. Nebe gab den Auftrag an Albert Widmann, einem Angehörigen des Nebe unterstellten Kriminaltechnischen Institut der Sicherheitspolizei (KTI), weiter.

Widmann fragte Nebe bei seiner Beauftragung, ob Menschen oder Tiere getötet werden sollten, worauf Nebe antwortete, dass es weder Menschen noch Tiere, sondern „Tiere in Menschengestalt“ sein würden. Nebe sicherte zu, dass Widmann keine Verantwortung tragen würde. Es folgte eine Besprechung in der Kanzlei des Führers, bei der Brack, Hans Hefelmann, Richard von Hegener sowie Nebe und Widmann anwesend waren.[15]

Nachdem Heinrich Himmler am 15. August 1941 an einer Massenexekution in Minskteilgenommen hatte, die Nebe – zu dieser Zeit Kommandeur der SS-Einsatzgruppe B – auf dessen Bitte organisiert hatte, verlangte er von Nebe die Suche nach geeigneteren Mordmethoden.[16] Nebe forderte daraufhin über seinen Berliner Stellvertreter Paul Werner den Sprengstoffexperten Helmut Hoffmann und – wie bereits weiter oben geschildert – Albert Widmann, der zuvor im Tierversuch die Tötung mit Giftgas erprobt und 1940 eine „Probevergasung“ im Zuchthaus Brandenburg begleitete hatte, an. Wohl Mitte September 1941 trafen die beiden bei Nebe ein, der ihnen sein Vorhaben mitteilte, eine Gruppe sowjetischer Geisteskranker in einem Bunker in die Luft sprengen zu lassen. In einem Wald in der Nähe von Minsk wurden 25 Insassen einer Minsker Anstalt in einen Holzunterstand, an dem zuvor Sprengladungen angebracht worden waren, gesperrt. Nachdem etwa die Hälfte der Opfer die erste Sprengung überlebt hatte, wurde eine zweite mit diesmal mehr Sprengstoff durchgeführt. Nebe verwarf daraufhin diese Art der Tötung als unvorteilhaft und überlegte geeignetere Methoden für die Durchführung der Massenmorde. Die Gruppe fuhr weiter nach Mogilew, wo man den Laborraum einer Heilanstalt durch das Zumauern der Fenster sowie vollständigen Abdichtung zu einer provisorischen Gaskammer umbauen ließ. Nachdem einige Anstaltsinsassen in den Raum gesperrt worden waren, wurden Abgase eines Pkw eingeleitet. Als dies zunächst nicht die gewünschte Wirkung zeigte, wurden auf Anordnung Nebes über einen Schlauch zusätzlich Abgase eines Lkw der Ordnungspolizei eingeleitet. Als man sicher war, dass die Opfer tot waren, wurden die Motoren wieder abgestellt. Die Gruppe, zu der zwischenzeitlich auch Karl Schulz und Hans Battista gehörten, kam nunmehr zu dem Schluss, dass die Tötung durch Abgase einer anderweitigen Tötungsmethode vorzuziehen sei.[17] Nach Aussage Widmanns bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf nach Ende des Krieges schloss Nebe den zweiten Schlauch selbst an.[18]

Kommandeur der SS-Einsatzgruppe B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Nebe vorübergehend eine SS-Einsatzgruppe führen sollte, wollte er angeblich seine Position als Chef des Reichskriminalpolizeiamtes aufgeben, um ggf. so die neue Aufgabe nicht ausführen zu müssen. Nach den späteren Angaben des Nebe-Freunds und Zeitzeugen Hans Bernd Gisevius hätte Generaloberst Ludwig Beck ihn jedoch gebeten, die Einsatzgruppe dennoch zu führen und weiterhin Chef des Reichskriminalamts zu bleiben, damit er auch weiterhin Informationen aus der SS-Führung an den Widerstand liefern könne.[19] Auch Henning von Tresckow, damals im Stab der Heeresgruppe Mitte tätig, in deren Bereich die Einsatzgruppe B eingesetzt werden sollte, ließ seine Verbindungen spielen, um Nebe zum Chef der Einsatzgruppe B zu machen. Rudolf-Christoph von Gersdorff, damals ebenfalls im Stab der Heeresgruppe Mitte verwendet, schrieb, dass Tresckow sich „umgehend mit allen möglichen Stellen in Verbindung [setzte], um zu erreichen, daß der Direktor des Reichskriminalamts und SS-Oberführer Artur Nebe mit der Führung der Einsatzgruppe B betraut wurde. Tresckow wußte, daß Nebe ein entschlossener Gegner des nationalsozialistischen Regimes, ein international bekannter Kriminalist und anständiger Mann war. Er war damals sehr froh, daß seine Bemühungen Erfolg hatten.“[20]

Nebe leitete ab Juni 1941, während der ersten Monate des Krieges gegen die Sowjetunion, die Einsatzgruppe B, die unter Nebes Leitung aus rasse- und allgemeinpolitischen Motiven „in der Sowjetunion von Juni bis November 1941 mehr als 45.000 Menschen“ ermordete. Dabei handelte es sich in der Hauptsache um Angehörige der jüdischen Minderheit, aber auch um Roma, um angebliche oder tatsächliche Kommunisten und Partisanen sowie um geistig behinderte Menschen.[21] Am 22. Juli 1941 meldete Nebe: „In Minsk gibt es keine jüdische Intelligenz mehr“.[22]

Der im Widerstand gegen Hitler stehende Fabian von Schlabrendorff war ebenfalls im Generalstab der Heeresgruppe Mitte, in deren rückwärtigem Bereich die Einsatzgruppe B eingesetzt war. Schlabrendorff schrieb: „Als die Heeresgruppe Mitte in Smolensk vor Moskau festlag, war unser Blick auch auf unser Hinterland gelenkt. Es war gelungen, den SS-Terror auf ein Minimum herabzudrücken. Das war nicht unser Verdienst, sondern das Verdienst des SS-Gruppenführers Nebe.“[23]

Im Oktober 1941 bat Nebe erfolgreich um seine Ablösung und Rückversetzung nach Berlin ins RKPA.

Erschießung von Gefangenen des Stalag Luft III[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende März 1944 gelang 87 britischen Soldaten und Offizieren die Flucht aus dem deutschen Gefangenenlager Stalag Luft III, alle außer drei wurden aber bald darauf wieder gefasst. Hitler gab den Geheimbefehl, 50 von ihnen exekutieren zu lassen. Nebe beteiligte sich an diesem Kriegsverbrechen, indem er von seinen Untergebenen die Selektion durchführen ließ. Ein Kommando der Gestapo erschoss dann in der Zeit von 6. bis 18. April 1944 die Selektierten angeblich „auf der Flucht“. Wegen dieses Vorfalls wurde von den Briten noch Monate nach dem Krieg nach Nebe gefahndet, da sie den Angaben nicht trauten, dass er Anfang März 1945 nach einem Urteil des Volksgerichtshofs wegen Beteiligung am Umsturzversuch des 20. Juli 1944 hingerichtet worden war.[24]

Mitwirkung am Porajmos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch an der Verfolgung und Vernichtung der Roma-Minderheit (Porajmos) wirkte Nebe mit. Unter seine Verantwortung fiel die Reichszentrale zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens, die ab 1936 in mehreren Zwischenschritten zur Abteilung V A 2 b des RKPA wurde.[25]

1939 hatte Nebe eine Massendeportation der Berliner „Zigeuner“ zu erreichen versucht, er telegraphierte an Adolf Eichmann in Wien, „wann er die Berliner Zigeuner schicken kann“. Eichmann schlug vor: „Bezüglich Abtransport Zigeuner wird mitgeteilt, daß am Freitag, den 20.10.39, der 1. Judentransport von Wien abgeht. Diesem Transport können 3–4 Waggon Zigeuner angehängt werden.“[26][27]

Nebe befürwortete im Juni 1944 Menschenversuche zur Trinkbarmachung von Meerwasser und schlug vor, dafür „asoziale Zigeunermischlinge im Konzentrationslager Auschwitz“ auszuwählen.[28] Der hauptverantwortliche Mediziner Wilhelm Beiglböck wurde im Nürnberger Ärzteprozess zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.[29]

Weitere Förderung von Euthanasieverbrechen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 1943 ließ Nebe den öffentlich nie aufgeführten „KulturfilmDasein ohne Leben, der die Tötung von Kranken legitimiert, vor hunderten von SS-Offizieren vorführen, die den Film begeistert aufnahmen.[30]

Die für den Mord an Kranken erforderlichen Gifte wurden über das Nebe unterstellte KTI beschafft.

Nebe und der Umsturzversuch vom 20. Juli 1944[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer über dreißig Folgen erscheinenden apologetischen Serie des Spiegel 1949 zur Geschichte der Kripo, die der vormalige SS-Hauptsturmführer, Leiter der Abteilung Tötungsdelikte und Experte für Vernehmungstechniken im RKPA Bernhard Wehner verfasst hatte, ging es auch um die Frage einer Beteiligung Nebes an den Ereignissen des 20. Juli 1944.[31] Dazu wurden Details zu Nebe mitgeteilt, die nach ihrer Herkunft wenig gesichert erscheinen, denn die seriöse „Quellenlage zu Arthur Nebe ist außerordentlich dürftig“. Gesichert scheint der Plan, dass Nebe am Tag des Putsches Kriminalräte und Kriminalkommissare schicken würde, unter deren Leitung Truppen des Ersatzheeres wichtige Reichsminister festnehmen sollten. Tatsächlich aber kam an diesem Tag keiner, Nebe hatte die Beamten nicht einmal bereitgestellt, weil er „nie ernsthaft an ein Gelingen geglaubt“ habe.[32] Obwohl er „letztendlich gar keine besondere Rolle beim Ablauf des 20. Juli gespielt“ hatte, begab er sich wenige Tage später auf die Flucht. Es folgten eine monatelange Irrfahrt, Verstecke unter verschiedenen Adressen, zu denen ihm auch seine „zahlreichen Frauenbekanntschaften“ verhalfen und zwei vorgetäuschte Suizide, um die Suche nach ihm zu beenden. Eine bei der weiblichen Kriminalpolizei beschäftigte Freundin, bei der er im Januar 1945 untergekommen war, verriet ihn im Gestapoverhör. Nach seiner Festnahme „fing er nun an, die Frauen, die sich vor ihn gestellt hatten, reinzuziehen und sie politisch zu verdächtigen“, wie ein Zeuge nach 1945 in einer Vernehmung berichtete.[33] Am 2. März 1945 wurde Nebe vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Einen Tag später wurde das Urteil im Gefängnis Plötzensee in Berlin durch Erhängen vollstreckt.

Michael Wildt weist darauf hin, dass die Informationen über Nebe in den Anfangsjahren des NS-Regimes überwiegend auf den Berichten von Gisevius fußten und diese nur „mit äußerster Vorsicht“ zu sehen seien.[34] Fraglos sei Nebe ein Antisemit gewesen und habe einer „völkisch-rassenbiologischen Definition des Verbrechertums“ das Wort geredet.[35] Nebe habe „zwischen Ehrgeiz, Opportunismus und Unsicherheit“ laviert, und seine Kontakte zum Widerstand gegen Hitler seien „viel zu vorsichtig, distanziert, absichernd“ gewesen, „um ihn zum Kreis der Widerständler zählen zu können.“ Seine persönliche Beteiligung an den Verbrechen des Regimes sei indessen vielfach erwiesen.[36] Die Gisevius-Angaben zu Nebe müssten als fragwürdig angesehen werden, da Gisevius mit Nebe befreundet war, dem er auch eines seiner Bücher widmete.[37] Gerald Reitlinger stellte bereits 1953 fest: Die zugunsten Nebes getätigten Aussagen stünden in vollkommenem Widerspruch zu denen von dem Bach-Zelewskis. Reitlinger kam zu dem Urteil, Nebe „als Held der Widerstandsbewegung“ könne nicht mehr als ein nachgeschobener „Versuch zu einem Alibi“ gewesen sein.[38]

Christian Gerlach spricht auf der Basis der Quellen der Zentralen Stelle Ludwigsburg von „Vernebelungen vor allem durch die Beteiligten am 20. Juli 1944 (Gisevius, v. Schlabrendorff, Gersdorff)“ und verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die von Nebe geführte Einsatzgruppe B rund 45.000 Menschen ermordete, dass Nebe „Tötungsversuche mit Sprengstoff und Gas durchführen“ ließ und „noch drei Wochen vor dem 20. Juli 1944 … ,asoziale Zigeunermischlinge‘ für tödliche medizinische Experimente an(bot), die dann auch stattfanden.“ Im Verfahren zu dem Leiter des Einsatzkommandos 8 der EGr B Otto Bradfisch hatten sich Zeugen und Beschuldigte auch zur Persönlichkeit Nebes geäußert. Die meisten hätten ihn als „gegenüber seinen Untergebenen ehrgeizig und hart“ beschrieben, während er „nach oben vor Heydrich und Himmler …, die er fürchtete“, habe „glänzen wollen“.[39] Der „gewissenlose Massenmörder“ habe seine vorzeitige Ablösung nicht aus humanitären Bedenken erbeten. Auch nach seiner Rückkehr nach Berlin „entfaltete [Nebe] weiter verbrecherische Initiativen“, zum Beispiel zur massenhaften Verschleppung von „Bandenfrauen und Bandenkindern“ oder zur Entwicklung von Giftmunition und Gas-Handgranaten zum Zweck der Partisanenbekämpfung.[40] Nebe dem Kreis der Widerständler zuzurechnen, sei demnach insgesamt verfehlt.

Beförderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mediale Verarbeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belletristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andrej Angrick: Besatzungspolitik und Massenmord. Die Einsatzgruppe D in der südlichen Sowjetunion 1941–1943. Hamburger Edition, Hamburg 1993, S. 368–372.
  • Wolfgang Benz, Hermann Graml, Hermann Weiß (Hrsg.): Enzyklopädie des Nationalsozialismus. 4. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co KG, München 1997, ISBN 3-423-33007-4, Teil II, Lexikon, S. 866.
  • Peter Black: Arthur Nebe – Nationalsozialist im Zwielicht. In: Ronald Smelser, Enrico Syring (Hrsg.): Die SS: Elite unter dem Totenkopf. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2000, ISBN 3-506-78562-1.
  • Heinz BoberachNebe, Arthur. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 19, Duncker & Humblot, Berlin 1999, ISBN 3-428-00200-8, S. 12 f. (Digitalisat).
  • Rudolf Diels, Lucifer ante Portas, Deutsche Verlagsanstalten Stuttgart, 1950.
  • Christian Gerlach: Kalkulierte Morde. Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik in Weißrußland 1941 bis 1944. Hamburg 1999.
  • Hans Bernd Gisevius: Wo ist Nebe? Erinnerungen an Hitlers Reichskriminaldirektor. Droemer Knaur, Zürich 1966.
  • Christoph Graf: Politische Polizei zwischen Demokratie und Diktatur. Berlin 1983, S. 369
  • Frank Gutermuth, Arno Netzbandt: Die Gestapo. Nicolaische Verlagsbuchhandlung GmbH, Berlin 2005, ISBN 3-89479-201-9, S. 862.
  • Lutz Hachmeister: Der Gegnerforscher. Die Karriere des SS-Führers Franz Alfred Six. Verlag C. H. Beck, München 1998, ISBN 3-406-43507-6.
  • Walter Kiess: Der Doppelspieler. Reichskriminaldirektor Arthur Nebe zwischen Kriegsverbrechen und Opposition. Gatzanis Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-932855-17-7.
  • Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Aktualisierte 2. Auflage. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8.
  • Alwin Ramme, Der Sicherheitsdienst der SS, Militärverlag Berlin 1969, S. 268.
  • Ronald Rathert: Verbrechen und Verschwörung. Arthur Nebe, der Kripochef des Dritten Reiches. Lit Verlag, Münster 2001, ISBN 3-8258-5353-5.
  • Gerald Reitlinger: Die Endlösung – Ausrottung der Juden Europas 1939–1945. Kindler-Taschenbuch Nr. 57–59, München 1964.
  • Dieter Schenk: Die braunen Wurzeln des BKA. Frankfurt am Main 2003.
  • Fabian von Schlabrendorff: Offiziere gegen Hitler. 3. Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main/Hamburg 1961, S. 61.
  • Niels Weise: Reichskriminaldirektor Arthur Nebe – Dissident und Opportunist. In: Matthias Stickler (Hrsg.): Portraits zur Geschichte des deutschen Widerstands. Historische Studien der Universität Würzburg, Band 6. Verlag Marie Leidorf, Rahden/Westfalen 2005, ISBN 3-89646-838-3, S. 245–260.
  • Michael Wildt: Generation der Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes. 2. Auflage. Hamburg 2008.
  • Das Kriminalgericht: Der Fall Nebe (Teil 1) in der Internet Movie Database (englisch)
  • Das Kriminalgericht: Der Fall Nebe (Teil 2) in der Internet Movie Database (englisch)
  • Der Spiegel: Das Spiel ist aus – Arthur Nebe. Glanz und Elend der deutschen Kriminalpolizei. Heft 16/1950 vom 20. April 1950.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Arthur Nebe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag im Sterbebuch des Strafgefängnisses Plötzensee, Arolsen-Archiv, 1 Infhaftierungsdokumente / 1.2 Verschiedenes / 1.2.2 Gefängnisse / 1.2.2.1 Listenmaterial Gruppe P.P. / Auszüge aus den Sterbebüchern des Strafgefängnisses Plötzensee, Mat - Par, Todesdaten: 2.9.38 - 3.3.45, ITS 152
  2. Mario R. Dederichs: Heydrich. Das Gesicht des Bösen. Pieper Verlag GmbH, München 2005, ISBN 3-492-04543-X, 2. Reinhard Heydrichs Machtergreifung, S. 119.
  3. a b c Ronald Rathert: Verbrechen und Verschwörung. Arthur Nebe der Kripochef des Dritten Reiches. Lit Verlag, Münster 2001, ISBN 3-8258-5353-5, S. 21.
  4. a b Ronald Rathert: Verbrechen und Verschwörung. Arthur Nebe der Kripochef des Dritten Reiches. Lit Verlag, Münster 2001, S. 23.
  5. Ronald Rathert: Verbrechen und Verschwörung. Arthur Nebe der Kripochef des Dritten Reiches. Lit Verlag, Münster 2001, S. 23 f.
  6. Rudolf Diels, Lucifer ante Portas, Deutsche Verlagsanstalten Stuttgart, 1950, S. 402ff.
  7. Ronald Rathert: Verbrechen und Verschwörung. Arthur Nebe der Kripochef des Dritten Reiches. Lit Verlag, Münster 2001, S. 46.
  8. Ronald Rathert: Verbrechen und Verschwörung. Arthur Nebe der Kripochef des Dritten Reiches. Lit Verlag, Münster 2001, S. 47.
  9. Frank Gutermuth, Arno Netzbandt: Die Gestapo. Nicolaische Verlagsbuchhandlung GmbH, Berlin 2005, ISBN 3-89479-201-9, S. 862.
  10. Ronald Rathert: Verbrechen und Verschwörung. Arthur Nebe der Kripochef des Dritten Reiches. Lit Verlag Münster 2001, S. 100–105.
  11. Benno Müller-Hill: Tödliche Wissenschaft. Reinbek 1988, S. 153. Interview mit Adolf Würth
  12. Hans Buchheim: Anatomie des SS-Staates. Bd. 1. München 1989, S. 304.
  13. Ronald Rathert: Verbrechen und Verschwörung. Arthur Nebe der Kripochef des Dritten Reiches. Lit Verlag, Münster 2001, S. 68 f.
  14. Ronald Rathert: Verbrechen und Verschwörung. Arthur Nebe der Kripochef des Dritten Reiches. Lit Verlag, Münster 2001, S. 116 f.
  15. Urteil des Landgericht Stuttgart gegen Widmann nach Ernst Klee: Euthanasie im NS-Staat. Frankfurt am Main 1991, S. 84 f.
  16. Ronald Rathert: Verbrechen und Verschwörung. Arthur Nebe der Kripochef des Dritten Reiches. Lit Verlag, Münster 2001, S. 120 f.
  17. Andrej Angrick: Besatzungspolitik und Massenmord. Die Einsatzgruppe D in der südlichen Sowjetunion 1941–1943. Hamburger Edition, Hamburg 1993, S. 368–372.
  18. Aussage Widmanns und weiterer Augenzeugen bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf AZ: 8 Js 7212/59 nach Eugen Kogon (Hrsg.): Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas. Frankfurt am Main 1989, S. 81f.
  19. Hans Bernd Gisevius: Wo ist Nebe?: Erinnerungen an Hitlers Reichskriminaldirektor. Droemer, Zürich 1966, S. 239–242.
  20. Rudolf-Christoph von Gersdorff: Soldat im Untergang. Verlag Ullstein, Frankfurt am Main/Berlin/Wien 1977, S. 85.
  21. Michael Wildt: Generation der Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes. 2. Auflage. Hamburg 2008, ISBN 978-3-930908-87-5, S. 36, 310.
  22. Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. 2., aktualisierte Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16048-0, S. 430.
  23. Fabian von Schlabrendorff: Offiziere gegen Hitler. 3. Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main/Hamburg 1961, S. 61.
  24. Ronald Rathert: Verbrechen und Verschwörung. Arthur Nebe der Kripochef des Dritten Reiches. Lit Verlag, Münster 2001, S. 135–137.
  25. Dieter Schenk: Die braunen Wurzeln des BKA. Frankfurt am Main, S. 49, 162, 204.
  26. Nach: Sybil Milton: Vorstufe zur Vernichtung. Die Zigeunerlager nach 1933. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. 43. Jahrg., 1. H. (Jan. 1995), S. 115–130, hier S. 127 (PDF).
  27. Dieter Schenk: Die Braunen Wurzeln des BKA. Frankfurt am Main 2003, S. 161, Telegramme wiedergegeben in: Romani Rose: Bürgerrechte für Sinti und Roma. Heidelberg 1980, S. 16.
  28. Dokument VEJ 11/146 in: Lisa Hauff (Bearb.): Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945 (Quellensammlung), Band 11: Deutsches Reich und Protektorat Böhmen und Mähren April 1943–1945. Berlin/Boston 2020, ISBN 978-3-11-036499-6, S. 427–228.
  29. Alexander Mitscherlich, Fred Mielke (Hrsg.): Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Medizinische und Eugenische Irrwege unter Diktatur, Bürokratie und Krieg. Lambert Schneider, Heidelberg 1949, S. 71.
  30. Karl Heinz Roth: Filmpropaganda für die Vernichtung der Geisteskranken und Behinderten im 'Dritten Reich'. In: Reform und Gewissen. Euthanasie im Dienst des Fortschritts. 2. Auflage. Berlin 1989, S. 178.
  31. Der Spiegel: Das Spiel ist aus – Arthur Nebe. Glanz und Elend der deutschen Kriminalpolizei. Heft 16/1950 vom 20. April 1950.
  32. Diese und die nachfolgenden Angaben: Ronald Rathert: Verbrechen und Verschwörung. Arthur Nebe, der Kripochef des Dritten Reiches. Münster/Hamburg/london 2001, S. 148f.
  33. Ronald Rathert: Verbrechen und Verschwörung. Arthur Nebe, der Kripochef des Dritten Reiches. Münster/Hamburg/London 2001, S. 148f.
  34. Michael Wildt: Generation der Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes. 2. Auflage. Hamburg 2008, ISBN 978-3-930908-87-5, S. 305–306 mit Anm. 74.
  35. Michael Wildt: Generation der Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes. 2. Auflage. Hamburg 2008, ISBN 978-3-930908-87-5, S. 36, 310.
  36. Michael Wildt: Generation der Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes. 2. Auflage. Hamburg 2008, ISBN 978-3-930908-87-5, S. 301.
  37. Ulrich Renz, In der Sache Gisevius, 2003, siehe: [1].
  38. Gerald Reitlinger: Die Endlösung – Ausrottung der Juden Europas 1939–1945. Kindler-Taschenbuch Nr. 57–59, München 1964, S. 172.
  39. Christian Gerlach, Kalkulierte Morde. Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik in Weißrußland 1941 bis 1944, Hamburg 2013, S. 1.940.
  40. Christian Gerlach: Kalkulierte Morde. Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik in Weißrussland 1941 bis 1944. Studienausgabe. Hamburg 2000, ISBN 3-930908-63-8, S. 641f.
  41. Das Kriminalgericht: Der Fall Nebe (Teil 1) in der Internet Movie Database (englisch)
  42. Das Kriminalgericht: Der Fall Nebe (Teil 2) in der Internet Movie Database (englisch)