Henning von Tresckow

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Henning von Tresckow (1944)

Henning Hermann Robert Karl von Tresckow (* 10. Januar 1901 in Magdeburg; † 21. Juli 1944 bei Ostrów, Bezirk Bialystok) war Generalmajor der deutschen Wehrmacht und eines der entschlossensten Mitglieder des militärischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus.[1]

Leben[Bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

Tresckow stammte aus einer streng[2] protestantisch und pflichtbewusst geprägten alten[3] preußischen Adelsfamilie, die auf eine lange Reihe von Offizieren in den verschiedensten Heeren zurückblicken konnte. Sein Vater Hermann (1849–1933), Flügeladjutant von Kaiser Wilhelm I. und Mitglied des Militärkabinetts,[4] war u.a. bei der Kaiserkrönung im Spiegelsaal von Versailles als Leutnant zugegen gewesen. Er hatte es in der preußischen Armee bis zum General der Kavallerie gebracht.[4] Er wurde 1900 aus der Armee verabschiedet und verwaltete fortan das Gut Wartenberg in der Neumark.[4] Seine Mutter Marie-Agnes (* 31. Januar 1869 in Nieder-Großenborau; † 8. Mai 1926 in Bozen) war die Tochter des Grafen Robert von Zedlitz-Trützschler, preußischer Kulturminister und nachmaliger Oberpräsident von Posen, Hessen-Nassau und Schlesien.[4]

Henning von Tresckow wuchs in dieser militärisch geprägten Umgebung auf.[3] Das väterliche Gut Wartenberg war für ihn bis in den Zweiten Weltkrieg hinein ein wichtiger Rückhalt. Er wurde zunächst mit seinem Bruder Gerd von einem Privatlehrer unterrichtet, später im Realgymnasium des Alumnats des Klosters Loccum, das von 1890 bis 1923 in Goslar untergebracht war. Nach einem Notabitur trat er 1917 in die preußische Armee ein.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Im Juni 1917 meldete sich Tresckow als Freiwilliger zum traditionsreichen[2] Potsdamer 1. Garde-Regiment zu Fuß. Nach der Ausbildungsphase zum Fahnenjunker wurde er im Frühjahr 1918 an die Westfront versetzt und Zugführer einer Maschinengewehrkompanie.

Als einer der jüngsten Leutnante (5. Juni 1918[3]) der Truppe erhielt er bereits im Juli das Eiserne Kreuz II. Klasse.[5] Nach dem Waffenstillstand kehrte er mit dem Regiment in die Garnison Potsdam zurück, wo dieses am 11. Dezember 1918 aufgelöst wurde.

Weimarer Republik[Bearbeiten]

Tresckow blieb zunächst Offizier und wurde 1919[4] in die Reichswehr übernommen. Im Januar 1919 war er als Angehöriger des Regiments „Potsdam“ unter Major von Stephani an der Niederschlagung des Spartakusaufstandes beteiligt.[6] 1920 verabschiedete er sich vorerst vom Militär.[4]

Nun begann jedoch eine bemerkenswerte Episode in seinem Leben, die ihn später von den meisten Offizieren im Generalstab unterscheiden sollte: Er begann im Wintersemester 1920/21 ein Studium der Rechtswissenschaft[4] an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. Dort hörte er auch Vorlesungen zu moderner Staatstheorie sowie Geld- und Börsenwesen. Ein Jahr später setzte er das Studium in Kiel fort. Es blieb jedoch ohne Abschluss, da er bereits im Januar 1923 in das Potsdamer Bankhaus Wilhelm Kann eintrat und als Bankkaufmann[4] an der Börse arbeitete.

Vom Juli bis Dezember 1924 unternahm er gemeinsam mit Oberleutnant Kurt Hesse[7] eine Weltreise, die ihn über Amsterdam, London, Paris und Lissabon nach Rio de Janeiro führte. Die Reise musste er jedoch vorzeitig abbrechen, um mit seinem Vermögen das Familiengut zu retten. Er wurde Geschäftsführer einer kleinen Fabrik. Am 18. Januar 1926 heiratete er Erika von Falkenhayn (1904–1974), Tochter des einstigen Generals der Infanterie und Generalstabschefs Erich von Falkenhayn,[8] mit der er vier Kinder hatte.

Am 1. Februar 1926[2] trat er mit Fürsprache Paul von Hindenburgs[8] wieder in die Reichswehr ein. Er wurde Zugführer in der 1. Kompanie des 9. (Preußisches) Infanterie-Regiments, das ebenfalls in Potsdam stationiert war und die Tradition des 1. Garde-Regiments zu Fuß fortführte. Am 1. Februar 1928 wurde er zum Oberleutnant befördert und übernahm die Stellung des Adjutanten des I. Bataillons. 1933 nahm der Offizier mit seinem Regiment, eingesetzt im Rahmen einer Parade, am „Tag von Potsdam“ teil.[9] Viele spätere Widerstandskämpfer dienten in diesem Regiment, zur Zeit von Tresckows u.a. Hasso von Boehmer, Alexis von Roenne und Hans-Alexander von Voss.[10]

Er galt wie auch andere spätere Verschwörer vor 1933 als Anhänger der „nationale[n] Bewegung“.[11] Er befürwortete eine parlamentarische Monarchie nach britischem Vorbild.[7] Tresckow sah den Versailler Vertrag als Schmach für Deutschland an und betrachtete deshalb den Aufstieg der Nationalsozialisten in der Weimarer Republik zunächst mit Wohlwollen.[7]

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1934 wurde Tresckow zum Hauptmann[8] befördert. Erste Bedenken am verbrecherischen Nationalsozialismus kamen ihm wohl in der Folge der Röhm-Morde[7] (Juni/Juli 1934), die er als Bruch jeden Rechtsgrundsatzes verurteilte.[12] Von Juli 1934 bis September 1936 absolvierte Tresckow die Kriegsakademie und galt als der bei weitem Beste[2] seines Jahrgangs.

1934 wurde er trotz innenpolitischer Bedenken bezüglich der Kirchenpolitik auf den Führer vereidigt.[13] Am 28. September 1936 trat er seine neue Stelle in der 1. Abteilung des Generalstabs (Operationsabteilung) im Reichswehrministerium an. Er erkannte in dieser Stellung die militärischen Kräfte Deutschlands in einem Zwei-Fronten-Krieg im Osten und Westen als unzureichend, was aus seiner Sicht das Reich zu einer Politik des Friedens verpflichtete. Erstmals bekam Tresckow so zumindest teilweise Einblick in Hitlers außenpolitische Ziele und erkannte sie als ein für das Reich äußerst gefährliches Vabanquespiel, da naheliegende Gegenzüge der mächtigen Nachbarstaaten in der Planung einfach übergangen wurden. Einerseits sprach er sich 1936 gegen SS und Gestapo aus, andererseits war er an der Ausarbeitung der Pläne zum Aufmarsch gegen die Tschechoslowakei beteiligt.[13]

Der nächste Anlass, der ihn vom NS-Regime innerlich weiter entfernte, war die Blomberg-Fritsch-Krise im Februar 1938.[7] In der Folge hatte er erstmals Kontakt mit oppositionell eingestellten militärischen und zivilen Kreisen im Umfeld des späteren Generalfeldmarschalls Erwin von Witzleben.[14] Klaus-Jürgen Müller machte dies später als entscheidenden Wendepunkt hin zur Opposition aus; nach Helmut Krausnick sei die Interpretation zu kurz gegriffen.[15] 1938/39 war er von Tresckow dann aus machtpolitischen Gründen gegen einen Krieg eingestellt.[13]

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Im Januar 1939 wurde Tresckow nach Elbing zur 21. Infanterie-Division versetzt (Chef der 10. Kompanie, III. Bataillon, Infanterie-Regiment 45). Am 1. März erfolgte die Beförderung zum Major. Mitte August 1939 wurde von Tresckow Ia in der 228. Infanterie-Division. Mit dieser nahm er am Feldzug gegen Polen teil und erhielt für die erfolgreiche Operationsführung der Division Anfang Oktober das Eiserne Kreuz I. Klasse. Später tat er seine Ablehnung der NS-Verbrechen in Polen kund.[16] Zum 23. Oktober 1939 wurde Tresckow auf Betreiben[17] Generalleutnants Erich von Manstein, der ihn noch aus der Operationsabteilung des Generalstabes des Heeres kannte, in die Führungsabteilung der Heeresgruppe A (Gerd von Rundstedt) versetzt. Dort wurde der Major i.G. zunächst als Operationsoffizier (Ia op) eingesetzt, und ab 1. März 1940[17], nunmehr Oberstleutnant i.G., Erster Generalstabsoffizier (Ia). Hier erhielt er unmittelbaren Einblick in die Auseinandersetzungen zwischen Heeresführung und Hitler um den von letzterem befohlenen Westfeldzug noch im Herbst/Winter 1939. In dieser Zeit begann sich auch die militärische Opposition für ihn zu interessieren; erste Kontakte hatte er mit Hans Oster.[16] Später (1942) wollte er auch Oberleutnant d.R. Alexander Stahlberg bei von Manstein installieren, um diesen für den Widerstand zu gewinnen; dieser stellte ihn ein.[18] Während er von den Erfolgen des Frankreichfeldzuges beeindruckt war, änderte sich seine Stimmung merklich mit der Versetzung an die Ostfront im Juni 1940.[19]

Am 10. Dezember wurde er Erster Generalstabsoffizier (Ia) der Heeresgruppe B, die im April 1941 in Heeresgruppe Mitte umbenannt wurde;[20] in dieser Stellung – Chef des Generalstabes war Generalmajor Hans von Greiffenberg[2] – blieb Tresckow für 30 Monate. Tresckow war zunächst indifferent, was die militärischen Umsetzbarkeit der Planungen anging, erste Bedenken äußerten sich allerdings hinsichtlich einer möglichen Unterschätzung der Roten Armee.[20] Im Herbst 1941 erhielten er und der Feldnachrichtenoffizier von Gersdorff von Bocks Genehmigung, eine Armee aus 200.000 russischen Befreiungskämpfern (später „Wlassow-Armee“) aufzustellen.[21] Am 7. Juni 1942 reiste von Tresckow in das OKH Mauerwald, wo er einen Tag später die Personalien mit von Roenne besprach.[22] Mit SD und SS bestand „logistische Absprachen und eine taktische Zusammenarbeit“, sie waren allerdings in der Ausführung unabhängig.[23] Gegen das punktuelle Eingreifen der SS-Führung in die Organisation seines Verbandes protestierte er.[2] Auch widerstrebte ihm, dass die Wehrmacht in Verbrechen einbezogen werde.[24] Auf Ablehnung stießen bei Tresckow insbesondere der Vernichtungskrieg und die überzogene strategische Kriegsführung.[20] Trotzdem ließ die Heeresgruppe zu, wie gleichermaßen Juden, Frauen, Kinder und Greise von der Partisanenbekämpfung betroffen waren, auch von Tresckow hatte davon Kenntnis, wenngleich er laut Zeugenaussagen diesen nicht ausdrücklich zugestimmt habe oder daran teilnahm.[23] Auch hätte er sie in seiner Position praktisch nicht beenden können.[23] Von Tresckow bemühte sich vergeblich, seinen Onkel, den Oberbefehlshaber der Heeresgruppe, Generalfeldmarschall Fedor von Bock, dazu zu bewegen, den völkerrechtswidrigen Kriegsgerichtsbarkeitserlass zurückzunehmen.[25] Der „Kommissarbefehl“ wurde hingegen anfangs noch hingenommen,[25] später dann ebenfalls kritisiert.[14] Von Bock ließ lediglich vertraulich wissen, dass er und General Hans von Salmuth nach Mitteln und Wegen suchten, ihre Divisionsbefehlshaber davon zu überzeugen, diesen Befehl zu ignorieren.[26] Man versuchte in der Heeresgruppe derartige Befehle abzuschwächen.[14] Auch das Wissen um bestimmte Verbrechen, das Massaker von Borissow (Oktober 1941) ereignete sich in unmittelbarer Nachbarschaft, „bestärkte“ ihn seit dem Sommer in seiner oppositionellen Haltung.[23] Später (November 1942) nannte von Tresckow das Vorgehen der SS bestürzt in einem dokumentierten Brief eine „planmäßige Ausrottung von Menschen“.[27]

Nachdem die Interventionsversuche bei von Bock und später bei Generalfeldmarschall Günther von Kluge scheiterten, Hitler umzustimmen, installierte von Tresckow gezielt Vertraute wie die Offiziere Rudolf-Christoph von Gersdorff, Carl-Hans Graf von Hardenberg, Berndt von Kleist und Fabian von Schlabrendorff (Ordonnanzoffizier) in der Heeresgruppe.[25] Seit Herbst 1941 also, avancierte von Tresckow zu einem der maßgeblichen Akteure im militärischen Widerstand.[20] Er, der bisher nur lose Kontakte zu Ludwig Beck und Hans Oster unterhielt, schickte im Oktober 1941 Fabian von Schlabrendorff nach Berlin, um echte Kontakte zum zivilen Widerstand (zu dem auch Carl Friedrich Goerdeler[28] als zentrale Figur gehörte) zu knüpfen.[20] Spätestens Anfang des Jahres 1942 befasste sich von Treskow aufgrund der Rückschläge in der Schlacht um Moskau (1941) aktiv mit der Attentatsoption.[25] Bereits Ende November 1941 teilte er dem Chefredakteur der DAZ, Karl Silex, mit: „Der Krieg ist verloren. Hitler ist verrückt und muß beseitigt werden.“[29]

Am 1. April 1942 wurde Tresckow zum Oberst im Generalstab in der Heeresgruppe Mitte ernannt und erhielt am 2. Januar 1943 das Deutsche Kreuz in Gold.[30] Am 25. Januar 1943 traf er sich mit Goerdeler und Olbricht in Berlin, um den Umsturz zu koordinieren. Ferner wollte er von Kluge dazu bewegen, dass die Feldmarschälle Hitler bedrängen sollten.[31] Von Tresckow wurde zur wichtigsten Figur hinter verschiedenen Attentatsplänen auf Hitler.[32] So entwarf er in seiner Stellung Varianten mit der Pistole und mit Sprengstoff. „Wir dürfen nicht fackeln, nicht straucheln“, rechtfertigte er das Vorhaben. „Deutschland und die Welt von dem größten Verbrecher der Weltgeschichte“ zu befreien, „ist den Tod einiger weniger Unschuldiger wert“. Und weit mehr als Unverstand fürchtete er die Scham, überhaupt nicht gehandelt zu haben.[33] Er beauftragte im Sommer 1942 von Gersdorff, einen geeigneten Sprengstoff für ein Attentat auf Hitler zu besorgen. Dieser entschied sich für eine britische Haftmine, eine „Clam“, etwa so groß wie ein Buch und leicht zu verbergen.[34] Zusammen mit von Schlabrendorff schmuggelte Tresckow am 13. März 1943 eine als zwei Flaschen Cointreau getarnte Box,[35] gefüllt mit Sprengstoff mit chemischem Zeitzünder, in Hitlers Flugzeug Focke-Wulf Fw 200 „Condor“[36] – Oberstleutnant Heinz Brandt,[8] ein Begleiter Hitlers, hatte nichtsahnend eingewilligt, den Cognac für Oberst Hellmuth Stieff (an den von Tresckow im Februar 1943[37] in Sachen Widerstand herangetreten war) zu transportieren. Doch die eingeweihten Mitverschwörer in Berlin warteten vergeblich auf die Meldung vom Absturz des auf dem Weg nach Rastenburg befindlichen Flugzeuges.[8] Das Päckchen mit dem Sprengstoff wurde im Frachtraum des Flugzeuges transportiert, wo es vereiste und der Zündmechanismus versagte.[38] Wenige Tage später ergab sich eine zweite Gelegenheit. Tresckow war es nach einer langen Unterredung gelungen, von Gersdorff zu einem Selbstmordattentat zu bewegen. Gersdorff sagte zu, sich bei der Eröffnung einer Ausstellung russischer Beutewaffen am 21. März 1943, dem „Heldengedenktag“, im Berliner Zeughaus mit Hitler in die Luft zu sprengen. Er versteckte den Sprengstoff in seiner Manteltasche, der nach etwa zehn Minuten detonieren sollte. Doch Hitler zeigte an der Ausstellung überraschend wenig Interesse und verließ diese bereits nach zwei Minuten. Gersdorff gelang es im letzten Moment, den Säurezünder auf der Toilette unbemerkt zu entschärfen.[39]

Von Juli bis Oktober 1943 nach Berlin versetzt,[40] konnte Tresckow über den Kontakt Olbricht[41] zusammen mit Claus Schenk Graf von Stauffenberg, den er schon vorher[41] kannte und mit dem er die Ablehnung des Massenmordes an den Russen und Juden teilte,[42] die Befehle der „Operation Walküre“ (ursprünglich ein militärischer Einsatzplan für das „Ersatzheer“ in der Heimat für den Fall innerer Aufstände von Zwangsarbeitern) so manipulieren, dass die in den Plänen vorgesehenen Einheiten im Sinne der Verschwörer agierten. Damit sollte der Putsch quasi offiziell auf dem Dienstweg verordnet werden. Die Chancen einer erfolgreichen Übernahme der Staatsgewalt waren jetzt deutlich gestiegen. Allerdings fehlte zur Ausführung nach wie vor ein entschlossener Attentäter. Tresckow selbst hatte keinen Posten, der ihm ungehinderten Zugang zu Hitler ermöglicht hätte. Noch im September 1943 beschaffte er bei der Heeresgruppe Mitte britischen Plastiksprengstoff, den er nach Berlin verbrachte.[43] Zunächst wurde er im Oktober 1943 Kommandeur des Grenadier-Regiments 442[44] der am Südabschnitt der Ostfront eingesetzten 168. Infanterie-Division (8. Armee, Heeresgruppe Süd). Bereits am 20. November wurde er zum Chef des Stabes der 2. Armee ernannt (Heeresgruppe Mitte). In dieser Stellung war er von den Vorgängen in Berlin eher isoliert, da die Armee mit unzureichenden Kräften in schweren Abwehrkämpfen stand, und Stauffenberg wurde zum neuen Zentrum der Persönlichkeiten des 20. Juli 1944.

Am 30. Januar 1944 wurde von Tresckow mit 43 Jahren zum Generalmajor ernannt. Anfang 1944 konnte er Rittmeister Eberhard von Breitenbuch als Hitler-Attentäter rekrutieren;[45] es scheiterte. Neben Stauffenberg war von Tresckow die treibende Kraft hinter dem Umsturzplan des 20. Juli 1944.[46] Er entwickelte mit einem unbedingten Willen heraus einen Plan weiter, der mit General Friedrich Olbricht, Chef des Allgemeinen Heeresamtes, umgesetzt werden sollte.[46] Das Unternehmen Walküre sah vor, zunächst eine Militärdiktatur zu errichten, wobei die mittelfristigen politischen Ansichten der Oppositionsteilnehmer auseinander gingen;[46] von Tresckow beispielsweise lehnte einen autoritären Staat, wie ihn Goerdeler wollte, ab.[47] Außerdem wurde er als anglophil beschrieben.[47] Der Widerstand war nationalkonservativ geprägt und zum Teil (u.a. von Stauffenberg und von Tresckow[48]) moralisch über die begangenen Verbrechen entrüstet; für die Militärs waren überdies speziell das Ansehen der Armee und die Abwendung einer Niederlage im Mittelpunkt stehend.[28] Der Krieg im Osten sei dann falsch, wenn er sich gegen das russische Volk richte; er müsse einzig in antibolschewistischer[49] Manier das Sowjetsystem bekämpfen.[27] Von Tresckow stand im engen Kontakt zu den Kreisen um Ludwig Beck, Carl Friedrich Goerdeler, Helmuth James Graf von Moltke und Peter Graf Yorck von Wartenburg, wodurch der Widerstand immer auch eine politische Komponente hatte.[48] Sein Verdienst ist es auch, dass sich die oppositionellen Kontakte auf Carl-Heinrich von Stülpnagel (Paris) und Alexander von Falkenhausen (Brüssel) ausdehnen konnten.[50] Weitere Kontakte bestanden etwa zu Friedrich von Rabenau,[51] der sich zwar nicht am Attentat beteiligte, wohl aber als Mittelsmann fungierte.[52] Mit seinen Umsturzplanungen trug von Tresckow wesentlich zur Führungsrolle des militärischen Widerstandes innerhalb der Opposition bei.[46] Jedoch wurde er kurz vor der Ausführung des Anschlags an die Ostfront abkommandiert und konnte so nicht aktiv am Umsturz teilnehmen.[46]

Ende Juni 1944 unterzeichnete Tresckow einen Befehl, der forderte, „den Banden abgenommene Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 13 Jahren […] ins Reich abzuschieben“. Der Befehl erfolgte im Rahmen der „Heuaktion“, bei der im Bereich der Heeresgruppe Mitte Zehntausende weißrussische Kinder zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt wurden.[53] Diese Verschleppung der Zivilbevölkerung wurde in den Nürnberger Prozessen gemäß Artikel 6 des Prozessstatuts als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft.[54]

Nach den neueren Untersuchungen von Christian Gerlach hatte Tresckow vor allem im Zusammenhang mit der sogenannten Partisanenbekämpfung „selbst Massenverbrechen mit zu verantworten“, die er bejahte, „um den Krieg gegen die UdSSR und die Partisanen militärisch zu gewinnen“.[55] Hans Mommsen forderte nach den neueren Forschungen Gerlachs eine Überprüfung, inwieweit Verschwörer „unmittelbar“ an Verbrechen an der Ostfront beteiligt gewesen waren.[56] Was von Tresckow angeht, war er vielleicht, ab 1941 immer mehr aufgrund der militärischen Lage ernüchtert, „nicht hinreichend darüber im Klaren“ gewesen, was er unter dem Vorwand „Partisanenbekämpfung“ tatsächlich zu verantworten hatte.[56] Winfried Heinemann konstatierte, dass sich von Tresckow aufgrund der geänderten Verschleppungspolitik der Nationalsozialisten nunmehr mit Kindern befassen „musste“.[57] Neben einer „politischen Einsicht“ war es vermutlich das „Wissen um die eigene Schuld, das ihn zum Handeln“ bedrängte.[58] Johannes Hürter bestätigte im Anschluss an Christian Gerlachs Forschungen, dass Tresckow nicht nur „von Anfang an gut über die Verbrechen der Einsatzgruppe B, der Ordnungspolizei und der SS-Brigaden informiert“ war, sondern „von August 1942 bis August 1943 für eine Partisanenbekämpfung, der bei Großaktionen tausende unbeteiligte Zivilisten zum Opfer fielen“, die Zuständigkeit oblag.[59] Er stellte zwei neue Dokumente vor, von denen das erste – ein von Tresckow mit abgezeichneter polizeilicher Tätigkeitsbericht der SS-Einsatzgruppe B für die Zeit von Mitte Juli 1941 – auch die frühzeitige Kenntnis Treschkows über Massenmorde an Juden und Kommunisten beweist.[60] Hermann Graml bewertete die Einschätzung Hürters als „ein gefährliches punktuelles Urteilen“, das einer Würdigung der „Gesamtpersönlichkeit“ Tresckows nicht gerecht werde.[61] Dem hielt Hürter in seiner gemeinsam mit Felix Römer verfassten Replik entgegen, dass „Graml die Entwicklungsprozesse“ ausblende, „die erst nach und nach die Bereitschaft zum Staatsstreich schufen“.[62]

Der 20. Juli 1944[Bearbeiten]

Berliner Gedenktafel für Erich Hoepner und Henning von Tresckow (am Bundeshaus)
Hauptartikel: Attentat vom 20. Juli 1944

Von Tresckow und andere Gegner des NS-Regimes trafen sich oft konspirativ auf Schloss Neuhardenberg von Carl-Hans Graf von Hardenberg.[63] Sie hatten die Hoffnung, durch ein Attentat auf Hitler ein anderes, zivilisierteres Deutschland begründen zu können.[64]

„Das Attentat muß erfolgen, coûte que coûte. Sollte es nicht gelingen, so muß trotzdem in Berlin gehandelt werden. Denn es kommt nicht mehr auf den praktischen Zweck an, sondern darauf, daß die deutsche Widerstandsbewegung vor der Welt und vor der Geschichte unter Einsatz des Lebens den entscheidenden Wurf gewagt hat. Alles andere ist daneben gleichgültig.“

Henning von Tresckow: Briefe an Stauffenberg, Juli 1944[65]

Noch im Mai 1944, vor seiner Versetzung, brachte er die durch Stauffenberg umgesetzte Variante Führerhauptquartier ins Spiel.[66] Er sollte bei gelungenem Attentat „Chef der Deutschen Polizei“ werden.[47] Im Juni und Juli 1944 hatte Tresckow an der Ostfront auf seinem Posten alle Hände voll zu tun (→ Operation Bagration). Die 2. Armee, deren Stabschef Tresckow war, hatte als einziger Verband der Heeresgruppe Mitte den Beginn der sowjetischen Sommeroffensive intakt überstanden und musste nun die Hauptlast bei den Versuchen des Generalfeldmarschalls Walter Model tragen, wieder eine zusammenhängende deutsche Abwehrfront zu errichten. Die extrem kritische Lage, in der sich die gesamte deutsche Ostfront ab dem 22. Juni 1944 befand, dürfte einer der Hauptgründe für die von Schlabrendorff geschilderte Entschlossenheit Tresckows gewesen sein. Als Stabschef der 2. Armee hatte er wie auch Stauffenberg einen genügend tiefen Einblick in die militärische Gesamtsituation, um zu wissen, dass es nicht mehr lange bis zur endgültigen Niederlage des Dritten Reiches dauern würde. Er konnte von seiner Position aus lediglich die Herausnahme eines Kavalleriebataillons durch die Brüder Philipp und Georg Freiherr von Boeselager decken, das für die Absicherung des Putsches in Berlin vorgesehen war.

Tresckow erfuhr erst am Nachmittag des 20. Juli 1944 von der Ausführung des Attentats durch von Stauffenberg und dass dieses offenbar gescheitert sei. Gewissheit über den erfolglosen Ausgang des Umsturzversuchs erlangte er aber erst gegen Mitternacht, als er über die Rede Hitlers im Rundfunk informiert wurde.

Tod[Bearbeiten]

Gedenkstein für Henning und Erika von Tresckow auf dem Bornstedter Friedhof

Um nicht bei der erwarteten mit Folter verbundenen Untersuchung die Namen weiterer Beteiligter preisgeben zu müssen, entschloss sich Tresckow zum Selbstmord. Er fuhr am Morgen des 21. Juli an die Front nahe Ostrow (Polen) und nahm sich mit einer Gewehrgranate das Leben, auf diese Weise einen Partisanenüberfall vortäuschend. Sein Leichnam wurde nach Gut Wartenberg überführt. Am 24. Juli meldete der Wehrmachtbericht, dass der Generalmajor „in vorderster Linie den Heldentod“ gefunden habe. Der Leichnam wurde am 27. Juli zunächst auf Gut Wartenberg bestattet.

Durch erste Gerüchte über einen Selbstmord und einsetzende Untersuchungen in der Armee sowie dann der Gestapo und Verhöre von anderen Verschwörern des 20. Juli 1944 wurde die Beteiligung Tresckows teilweise aufgedeckt. Seine Frau wurde verhaftet und die beiden Töchter in ein Heim gebracht. Kriminalkommissar Habeker (RSHA) bezeichnete ihn gegenüber der Ehefrau als „Spiritus rector“ der Verschwörer.[67] Die Gestapo ließ im August 1944 den Sarg mit der Leiche exhumieren und im Krematorium des KZ Sachsenhausen verbrennen.

Auf dem Bornstedter Friedhof in Potsdam, am Familiengrab derer von Falkenhayn, erinnert eine Gedenktafel an ihn und seine Frau. Er wohnte zu Lebzeiten in verschiedenen Adressen in Potsdam u.a. am Stadtkanal[4] und bei seiner Schwester (verheiratet mit Dietloff von Arnim, Landeshauptmann der Provinz Brandenburg) in der Arnimschen Villa in Potsdam-Babelsberg.[44]

Ehrungen[Bearbeiten]

Inschrift am Haupttor der Henning-von-Tresckow-Kaserne in Oldenburg

Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr befindet sich in der Henning-von-Tresckow-Kaserne im Wildpark Potsdam (zwischen Geltow und Potsdam).

In Oldenburg sind der Brigadestab der Luftlandebrigade 31 und Teile des Luftlandeunterstützungsbataillons 272 in der Henning-von-Tresckow-Kaserne stationiert.

Nach Henning von Tresckow benannte Straßen gibt es unter anderem in seiner Heimatstadt Magdeburg, in Kiel, Hamburg, Bremen, Potsdam, Leipzig, Hannover und Frankfurt am Main. In der Henning-von-Tresckow-Straße in Magdeburg steht seit 2001 ein Gedenkstein für ihn. In Stade befindet sich die Henning-von-Tresckow-Straße auf dem ehemaligen Kasernengelände der Stadt.

An der Potsdamer Henning-von-Tresckow-Straße liegt ebenfalls eine ehemalige Kaserne, die Standort des 1. Garde-Regiments zu Fuß war. In diesem Gebäude befindet sich heute (neben dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung) die Gedenkstätte „Potsdam und der 20. Juli 1944“, welche an den Widerstand der Offiziere des 20. Juli 1944 erinnert.[68]

In Hannover gibt es eine Henning-von-Tresckow-Grundschule im Stadtteil Wettbergen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. DVA, Stuttgart 2000, S. 866.
  2. a b c d e f Winfried Heinemann: Der Widerstand gegen das NS-Regime und der Krieg an der Ostfront. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 393–409, hier: S. 395.
  3. a b c Gerd R. Ueberschär: Generalmajor Henning von Tresckow. In: Ders. (Hrsg.): Hitlers militärische Elite. 68 Lebensläufe. Darmstadt 2015, S. 527–533, hier: S. 527.
  4. a b c d e f g h i Ines Reich: Potsdam und der 20. Juli 1944. Auf den Spuren des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Freiburg im Breisgau 1994, S. 93.
  5. Reichswehrministerium (Hrsg.): Rangliste des Deutschen Reichsheeres. E.S. Mittler & Sohn, Berlin 1930, S. 170.
  6. Bodo Scheurig: Henning von Tresckow. Ein Preuße gegen Hitler. Frankfurt/Main 1997, S. 20.
  7. a b c d e Gerd R. Ueberschär: Generalmajor Henning von Tresckow. In: Ders. (Hrsg.): Hitlers militärische Elite. 68 Lebensläufe. Darmstadt 2015, S. 527–533, hier: S. 528.
  8. a b c d e Ines Reich: Potsdam und der 20. Juli 1944. Auf den Spuren des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Freiburg im Breisgau 1994, S. 94.
  9. Ines Reich: Potsdam und der 20. Juli 1944. Auf den Spuren des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Freiburg im Breisgau 1994, S. 25.
  10. Ines Reich: Potsdam und der 20. Juli 1944. Auf den Spuren des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Freiburg im Breisgau 1994, S. 31.
  11. Peter Hoffmann: Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Die Biographie. Pantheon, München 2007, ISBN 978-3-570-55046-5, S. 113.
  12. deutschlandarchiv.info
  13. a b c Klaus-Jürgen Müller: Struktur und Entwicklung der national-konservativen Opposition. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 89–133, hier: S. 97.
  14. a b c Gerd R. Ueberschär: Generalmajor Henning von Tresckow. In: Ders. (Hrsg.): Hitlers militärische Elite. 68 Lebensläufe. Darmstadt 2015, S. 527–533, hier: S. 529.
  15. Helmut Krausnick: Zum militärischen Widerstand gegen Hitler, 1933 bis 1938. Möglichkeiten, Ansätze, Grenzen und Kontroversen. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 135–185, hier: S. 158.
  16. a b Thomas Vogel: Die Militäropposition gegen das NS-Regime am Vorabend des Zweiten Weltkrieges und während der ersten Kriegsjahre (1939 bis 1941). In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 187–222, hier: S. 204.
  17. a b Peter Hoffmann: Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Die Biographie. Pantheon, München 2007, ISBN 978-3-570-55046-5, S. 209.
  18. Peter Hoffmann: Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Die Biographie. Pantheon, München 2007, ISBN 978-3-570-55046-5, S. 277.
  19. Klaus-Jürgen Müller: Struktur und Entwicklung der national-konservativen Opposition. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 89–133, hier: S. 98.
  20. a b c d e Hans Mommsen: Die Stellung der Militäropposition im Rahmen der deutschen Widerstandsbewegung gegen Hitler. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 33–47, hier: S. 35.
  21. Peter Hoffmann: Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Die Biographie. Pantheon, München 2007, ISBN 978-3-570-55046-5, S. 261.
  22. Peter Hoffmann: Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Die Biographie. Pantheon, München 2007, ISBN 978-3-570-55046-5, S. 262.
  23. a b c d Gerd R. Ueberschär: Generalmajor Henning von Tresckow. In: Ders. (Hrsg.): Hitlers militärische Elite. 68 Lebensläufe. Darmstadt 2015, S. 527–533, hier: S. 530.
  24. Winfried Heinemann: Der Widerstand gegen das NS-Regime und der Krieg an der Ostfront. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 393–409, hier: S. 399.
  25. a b c d Hans Mommsen: Die Stellung der Militäropposition im Rahmen der deutschen Widerstandsbewegung gegen Hitler. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 33–47, hier: S. 36.
  26. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. DVA, Stuttgart 2000, S. 476.
  27. a b Hans Mommsen: Die Stellung der Militäropposition im Rahmen der deutschen Widerstandsbewegung gegen Hitler. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 33–47, hier: S. 39.
  28. a b Hans Mommsen: Die Stellung der Militäropposition im Rahmen der deutschen Widerstandsbewegung gegen Hitler. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 33–47, hier: S. 38.
  29. Bodo Scheurig: Henning von Tresckow. Eine Biographie. Stalling, Oldenburg 1973, S. 121.
  30. Klaus D. Patzwall, Veit Scherzer: Das Deutsche Kreuz 1941–1945, Geschichte und Inhaber Band II. Verlag Klaus D. Patzwall, Norderstedt 2001, ISBN 3-931533-45-X, S. 479.
  31. Peter Hoffmann: Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Die Biographie. Pantheon, München 2007, ISBN 978-3-570-55046-5, S. 276.
  32. Karl-Volker Neugebauer: Größenwahn und Untergang – Der Zweite Weltkrieg, 1939 bis 1945. In: Ders. (Hrsg.): Grundkurs deutsche Militärgeschichte. Drei Bände mit interaktiver DVD. Band 2: Das Zeitalter der Weltkriege, 1914 bis 1945. Völker in Waffen. Im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, 2. durchgesehene und überarbeitete Auflage, R. Oldenbourg Verlag, München 2009, ISBN 978-3-486-59010-4, S. 298–427, hier: S. 336.
  33. Bodo Scheurig: Henning von Tresckow. Eine Biographie. Stalling, Oldenburg 1973, S. 128f.
  34. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. DVA, Stuttgart 2000, S. 868 f.
  35. Horst Mühleisen: Hellmuth Stieff und der deutsche Widerstand. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Heft 3, Juli 1991, S. 346 (PDF; 7,72 MB).
  36. Peter Hoffmann: Der militärische Widerstand in der zweiten Kriegshälfte 1942 bis 1944/45. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 223–247, hier: S. 237.
  37. Peter Hoffmann: Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Die Biographie. Pantheon, München 2007, ISBN 978-3-570-55046-5, S. 283.
  38. Fabian von Schlabrendorff: Offiziere gegen Hitler. Zürich, 1946, S. 73ff.
  39. Bodo Scheurig: Henning von Tresckow. Eine Biographie. Stalling, Oldenburg 1973, S. 141–144.
  40. Winfried Heinemann: Der Widerstand gegen das NS-Regime und der Krieg an der Ostfront. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 393–409, hier: S. 401.
  41. a b Peter Hoffmann: Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Die Biographie. Pantheon, München 2007, ISBN 978-3-570-55046-5, S. 238.
  42. Winfried Heinemann: Der Widerstand gegen das NS-Regime und der Krieg an der Ostfront. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 393–409, hier: S. 402.
  43. Peter Hoffmann: Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Die Biographie. Pantheon, München 2007, ISBN 978-3-570-55046-5, S. 392.
  44. a b Ines Reich: Potsdam und der 20. Juli 1944. Auf den Spuren des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Freiburg im Breisgau 1994, S. 95.
  45. Peter Hoffmann: Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Die Biographie. Pantheon, München 2007, ISBN 978-3-570-55046-5, S. 402.
  46. a b c d e Hans Mommsen: Die Stellung der Militäropposition im Rahmen der deutschen Widerstandsbewegung gegen Hitler. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 33–47, hier: S. 37.
  47. a b c Gerd R. Ueberschär: Generalmajor Henning von Tresckow. In: Ders. (Hrsg.): Hitlers militärische Elite. 68 Lebensläufe. Darmstadt 2015, S. 527–533, hier: S. 531.
  48. a b Peter Steinbach: Der militärische Widerstand und seine Beziehungen zu den zivilen Gruppierungen des Widerstandes. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 49–87, hier: S. 67.
  49. Hans Mommsen: Die Stellung der Militäropposition im Rahmen der deutschen Widerstandsbewegung gegen Hitler. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 33–47, hier: S. 40.
  50. Klaus-Jürgen Müller: Struktur und Entwicklung der national-konservativen Opposition. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 89–133, hier: S. 120.
  51. Ines Reich: Potsdam und der 20. Juli 1944. Auf den Spuren des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Freiburg im Breisgau 1994, S. 88.
  52. Ines Reich: Potsdam und der 20. Juli 1944. Auf den Spuren des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Freiburg im Breisgau 1994, S. 44.
  53. Christian Gerlach: Männer des 20. Juli und der Krieg gegen die Sowjetunion. In: Hannes Heer, Klaus Naumann (Hrsg.): Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941–1944. Hamburg 1995, ISBN 3-930908-04-2, S. 439–440.
  54. 217. Tag der Nürnberger Prozesse (30. September 1946) auf zeno.org
  55. Christian Gerlach: Kalkulierte Morde. Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik in Weißrußland 1941 bis 1944. Hamburger Edition, Hamburg, 2. Auflage der Studienausgabe 2012, S. 1104–1126, Zitat S. 1124f.
  56. a b Hans Mommsen: Die Stellung der Militäropposition im Rahmen der deutschen Widerstandsbewegung gegen Hitler. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 33–47, hier: S. 41.
  57. Winfried Heinemann: Der Widerstand gegen das NS-Regime und der Krieg an der Ostfront. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 393–409, hier: S. 403.
  58. Winfried Heinemann: Der Widerstand gegen das NS-Regime und der Krieg an der Ostfront. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 393–409, hier: S. 405.
  59. Johannes Hürter: Auf dem Weg zur Militäropposition. Tresckow, Gersdorff, der Vernichtungskrieg und der Judenmord Neue Dokumente über das Verhältnis der Heeresgruppe Mitte zur Einsatzgruppe B im Jahr 1941. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 52 (2004) Heft 3, S. 527–562, hier: S. 534. (PDF).
  60. Johannes Hürter: Auf dem Weg zur Militäropposition , S. 539ff. (Analyse des Dokuments) u. S. 552–556 (Abdruck des Dokuments).
  61. Hermann Graml: Massenmord und Militäropposition. Zur jüngsten Diskussion über den Widerstand im Stab der Heeresgruppe Mitte. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 54 (2006) Heft 1, S. 1–24, hier: S. 11 f. (PDF)
  62. Johannes Hürter und Felix Römer: Alte und neue Geschichtsbilder von Widerstand und Ostkrieg. Zu Hermann Gramls Beitrag „Massenmord und Militäropposition“. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 54 (2006) Heft 2, S. 301–322, hier S. 320 (PDF)
  63. Ines Reich: Potsdam und der 20. Juli 1944. Auf den Spuren des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Freiburg im Breisgau 1994, S. 77.
  64. Peter Steinbach: Vortrag zur Eröffnung der neugestalteten Ausstellung. »Aufstand des Gewissens« am 24. Februar 1999 in München, Kulturzentrum Gasteig. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 13–31, hier: S. 28.
  65. Zitiert nach: Bodo Scheurig: Henning von Tresckow. Eine Biographie. Oldenburg 1973, S. 184; Ines Reich: Potsdam und der 20. Juli 1944. Auf den Spuren des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Freiburg im Breisgau 1994, S. 13; Peter Hoffmann: Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Die Biographie. Pantheon, München 2007, ISBN 978-3-570-55046-5, S. 412 f.
  66. Klaus-Jürgen Müller: Struktur und Entwicklung der national-konservativen Opposition. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. Bonn 2000, S. 89–133, hier: S. 122.
  67. Bodo Scheurig: Henning von Tresckow. Eine Biographie. Stalling, Oldenburg 1973, S. 196.
  68. Gedenkstätte „Potsdam und der 20. Juli 1944“ in Potsdam