Bidon

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Bidon
Bidon (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département (Nr.) Ardèche (07)
Arrondissement Privas
Kanton Bourg-Saint-Andéol
Gemeindeverband Rhône aux Gorges de l’Ardèche
Koordinaten 44° 22′ N, 4° 32′ OKoordinaten: 44° 22′ N, 4° 32′ O
Höhe 48–402 m
Fläche 29,41 km²
Einwohner 251 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 9 Einw./km²
Postleitzahl 07700
INSEE-Code
Website www.bidon.fr

Ortsansicht

Bidon ist eine französische Gemeinde mit 251 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Ardèche. Die Bewohner werden Bidonais und Bidonaises genannt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt auf dem Hochplateau von Les Gras zwischen den Städten Bourg-Saint-Andéol am Ufer der Rhône, in zehn Kilometer erreichbar, und Vallon-Pont-d’Arc an der Ardèche, 15 Kilometer entfernt. Sie befindet sich im Bas Vivarais im Südosten des Départements.

Bidon gehört zum Weinanbaugebiet Côtes du Vivarais.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahlreiche Hünengräber, wie der Champmerveil und Menhire, sowie der Fund von Grabanlagen unter der Erde, weisen schon auf eine Besiedlung in der Antike hin.

Die Gemeinde war bis zum Ende des 18. Jahrhunderts Teil von Saint-Marcel-d’Ardèche und wurde erst 1780 endgültig unabhängig. Zum Streitfall im 19. Jahrhundert wurden die kommunalen Wälder. Der Graf von Rochemaure klagte gegen die Konsule, weil er einen Teil des Waldes abholzen und verarbeiten wollte. Die Gemeinde aber setzte sich vor allem für den Naturschutz und den Lebensraum vieler seltener Pflanzen und Tiere ein und bekam vor Gericht recht. Der Graf zog daraufhin seine Klage zurück.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2005 2018
Einwohner 25 29 32 59 69 112 145 246
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten und Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Bidon lebt vom Tourismus. Das alte Dorf ist beliebt für seine kleinen Gassen und die antiken Häuser aus weißem Kalkstein, sowie für seine Kirche aus dem 19. Jahrhundert. Im Gemeindegebiet liegen große Teile der Ardècheschluchten, die man von Aussichtspunkten, wie dem Fort de Madeleine, den Mauerüberresten von Le Garn und den Felsen von Castelvieil betrachten kann. Zu besichtigen ist die Grotte von Saint-Marcel-d’Ardèche, die zwar der gleichnamigen Gemeinde angehört, aber auf dem Territorium von Bidon liegt. 1228 schenkte Vierne de Baladun das Gebiet den Lehnsherren des Ortes.

Dolmen de Champ-Vermeil

Zu den Hauptattraktionen der Gemeinde zählt auch die Karsthöhle von Marzal, die man von einer eisernen Treppe aus erreicht und zahlreiche Stalagmiten und Stalaktiten beherbergt, die sich in den tunnelartigen Räumen gebildet haben.

Die Grotte de la Tête de Lion, ist eine Gruft, die 1963 entdeckt wurde. Ihr Innenraum ist mit goldenen Ornamenten und Wanddekorationen, sowie Bildern geschmückt. Ein zeitgemäßer Fußboden wurde erst vor wenigen Jahren verlegt und unterstützt die Wirkung der Verzierungen.

Bidon hat auch mehrere Museen zu bieten. Das Musée de l’Ardèche méridionale, veranschaulicht das Leben der Landleute vom Frühmittelalter bis heute. Es zeigt und erklärt landestypische Architektur, alte Kommunikationsmittel, Techniken der Wilderei, ehemalige Waldberufe, altertümliche Medizin und Hexenglaube. Dabei wird mit Fotos, Objekten, Ausstellungsmodellen und Rekonstruktionen gearbeitet. Das Musée de la Vie zeigt hingegen die Entwicklung des Lebens auf der Erde, vom Urknall bis zu den ersten Erscheinungsformen. Dazu werden Fossile ausgestellt und Diapanoramas benutzt. das Haus de la Réserve naturelle des Gorges de l’Ardèche, veranschaulicht den Besuchern Geologie, sowie Flora und Fauna der Umgebung. Eine Nachbildung der Schluchten und Tierrekonstruktionen werden dabei verwendet.

Der Wald von Bidon ist Teil des Naturschutzgebietes Ardèche, das 1980 gegründet wurde, 1570 Hektar groß ist und sich über acht verschiedene Kommunen erstreckt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bidon (Ardèche) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Communes. (Nicht mehr online verfügbar.) In: quid.fr. Ehemals im Original; abgerufen am 25. April 2022.@1@2Vorlage:Toter Link/www.quid.fr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)