Bio’s Bahnhof

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Das ehemalige Eisenbahndepot im Dezember 2011

Bio’s Bahnhof war der Titel einer von Alfred Biolek moderierten Unterhaltungsshow, die vom 9. Februar 1978 bis 28. Oktober 1982 in 30 Folgen aus der ehemaligen Depothalle der Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn live in der ARD ausgestrahlt wurde.[1] Die bühnentechnische Konzeption der Sendung hatte Biolek u. A. mit Dieter Flimm/Wolf Nöhren entwickelt.

1983 erhielt Biolek für die Sendung den Adolf-Grimme-Preis mit Gold.

Merkmale der Sendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonderheiten der Sendung waren neben einer für die damalige Zeit ungewöhnlichen Mischung von Stilrichtungen (Schlager, Pop, ebenso wie Folklore, Avantgarde und zeitgenössische Musik) unter anderem, dass (mit einer Ausnahme: Vicky Leandros wegen einer Erkältung in der ersten Sendung) sämtliche Künstler live sangen.

Alfred Biolek bewies (in Zusammenarbeit mit seiner Redaktion) ein außerordentliches Gespür für zukünftige Stars. So wie Biolek Herman van Veen schon im deutschen Sprachraum bekannt gemacht hatte, stellte er in Bio’s Bahnhof u. a. Sting, Helen Schneider und Kate Bush erstmals dem deutschen Publikum vor.

Der US-amerikanische Unterhaltungskünstler Sammy Davis junior sagte nach einem Auftritt in Bio’s Bahnhof: „I’ve been in show business for ... well, 53 years. [...] I must say that this is the most unique and wonderfully mixed television show I’ve ever had the pleasure of being in.“[2][3] (Ich bin seit ... ähm, 53 Jahren im Showgeschäft. [...] Ich muss sagen, dass dies die außergewöhnlichste und am wunderbarsten gemischte Fernsehshow ist, in der ich jemals habe auftreten dürfen.)

Bekannte Mitwirkende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gäste im „Bahnhof“ waren u. a.: Sammy Davis jr., Hildegard Knef, Adriano Celentano und Elke Sommer, Caterina Valente und Mario Adorf, Eberhard Schoener und The Police, Frank Bardelle, Klaus Nomi, Helen Schneider, Esther Ofarim und Angelo Branduardi, Angela Goos, Milva, Emil Steinberger, Haindling, Kate Bush, André Heller, Marvelli, Martha Mödl, The Wirtschaftswunder, Karlheinz Stockhausen, Pfuri, Gorps & Kniri, Udo Jürgens, Gitte Hænning, Barış Manço, Gilbert O’Sullivan, BAP, Kraftwerk, Mauricio Kagel, Iannis Xenakis, Udo Lindenberg, José Feliciano[4], Anke Engelke und die Limburger Domsingknaben.

Nachfolgesendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachfolgesendung hieß Bei Bio.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Norbert Thomas: Alfred Biolek und sein Bahnhof. Bertelsmann, München 1982, ISBN 3-570018-63-6

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Frechen, Hrsg.: Lebendiges Frechen, Zeitschrift der Stadt Frechen, Ausgabe 1/78, S.24–26
  2. Bio’s Bahnhof. 18. März 1982. Westdeutscher Rundfunk Köln.
  3. Reinhold Beckmann: Beckmann über Biolek: Großer Bahnhof, Süddeutsche.de, 9. Juli 2009
  4. KFBE: Bio’s Bahnhof. Abgerufen am 21. Januar 2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]