Bizau

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Bizau
Wappen von Bizau
Bizau (Österreich)
Bizau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bregenz
Kfz-Kennzeichen: B
Fläche: 21,09 km²
Koordinaten: 47° 22′ N, 9° 55′ O47.3688888888899.9233333333333681Koordinaten: 47° 22′ 8″ N, 9° 55′ 24″ O
Höhe: 681 m ü. A.
Einwohner: 1.039 (1. Jän. 2015)
Bevölkerungsdichte: 49 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6874
Vorwahl: 05514
Gemeindekennziffer: 8 02 06
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchdorf 340
6874 Bizau
Website: www.bizau.co.at
Politik
Bürgermeister: Josef Bischofberger
Gemeindevertretung: (2015)
(15 Mitglieder)
Mehrheitswahl
Lage der Gemeinde Bizau im Bezirk Bregenz
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Über dieses Bild
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Gemeinde Bizau
Gemeinde Bizau
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Hirschbergbahnen

Bizau ist eine Gemeinde mit 1039 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) im Bezirk Bregenz im österreichischen Bundesland Vorarlberg.

Namensherleitung[Bearbeiten]

Der Name „Bizau“ (mhd: „Bützow“, mundartlich: „Büzau“ oder „Büza“) ist zweigeteilt. Der erste Namensteil „Biz“ soll sich aus dem mhd. „bütze“ für „Lache“/“Pfütze“ ableiten. Der zweite Namensteil „au“ hat im Auwald seine Wurzeln.[1]

Bizau wäre somit als die Pfützen-Au zu verstehen.

Geografie[Bearbeiten]

Bizau liegt im Bregenzerwald, südöstlich des Bodensees auf 681 Metern Höhe. 42,7 % der Fläche sind bewaldet, 23,8 % der Fläche sind Gebirgsanteil der Alpen. Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden in Bizau.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde Bizau hat eine gemeinsame Gemeindegrenze mit vier anderen Vorarlberger Gemeinden, die alle ebenso wie Bizau im politischen Bezirk Bregenz liegen. Die längste gemeinsame Gemeindegrenze hat Bizau im Norden mit der Marktgemeinde Bezau, zudem grenzen auch die Gemeinden Au, Schnepfau und Reuthe an Bizau. (Angabe der Gemeinden im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden)

Schönenbach[Bearbeiten]

Das etwa 8 Kilometer von Bizau entfernt auf Bezauer Gemeindegebiet liegende Vorsäß Schönenbach ist vor allem für die Schneckenlochhöhle und sein Ferienheim bekannt. Für Bizau hat dieses eigentlich zu Bezau gehörende Vorsäß deshalb eine besondere Bedeutung, da es nur über das Bizauer Gemeindegebiet verkehrstechnisch erreichbar ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Erwähnung des Orts geschah in einer Urkunde Goswin von Ems' aus dem Jahr 1297 . Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Bizau seit der Gründung 1861. Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Bizau wurde am 16. Februar 1929 von der Vorarlberger Landesregierung verliehen und zeigt in einem von Silber über Rot geteilten Schild sich aus grünem Rasenboden erhebend drei natürliche Tannen. Die mittlere Tanne etwas höher als die beiden äußeren. In der Originalfassung umgibt den Schild eine ornamentierte bronzefarbige Randeinfassung.[2] Die (entwurzelte) Tanne war ein Symbol, welches in früherer Zeit fast alle Bregenzerwälder Gemeinden geführt haben.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Der Ausländeranteil lag Ende 2002 bei 6,7 Prozent.

Politik[Bearbeiten]

Die Bizauer Gemeindevertretung besteht aus 15 Mitgliedern. Die Wahl erfolgte bei der Gemeindevertretungswahl 2015 nicht per Listen, sondern per Mehrheitswahl. Bürgermeister der Gemeinde ist Josef Bischofberger.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Es gibt den Barfußpfad Bizauer Moos, welcher vom Ort heraus erreichbar ist. Darauf können die unterschiedlichen Bodenarten und Gräserarten erwandert und im angrenzenden Bachbett des Ulvenbachs die Lebensräume verschiedener Wasserpflanzen und Wasserlebewesen erkundet werden.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bizau

Bauwerke[Bearbeiten]

Hirschbergbahnen Bizau

1970 kam auch in Bizau der touristische Aufschwung mit dem Bau der Hirschbergbahnen an. Auf 1436m wurde ein Panoramarestaurant von Leopold Kaufmann geplant und errichtet. Hierbei wurde die mit der Bahn verbundene Kreisbewegung zur Grundlage des Entwurfs genommen. In den weiteren Jahren wurde von der Bizauer Schiliftgesellschaft m.b.H. & Co. KG drei weitere Schlepplifte sowie die Sommerrodelbahn errichtet. Aufgrund eines Konkursverfahrens sind die Bahnen derzeit außer Betrieb.

Pfarrkirche Hl. Valentin

Die Pfarrkirche befindet sich im Kirchdorf und geht bis auf das Jahr 1472 zurück. Die frühere Kapelle wurde über die Jahrhunderte immer weiter zur Kirche ausgebaut und mit einem Geläut ausgestattet.


Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Am Ort gab es im Jahr 2003 23 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 123 Beschäftigten und 8 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 407. Tourismus und Fremdenverkehr – im Besonderen die Sommerrodelbahn am Hirschberg – sind wichtig für den Ort. Im Tourismusjahr 2001/2002 gab es insgesamt 31.084 Übernachtungen.

Bildung[Bearbeiten]

In Bizau gibt es einen Kindergarten und eine Schule mit (Stand im Januar 2003) 60 Schülern.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bizau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Josef Zehrer in „Bersbuch, Bezau, Bizau“, in „Montfort Vierteljahresschrift für Geschichte und Gegenwart Vorarlbergs“, 35. Jg., 1983, Heft 2, S. 185 f, online.
  2. Wappenurkunde