Gaißau

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Vorarlberg. Der gleichnamige Ort und Schigebiet im Bundesland Salzburg gehört zur Gemeinde Krispl und ist unter Krispl zu finden.
Gaißau
Wappen von Gaißau
Gaißau (Österreich)
Gaißau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bregenz
Kfz-Kennzeichen: B
Fläche: 5,79 km²
Koordinaten: 47° 28′ N, 9° 36′ OKoordinaten: 47° 27′ 58″ N, 9° 35′ 51″ O
Höhe: 400 m ü. A.
Einwohner: 1.819 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 314 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6974
Vorwahl: 05578
Gemeindekennziffer: 8 02 14
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstraße 3
6974 Gaißau
Website: www.gaissau.at
Politik
Bürgermeister: Reinhold Eberle (ÖVP)
Gemeindevertretung: (2015)
(18 Mitglieder)
12
3
3
12 
Von 18 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Gaißau im Bezirk Bregenz
Alberschwende Andelsbuch Au Bezau Bildstein Bizau Bregenz Buch Damüls Doren Egg Eichenberg Fußach Gaißau Hard Hittisau Höchst Hörbranz Hohenweiler Kennelbach Krumbach Langen bei Bregenz Langenegg Lauterach Lingenau Lochau Mellau Mittelberg Möggers Reuthe Riefensberg Schnepfau Schoppernau Schröcken Schwarzach Schwarzenberg Sibratsgfäll Sulzberg Warth Wolfurt VorarlbergLage der Gemeinde Gaißau im Bezirk Bregenz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Ortsbild aus südlicher Richtung
Ortsbild aus südlicher Richtung
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Kirchdorf mit Pfarrkirche Gaißau

Gaißau ist eine Gemeinde mit 1819 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Nordwesten des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gaißau liegt zwischen dem in Mäandern dahinfließenden Alten Rhein und dem Bodensee, direkt an der Landesgrenze zur Schweiz zwischen 400 Metern Höhe im Ortszentrum und 396 Metern am Bodenseeufer. 7,7 % der Fläche sind bewaldet. Von den 532 ha Gesamtfläche sind 179 ha Gewässeranteil.

Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden in Gaißau.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch ihre Lage im äußersten Westen des Rheindeltas grenzt die Gemeinde Gaißau an drei Schweizer und eine österreichische Gemeinde sowie an den Bodensee. Im Osten grenzt Gaißau an die ebenfalls im Bezirk Bregenz liegende Gemeinde Höchst an, im Westen an die Gemeinden Thal, Rheineck und St. Margrethen im schweizerischen Kanton St. Gallen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erstmalige urkundliche Erwähnung von Gaißau fand um 900 n. Chr. in einer Beschreibung des Gemeindebezirkes "Mark der Höchster" statt.

Genauere Bezeichnungen über "Gaysowe" beginnen erst im 14. Jahrhundert, als die Au zwischen Rheineck (heute auf dem Gebiet der Schweiz), St. Margrethen und Höchst zur "Mark Höchst" gehörend, über die Grafen von Feldkirch zu Österreich kam. Nach den neuesten Geschichtsforschungen ist erwiesen, dass "Gaißow bi Rinegg" ein Doppelhof war.

Der Name Gaißau entstand um 1400 und steht seitdem für das heutige Gemeindegebiet.

Wechselnder Besitz und Zugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprünglichen Besitzer waren die Herren von Rheineck, später ging der Besitz an das Kloster St. Gallen über. Auch nach dem Frieden von Basel im Jahre 1499 behielt das Kloster St. Gallen die meisten Rechte bis zur Auflösung 1798. Im Archiv des Klosters ist zu lesen: "Gaißawer gehörent zue Höchst in die Pfarrkirchen, zue Bregentz in Krieg, zue Rorschach ins Gricht, zue Gaißaw in Kirchhoff, zu Veldtkich an Galgen."

Seit 1500 ist Gaißau jedoch eigenständig. 1755 bestätigte der Abt von St. Gallen die Gemeindeordnung, hatte jedoch das letzte Wort bei Gemeindebeschlüssen. 1798 wechselte Gaißau endgültig unter die vollständige Hoheit Österreichs.

Jüngere Änderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wurde die Gemeinde vor 1934 von einem Ammann, Hauptmann oder Vorsteher geleitet, so war dies ab 1934 ein Bürgermeister.

Bis zum 31. Dezember 1929 war Gaißau der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch und dem Bezirksgericht Dornbirn zugeordnet, wechselte aus verkehrstechnischen Gründen am 1. Jänner 1930 aber in die Zuständigkeit der Bezirkshauptmannschaft und des Bezirksgerichtes Bregenz. Von 1938 bis 1946 war Gaißau mit den Nachbargemeinden Fußach und Höchst in der Gemeinde Rheinau zusammengeschlossen.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der Ausländeranteil lag Ende 2002 bei 11,5 Prozent.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Gaißau besteht aus 18 Mitgliedern. Nach der Gemeindevertretungswahl 2015 entfallen auf die ÖVP 12 Mandate und auf die FPÖ sowie die SPÖ je 3 Mandate. Als Bürgermeister der Gemeinde wurde Reinhold Eberle von der Volkspartei mit einer Zustimmungsquote von 84,06 % in der Bürgermeisterdirektwahl wiedergewählt.[1]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grenzübergang Gaißau/Rheineck auf der österreichischen Seite des Alten Rheins

In Gaißau gab es im Jahr 2003 17 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 237 Beschäftigten und 9 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 551. Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle. Der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen an der Gesamtfläche liegt bei 48,3 %.

Gaißau, Pfarrgemeindehaus und Kirche St. Othmar
Gaißau führt die Landesstraße 19, die Gaißauer Straße, die in Höchst von der L202 Schweizer Straße abzweigt und bis zum Grenzübergang führt. Der Grenzübergang Gaißau/Rheineck über den Alten Rhein ist ein eher kleinerer Grenzübergang zwischen Österreich und der Schweiz. Es handelt sich um die nördlichste Grenzübertrittsmöglichkeit an der Grenze zwischen Vorarlberg und der Schweiz.

In Gaißau gibt es (Stand Januar 2003) 99 Schüler. Zusätzlich gibt es auch noch einen Kindergarten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gaißau

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gaißau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliches Wahlergebnis im Internetauftritt der Vorarlberger Landeswahlbehörde.