Langenegg

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Langenegg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Langenegg
Langenegg (Österreich)
Langenegg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bregenz
Kfz-Kennzeichen: B
Hauptort: Oberlangenegg
Fläche: 10,47 km²
Koordinaten: 47° 28′ N, 9° 54′ OKoordinaten: 47° 28′ 5″ N, 9° 53′ 49″ O
Höhe: 700 m ü. A.
Einwohner: 1.133 (1. Jän. 2020)
Bevölkerungsdichte: 108 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6941
Vorwahl: 05513
Gemeindekennziffer: 8 02 23
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bach 127
6941 Langenegg
Website: www.langenegg.at
Politik
Bürgermeister: Thomas Konrad
Gemeindevertretung: (Wahljahr: 2020)
(15 Mitglieder)
15
15 
Insgesamt 15 Sitze
  • Bürgerliste Langenegg: 15

Lage von Langenegg im Bezirk Bregenz
AlberschwendeAndelsbuchAuBezauBildsteinBizauBregenzBuchDamülsDorenEggEichenbergFußachGaißauHardHittisauHöchstHörbranzHohenweilerKennelbachKrumbachLangen bei BregenzLangeneggLauterachLingenauLochauMellauMittelbergMöggersReutheRiefensbergSchnepfauSchoppernauSchröckenSchwarzachSchwarzenbergSibratsgfällSulzbergWarthWolfurtVorarlbergLage der Gemeinde Langenegg im Bezirk Bregenz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick auf das Kirchdorf von Langenegg
Blick auf das Kirchdorf von Langenegg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Kirchdorf von Norden
Typisches Bregenzerwälderhaus in Langenegg

Langenegg ist eine Gemeinde mit 1133 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020) im österreichischen Bundesland Vorarlberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langenegg liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Bregenz südöstlich des Bodensees. 38,6 % der Fläche sind bewaldet. Der Ort ist Mitglied des deutsch-österreichischen Gemeinschaftprojekts Naturpark Nagelfluhkette.

Langenegg gliedert sich in die Katastralgemeinden Oberlangenegg und Unterlangenegg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Langenegg grenzt an fünf andere Vorarlberger Gemeinden. Diese ebenfalls im Bezirk Bregenz liegenden Gemeinden sind im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, Doren, Krumbach, Hittisau, Lingenau und Alberschwende.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Langenegg seit der Gründung 1861. Bis zum Jahr 1924 war die heutige Gemeinde Langenegg in zwei Ortsgemeinden aufgeteilt: Oberlangenegg und Unterlangenegg. Diese beiden Gemeinden fusionierten mit 1. Jänner 1924 zur neuen Gemeinde Langenegg.[1] Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich. Am 6. Juli 2010 wurde Langenegg Sieger des Wettbewerbs um den 11. Europäischen Dorferneuerungspreis.

In der Biedermeierzeit soll in Unterlangenegg (Gfäll) eine salinische Eisenquelle als Heilquelle genutzt worden sein, um chronische Ausschläge und Geschwüre zu heilen.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Der Ausländeranteil lag 2002 bei 7,1 %.

Die starke Zunahme der Bevölkerungszahl nach 1981 geht auf eine positive Geburtenbilanz und eine positive Wanderungsbilanz zurück. Nach 2001 wurde die Geburtenbilanz negativ, dies wurde aber durch die Zuwanderung ausgeglichen.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skulpturenweg Langenegg

2007 und 2009 haben sich jeweils neun Künstler aus Österreich, Italien, Deutschland und der Schweiz einem Baum der Wahl – noch im Walde stehend, liegend als Stamm oder in Form von Holzspänen gewidmet. Insgesamt 18 Skulpturen sind entstanden und können entlang der Bahntrasse der Wälderbahn wie an einer Perlenschnur aufgereiht besichtigt werden. Eine dazugehörige Beschreibung als Prospekt ist im dortigen Tourismusbüro erhältlich.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Langenegg

Gemeindewappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindewappen entstand im Jahre 1969 nach einem Entwurf des Schrunser Künstlers und Heraldikers Konrad Honold.

Das Wappen zeigt auf silbernem Grund zwei verschlungene grüne Lindenzweige mit je zwei Blättern. Es wurde am 22. Juli 1938 verliehen.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Langenegger Gemeindevertretung besteht aus 15 Mitgliedern. Bei der Gemeindevertretungswahl 2020 wurden die Mandatare der einzig antretenden Liste, der Bürgerliste Langenegg, gewählt. Bürgermeister der Gemeinde ist seit September 2020 Thomas Konrad.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ort gab es im Jahr 2003 16 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 92 Beschäftigten und vier Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 429. Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle. Der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen an der Gesamtfläche liegt bei 54,6 %.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ort gibt es eine Schule mit 107 Schülern (Stand November 2006) und einen Kindergarten.

Energie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langenegg gehört zu den 24 Gemeinden in Österreich (Stand 2019), die mit der höchsten Auszeichnung des e5-Gemeinden Energieprojekts ausgezeichnet wurden. Das e5-Gemeinde-Projekt soll die Umsetzung einer modernen Energie- und Klimapolitik auf Gemeindeebene fördern.[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Langenegg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kundmachung der Vorarlberger Landesregierung vom 19. Oktober 1923, betreffend die Vereinigung der Gemeinden Ober- und Unterlangenegg. LGBl. Nr. 66/1923
  2. Christoph Vallaster: Kleines Vorarlberger Heilbäderbuch, S. 141.
  3. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Langenegg, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 25. März 2019.
  4. Cornelia Albertani, Ulrich Nachbaur: Vorarlberger Gemeindewappenregistratur. Hrsg.: Vorarlberger Landesarchiv. 3. Auflage. Bregenz 2011, ISBN 978-3-902622-17-4, S. 33 (vorarlberg.at [PDF]).
  5. e5-Gemeinden in Österreich Stand März 2019