Hohenweiler

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Hohenweiler
Wappen Österreichkarte
Wappen von Hohenweiler
Hohenweiler (Österreich)
Hohenweiler
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bregenz
Kfz-Kennzeichen: B
Fläche: 8,42 km²
Koordinaten: 47° 35′ N, 9° 47′ OKoordinaten: 47° 35′ 18″ N, 9° 46′ 53″ O
Höhe: 503 m ü. A.
Einwohner: 1.271 (1. Jän. 2018)
Bevölkerungsdichte: 151 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6914
Vorwahl: 05573
Gemeindekennziffer: 8 02 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 41
6914 Hohenweiler
Website: www.hohenweiler.at
Politik
Bürgermeister: Wolfgang Langes
Gemeindevertretung: (2015)
(15 Mitglieder)
15
15 
Insgesamt 15 Sitze
  • Überparteiliche Bürgerinnen- und Bürgerliste Hohenweiler: 15
Lage von Hohenweiler im Bezirk Bregenz
AlberschwendeAndelsbuchAuBezauBildsteinBizauBregenzBuchDamülsDorenEggEichenbergFußachGaißauHardHittisauHöchstHörbranzHohenweilerKennelbachKrumbachLangen bei BregenzLangeneggLauterachLingenauLochauMellauMittelbergMöggersReutheRiefensbergSchnepfauSchoppernauSchröckenSchwarzachSchwarzenbergSibratsgfällSulzbergWarthWolfurtVorarlbergLage der Gemeinde Hohenweiler im Bezirk Bregenz (anklickbare Karte)
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Gemeinde Hohenweiler
Gemeinde Hohenweiler
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Hohenweiler ist die nördlichste Gemeinde des österreichischen Bundeslands Vorarlberg und hat 1271 Einwohner (Stand 1. Jänner 2018).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Hohenweiler liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Bregenz nördlich des Bodensees auf 503 Metern Höhe. 44,2 % der Fläche sind bewaldet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort grenzt südlich bzw. südöstlich an die ebenfalls im Bezirk Bregenz liegenden Gemeinden Hörbranz und Möggers sowie nördlich bzw. nordwestlich an die deutsche Gemeinde Sigmarszell im Landkreis Lindau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Gmündmühle fanden sich Reste eines römischen Burgus, ein turmartiges Gebäude, das zur Verstärkung der Grenzbefestigung zwischen den Kastellen im Abstand von etwa 1,5 bis 2 Kilometer, mit einer fast quadratischen Grundfläche von 10 bis 12 Metern Seitenlänge errichtet wurde.[1]

Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich.

Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Hohenweiler seit der Gründung 1861.

Am 29. April 1945 überschritten französische Truppen die Vorarlberger Grenze bei Lochau und Hohenweiler. Von 1945 bis 1955 war der Ort Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ausländeranteil lag 2007 bei 10,0 Prozent.

Die Bevölkerungszahl stieg von 1981 bis 2001 stark, da sowohl die Geburtenbilanz als auch die Wanderungsbilanz positiv waren. Nach 2001 blieb die Geburtenbilanz positiv, der Wegzug aus der Gemeinde war jedoch stärker als der Zuzug.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 15 Mitgliedern, die alle der Überparteilichen Bürgerinnen- und Bürgerliste Hohenweiler (einzige Liste, die bei der Gemeindevertretungswahl 2015 kandidierte) angehören. Bürgermeister ist Wolfgang Langes.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster Maria Stern (Gwiggen)
Gmündmühle (1740) im Ortsteil Gmünd
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hohenweiler
  • Katholische Pfarrkirche Hohenweiler hl. Georg
  • Abtei Mariastern Gwiggen: Das Kloster wurde erbaut 1895 von Laurentius Wocher, der von 1893 bis 1895 als Abt der Mehrerau tätig war. Im Gegensatz zu den Kirchen in Frastanz oder Silbertal zeigt es eine Art voralpine Gotik, die sich nur auf eine gotische Grundstruktur bezieht und ohne Pathos auskommt.
  • Gmündmühle: Unmittelbar an der Mündung des Grenzbachs Rickenbach zu Bayern in die im weiteren Verlauf ebenfalls der Grenzlinie folgenden Leiblach liegt der Ortsteil Gmünd. Gegenüber auf bayerischer Seite steht ein mittelgroßes Sägewerk, wenige Meter entfernt diesseits auf Vorarlberger Seite das malerische Gasthaus mit Pension „Gmündmühle“. Es ist ein Fachwerkhaus, das um 1740 erbaut und danach um weitere Wirtschaftsgebäude ebenfalls in Fachwerkbauweise erweitert wurde. Die Einrichtung des Lokals entspricht größtenteils noch der ursprünglichen Ausstattung. Eine besondere Rarität sind zwei in Holzwände eingebaute Wanduhren, von denen die ältere (um 1760) noch funktionstüchtig ist.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 gab es im Ort 79 Arbeitsstätten mit insgesamt 158 Beschäftigten.[3]

Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle. Der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen an der Gesamtfläche liegt bei 48,8 %.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hohenweiler gibt es einen Kindergarten, eine Volksschule und eine Musikschule.[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde
  • Alwin Arnegger (* 6. Februar 1883 in Hohenweiler; † 26. April 1916 in München), Porträt- und Landschaftsmaler
  • Joseph Greissing (* 9. Januar 1664 in Hohenweiler; † 12. Dezember 1721 in Würzburg), Hofbaumeister in Würzburg sowie Lehrmeister und Amtsvorgänger von Balthasar Neumann

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hohenweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Römer an Bodensee und Allgäu. S. 13–16, hier S. 14. In: Werner Dobras: Chronologie des Landkreises Lindau. Verlag W. Eppe, 1985, ISBN 3-89089-004-0.
  2. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Hohenweiler, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 25. März 2019.
  3. Land Vorarlberg, Arbeitsstättenzählung. Abgerufen am 25. März 2019.
  4. Gemeinde Hohenweiler, Institutionen. Abgerufen am 25. März 2019.