Bockenem

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bockenem
Bockenem
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bockenem hervorgehoben
Koordinaten: 52° 1′ N, 10° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Hildesheim
Höhe: 110 m ü. NHN
Fläche: 109,04 km²
Einwohner: 9731 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31167
Vorwahl: 05067
Kfz-Kennzeichen: HI, ALF
Gemeindeschlüssel: 03 2 54 008
Adresse der
Stadtverwaltung:
Buchholzmarkt 1
31167 Bockenem
Webpräsenz: www.bockenem.de
Bürgermeister: Rainer Block (Parteilos)
Lage der Stadt Bockenem im Landkreis Hildesheim
Landkreis Hildesheim Niedersachsen Landkreis Holzminden Landkreis Northeim Landkreis Goslar Landkreis Wolfenbüttel Salzgitter Landkreis Hameln-Pyrmont Region Hannover Landkreis Peine Landwehr Winzenburg Everode Freden (Leine) Lamspringe Coppengrave Harbarnsen Sehlem Sehlem Neuhof Woltershausen Adenstedt Bockenem Alfeld (Leine) Duingen Sarstedt Algermissen Harsum Giesen Nordstemmen Hildesheim Elze Betheln Gronau Gronau Eime Diekholzen Despetal Diekholzen Schellerten Schellerten Söhlde Bad Salzdetfurth Holle Weenzen Marienhagen Hoyershausen Banteln Rheden Brüggen Eberholzen Sibbesse Westfeld AlmstedtKarte
Über dieses Bild

Bockenem [ˈboːkənəm] ist eine Stadt im Zentrum des Ambergaus, die im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen (Deutschland) liegt.

Am 1. Januar 2015 lebten in der Kernstadt Bockenem 4.300 Einwohner und im gesamten Stadtgebiet mit allen angeschlossenen Stadtteilen waren es 10.428.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bockenem und die zu seinem Stadtgebiet gehörenden umliegenden Ortschaften liegen im Ambergau. Dieser misst etwa 9 mal 10 Kilometer und ist Teil der Beckenlandschaft des nordwestlichen Harzvorlandes. Durchflossen wird das Ambergaubecken in Süd-Nord-Richtung von der Nette und begrenzt auf seiner Nordseite vom Rees-Wein-Buchberg- Zug, im Süden vom Jerzer Höhenzug, im Osten vom Hainberg und der Braunen Heide und im Südwesten von der Harplage. Die Entfernung auf der Bundesstraße B 243 zur Harzrandstadt Seesen im Süden beträgt 16 Kilometer und die nach Norden in die Bischofsstadt Hildesheim, die zugleich Sitz des Landkreises ist, 25 Kilometer.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das politische Gebilde der heutigen Stadt Bockenem entstand am 1. März 1974 im Zuge der damaligen Gebiets- und Verwaltungsreform. Dabei wurde die selbständige Stadt Bockenem mit allen umliegenden Dörfern im Ambergau zusammengelegt und gleichzeitig die bis dahin bestehende politische Teilung dieses Gebietes in einen Hildesheimer Ambergau links und einen braunschweigischen rechts der Nette beseitigt. Zu Bockenem gehören die folgenden dörflichen Ortschaften (in Klammern ihre Einwohnerzahl am 1. Januar 2015): Bönnien (472), Bornum (1161), Bültum (136), Groß Ilde (196), Hary (339), Jerze (175), Klein Ilde (61), Königsdahlum (372), Mahlum (493), Nette (421), Ortshausen (236), Schlewecke (562), Störy (230), Upstedt (217), Volkersheim (853), Werder (118) und Wohlenhausen (86).

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bockenems politische Nachbargemeinden sind im Norden Holle, im Süden, Seesen, im Westen Lamspringe und im Nordwesten Bad Salzdetfurth, im Osten Lutter am Bbge.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bockenem und der gesamte Kernraum des Ambergaus gehören hinsichtlich ihrer frühen Siedlungsgeschichte in die erste Landnahmezeit vor 600 n.Chr. Die erste schriftliche Nennung des Dorfes bukenem datiert aus dem Jahre 1154, als in ihm dem Goslarer Kloster Riechenberg Besitz bestätigt wurde. Eine zeitlich frühere Angabe aus dem Jahr 1131 mit der frühere Besitzansprüche geltend gemacht werden sollten, hat sich als Fälschung erwiesen. Die frühen Schreibungen des Ortsnamens sind bukenem, bukeneím, bokenum und bukenem. Interpretiert werden sie als „Heimstatt in einem Buchenwald“. Die Aufwertung des zentral im Ambergau gelegenen Dorfes Bockenem zu einer Stadt erfolgte innerhalb eines längeren Prozesses. Er endete am 16. Oktober des Jahres 1300 mit der Stadtrechtsverleihung nach Hildesheimer- und Goslarer- Recht durch die Grafen Konrad I und Johann I von Wohldenberg. Bereits 1314 verkaufte jedoch Johann I von Wohldenberg seine junge Stadt an den Hildesheimer Bischof Heinrich II. Zuvor hatte er das Lehensrecht der Wohldenberger dem Reichskloster Gandersheim gegenüber am 15. März 1314 gekündigt.

Von jenem Jahr 1314 an gehörte Bockenem bis 1523 zum Fürstbistum Hildesheim. Seine Lage an dessen südlicher Grenze gegen das Gebiet des Herzogtums Braunschweig bewirkte in den Folgejahrzehnten einen schnellen inneren Ausbau und den Bau einer Befestigung mit Stadtmauer, Türmen, Wall und Graben. Das von der Stadtmauer umschlossene Gebiet maß etwa 400mal 400 Meter. Im Verlauf des 14. und 15. Jahrhunderts erlebte die Stadt mit der Bildung von zahlreichen Gilden auch wirtschaftlich einen Aufschwung. Handelsverbindungen bestanden vorwiegend nach Hildesheim und Braunschweig. Ihrer wirtschaftlichen und politischen Bedeutung entsprechend trat die Stadt am 10. April 1427 dem Verbund der Sächsischen Hanse bei.

Diese positive Entwicklung, die gleichsam als Blütezeit bezeichnet werden kann, endete mit dem Ausbruch der Hildesheimer Stiftsfehde 1519, in welcher sich das Bistum Hildesheim und das Herzogtum Braunschweig gegenüberstanden. Der Krieg zog sich drei Jahre hin und hinterließ schwere Schäden. Für Bockenem kam 1522 ein Stadtbrand hinzu, der dreiviertel aller Gebäude einäscherte. Beim Friedensschluss des Jahres 1523 gelangte Bockenem an das Herzogtum Braunschweig, wo es bis 1643 verblieb. In dieser Zeit wurde die Stadt nach einer am 19. Oktober 1542 erfolgten Visitation de Reformators Johannes Bugenhagen protestantisch. In diese Braunschweiger Zeit fiel der 30-jährige Krieg, der für die Stadt und ihr Umland erhebliche Zerstörungen hinterließ, von ihr hohe Kontributionen forderte und obendrein die Pest brachte. Die Bevölkerung verringerte sich um ein Drittel. Nach einem am 9. April 1643 geschlossenen Sonderfrieden fiel Bockenem zusammen mit den westlich der Nette gelegenen Dörfern zurück an das Bistum Hildesheim, während die sechs Dörfer rechts des Flusses bei Braunschweig verblieben. Diese politische Teilung des Ambergaus dauerte bis 1974.

Die nachfolgende Periode bis etwa 1850 brachte in den Jahren 1685, 1785 und 1847 schwerste Stadtbrände, welche die Stadt in ihrer Entwicklung immer wieder zurückwarfen, womit sie an Bedeutung verlor. Die Folgen des Brandes vom 9. April 1847, bei dem 235 der 325 Wohngebäude völlig eingeäschert wurden, waren erst um 1870 wieder behoben. Von da an setzte wieder ein Aufschwung ein, doch der Ackerbürgercharakter Bockenems blieb weiterhin erhalten. Mit der Turmuhrenfabrik Weule, einer Zucker- und einer Konservenfabrik entstanden die ersten Industriebetriebe, und 1887 erhielt die Stadt den Anschluss an die Bahnverbindung zwischen Derneburg und Seesen. Die Wohnbebauung ging erst ab 1870 über die vormalige mittelalterliche Stadtbefestigung hinaus. Die Einwohnerzahl erreichte in jener Zeit 1.900 Personen und stieg bis zur Jahrhundertwende auf etwa 2.400.

In seiner Mittellage zwischen Seesen und Hildesheim erhielt Bockenem seinen Charakter als Kleinstadt auch weiterhin bei. In der Zeit des Nationalsozialismus galt es als eine Hochburg der Bewegung. Die Folgen des Zweiten Weltkrieges brachten eine Verdoppelung der Bevölkerung, die Insolvenz der bis dahin prägenden großen Betriebe, doch auch zahlreiche Neugründungen und ab den sechziger Jahren einen erheblichen Siedlungsausbau. In den letzten zwei Jahrzehnten leidet die Stadt unter dem stattfindenden demographischen Wandel, dem damit verbundenen Bevölkerungsverlust, der Abwanderung jüngerer Personen und erheblichen Einbrüchen des traditionellen Geschäftslebens.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung der Stadt Bockenem
Jahr Einwohner
1530 ca. 1200
1578 ca. 1400
1663 ca. 900
1785 1407
1803 1734
Jahr Einwohner
1823 1992
1885 1974
1905 2435
1910 2412
1939 2418
Jahr Einwohner
1950 4587
1972 4376
2000 5100
2010 4349
2015 4300

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In religiöser Hinsicht gehört das Gros der Einwohnerschaft der evangelisch-lutherischen Kirche an. Räumlicher Mittelpunkt ist das Kirchenareal hinter dem Markt auf dem Papenberg mit St.Pankratius, dem Gemeindehaus und der vormaligen Superintendentur, in welcher sich die Wohnung des Stadtpfarrers und das Kirchengemeindebüro befinden. Die kleine katholische Gemeinde wird mittlerweile vom Pfarramt Seesen aus betreut. In der St.Clemens-Kirche im Straßenzug Am Alten Friedhof finden jedoch weiterhin Gottesdienste statt. Kleinere Gemeinschaften bestehen in der Kernstadt mit der Neuapostolischen Kirche und den Adventisten und in Bornum mit einer Freien Christengemeinde. Die evangelisch-lutherischen Gemeinden auf den Dörfern haben strukturelle Veränderungen durchmachen müssen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2011 ergab das folgende Ergebnis:

Gemeindewahl 2011[2]
 %
50
40
30
20
10
0
42,5 %
40,1 %
8,7 %
4,0 %
2,5 %
2,2 %
Anmerkungen:
e Die Unabhängigen
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
Rat der Stadt Bockenem
Fraktion/Gruppe CDU SPD UWG GRÜNE LINKE Unabhängige Gesamt
Sitze 11 10 2 1 1 1 26
Stimmenanteil 42,52 % 40,13 % 8,70 % 3,95 % 2,24 % 2,45 % 100 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum hauptamtlichen Bürgermeister bestimmte die Bevölkerung Rainer Block (Parteilos)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Stadt Bockenem zeigt einen Schild, gespalten von Gold und Rot, überdeckt mit einem unten gezinnten silbernen Schrägbalken.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerschaften zu anderen Städten bestehen mit dem britischen Thornbury, dem polnischen Zawadzkie und mit Güntersberge in Sachsen-Anhalt im Ostharz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turmuhrenmuseum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turmuhrenmuseum am Markt

Das Turmuhrenmuseum am Markt beherbergt Exponate aus der Produktion der vormaligen Bockenemer Fabrik Weule.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Fachwerkstadt mit einer Substanz, die fast durchweg aus der Zeit nach 1847 stammt, ist Bockenem seit 1990 Mitglied im Städteverband „Deutsche Fachwerkstraße“. Hier ist sie ein Stop auf der Regionalstrecke „Von der Elbe zum Harz“. Die herausragenden Sehenswürdigkeiten in der historischen Altstadt sind der Markt, die Stadtkirche St.Pankratius, das Turmuhrenmuseum, die ehemalige Superintendentur und im Straßenzug Winkel die Heiliggeistkapelle und das daneben stehende vormalige Beguinenhaus.

Die gotische Hallenkirche St.Pankratius entspricht in ihrer äußeren Gestalt dem am 16. September 1403 geweihten Gotteshaus. Beim Stadtbrand des Jahres 1847 vernichtet, erfolgte der Wiederaufbau 1850, die letzte Renovierung 2013/14.

Die vormalige Superintendentur ist das älteste profane Anwesen der Stadt. Sie stammt aus dem Jahr 1523 mit einem Anbau aus 1584. Der mit reichem Balkenschnitzwerk und mit in verschiedenen Mustern gesetzten Gefachen versehene Bau steht ebenso wie große Teile der gesamten Altstadt unter Denkmalschutz. Das Gebäude beherbergte 1626 im 30-jährigen Krieg den kaiserlichen General Tilly und später wahrscheinlich auch Wallenstein.

Im Südwesten der Altstadt lag das ehemalige mittelalterliche Dorf. Auf seinem Platz entstanden um 1350 die Heiliggeistkapelle und das Beguinenhaus, das bis in die jüngste Zeit hinein ältere alleinstehende Frauen beherbergte. Bedeutende Sehenswürdigkeiten der umliegenden dörflichen Ortschaften bestehen mit dem historischen Hochofen auf der ehemaligen Wilhelmshütte in Bornum, dem vormaligen Schloss in Volkersheim, in dem ein DRK-Seniorenheim untergebracht ist, ferner naturkundlich mit dem Dillsgraben nordwestlich von Königsdahlum, der als größter Erdfall in Niedersachsen gilt, und der 1000-jährigen Linde auf dem Thieplatz in Upstedt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Kulturveranstaltungen in der Stadt organisiert der Kulturladen am Markt, und bedeutsam sind die Kirchenmusiken in St.Pankratius, besonders die Konzerte auf der großen Engelhardt-Orgel. Das alljährliche Marktgeschehen beinhaltet einen großen Markt zu Martini im November, zur Adventszeit das Weihnachtsdorf und im April einen Frühjahrsmarkt. In jedem zweiten ungeraden Jahr gibt es die Bockenemer Hansetage und alle fünf Jahre in einem anderen Dorf die Ambergautage. Eine große Resonanz finden auch die in jedem zweiten Jahr durchgeführten Ambergauer Feldtage.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ökonomische Struktur der Stadt wird in wesentlichem Maße von den Industrieunternehmen Meteor, Betonbau, Indunorm und HAW-Linings in Bornum bestimmt. Toyoda Gosei Meteor GmbH beschäftigt ca. 1100 Arbeitnehmer und produziert hauptsächlich Dichtungssysteme aus Kautschuk für die Automobilindustrie. Betonbau liefert diverse Raumzellen aus Beton mit einem Schwerpunkt auf Transformatorenstationen. Die Firma beschäftigt 200 Arbeitskräfte. Indunorm fertigt Maschinenbauteile, beschäftigt ca. 100 Personen, und HAW-Linings in Bornum ist auf dem Gebiet des Korrosionsschutzes von Großbehältern und Kesselwagen tätig. Der Betrieb beschäftigt etwa 200 Personen. Weiterhin weist die Stadt einige mittelständische Unternehmen, zahlreiche Dienstleistungsbetriebe und ein breitgefächertes Handwerk auf. Es besteht ein Industrie- und autobahnnah ein weiträumiges Gewerbegebiet mit zusätzlichen Erweiterungs- und Ansiedlungsmöglichkeiten. Den Großteil der Beschäftigten auf dem Arbeitsmarkt stellen die gewerblichen Arbeitnehmer. Das Umland der Stadt ist geprägt durch die Landwirtschaft.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bockenem liegt an der Bundesstraße B 243 und besitzt Anschluss an die Autobahn A 7. Auf der stillgelegten Bahnstrecke findet zwischen Bornum und Derneburg noch der Werksverkehr des Unternehmens HAW-Linings statt. In den Sommermonaten verkehrt auf dieser Strecke auch ein historischer Dampfzug als Museumseisenbahn. Die beiden Großräume Hannover und Braunschweig im Norden sind verkehrsgünstig über die Autobahn in Entfernungen von 60 bzw.45 Kilometern zu erreichen. Göttingen im Süden liegt 65 Autobahnkilometer entfernt

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die infrastrukturellen Einrichtungen der Stadt weisen keine Defizite auf. Es besteht eine Oberschule bis hin zur Klasse 10. Die Kernstadt selbst weist zwei Kindergärten auf, und in den dörflichen Ortschaften gibt es vier Kindertagesstätten. Die medizinische Versorgung ist mit je drei Arzt- und Zahnarztpraxen, drei Apotheken, einer Diakoniestation und weiteren Pflegeangeboten als gut zu bezeichnen. Es gibt in der Kernstadt drei und auf den Dörfern weitere drei Seniorenheime, alle mit Pflegeeinrichtung. Die Stadt besitzt mehrere Sportanlagen und unterhält ein weithin bekanntes und gut angenommenes Freibad.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bädje, Karl-Heinz, geboren am 27. März 1917; er starb am 1. März 1998. Ehrenbürger der Stadt 1991 und Gründer des Unternehmens Meteor.
  • Henriette Schrader-Breymann, geboren am 14. September 1827 in Mahlum, gestorben am 25. August 1899 in Wolfenbüttel. Wegbereiterin des Kindergartenwesens in Deutschland und frühe Frauenrechtlerin.
  • Friedrich Buchholz, Bürgermeister der Stadt Bockenem von 1827 bis 1865, dort auch als Rechtsanwalt tätig. Geboren am 9. Mai 1802 in Hildesheim, Studium der Rechtswissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen, dort 1823 zum Dr. jur. promoviert. In seine Amtszeit fiel der Wiederaufbau Bockenems nach dem schweren Brand am 9. April 1847. Verfasser der 1843 erschienenen Geschichte von Bockenem (Reprint 1975). Am 6. Februar 1865 in Bockenem verstorben. Nach ihm wurde der zentral gelegene Buchholzmarkt benannt.
  • Am 15. April 1809 wurde in Bockenem der Maler Ernst Deger, geboren. Er starb am 27. Januar 1885 in Düsseldorf. Bedeutender Kirchenmaler, vor allem im Rheinland.
  • Am 5. Januar 1908 wurde in Bockenem der Geologe Hans-Joachim Martini geboren; tödlich verunglückt am 22. Oktober 1969, bedeutender Geologe, Präsident der Bundesanstalt für Bodenforschung. Nach ihm wurde die Professor-Martini-Straße in Bockenem benannt.
  • Schwartzkopff, Johann geboren am 28. November 1596 in Bockenem; gestorben am 27. November 1658. Jurist an der Universität Helmstedt und ab 1646 Kanzler im Herzogtum Braunschweig.
  • Weule, Johann Friedrich, geboren am 19. April 1811 in Alt Wallmoden; gestorben am 12. Oktober 1897 in Bockenem. Gründer der Turmuhrenfabrik J.F. Weule.
  • Am 14. August 1898 wurde in Bockenem Carl Lüer († 20. September 1969 in Frankfurt am Main) geboren. Er war NS-Wehrwirtschaftsführer, stellvertretender Leiter der Reichswirtschaftskammer und NSDAP-Reichstagsabgeordneter.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Buchholz: Geschichte von Bockenem. Hildesheim 1843.
  • Ursula-Barbara Dittrich: Urkundenbuch der Stadt Bockenem 1275–1539, Hannover 2000
  • Manfred Klaube: Bockenem im Ambergau - Eine Neufassung und Aktualisierung der Geschichte der Stadt. Bockenem 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bockenem – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. http://www.landkreishildesheim.de/output/showobject.php?La=1&object=med%7C1905.208.1.g