Bollerberg

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Bollerberg
Blick von Südosten über Hesborn hinweg zum Bollerberg

Blick von Südosten über Hesborn hinweg zum Bollerberg

Höhe 757,7 m ü. NHN [1]
Lage nahe Hesborn, Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen (Deutschland)
Gebirge Rothaargebirge
Koordinaten 51° 9′ 32″ N, 8° 36′ 39″ OKoordinaten: 51° 9′ 32″ N, 8° 36′ 39″ O
Bollerberg (Nordrhein-Westfalen)
Bollerberg
Besonderheiten Bollerbergturm (AT)
Fernmeldeturm

Der Bollerberg nahe Hesborn im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen (Deutschland) ist ein 757,7 m ü. NHN[1] hoher Berg des Rothaargebirges.

Auf dem bewaldeten Berg stehen im Rahmen einer Lichtung der Aussichtsturm Bollerbergturm und ein Fernmeldeturm.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bollerberg ist Teil der Ostabdachung des Rothaargebirges im Ostteil des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge im Hesborner Wald. Sein Gipfel erhebt sich etwa 1,5 km nordwestlich von Hesborn (zu Hallenberg), 4,25 km ostnordöstlich liegt Medelon (zu Medebach), 3,5 km westlich Züschen und 3 km südlich Liesen (zu Hallenberg). Sein Nordausläufer ist der Teukelberg (749,2 m), und etwa 2,4 km (je Luftlinie) nordwestlich der Bollbergkuppe liegt die Hohe Seite (752 m).

Naturräumliche Zuordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bollerberg gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Süderbergland (Nr. 33) und in der Haupteinheit Rothaargebirge (mit Hochsauerland) (333) zur Untereinheit Hohe Seite (333.7). Seine Ostflanke fällt in den Naturraum Hallenberger Hügelland (332.41) ab, die in der Haupteinheit Ostsauerländer Gebirgsrand (332) zur Untereinheit Medebacher Bucht (332.4) zählt.[2]

Fließgewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa 700 m südsüdöstlich des Bollerberggipfels entspringt der Nuhne-Zufluss Olfe (Ölfe), 550 m (je Luftlinie) ostnordöstlich der kleine Ölfe-Zufluss Talwasser. Südwestlich vorbei am Berg fließt der Nuhne-Zufluss Liese, der ein paar Kilometer weiter nordwestlich am Berg Lagerstein (732,1 m) entspringt.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rund um den Bollerberg liegen vier Naturschutzgebiete: nördlich das NSG Waldreservat Glindfeld (LP Medebach) (CDDA-Nr. 319281; 21,53 km² groß; 2002 ausgewiesen), östlich das NSG Im Tal (CDDA-Nr. 329462; 2001; 26 ha), südlich das NSG Hilmesberg (CDDA-Nr. 329434; 2001; 48 ha) und westlich das NSG Liesetal (CDDA-Nr. 164454; 1990; 50 ha). Der Berg liegt im Landschaftsschutzgebiet Hallenberger Waldlandschaft (CDDA-Nr. 345001; 2004; 23,25 km²), wobei sich südöstlich das LSG Grünland westlich von Hesborn (Landschaftstyp C) (CDDA-Nr. 344979; 2004; 28 ha) anschließt. Zudem befinden sich auf ihm Teile des Europäischen Vogelschutzgebiets Medebacher Bucht (VSG-Nr. 4717-401; 13,872 km²). Westlich und südlich des Bergs liegt das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Liesetal-Hilmesberg (FFH-Nr. 4817-305; 1 km²).[3]

Türme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick von Osten zum Aussichtsturm und Fernmeldeturm auf dem Bollerberg
Fernmeldeturm und Aussichtsturm Bollerbergturm auf dem Bollerberg

Bollerbergturm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1936 wurde auf der Gipfelregion des Bollerbergs ein 15 m hoher Aussichtsturm aus Holz gebaut, den es bis 1945 gab. Der heutige Bollerbergturm wurde 1976/1977 errichtet. Er ist 15 m hoch. Von der obersten seiner fünf Aussichtsplattformen, wohin 84 Treppenstufen führen, bietet sich ein Panoramablick über Teile des westlich gelegenen Rothaargebirges und in östliche Richtungen auf Hesborn und Teile der Medebacher Bucht, hinüber zum Kellerwald, Burgwald und Habichtswald und sogar bis zum Harz. In südlicher Richtung ist auch der Große Feldberg im Taunus sichtbar.[4]

Fernmeldeturm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenige Meter unterhalb und östlich des Aussichtsturms steht ein Fernmeldeturm in Stahlbetonbauweise, von dem Eins Live, Radio Sauerland, WDR 4 und WDR 5 ausgestrahlt werden.

Verkehr und Wandern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weil auf den Bollerberg keine öffentlichen Straßen führen, kann sein Gipfel zum Beispiel nur zu Fuß oder radfahrend aufgesucht werden, unter anderem über den am nordwestlich von Hesborn gelegenen Wandererparkplatz „Hohe Schlade“ beginnenden Wanderweg A2. Die auf seinen Gipfel führenden Wanderwege verlaufen durch Waldlandschaft steil bergauf.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  2. Martin Bürgener: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 111 Arolsen. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1963. → Online-Karte (PDF; 4,1 MB)
  3. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  4. Bollerbergturm, auf medienwerkstatt-online.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bollerberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien