Carcassonne (Spiel)

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Carcassonne
Deskohraní 08-10-05 006.jpg
Daten zum Spiel
Autor Klaus-Jürgen Wrede
Grafik Doris Matthäus
Verlag Hans im Glück Verlag,
Rio Grande Games,
999 Games,
u. a.
Erscheinungsjahr 2000
Art Legespiel
Mitspieler 2 bis 5 (mit Erweiterungen bis 8)
Dauer 30–45 Minuten
Alter ab 8 Jahren
Auszeichnungen

Spiel des Jahres 2001
Deutscher Spiele Preis 2001: Platz 1
Spiel der Spiele 2001: Spiele Hit (Spiel mit Freunden)
Gamers Choice Awards 2001: Multiplayer Nominees
Niederländischer Spielepreis 2001: nominiert

Inhaltsverzeichnis

Carcassonne ist ein Legespiel von Klaus-Jürgen Wrede (Autor) und Doris Matthäus (Illustration). Erschienen ist es im Oktober 2000 im Münchner Hans im Glück Verlag. Benannt wurde das Spiel nach der Stadt Carcassonne in Frankreich, deren „Festungslandschaft“ Thema des Spiels ist.

2001 wurde Carcassonne mit dem Kritikerpreis Spiel des Jahres und dem Deutschen Spielepreis ausgezeichnet. In den ersten zehn Jahren hat es sich über sechs Millionen Mal verkauft und wurde in über 20 Sprachen übersetzt,[1] womit es zu den erfolgreichsten Autorenspielen gehört. Durch den großen Erfolg von Carcassonne gibt es in der Zwischenzeit zahlreiche Erweiterungen und weitere eigenständige Brettspiele sowie PC- und Konsolenumsetzungen.

Spielkonzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Carcassonne erstellen die Teilnehmer durch das Zusammenfügen quadratischer Kärtchen gemeinsam eine Landkarte. Durch Spielfiguren (Gefolgsleute) können die Spieler Städte, Straßen, Klöster und Wiesen für sich vereinnahmen und erhalten Punkte, wenn das jeweilige Gebiet abgeschlossen ist oder das Spiel endet, weil keine unverbauten Spielkärtchen mehr verfügbar sind. Nach der Wertung der auf der Landkarte verbliebenen Gefolgsleute gewinnt derjenige, der die meisten Punkte für sich verbuchen konnte. Die Gefolgsleute werden im Englischen meeple genannt – ein Kofferwort aus my + people.[2]

Zu Beginn des Spiels wird das (vorgegebene) Startkärtchen in die Mitte des Tischs gelegt. Alle anderen Kärtchen werden verdeckt auf einen oder mehrere Stapel verteilt. Ist ein Spieler an der Reihe, zieht er ein Kärtchen, darf es den Mitspielern zeigen, um sich von ihnen Tipps geben zu lassen (durch die diese einander schaden oder Schaden von sich abwenden können), muss es passend an die bestehende Landkarte anlegen (was fast immer möglich ist, da nur drei verschiedene Kanten existieren) und darf dann einen Gefolgsmann aus seinem (begrenzten!) Vorrat auf einen Bestandteil (Stadtteil, Wiesenstück, Straßenabschnitt oder Kloster) des soeben gelegten Kärtchens setzen. Durch das Anlegen werden manche der Bestandteile Teil eines größeren Objekts (Stadt, Wiese oder Straße). Je nach Platzierung wird die Spielfigur unterschiedlich benannt:

Spielfiguren von Carcassonne
  • Ritter, wenn sie sich in einer Stadt befindet
  • Wegelagerer, wenn sie auf einer Straße steht
  • Mönch in einem Kloster
  • Bauer auf einer Wiese (wird hingelegt, bleibt bis zum Spielende liegen)

Beim Einsetzen der Figur ist zu beachten, dass sich auf dem gesamten Objekt (Stadt, Wiese oder Straße) zuvor noch kein anderer Gefolgsmann befinden darf, auch kein eigener. Jedoch kann es dazu kommen, dass mehrere gleichartige Objekte (Städte, Wiesen oder Straßen), die bereits von Gefolgsleuten besetzt sind, durch geschicktes Anlegen miteinander verbunden werden und danach von mehreren Gefolgsleuten besetzt sind.

Eine Stadt bzw. Straße ist fertiggestellt, wenn sie keine offenen Kanten bzw. Enden mehr besitzt, ein Kloster ist fertiggestellt, wenn die Klosterkarte komplett von acht Spielkärtchen umgeben ist. Wird mit dem Anlegen eine Stadt, eine Straße oder ein Kloster fertiggestellt, erhält ein Spieler, der darauf einen Gefolgsmann besitzt, einen Punkt je beteiligter Kartenanzahl gutgeschrieben, bei Klöstern also neun, bei Städten zwei Punkte pro Karte (und zwei pro abgebildetem Wappen in der Stadt). Kommt es zur Situation mit mehreren Gefolgsleuten unterschiedlicher Spielern, gewinnt derjenige mit der Überzahl. Bei Gleichstand erhalten alle beteiligten Spieler die volle Punktzahl. Alle dort vorhandenen Gefolgsleute gehen an ihren Spieler zurück. Gefolgsleute auf Wiesen (Bauern) jedoch werden hingelegt, um zu verdeutlichen, dass sie bis zum Spielende dort liegen bleiben.

Am Spielende werden unvollendete Städte, Straßen und Klöster mit je einem Punkt pro beteiligter Karte gewertet. Vor allem die Bauern haben dann großen Einfluss, denn jede fertige Stadt, die an eine Wiese grenzt, bringt deren Besitzer(n) jeweils drei Punkte (Mehrheitsbestimmung ebenso wie bei Städten und Straßen). Damit ist Carcassonne bis zum Schluss spannend, weil die Punkte der Schlusswertung das Blatt noch sprichwörtlich in letzter Sekunde wenden können.

Punktewertung
Während des Spiels fertiggestellt Spielende
Stadt ohne Kathedrale 2 Punkte pro Karte
2 Punkte pro Wappen
3 Punkte für jede Burgc
1 Punkte pro Karte
1 Punkte pro Wappen
mit Kathedralea 3 Punkte pro Karte
3 Punkte pro Wappen
keine Wertung
Straße ohne Wirtshaus 1 Punkte pro Karte
3 Punkte für jede Burgc
mit Wirtshausa 2 Punkte pro Karte
3 Punkte für jede Burg
keine Wertung
Kloster, Burgc 1 Punkt
1 Punkt für jede angrenzende Karte
3 Punkte für jeden angrenzenden Weinbergd
1 Punkt
1 Punkt für jede angrenzende Karte
Wiese ohne Schwein keine Wertung 3 Punkte für jede angrenzende, fertiggestellte Stadt
mit Schweinb keine Wertung 4 Punkte für jede angrenzende, fertiggestellte Stadt

Vor diesem Hintergrund entwickeln die Spieler ihre Strategien, um die meisten Punkte zu erreichen. So ist es recht beliebt, Gebiete mit Gefolgsleuten der Mitspieler in (Punkte-)Besitz zu nehmen, indem man eine Karte in der unmittelbaren Nähe zu einem besetzen Gebiet (zum Beispiel einer Stadt, in der ein Gefolgsmann eines Gegenspielers steht) ablegt, einen Gefolgsmann aufstellt und in den nächsten Runden versucht, diese Gebiete zu einem einzigen zu verbinden. Dies funktioniert sowohl mit Städten und Straßen als auch mit Wiesen.

Auflagen des Brettspiels[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittlerweile sind vier unterschiedliche deutsche Auflagen des Spiels erschienen. Die zweite Auflage korrigierte die mit 70 Feldern zu kurz geratene Zählleiste zu einem Rundkurs und formulierte die Spielanleitung verständlicher. In der dritten Auflage (jetzt mit dem Aufdruck Spiel des Jahres auf dem grafisch veränderten Deckel) wurde eine Spielregel – die sogenannte „Bauernregel“ – vereinfacht. In der vierten Auflage wurde die Bauernregel dann nochmals modifiziert. Die ersten Auflagen wurden mit der Altersangabe „ab 10“ verkauft; nun hat man das Spiel auf „ab 8“ heruntergesetzt. Insgesamt existieren also drei verschiedene Regeln für Carcassonne. Es kann mit zwei bis fünf Spielern gespielt werden. Die erste Erweiterung Wirtshäuser und Kathedralen fügt den ursprünglichen Gefolgsleuten – in den Farben: blau, gelb, grün, rot und schwarz – graue Gefolgsleute hinzu und ermöglicht es so zu sechst zu spielen. Die Big-Box-Edition 2014 ermöglicht das Spielen zu acht durch das Hinzufügen von Gefolgsleuten in den Farben pink und violett.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Spiel wurde überwiegend positiv bis sehr positiv aufgenommen. Gelobt wurden die Einfachheit des Spiels sowie die Mischung aus Taktik und Strategie einerseits und einem gewissen Glücksfaktor andererseits. Daher wurde das Spiel auch mehrfach ausgezeichnet, unter anderem von dem Verein Spiel des Jahres. Eine Auflistung weiter Auszeichnung erfolgt im entsprechenden Kapitel.

„CARCASSONNE ist ein lupenreines taktisches Legespiel, bei dem eine Landschaft mit Städten, Klöstern, Wiesen und Strassen [sic] gebaut wird. Jedes Mal – und das ist einer der Reize dieses Spiels – präsentiert sich das Ergebnis anders: Einmal stehen die Städte dicht nebeneinander, einmal liegen sie eher am Rande des Feldes, einmal gibt es wenige große Städte, ein andermal wiederum ziehen es die Spieler vor, eine Reihe von Kleinstädten zu errichten. Ähnlich das Straßennetz, einmal mit vielen Kreuzungen, dann wieder mit eher langen Straßenzügen. Das heißt indirekt auch, dass CARCASSONNE je nach den taktischen Überlegungen der Mitspielerinnen und Mitspieler einen anderen Verlauf nimmt. Das verleiht dem Spiel einen ausgesprochen hohen Wiederholungsreiz. Dabei ist es gerade eine besondere Stärke von CARCASSONNE, dass die Zahl der beteiligten Personen keine Rolle spielt.“

Spiel des Jahres e.V.: Preisträger-Archiv[3]

„Zu Recht Spiel des Jahres 2001 geworden! Die Mischung aus relativ einfachem Spielprinzip, immer neuen Spielsituationen/Spielfeldern und dem Neid auf kommende Punkte bei den Mitspielern macht das Spiel immer wieder spielenswert. Außerdem ist der Anschaffungspreis sehr niedrig, das Preis/Leistungsverhältnis sehr gut und das Spiel selbst sehr schnell und einfach zu erlernen. Das Spiel wird zwar ab 2 Peronen [sic] angeboten, aber zu zweit macht es gar keinen Spaß, da man sich nicht in die Quere kommt. Drei Spieler sind daher absolutes Minimum.“

Jörg Lehmann: Testbericht[4]

„Carcassonne sieht anfangs unscheinbar und wie jedes andere Legespiel aus, entpuppt sich jedoch sehr schnell als kniffliges Spiel, das einen absoluten Suchtfaktor in sich birgt. Ein Spiel dauert nicht all zu lange, wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass es kaum bei einer Partie Carcassonne bleibt. Das Spiel hat meiner Meinung nach den Titel „Spiel des Jahres“ absolut verdient. Carcassonne ist für mich das beste „Spiel des Jahres“ seit langem. Dieses Spiel muss man haben. Und der Preis ist absolut günstig!“

Arno Steinwender: Testbericht[5]

Etwas differenzierter fallen die Rezensionen für die Erweiterungen aus, z. B. für Das Katapult (7. Erweiterung).

„Die Spielanleitung ist leider äußerst Lückenhaft [sic] und lässt viel zu viele Fragen offen und somit sind mögliche Streitigkeiten im Spiel vorprogrammiert. Das Vergessen von Abstandsregeln beim Benutzen des Katapults sind schon ein erheblicher Mangel. […] Die Benutzung [des Katapults] soll und kann für Spaß sorgen, allerdings sorgt sie zeitgleich bei Spielern, die das eigentliche Spielprinzip des Ziehens, taktisch Anlegen und Möglichkeiten eröffnen mögen, für Unmut. Das Katapult ist […] zu schwer beherrschbar, als dass es strategisch oder gezielt einsetzbar wär und viele Spieler haben keine Lust auf ein somit ‚willkürliches‘ Element. Zu Empfehlen ist die Erweiterung daher für alle Spieler, die gern ein wenig Spaß in das Spiel bringen möchten und denen die recht zufälligen Katapultschüsse nichts ausmachen. Wer das ursprüngliche Spielprinzip mag und schon mit dem destruktiven Element der letzten Erweiterungen so seine Probleme hatte, der sollte hier lieber nicht zugreifen.“

Jörg Lehmann: Testbericht[6]

Erweiterungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carcassonne erfreute sich innerhalb kürzester Zeit einer großen und dauerhaften Nachfrage. Der Verlag berichtet, dass viele Rückmeldungen von Spielern eingegangen sind, die nach weiteren Landschaftskarten verlangen.

Das Spielprinzip bleibt im Wesentlichen gleich. Erweiterungen verlängern in erster Linie die Spielzeit. Große Erweiterungen werden mit etwa einer Viertelstunde bemessen. Auch führen sie kleinere Ergänzungen ein, indem neue Spielfiguren und neue Abbildungen auf den Karten weitere Handlungen ausführen. Ein Carcassonne-Spiel kann durch die Erweiterungen und mehrere Grundspiele erheblich verlängert werden. Generell sind die Erweiterungen beliebig kombinierbar. Auswirkungen der Erweiterungen untereinander sind aber vor allem bei den Mini-Erweiterungen nicht ausreichend beschrieben.

Die Erweiterungen unterliegen aus technischen Gründen stets Abweichungen in den Druckfarben; das Grün der Wiesen ist unterschiedlich, aber auch die Rückseiten der Plättchen zeigen zuweilen deutliche Unterschiede. Etliche Spieler sehen darin einen Nachteil, da man beim Zug eines Plättchens sehen kann, aus welcher Erweiterung es stammt. Inwieweit tatsächlich ein strategischer Vorteil aus dieser Erkennbarkeit entsteht, wird kontrovers diskutiert. Neben der Möglichkeit, die Kärtchen „blind“ zu ziehen, hat der Verlag seiner zweiten Erweiterung einen Stoffbeutel beigelegt, aus dem die Plättchen gezogen werden können. Da sich hierdurch die Kanten der Plättchen schnell abstoßen, gibt es als edle Alternative zum Beutel mehrere Anbieter von Kartenspender-Türmen bzw. den „offiziellen“ Kartenturm der 4. Erweiterung.

Zur Trennung für Spiele ohne bestimmte Erweiterungen werden die Erweiterungen seit 2008 mit einem je eigenen kleinen Symbol versehen.[7]

Übersicht der Carcassonne-Erweiterungen
Name
der Erweiterung
Erscheinungs-
jahr
Art der
Erweiterung
Anzahl der
Kärtchen
Links
Wirtshäuser und Kathedralen 2002 groß (1.) 18 Hans im Glück
Ludopedia
Händler und Baumeister 2003 groß (2.) 24 Hans im Glück
Ludopedia
Burgfräulein und Drache 2005 groß (3.) 30 Hans im Glück
Ludopedia
Der Turm 2006 groß (4.) 18 Hans im Glück
Ludopedia
Abtei und Bürgermeister 2007 groß (5.) 18 Hans im Glück
Ludopedia
Graf, König und Konsorten 2007 groß (6.) 5+31 Hans im Glück
Ludopedia
Das Katapult 2008 groß (7.) 12 Hans im Glück
Ludopedia
Brücken, Burgen und Basare 2010 groß (8.) 12 Hans im Glück
Ludopedia
Schafe und Hügel 2014 groß (9.) 18 Hans im Glück
Der Fluss 2001 mini 12 Hans im Glück
Ludopedia
König und Späher 2003 mini 7+5 Hans im Glück
Ludopedia
Die Katharer 2004 mini (spielbox) 4 Hans im Glück
Ludopedia
Spielbox
Der Graf von Carcassonne 2004 mini 12 Hans im Glück
Ludopedia
Der Fluss II 2005 mini 12 Hans im Glück
Ludopedia
mini expansion 2006 mini 12 BoardGameGeek
Die Kultstätte 2008 mini (spielbox) 5 Spielbox
Ludopedia
Cult, Siege and Creativity 2008 mini 12 BoardGameGeek
Der Tunnel 2009 mini (spielbox) 4 Hans im Glück
Tunnel Ludopedia
Spielbox
Die Kornkreise 2010 mini 6 Hans im Glück
Ludopedia
Die Pest 2010 mini (spielbox) 6 Hans im Glück
Spielbox
Die Schule 2011 mini 2 Hans im Glück
Das Fest 2011 mini 10 Hans im Glück
Das Gefolge 2011 mini 0 Hans im Glück
Die Fluggeräte 2012 mini 8 Hans im Glück
Die Depeschen 2012 mini 8 Hans im Glück
Die Fähren 2012 mini 8 Hans im Glück
Die Goldminen 2012 mini 8 Hans im Glück
Magier & Hexe 2012 mini 8 Hans im Glück
Die Räuber 2012 mini 8 Hans im Glück
Die Kornkreise II 2012 mini 6 Hans im Glück
Die Windrosen 2012 mini (spielbox) 6 Hans im Glück
Spielbox
Die Häuser 2012 mini (spielbox) 18 Hans im Glück
Spielbox
Die Belagerer 2013 mini 6 Hans im Glück
Die deutschen Klöster 2014 mini 6 Hans im Glück
Die holländischen Klöster 2014 mini 6 999 Games
Halb so wild I 2014 mini (spielbox) 12× ½ Spielbox
Halb so wild II 2014 Mini 12× ½ Hans im Glück
Darmstadt spielt 2014 mini 3 darmstadt-spielt.de
Burgen in Deutschland 2015 mini 6× Doppel Hans im Glück

Nachfolgend werden die bislang verfügbaren Erweiterungen besprochen. Derzeit sind neun offizielle Erweiterungen mit größerem Umfang sowie 31 Mini-Erweiterungen, die das Spiel um Kleinigkeiten ergänzen, erschienen:

Große Erweiterungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die großen Erweiterungen haben einen Umfang von 12 bis 30 Karten und umfangreiche Regeländerungen. Sie werden wie das Grundspiel vertrieben und verlängern das Spiel um je eine Viertelstunde.

Wirtshäuser und Kathedralen (1. Erweiterung)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ersten Erweiterung liegen Spielfiguren für einen sechsten Mitspieler bei

Mit der Erweiterung werden 18 neue Landschaftskarten ins Spiel gebracht. Besonders wegweisend sind die Kathedralen, die im Falle der Vollendung die Punkte dieser Stadt um die Hälfte erhöhen (drei statt zwei Punkte pro Plättchen), und die Wirtshäuser, die die Punkte der nahegelegenen Straße verdoppeln. Im Falle der Nichtvollendung gehen die Spieler leer aus.[7]

Des Weiteren gibt es nun sechs Plättchen, die beim Umrunden der Leiste die Punkte anzeigen.[7]

Die Erweiterung beinhaltet auch Gefolgsleute in grau für einen sechsten Mitspieler, sowie für jede Spielpartei einen großen Gefolgsmann, der wie ein kleiner eingesetzt werden kann, aber bei der Mehrheitsentscheidung bzgl. der Punkte wie zwei kleine zählt.[7]

Der Titel Wirtshäuser und Kathedralen für diese Erweiterung hat sich erst im Laufe der Zeit gefunden. Ursprünglich hieß sie nur Die Erweiterung.[7]

Seit 2008 werden die Karten mit einem kleinen Gefolgsmann zur Trennung für Spiele ohne bestimmte Erweiterungen gedruckt.[7]

Händler und Baumeister (2. Erweiterung)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der zweiten Erweiterung kommen 24 neue Landschaftskarten ins Spiel. Dabei sind 20 Karten mit Stadtteilen mit einem der drei Warensymbole „Wein“, „Korn“ und „Tuch“ versehen. Derjenige Spieler, der eine Stadt mit Waren fertigstellt, bekommt die vorhandenen Warensymbole in Form von Warenplättchen ausgehändigt. Bei der Schlusswertung werden pro Warenkategorie zehn Punkte an denjenigen Spieler vergeben, der die meisten Warenplättchen dieser Kategorie besitzt. Haben mehrere Spieler gleich viele Warenplättchen einer Kategorie, bekommt jeder zehn Punkte.[8]

Jeder Mitspieler erhält eine der neuen Figuren „Baumeister“ und „Schwein“. Den Baumeister kann man in eine Stadt oder auf eine Straße setzen, wo sich bereits mindestens ein eigener Gefolgsmann befindet. Wird am Gebiet, auf dem der Baumeister steht, im nächsten Zug weitergebaut, so darf eine weitere Karte gezogen und an eine beliebige passende Stelle angelegt werden.[8]

Das Schwein kann auf eine Wiese gesetzt werden, auf der der Spieler mindestens einen Bauern liegen hat. Hat man bei der Schlusswertung die Mehrheit für diese Wiese, erhält man einen zusätzlichen Punkt pro Stadt.[8]

Charakteristisch für diese Erweiterung ist die Möglichkeit, eine Stadt oder eine Straße des Gegners zu schließen, um die Waren der Stadt zu ergattern oder um den gegnerischen Baumeister aus dem Spiel zu bringen.

Weiterhin enthält die Erweiterung einen Stoffbeutel, welcher dem Zubehörartikel le sac entspricht.[8]

Seit 2008 werden die Karten mit einem kleinen Schweinchen zur Trennung für Spiele ohne bestimmte Erweiterungen gedruckt.[8]

Burgfräulein und Drache (3. Erweiterung)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Februar 2005 zur Nürnberger Spielwarenmesse erschienene Erweiterung enthält 30 neue Landschaftskärtchen sowie die beiden Holzfiguren „Drache“ und „Fee“.[9]

Der Drache wird mittels der Vulkane ins Spiel gebracht. Wird ein neuer Vulkan gezogen, zieht der Drache dorthin. Insgesamt zieht der Drache je sechs Mal, wenn eine Karte mit Drachensymbol gezogen wird.[9] Mit Ausnahme des Gutshofes aus der 5. Erweiterung müssen alle Figuren, die nicht durch die Fee geschützt werden oder sich in der Grafenstadt bzw. einer Burg befinden, wieder zurückgenommen werden.[10] Dies ist nahezu unmöglich, wenn man zu zweit oder dritt spielt, weshalb bisweilen empfohlen wird, dass erst der Erste zwei Züge macht, dann der Zweite zwei, dann wieder der Erste bzw. der Dritte zwei.[11]

Wird eine Karte mit Burgfräulein an eine Stadt gelegt, darf der Spieler entweder einen Gefolgsmann aus der Stadt entfernen oder einsetzen. Beim Zaubergang darf er einen Gefolgsmann in ein beliebiges, unbesetztes und unvollendetes Projekt einsetzen.[9]

Die Fee wird alternativ zu einem Gefolgsmann gesetzt, bevorzugt zu einem eigenen. Sie schützt vor dem Drachen und bringt dem Spieler einen Punkt, wenn sie noch bei Zugbeginn bei einem Gefolgsmann steht und drei zusätzlich bei entsprechendem Projektende.[9]

Seit 2008 werden die Karten mit einer kleinen Fee zur Trennung für Spiele ohne bestimmte Erweiterungen gedruckt.[9]

Der Turm (4. Erweiterung)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu der im Februar 2006 erschienene Erweiterung Der Turm gehören 18 neuen Landschaftskärtchen, auf denen ein Turmfundament abgebildet ist. Anstelle eines Gefolgsmannes kann ein Turmteil aus dem eigenen Fundus auf ein Fundament oder einen begonnenen Turm gesetzt werden. Mit dem Wachsen des Turms erhöht sich sein Einfluss auf horizontal und vertikal benachbarte Felder. Befindet sich in seiner Reichweite ein gegnerischer Gefolgsmann, so wird dieser gefangen genommen. Gefangene Gefolgsmänner können entweder zurückgetauscht oder mit Punkten zurückgekauft werden.[12]

Des Weiteren erhält die Erweiterung einen Kartenspender in Form eines Turmes, in dem ca. 170 Karten Platz haben.[12]

Seit 2008 werden die Karten mit einem kleinen Turm zur Trennung für Spiele ohne bestimmte Erweiterungen gedruckt.[12]

Abtei und Bürgermeister (5. Erweiterung)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erweiterung hält zwölf neue Landschaftskärtchen sowie für jeden Spieler drei neue Figuren („Gutshof“, „Wagen“ und „Bürgermeister“) und für jeden Mitspieler eine „Abtei-Karte“ bereit.[13]

Die Abtei-Karte darf in eine auf allen vier Kanten abgeschlossene „Lücke“ im Spielfeld gelegt werden, ohne die Weiterführung von Straßenabschnitten, Stadtteilen oder Wiesen berücksichtigen zu müssen. Gewertet wird sie wie ein Kloster.[13]

Der Gutshof kann anstelle eines Gefolgsmanns auf den Schnittpunkt von vier „Wiesen-Kärtchen“ gesetzt werden und bringt am Ende des Spiels pro Stadt einen Punkt mehr als normale Bauern. Dabei kann beim Setzen eines Gutshofes auf der Wiese schon ein Bauer liegen, der dann ähnlich der Schlussabrechnung abgefunden wird. Weitere Bauern werden im Rahmen der Zusammenlegung der Wiesen im geringeren Rahmen abgefunden. Der Wagen darf statt eines Gefolgsmanns eingesetzt werden. Wird ein Gebiet, auf dem der Wagen steht, gewertet, so darf dieser direkt in ein angrenzendes, nicht abgeschlossenes Gebiet, nicht aber eine Wiese versetzt werden. Ebenfalls anstelle eines Gefolgsmanns kann der Bürgermeister in eine Stadt eingesetzt werden. Bei der Berechnung der Mehrheitsverhältnisse zählt der Bürgermeister so viel, wie Wappen in der Stadt sind.[13]

Bei dieser Erweiterung wird moniert, dass durch die Vielzahl weiterer Gefolgsleute der Reiz des Haushaltens und schneller Rücknahme der Figuren verloren geht. Auch wird der Gutshof als zu mächtig angesehen.[11]

Die Karten werden seit 2008 mit einem kleinen Gutshof zur Trennung für Spiele ohne bestimmte Erweiterungen gedruckt.[13]

Graf, König und Konsorten (6. Erweiterung)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sechste Erweiterung besteht aus ingsamt 36 Kärtchen und enthält die bereits einzeln erhältlichen Mini-Erweiterungen Der Graf von Carcassonne (zwölf Kärtchen), König und Raubritter (sieben Kärtchen; entspricht König und Späher ohne die fünf Kärtchen für Die Jäger und Sammler), Der Fluss II (zwölf Kärtchen) sowie die neue Mini-Erweiterung Die Kultstätte und der Ketzer.[14]

Diese Mini-Erweiterung besteht aus fünf neuen Landschaftskärtchen, auf denen jeweils eine Kultstätte abgebildet ist. Die Karten werden unter das Spiel gemischt und nach den üblichen Regeln angelegt. Die Kultstätte wird wie ein Kloster eingesetzt. Der darauf stehende Gefolgsmann wird Ketzer genannt. Legt ein Spieler eine Kultstättenkarte neben eine Klosterkarte, so fordert der Ketzer den Mönch heraus. Bei der Herausforderung geht es darum, wer sein Gebäude zuerst fertiggestellt hat. Bei Fertigstellung bekommt der Gewinner neun Punkte, der Verlierer geht leer aus.[14]

Die Karten werden seit 2008 mit einer kleinen Krone zur Trennung für Spiele ohne bestimmte Erweiterungen gedruckt.[14]

Das Katapult (7. Erweiterung)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erweiterung enthält neben einem Holzkatapult und einer Messlatte zwölf neue Landschaftskärtchen, auf denen ein Jahrmarkt abgebildet ist, sowie für jeden Mitspieler vier unterschiedliche Katapult-Plättchen, welche zu Spielbeginn ausgeteilt werden.[15]

Wird eine Landschaftskarte mit dem Jahrmarkt gezogen und angelegt, folgt eine Katapult-Runde. Der Spieler, der die Jahrmarktkarte angelegt hat, wählt von seinen Katapult-Plättchen eines aus, das dann mit Hilfe des Katapults geschleudert wird. Seine Mitspieler folgen reihum und schleudern das gleiche Plättchen. Je nach Wahl des Plättchens müssen unterschiedliche Ziele getroffen werden. Dies kann zur Folge haben, dass Gefolgsleute in den Vorrat zurückkehren müssen bzw. ausgetauscht werden oder dass der Spieler Zusatzpunkte ergattert.

In Internetforen und Kaufrezensionen wird Kritik am Spielprinzip der 7. Erweiterung geübt. Durch die Verwendung des Katapults und dem damit verbundenen „Glücksfaktor“ blieben die für Carcassonne typischen Taktik- und Strategieelemente auf der Strecke.[6]

Die Karten werden mit einem kleinen Katapult zur Trennung für Spiele ohne bestimmte Erweiterungen gedruckt.[15]

Brücken, Burgen und Basare (8. Erweiterung)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die achte Erweiterung wurde im Februar 2010 auf der Nürnberger Spielwarenmesse vorgestellt und besteht neben zwölf neuen Landschaftskärtchen aus zwölf hölzernen Brückenelementen und zwölf Burg-Plättchen. Brücken und Burgen werden zu Beginn an die Mitspieler verteilt.[16]

Wird eine Karte mit dem neuen Element „Basar“ gezogen und angelegt, folgt eine „Versteigerungsrunde“, bei der die Mitspieler reihum Gebote für zusätzliche Landschaftskärtchen abgeben und diese erwerben können.[16]

Die Brückenelemente können zusätzlich in einem Spielzug gesetzt werden, wenn eine Straße weitergeführt werden soll, aber mit der aktuellen nicht kann. Sie überbrücken die beiden Wiesenränder einer passenden Karte und werden wie gewöhnliche Straßenelemente gewertet.[16]

Bei Bildung einer Stadt aus zwei halbrunden Stadtteilen kann ein Spieler entscheiden, ob er die Stadt normal wertet oder sie stattdessen zu einer Burg ausbaut. Dazu legt er das Plättchen auf die Stadt und einen Gefolgsmann auf das Plättchen. Wird ein Bauwerk in der Umgebung, den sechs angrenzenden Kärtchen, der Burg fertiggestellt, bekommt der Burgherr wie der Eigentümer des Bauwerkes die Punkte gutgeschrieben. Wiesen gelten nicht, der Burgherr kann sich die Wertung nicht in der Hoffnung auf ein höherwertiges Bauwerk aufheben.[16]

Die Karten werden mit einer kleinen Brücke zur Trennung für Spiele ohne bestimmte Erweiterungen gedruckt.[16]

Schafe und Hügel (9. Erweiterung)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Februar 2014 zur Nürnberger Spielwarenmesse erschienene neunte Erweiterung besteht aus 18 Landschaftskärtchen, 18 Schafs- und Wolfsplättchen (4× 1 Schaf, 5× 2 Schafe, 5× 3 Schafe, 2× 4 Schafe, 2× Wolf), in einem Stoffbeutel sowie sechs Schäfern.[17]

Unter den Landschaftskarten existieren einige mit einem Weinberg. Werden diese in unmittelbare Nähe zu einem Kloster gelegt, erhält der Spieler bei Vollendung drei Extrapunkte pro Weinberg. Bei den Karten mit Hügel wird eine weitere Karte verdeckt unter diese gelegt. Bei Gleichstand erhält der Spieler, der einen Gefolgsmann auf einem Hügel hat, die Punkte, der andere geht leer aus.[17]

Der Schäfer wird anstatt eines Gefolgsmannes ins Spiel gebracht. Dabei ist es egal, ob ein anderer Gefolgsmann die Wiese besitzt. Am Anfang und wenn der Spieler die Wiese erweitert, zieht er aus dem Stoffbeutel ein Plättchen und legt es dabei. Ist es ein Wolf, kommen die Schafsplättchen in den Beutel der Schäfer zurück auf die Hand. Will der Spieler die Punkte kassieren, muss er durch weiteres Anlegen dies machen. Er zieht kein Plättchen mehr, sondern erhält Punkte in Anzahl der Schafe der Herde. Betritt der Drache aus der 3. Erweiterung (Burgfräulein und Drache) ein Feld, auf dem ein Schäfer (mit seinen Schafsplättchen) steht, frisst er den Schäfer und alle seine Schafe.[17]

Die Karten werden mit einem kleinen Schaf zur Trennung für Spiele ohne bestimmte Erweiterungen gedruckt.[17]

Mini-Erweiterungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mini-Erweiterungen sind zumeist Werbegeschenke z. B auf Spielemessen (Give-Aways) oder liegen einer Zeitschrift bei, die daher nicht den normalen Markt erreichen. Dabei kann es zu einer Limitierung und damit dem kompletten Abverkauf kommen. So wurden auch zu den Internationale Spieltagen 2014 und 2015 spezielle Promokarten für Carcassonne – Neue Edition verteilt. Einige Mini-Erweiterungen werde jedoch ganz regulär wie die großen Erweiterungen vertrieben.

Nicht immer ist der Hersteller des Grundspiels der der Mini-Erweiterungen.

Der Fluss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus den zwölf Kärtchen, mit denen das Spiel an Stelle der Startkarte begonnen wird, bilden die Spieler der Reihe nach den Verlauf eines Flusses. Der abgebildete Fluss selbst hat lediglich eine dekorative Funktion.[18]

Die Fluss-Erweiterung wurde ursprünglich kostenlos vom Verlag herausgegeben, z. B. auf der SPIEL 2001 in Essen und ist nicht mehr im Handel erhältlich. Im Onlineshop werden noch Restbestände vertrieben. Die Originale des Verlages haben einen sehr hohen Sammlerwert und Die hohe Nachfrage nach ihr führt zu Angeboten in Internet-Auktionen mit teils horrenden Preisgeboten. Trotz dieser Entwicklung, von der sich der Verlag distanziert, wird keine Neuauflage angeboten. Der Fluss kann als PDF heruntergeladen, ausgedruckt und selbst gebastelt werden.[18]

Die Erweiterung liegt ebenfalls der Carcassonne Limited Edition bei, sowie der Big-Box-Edition 2014 bei, wurde jedoch dort um Symbole für die Erweiterung Schafe und Hügel ergänzt. Zur Trennung für Spiele ohne bestimmte Erweiterungen wurden die Karten mit einem Flusssymbol (drei Wellenlinien) bedruckt.

Der unerwartete Erfolg der Erweiterung hat den Spieleverlag dazu bewogen, im Juni 2005 eine überarbeitete Version mit dem Titel Der Fluss II herauszugeben.[19]

Der Fluss I wurde im überarbeiteten Design der Neuen Edition von 2014 dieser beigelegt.[20]

le sac (Zubehörartikel)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich dabei um einen mit dem farbigen Carcassonne-Logo bedruckten Stoffbeutel. Er dient in erster Linie dem verdeckten Ziehen von Landschaftskärtchen. Erschienen ist er im Jahr 2002, ist aber mittlerweile vergriffen. Der Erweiterung Händler und Baumeister liegt ein ähnlicher Beutel bei, der den gleichen Zweck erfüllt. Dessen Aufdruck ist lediglich schwarz.

König und Späher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erweiterung König und Späher besteht aus zwölf neuen Kärtchen.[21]

Fünf Landschaftskärtchen lassen sich in das Grundspiel integrieren. Des Weiteren können mit Hilfe der beiden Karten „König“ und „Raubritter“ am Ende des Spiels Zusatzpunkte gemacht werden. Der Spieler, der die größte Stadt zuerst fertig stellt, erhält den König und am Ende des Spiels für jede fertige Stadt dadurch einen Punkt. Der Raubritter ist das Äquivalent des Königs für die Straßen.[21] Die Karten stellen mit jeder Erweiterung des Spiels eine immer größere Macht dar. Wer die Karten besitzt, kann damit das Spiel für sich entscheiden. Daher wird teilweise empfohlen, nur einen halben Punkt pro Stadt bzw. Straße zu vergeben.[11]

Die sieben Karten für das Grundspiel liegen auch der 6. Erweiterung Graf, König und Konsorten bei. Sie werden nicht mehr einzeln produziert.[21]

Für die eigenständige Carcassonne-Variante Die Jäger und Sammler enthält die Mini-Erweiterung fünf Karten, die vor dem Spielbeginn von den Mitspielern gezogen werden. Sie können während des Spiels eingesetzt werden und ermöglichen ebenfalls Zusatzpunkte bzw. Boni.[21]

Die Katharer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mini-Erweiterung von Christwart Conrad besteht aus vier Landschaftskärtchen, auf welchen sich jeweils ein „belagerter“ Stadtteil befindet. Thematisch spielt die Erweiterung im 13. Jahrhundert, als Papst Innozenz III. zum Kreuzzug gegen die Katharer aufrief. Carcassonne galt als Katharerhochburg.[22]

Die neuen Landschaftskärtchen haben Auswirkung auf die Wertung von Städten und Wiesen. So verliert eine belagerte Stadt an Wert. Bei Abschluss zählt sie einen Punkt weniger pro Karte. Wird sie bis Spielende nicht abgeschlossen, wird sie gar nicht gewertet. Im Gegensatz dazu verdoppelt sich der Wert einer belagerten Stadt am Ende des Spiels für die auf der Wiese befindlichen Bauern.[22]

Die Karten lagen sowohl dem Carcassonne-Almanach als auch Heft 5/2004 der Spielbox bei, einem Spiele-Magazin, welches vom Verlag Nostheide herausgegeben wird. Beide Zeitschriften sind seitens des Verlages nicht mehr erhältlich.[23] Eine neu gestaltete Version der Katharer ist Teil der englischen Mini-Erweiterung Cult, Siege and Creativity.

Der Graf von Carcassonne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erweiterung besteht aus zwölf Kärtchen und einer Holzfigur.[24]

Die zwölf Kärtchen werden vor dem Spiel ausgelegt und bilden zusammengesetzt die Stadt Carcassonne. Die ausgelegte Stadt ersetzt damit die eigentliche Startkarte aus dem Grundspiel. Schließt ein Spieler durch Anlegen seiner Karte ein Gebiet, so dass ein Gegenspieler Punkte erhält, der am Zug befindliche Spieler jedoch keine, so darf dieser einen seiner Gefolgsleute in einen Stadtteil Carcassonnes stellen sowie die Holzfigur „Graf“ versetzen. Carcassonne selbst besteht aus den vier Stadtteilen Schloss, Schmiede, Kathedrale und Markt, welche mit den bekannten Gebieten Stadt, Straße, Kloster und Wiese korrespondieren. Wenn es im weiteren Spielverlauf zu einer Wertung kommt, dürfen die Spieler der Reihe nach Gefolgsleute aus dem entsprechenden Stadtteil Carcassonnes in das zu wertende Gebiet versetzen, um so die Mehrheitsverhältnisse zu verändern. Der Graf blockiert allerdings Gefolgsleute, die mit ihm im selben Stadtteil stehen.[24]

Der Graf von Carcassonne ist auch Teil der Erweiterung Graf, König und Konsorten.[24]

Der Fluss II[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die limitierte Auflage der Mini-Erweiterung Der Fluss schnell vergriffen war, entschloss sich der Verlag zur Herausgabe einer Fortsetzung. Unter dem Namen Der Fluss II wurde im Juni 2005 erneut eine limitierte Auflage an Fachhändler ausgeliefert.

Wie schon Der Fluss besteht auch diese Erweiterung aus zwölf Landschaftskärtchen, die mit dem Grundspiel zusammen verwendet werden können. Die Unterschiede zu den ersten Flusskarten sind eine „Flussgabelung“ sowie Elemente aus den ersten drei großen Erweiterungen auf den Karten.[19]

Wegen der großen Nachfrage wurde Der Fluss II schließlich der Erweiterung Graf, König und Konsorten beigelegt.[19] Der Fluss II befindet sich auch in der Big-Box-Edition 2008.

mini expansion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Winter-Ausgabe 2006 des US-Magazins Games Quarterly lag eine Mini-Erweiterung bei. Sie besteht aus zwölf neuen Landschaftskärtchen, darunter zwei Flusskärtchen. Es finden sich Elemente aus den ersten beiden Erweiterungen und Der Fluss II wieder.[25]

Die Kultstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bereits aus Graf, König und Konsorten bekannte Mini-Erweiterung lag unter dem Namen Die Kultstätte dem Ende August 2008 erschienen Hans-im-Glück-Almanach bei.[23]

Cult, Siege and Creativity[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die englische Mini-Erweiterung bestehend aus zwölf Kärtchen und wurde Anfang Oktober 2008 von Rio Grande Games herausgegeben.[26]

Fünf der sechs Cult-Landschaftskärtchen entsprechen den Kultstätten aus Graf, König und Konsorten. Das sechste Kärtchen wurde neu entworfen. Die vier Siege-Kärtchen gleichen vom Spielprinzip her denen aus Die Katharer, sind jedoch anders gestaltet. Zwei weitere Kärtchen sind komplett weiß, um Landschaften selbst zu entwerfen (Creativity).[26]

Der Tunnel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mini-Erweiterung besteht aus vier Landschaftskarten und zwölf Markierungschips und lag dem Magazin Spielbox in seiner Ausgabe 6/2009 bei.[27]Das Magazin ist im Oktober 2009 erschienen und inzwischen vergriffen.[23]

Die Straßen enden nicht an den Tunneln sondern erst, wenn zwei Tunnelenden mit den Markern der eigenen Farbe markiert sind. Straßen, die auf einen Tunnel zulaufen ohne Marker gelten nicht als vollendet. Dabei können die Spieler festlegen, ob nur die vier Karten dieser Erweiterung gelten oder alle mit Tunnel.[27]

Die Karten wurden, wie bei allen Erweiterungen aus dem Magazin Spielbox, mit einem kleinen regelmäßigen Fünfeck zur Trennung für Spiele ohne bestimmte Erweiterungen gedruckt.[27]

Die Kornkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erweiterung besteht aus sechs Kärtchen, auf denen neben den üblichen Landschaftselementen jeweils ein Kornkreis abgebildet ist.[28]

Es gibt drei unterschiedliche Kornkreissymbole, durch die Gefolgsleute auf einer Wiese, einer Straße oder einer Stadt betroffen sind. Der aktive Spieler bestimmt beim Anlegen einer Kornkreiskarte, ob seine Mitspieler einen ihrer Gefolgsleute zu einem weiteren auf das entsprechende Gebiet setzen oder vom Gebiet entfernen müssen.[28]

Die Mini-Erweiterung war zunächst nur über eine Sonderausgabe des Grundspiels für den Fachhandel erhältlich. Nach Abverkauf der Sonderausgabe war die Erweiterung über den Verlag zu beziehen. Mittlerweile ist sie aber nicht mehr verfügbar.[28] Mit den Minis liegt in jeder der sechs Schachteln eine Karte der zweiten Version bei.

Die Karten wurden mit einer kleinen Ähre zur Trennung für Spiele ohne bestimmte Erweiterungen gedruckt.[28]

Die Pest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich hierbei um eine Mini-Erweiterung, welche dem Magazin Spielbox in seiner Ausgabe 6/2010 beilag und von Christwart Conrad entwickelt wurde. Das Heft ist am 19. Oktober 2010 erschienen und inzwischen vergriffen. Einzelne Erweiterungen können noch erworben werden.[23]

Die Erweiterung besteht aus sechs Landschaftskarten, sechs Pestherdkarten und 18 Flohchips.[29]

Zuerst müssen 17 Karten gespielt werden, ehe möglicherweise eine Karte mit Pestherd gezogen wird. Ausgehend vom Pestherd müssen dann die Flohchips pro Zug an das Pestgebiet horizontal oder vertikal gelegt werden. Wenn ein neuer Pestherd entsteht, werden die Chips dort angelegt. Wenn alle 18 ausgelegt wurden, werden beginnend vom Pestherd mit der niedrigsten Nummer die Herde rumgedreht. Alle zugehörigen Chips werden auf inaktiv gedreht. Mindestens ein Herd muss aber bestehen bleiben. Die inaktiven Chips werden dann genommen und vom ältesten Pestherd dort angelegt. Wachsen Gebiete zusammen, werden inaktive Chips wieder aktiviert. Im aktuellsten Pestgebiet werden, sobald alle 18 Chips liegen, diese innerhalb des Gebietes bewegt.[29]

Während die Pest wütet, darf pro Zug ein Gefolgsmann innerhalb des Bauwerkes beliebig verschoben werden. Werden Gefolgsleute von der Pest erreicht müssen die Spieler diese zurück nehmen.[29]

Die Karten wurden, wie bei allen Erweiterungen aus dem Magazin Spielbox, mit einem kleinen regelmäßigen Fünfeck zur Trennung für Spiele ohne bestimmte Erweiterungen gedruckt.[29]

Das Fest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mini-Erweiterung besteht aus zehn neuen Landschaftskärtchen und ist Teil der Carcassonne-Jubiläumsedition.[1];Sie ist jedoch inzwischen auch separat erhältlich.

Wenn ein Spieler eine Fest-Karte ausgelegt hat, darf er entweder eine eigene Figur nach den üblichen Regeln auf diese Landschaftskarte stellen oder eine Figur von der gesamten Auslage zurück in seinen Vorrat nehmen.[1]

Das Gefolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gefolge besteht aus einer kleinen transparenten Kunststoffbox in Form eines Gefolgsmanns, welche sechs farbig-transparente Spielfiguren (genannt „Phantom“) beinhaltet, je eine für jeden Spieler. Die Kunststoffbox ist in sechs verschiedenen Farben – gelb, rot, blau, lila, grün und schwarz – erhältlich.[30] Der Erscheinungstermin war der 15. März 2011.

Die Spieler haben die Möglichkeit, ihr Phantom als zweiten Gefolgsmann auf eine soeben gelegte Karte zu stellen. Das Phantom fungiert dann wie ein normaler Gefolgsmann. Alternativ kann das Phantom auch einzeln, als achter Gefolgsmann, gesetzt werden.[30] Kompatibilitätsprobleme bestehen hier zur Carcassonne-Jubiläumsedition, in der auch die normalen Gefolgsmänner aus diesem transparenten Kunststoff bestehen.

Die Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schule besteht aus zwei Landschaftskarten, die zusammen eine Schule abbilden, sowie einer Lehrer-Figur und einem kleinen Stoffbeutel in zufälligen Farben. Der komplette Erlös kommt dem Verein Rainbow over Ghana zugute, um damit ein Schulprojekt am Lake Bosumtwi in Ghana zu finanzieren.[31] Ihre Premiere hatte die Mini-Erweiterung in einer Zusammenstellung mit der Dominion-Promotionkarte Carcassonne auf der Essener Spielemesse SPIEL '11, ist jedoch inzwischen auch separat erhältlich.

Die Karten werden direkt an die Startkarte angelegt. Ziel ist es, die Schule mit Schülern zu versorgen, indem mindestens eine der fünf abgehenden Straßen abgeschlossen wird. Als Belohnung erhält der jeweilige Spieler den Lehrer bis zur nächsten Wertung im Spiel, an der er vollständig partizipiert. Danach kommt der Lehrer zurück auf die Schule.[31]

Carcassonne Minis 1 bis 7[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Mini-Erweiterungen wurden Anfang 2012 zur Nürnberger Spielwarenmesse vorgestellt. Jede der sechs Erweiterungen besteht aus jeweils acht Karten, verschiedenen Holzteilen und Spielregeln. Außerdem enthält jede der Erweiterungen zusätzlich eine Karte „Kornkreise“. Die Regeln dazu sind die gleichen, wie bei der zuvor separat erschienenen Mini-Erweiterung Kornkreise. Die Karten selbst sind allerdings anders gestaltet.[32]

Mini 1 (Die Fluggeräte)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenn eine Karte mit Fluggerät-Symbol angelegt wird, kann der Spieler versuchen einen Gefolgsmann ins Spiel zu bringen. Durch das Anlegen, wird die Richtung des Fluges festgelegt. Ein Würfel bestimmt dann, wie weit der Flug geht. Auf der ausgewürfelten Karte darf der Gefolgsmann (auch in besetzte Gebiete) eingesetzt werden. In fertigen Bauwerken und auf Wiesen darf er nicht landen. Wer über das Spielfeld hinausfliegt, hat ebenfalls Pech gehabt.[33]

Mini 2 (Die Depeschen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeder Spieler erhält eine Gefolgsfrau, die als weitere Zählfigur auf die Wertungstafel gestellt wird. Bei Wertungen kann man nun entscheiden, welche der beiden Figuren gezogen wird. Gelingt es dem aktiven Spieler mit einer der Wertungsfiguren auf ein dunkles Feld (5, 10, 15, etc.) zu gelangen, zieht er eine von acht Depeschenkarten und kann die auf der Karte angegebene Aktion durchführen oder zwei Punkte erhalten. Dabei kann er zum Beispiel neue Karten ziehen oder bestimmte Gebiete direkt werten.[34]

Mini 3 (Die Fähren)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem eine Karte mit einem See und Stegen angelegt wurde, wird eine Verbindung durch ein Holzstäbchen geschlossen. Zwei der Straßenenden werden dabei durch diese „Fähre“ verbunden und bilden eine nun durchgehende Straße. Immer wenn eine Fährenstraße verlängert wird, kann die Fähre auf der Karte neu umgelegt werden. Wenn dadurch eine Fährverbindung gekappt wird, wird diese sofort gewertet.[35]

Mini 4 (Die Goldminen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem eine Karte mit Goldsymbol angelegt wurde, wird auf diese und eine angrenzende Karte jeweils einer von 16 „Goldbarren“ aus Holz gelegt. Wer später im Spiel ein Bauwerk fertigstellt, auf dessen Karten Goldbarren liegen, darf diese an sich nehmen. Dabei ist es wichtig möglichst viele der Goldbarren zu sammeln. Je mehr man davon hat, desto mehr zählt der Einzelne bei der Schlusswertung.[36]

Mini 5 (Magier & Hexe)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem eine Karte mit Magiersymbol angelegt wurde, muss der aktive Spieler entweder die Hexe oder den Magier ins Spiel bringen oder versetzen. Die beiden Figuren werden nur auf eine Straße oder in eine Stadt gestellt. Steht bei einer Wertung ein Magier im Bauwerk, bringt er einen Extrapunkt pro Karte des Bauwerkes. Steht die Hexe bei der Wertung in einem Bauwerk, werden die Punkte halbiert.[37]

Mini 6 (Die Räuber)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wird eine Karte mit einem Räubersymbol ins Spiel gebracht, dürfen der aktive Spieler und der nächste, der sie auf der Hand hat, ihre Räuberfiguren zu Gefolgsleuten auf die Wertungstafel stellen. Bekommen diese im weiteren Spielverlauf dann Punkte, erhält der Spieler mit dem Räuber einmalig die Hälfte der Punkte dazu. Dies gilt nicht, wenn die Punkte erraubt wurden. Stattdessen zieht der Räuber mit. Nach Erhalt der Punkte kehrt der Räuber auf die Hand zurück.[38]

Mini 7 (Die Kornkreise II)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jede der sechs Mini-Erweiterungen enthält zusätzlich eine Karte. Zusammen ergeben sie Kornkreise II. Die Regeln dazu sind dieselben, wie bei der zuvor separat erschienenen Mini-Erweiterung Die Kornkreise. Die Karten selbst sind allerdings anders gestaltet.[39]

Die Windrosen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mini-Erweiterung Die Windrosen besteht aus sechs Landschaftskarten mit Windrosen-Symbolen. Durch eine neue Startkarte wird das Spielfeld gemäß der Himmelsrichtungen in Norden und Süden eingeteilt. Durch Anlegen einer weiteren Windrosen-Karte in „seinem“ Abschnitt erhält der Spieler drei Punkte unabhängig von anderen Wertungen. Die blaue Windrose ändert dies. Die Mini-Erweiterung konnte auf der modell-hobby-spiel 2012 in Leipzig, während der „Carcassonne on Tour“-Events und seit November 2013 auch im Handel erworben werden.[40] Sie lag außerdem mit neugestalteten Karten und leicht abgewandelten Regeln dem Magazin Spielbox in der Ausgabe 5/2013 bei.[23]

Die Häuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Häuser ist eine Mini-Erweiterung, die dem Magazin Spielbox in der Ausgabe 5/2012 beilag[23] und seit November 2013 auch im Handel erhältlich ist.

Die Erweiterung besteht aus 18 Häuser-Kärtchen, die zu Beginn gleichmäßig an die Mitspieler verteilt werden und anstelle eines Gefolgsmanns gelegt werden dürfen. Es sind drei verschieden Häuser Typen: : je sechs Häuser, sechs Türme und sechs Schuppen. Bei einer Wertung erhalten Gebiete mit angrenzenden Häusern zusätzliche Punkte. [41]

Die Belagerer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Belagerer ist eine aus sechs Landschaftskärtchen bestehende Mini-Erweiterung. Zu der bereits 2008 erschienen amerikanische Variante Cult, Siege and Creativity mit vier komplett anderen Landschaftskärtchen, bildet diese nun die Fortsetzung der Belagerer (Siege) und der Katharer. Die Regeln dazu sind dieselben wie bei der zuvor separat erschienenen Mini-Erweiterung Die Katharer. Die Karten selbst sind jedoch anders gestaltet. Auf den Karten ist zur Trennung von anderen Karten ein kleiner Helm abgebildet.[42]

Die Erweiterung ist Teil einer exklusiv von der Handelskette Müller vertriebenen Sonderedition. Dieser liegt neben dem Grundspiel auch die Erweiterung Graf, König und Konsorten bei.[43] Seit Oktober 2014 ist die Mini-Erweiterung auch über den Online-Shop des Verlags erhältlich.

Mini-Erweiterungen Klöster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 erschienen zwei Mini-Erweiterungen die verschiedene deutsche, sowie niederländischen und belgische Klöster („Holländische Klöster“) zeigen. Sie umfassen jeweils sechs Landschaftskärtchen und ersetzten oder ergänzen die bisherigen Klöster. Beide Erweiterungen sind im Handel erhältlich. Zur Unterscheidung von weiteren Erweiterungen sind die Kärtchen mit einem Mönch gekennzeichnet.[44][45]

Bei den Klöstern kann zwischen zwei verschiedenen Wertungen gewählt werden: Wie üblich als Mönch oder aber als Abt, wobei dieser auf die Seite gelegt wird. Bei der Wertung als Abt verbleibt dieser bis zum Ende des Spiels auf dem Kloster und bekommt so viele Punkte, wie vom Kloster aus Karten durchgängig vertikal und horizontal gezählt werden können.[44]

Die deutschen Klöster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutschen Klöster zeigen: Kloster Andechs, Kloster Eberbach, Kloster Lorch, Kloster Maria Laach, Kloster St. Marienthal und Kloster Maulbronn.

Die holländischen Klöster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die holländischen Klöster zeigen vier belgische Klöster: Abdij Westmalle, Abdij Averbode (Abtei Averbode), Sint-Trudoabdij Brugge und Abdij OLV Nazareth Brecht – sowie zwei niederländische Klöster: Klooster Huissen und Klooster Heilig Hart Steyl. Diese Erweiterung liegt einer Version des niederländischen Grundspiels bei.

Halb so wild I[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halb so wild I ist eine Mini-Erweiterung, die dem Magazin Spielbox in der Ausgabe 5/2014 beilag.[23] Sie besteht aus zwölf „halben“ Dreieckkarten, die sich im Design von Halb so wild II unterscheiden. Auf den Karten ist zur Unterscheidung von weiteren Erweiterungen ein regelmäßigen Fünfeck abgebildet.

Jeder Spieler erhält zwei Dreieckskarten. Anstatt regulär eine Karte zu ziehen, kann der Spieler alternativ auch eine seiner Dreieckskarten anlegen. Dabei dürfen nur die kurzen Seiten an den anderen Karten anliegen. Das Kloster gilt dann als fertig, wenn eine weitere Dreieckskarte im Umkreis angelegt wird.[46]

Halb so wild II[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mini-Erweiterung Halb so wild II besteht aus zwölf „halben“ Dreieckkarten, die sich im Design von Halb so wild I unterscheiden mit diesen aber kompatibel ist. Auf den Karten ist zur Trennung von weiteren Erweiterungen ein kleiner Gefolgsmann und einem „C“ abgebildet.[46]

Burgen in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgen in Deutschland ist eine Mini-Erweiterung aus dem Jahre 2015. Sie besteht aus sechs Doppel-Landschaftskärtchen mit verschiedenen Burgen Deutschlands, welche per Wahlverfahren im Carcassonne-Forum[47] ausgewählt wurden. Zu Beginn des Wahlverfahrens standen jeweils zu den Gebieten Ost, West, Nord, Süd und Mitte mehrere Burgen zur Auswahl; durchsetzen konnten sich die Festung Königstein, die Wartburg sowie die Burgen Konradsheim, Eltz, Bentheim und Rieneck. Die Burgen werden vor Spielbeginn verteilt und können während des Spiels anstellen des Ziehens eines Landschaftskärtchen gelegt werden. Die Wertung ist ähnlich der der Klöster. Außerdem gibt es zusätzliche drei Punkte für Städte oder Straße die an der Burg beginnen.[48]

Darmstadt spielt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darmstadt spielt ist eine weitere Mini-Erweiterung, die vom Spielekreis Darmstadt anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums 2014 herausgegeben wurde. Sie umfasst neben Mini-Erweiterungen für Hugo – das Schlossgespenst, Zooloretto, Die Siedler von Catan und Village Port auch drei Landschaftskärtchen für Carcassonne welche Darmstädter Gebäude zeigen. Zwei sind Klosterkärtchen und zeigen die Russische Kapelle und die Kirche St. Ludwig, die andere ist ein Stadtkärtchen welche das Darmstadtium zeigt. Für alle drei Kärtchen gibt es erweiterte Regeln für die Punktezählung. Erhältlich war die Erweiterung nur auf den Internationale Spieltagen sowie der Veranstaltung „Darmstadt spielt“ im Jahre 2014.

Die Karten wurden mit einer stilisierten Lilie aus dem Darmstädter Stadtwappen zur Trennung für Spiele ohne bestimmte Erweiterungen gedruckt.

Fan-Erweiterungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusätzlich zu den offiziellen Erweiterungen gibt es auch Fan-Erweiterungen, die von der Fan-Gemeinschaft erdacht und bisweilen auch produziert werden. Diese reichen von Regeländerungen, die das Spielgleichgewicht erhalten sollen bis hin zu Versuchen, diese kommerziell zu vertreiben. Auch können diese den Umfang einer großen Erweiterung erreichen. Zwei dieser Erweiterungen entstanden in Zusammenarbeit mit dem Carcassonne-Forum[47] und haben es geschafft, offiziell vom Hans im Glück Verlag benannt zu werden. Sie stehen auf Homepage des Verlages zum Herunterladen bereit:[49] „Die Stadttore“ (Autor: Christof Struck und Hans-Dietrich Pester)[50] und „Der Osterhase“ (Autor: Fritz Spinne).[51]

Ebenso werden auch Spielfiguren in zusätzlichen Farben angeboten, um Spiele mit mehreren Mitspielern zu ermöglichen.

Carcassonne-Sondereditionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schicksalsrad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Das Schicksalsrad handelt es sich um eine eigenständige Version von Carcassonne. Das Spiel beinhaltet Landschaftskarten und Gefolgsleute ähnlich wie das Grundspiel, wurde aber um die „Schicksalsradtafel“ und zugehörige Regeln erweitert. Die Schicksalsradtafel dient als Startplan, an den im Laufe des Spiels die Landschaftskarten angelegt werden und der neue Aktionen mit sich bringt. Auf einigen Landschaftskarten befinden sich Schicksalsradsymbole mit einer Wertigkeit von 1 bis 3. Wird eine solche Karte gezogen, wandert das „Glücksschwein“ auf dem Schicksalsrad um die angegebene Zahl weiter auf ein neues Aktionsfeld. Aktionen wie „Steuern“, „Hungersnot“ oder „Unwetter“ sowie die auf dem Schicksalsrad befindlichen „Kronenfelder“ bescheren den Mitspielern Zusatzpunkte.

Die Version kann mit den sowohl mit Carcassonne-Erweiterungen als auch mit dem Grundspiel kombiniert werden. Sie liegt ebenfalls der Big-Box-Edition 2014 bei.

Das Spiel erschien in Deutschland in einer speziellen Sonderedition und wird zusammen mit dem Roman Carcassonne – Das Schicksalsrad von Helene Luise Köppel ausgeliefert und von der Autorin sowie dem Spieleautor Klaus-Jürgen Wrede signiert.

Carcassonne Jubiläumsedition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Edition ist zum zehnjährigen Jubiläum von Carcassonne am 15. März 2011 erschienen. Neben den bekannten Karten aus dem Grundspiel und den zehn neuen Landschaftskarten sind Spielfiguren aus transparentem Kunststoff, sowie die Mini-Erweiterung Das Fest enthalten. Die Verpackung hat die Form eines Gefolgsmanns.

Big-Box-Editionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Big-Box-Editionen sind eine Zusammenstellung des Grundspiels mit mehreren Erweiterungen. Die Schachteln sind so gestaltet, dass alle Karten einer Erweiterung einen entsprechenden Platz in der Box besitzen und dadurch insgesamt mehr Ordnung in der Verpackung möglich ist. Mittlerweile gibt es fünf verschiedene Big-Box-Editionen. Für eine detaillierte Auflistung der verschiedenen Big-Box-Editionen, siehe Vergleich der verschiedenen Editionen.

spezielle Verlagseditionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Verlage die Carcassonne außerhalb Deutschlands vertreiben, brachten eigene Zusammenstellungen ähnlich den Big-Box-Editionen heraus.

Rio Grande Games[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2003 brachte Rio Grande Games noch vor dem Erscheinen der Big-Box-Editionen die englischsprachige Limited Edition in einer goldfarbenden Verpackung heraus. Sie enthält neben dem Grundspiel, die beiden ersten Erweiterungen Erweiterungen: Wirtshäuser und Kathedralen, Händler und Baumeister, sowie die Mini-Erweiterung Der Fluss.[52]

Der Big-Box-Edition (2006) die Rio Grande Games vertrieb lag zusätzlich die Mini-Erweiterung Der Fluss II bei.

Lautapelit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der finnische Verlag Lautapelit brachte 2006 die Edition Kreivi ja Kuningas (deutsch Graf und König) heraus. Diese besteht aus dem Grundspiel und den drei Mini-Erweiterungen: König und Späher, Der Fluss II und Der Graf von Carcassonne.[53]

hobby world[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der russische Verlag hobby world brachte bisher folgende, eigene Editionen heraus:

  • 2012 erschien die aus Das Schicksalsrad und der 8. Erweiterung (Brücken, Burgen und Basare) bestehenden Edition Колесо фортуны (deutsch Schicksalsrad).[54]
  • Die 2011 erschienen Edition Предместья и обитатели (deutsch Vororte und Einwohner) besteht aus Grundspiel und den ersten beiden, der fünften Erweiterung und der Mini-Erweiterung König und Späher.[55] 2013 wurde diese Zusammenstellung unter dem Namen Королевский Подарок (deutsch Königliches Geschenk) in einer größeren Verpackung neu aufgelegt.[56]
  • Außerdem erschien die Carcassonne-Edition Дворяне и Башни (deutsch Adlige und Türme), bestehend aus dem Grundspiel, der dritten und vierten Erweiterung sowie den drei Mini-Erweiterung: Die Kornkreise, Die Kultstätte und Der Fluss II.[57]

weitere Editionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vergleich der verschiedenen Editionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersicht der verschiedenen Big-Box-Editionen im Vergleich zu anderen Editionen
Edition
2006
Edition
2008
Edition
2010
Edition
2012
Edition
2014a
Limited
Editiond
Müller
Editione
Jubiläums-
Edition
Carcassonne (Grundspiel) Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Wirtshäuser und Kathedralen (1. Erweiterung) Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Händler und Baumeister (2. Erweiterung) Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Burgfräulein und Drache (3. Erweiterung) Ja Ja Ja
Der Turm (4. Erweiterung) Ja
Abtei und Bürgermeister (5. Erweiterung) Ja Ja
Graf, König und Konsorten (6. Erweiterung) Ja Ja
Brücken, Burgen und Basare (8. Erweiterung) Ja
Schafe und Hügel (9. Erweiterung) Ja
Der Fluss I (Mini-Erweiterung) Yellow check.svgc Jab Ja
Der Fluss II (Mini-Erweiterung) Ja
Die Fluggeräte (1. Mini-Erweiterung) Ja
Die Depeschen (2. Mini-Erweiterung) Ja
Die Fähren (3. Mini-Erweiterung) Ja
Die Goldminen (4. Mini-Erweiterung) Ja
Magier & Hexe (5. Mini-Erweiterung) Ja
Die Räuber (6. Mini-Erweiterung) Ja
Die Kornkreise 2 (Extra Mini-Erweiterung) Ja
Die Belagerer (Mini-Erweiterung) Ja
Das Fest (Mini-Erweiterung) Ja
Schicksalsrad Ja
a Die Edition 2014 enthält erstmals Figuren für acht Spieler – zu den normalen Farben kommen Pink und Violett.
b Karten um Symbole für Erweiterung Schafe und Hügel ergänzt
c nur in der englischsprachigen Version von Rio Grande Games enthalten
d von Rio Grande Games herausgebrachte englischsprachige Edition
e exklusiv von der Handelskette Müller vertriebenen Sonderedition

Reise-Carcassonne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Jahr 2007 erschienene Reise-Version des Grundspiels zeichnet sich lediglich durch kleinere Landschaftskärtchen und Spielfiguren aus. Die Größe der Landschaftskärtchen entspricht mit 35 mm Kantenlängen denen des später erschienen Carcassonne Demo-Spiel. Ein bedruckter Stoffbeutel dient zudem als Zählleiste.

Carcassonne Winter-Edition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hierbei handelt es sich um das Grundspiel in neuer, winterlicher Illustration sowie zwölf zusätzlichen Landschaftskärtchen mit Tiermotiven. Es wird nicht empfohlen diese mit dem anderen Carcassonne-Spielen zu kombinieren. Die grafische Gestaltung geschah durch Anne Pätzke.[58]

Der Lebkuchenmann (Mini-Erweiterung)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese nur zusammen mit der Carcassonne Winter-Edition spielbare Erweiterung besteht aus sechs Landschaftskärtchen und einer neue Spielfigur, die den Spielern bei Erscheinen der Karten Punkte bringt.[59]

Die Kornkreise (Mini-Erweiterung)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Adventskalender 2015 von frostedgames lagen 24 Mini-Erweiterungen für 24 verschieden Brett- und Legespiele (u. a. für Siedler von Catan, Zooloretto, Die Burgen von Burgund und Colt Express), darunter am 23. Dezember sechs Landschaftskärtchen entsprechend der Mini-Erweiterung Die Kornkreise für die Winter-Edition.[60]

Carcassonne – Neue Edition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 erschien eine neugestaltete Version des Ur-Spiels. Die Regeln wurden überarbeitet um den Zugang noch einfacher zu gestalten und die Landschaftskärtchen neu gestalten. Sie enthält die beiden Mini-Erweiterungen Der Fluss und Der Abt.[20]

Auch die ersten zwei Erweiterungen erschienen in dieser überarbeiteten Version. Es folgen demnächst die 3. und die 5. Erweiterung im neuen Layout.

Carcassonne Demo-Spiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015 wurde ein Demo-Version im Design der Neuen Edition vorgestellt. Diese soll Menschen die das Spiel noch nicht kennen, dieses bekannt machen und so einen leichten Einstieg ermöglichen. Sie umfasst nur 20 Landschaftkärtchen und nur vier rote und vier blaue Gefolgsleute im Gegensatz zu den 72 Landschaftskärtchen und den 40 Gefolgsleuten (8 × 5 Farben) des Grundspiels. Die Kärtchen und auch die Gefolgsleute sind kleiner als die des Grundspiel und so mit nicht mit diesem oder den Erweiterungen spielbar. Die Größe der Kärtchen entspricht mit 35 mm× 35 mm denen des Reise-Carcassonne[61]

Es ist aktuell nur bei Veranstaltungen im Rahmen von „Carcassonne on Tour“ verfügbar. Die niederländische Version des Spiels lag der 25-Jahre-Geschenkbox von 999 Games bei.

Eigenständige Spiele basierend auf Carcassonne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den großen Erfolg der Carcassonne Ur-Variante gibt es neben den vielen Erweiterungen auch eigenständige Spiele, die denselben Mechanismus mit abgewandelten und anderen Regeln verwenden.

Die Jäger und Sammler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jäger und Sammler ist eine eigenständige Variante, welche thematisch in einer prähistorischen Zeit angesiedelt ist. Auch hier ist das Ziel des Spiels, durch geschicktes Anlegen von Landschaftskärtchen und das Platzieren von Gefolgsleuten Punkte zu ergattern. Bei den neuen Spielelementen und -gebieten handelt es sich um Wälder, Flüsse und Seen, Mammuts und Säbelzahntiger sowie Hütten.

Das Spiel kann durch die fünf Kärtchen der Mini-Erweiterung König und Späher ergänzt werden.

Die Burg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg ist ein eigenständiges Spiel für zwei Personen von Reiner Knizia. Innerhalb einer vorgegebenen Burgmauer, welche zugleich als Zählleiste dient, werden abwechselnd die Burgkarten ausgelegt. Die Spieler können dabei ihre Gefolgsleute auf Straßen, Türme, Häuser oder Höfe stellen. Der erfolgreiche Abschluss dieser Gebiete bringt dem Spieler wie gewohnt Punkte. Eine Besonderheit des Spiels ist die Spielfigur „Palas“, welche am Ende des Spiels das größte Haus markiert, sowie die Mauerplättchen auf der Zählleiste, welche zahlreiche Boni beinhalten.

Die Baumeister des Königs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die eigenständige Carcassonne-Variante Die Baumeister des Königs spielt thematisch zur Zeit König Salomos. Ziel der Spieler ist es, Salomos Reich auszubauen, d. h. Städte zu errichten, Straßen zu bauen, die Schafzucht voranzutreiben sowie den Transport der Bundeslade in die Tempelanlagen zu übernehmen. Das Spielprinzip ähnelt den gewohnten Regeln, jedoch sind einige Elemente geändert bzw. neu hinzugefügt worden. Dies betrifft beispielsweise die Tempel als neue Landschaftsgebiete sowie den Einsatz von Propheten und der Bundeslade, um zusätzliche Punkte hinzuzugewinnen.

Die englischsprachige Variante des Spiels trägt den Namen The Ark of the Covenant und basiert auf der Landnahme Kanaans durch das Volk Israel. Bis auf geringfügige Abweichungen gleichen die Regeln denen der deutschen Version. Das Spiel wird vom US-amerikanischen Hersteller Inspiration Games angeboten.

Die Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dieser in einer Holzkiste ausgelieferten Variante des Spiels werden Wohngebiete, Straßen und Märkte errichtet, welche nach und nach zu einer Stadt zusammenwachsen. Auch hier ermöglicht die geschickte Platzierung von Gefolgsleuten auf den jeweiligen Gebieten den Zugewinn von Punkten. Eine Besonderheit bieten die Mauer- und Turmelemente, welche im Laufe des Spiels die Stadt umranden. Auf diese Weise verringern sich die Expansionsmöglichkeiten der Stadt und Gebiete können abgeschlossen werden. Zudem dürfen die Mitspieler ihre Gefolgsleute als Wächter auf die Mauerelemente setzen. Jeder Wächter „bewacht“ eine Reihe von Stadtkarten und erhält am Ende des Spiels für jedes abgebildete Gebäude in dieser Reihe Zusatzpunkte.

Neues Land[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carcassonne: Neues Land

Neues Land ist ein eigenständiges Spiel aus dem Jahr 2006, das von Klaus-Jürgen Wrede und Leo Colovini entwickelt wurde und auf dem Grundprinzip des Ur-Carcassonne basiert. Die Bewohner von Carcassonne werden zu Räubern, Seefahrern oder Entdeckern. Ihre Aufgabe besteht darin, Grasland, Berge und Meere zu erforschen. Den Zeitpunkt einer Wertung kann der Spieler nun selbst bestimmen, was eine direkte Punktevergabe zur Folge haben kann.

Die Illustrationen erfolgten durch Fabio Visintin und Stefano Mondini.

Mayflower[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich dabei um ein eigenständiges Spiel, bei dem es thematisch um die Besiedelung Amerikas geht. Der Spielablauf folgt dem bekannten Prinzip. Fertigzustellende Gebiete und Bauwerke sind Wege, Städte, Farmen und Ebenen, welche den aus dem Grundspiel bekannten Straßen, Städten, Klöstern und Wiesen entsprechen. Mit dem Aufbau der Landschaft wird an der Ostküste Amerikas begonnen, welche als Spielbrett mit zehn Startfeldern vorliegt. Als neues Element kommen die Landvermesser ins Spiel, die den Treck nach Westen verfolgen. Östlich der Landvermesser stehende Siedler werden im Laufe des Spiels entfernt.

In Mayflower sind Analogien zu bestehenden Carcassonne-Varianten erkennbar. Die Schlusswertung von Siedlern auf den Ebenen ähnelt der Schlusswertung von Die Jäger und Sammler, bei der der Besitzer einer Ebene für jedes dort befindliche Tier einen Punkt erhält. An den Wegen anliegende Handelsposten geben Zusatzpunkte wie die Oasen aus Die Baumeister des Königs. In Städten befindliche Flaggen entsprechen den Wappen aus dem Grundspiel. Ähnlich wie die Wächter aus Die Stadt haben die Landvermesser Einfluss auf eine „Reihe“ des Landschaftsbildes und bringen Zusatzpunkte.

Die englischsprachige Version trägt den Titel New World.[62]

Die Kinder von Carcassonne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die eigenständige Version von Carcassonne für zwei bis vier Spieler richtet sich insbesondere an junge Spieler ab vier Jahren. Die 36 Kärtchen werden reihum an das Landschaftsbild gelegt. Auf jeder Karte sind Wege abgebildet, wodurch sich die Karten ohne Einschränkungen miteinander kombinieren lassen. Weiterhin sind auf den Karten die Kinder von Carcassonne in den vier Farben der Spielfiguren abgebildet. Wird ein Weg nach den bekannten Regeln geschlossen, setzen die Mitspieler ihre Spielfiguren auf die abgebildeten Kinder. Sobald ein Spieler alle seine Figuren platziert hat, hat er gewonnen.

Cardcassonne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei dieser Variante handelt es sich um ein 2009 erschienenes Kartenspiel von Klaus-Jürgen Wrede und Karl-Heinz Schmiel für zwei bis fünf Spieler. Ziel des Spiels ist es, durch geschicktes Aneinanderreihen der Karten Punkte zu ergattern. Mit seinem Gefolgsmann sichert sich ein Mitspieler eine Kartenreihe. Punkte können sowohl während einer Runde als auch am Ende des Spiels erzielt werden. Die Motive der Spielkarten nehmen Bezug zum klassischen Carcassonne.[63]

Carcassonne – Das Würfelspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zum zehnjährigen Jubiläum von Carcassonne im März 2011 erschienen Variante Carcassonne – Das Würfelspiel besteht aus neun speziellen Würfeln, einem Stift und einem Notizblock. Die Metallverpackung hat die Form eines Gefolgsmanns.[64]

Carcassonne Südsee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Oktober 2013 erschienene Variante von Carcassonne für zwei bis fünf Spieler ab sieben Jahren spielt thematisch in der Südsee. Wie gewohnt legen die Spieler Kärtchen aus und platzieren auf diesen ihre Figuren, um durch abgeschlossene Gebiete Waren zu erhalten. Als weiteres Spielelement können Schiffe mit Waren beliefert und so Punkte errungen werden. Bei Carcassonne Südsee handelt es sich um das erste Spiel der Reihe Carcassonne around the World.

Freitag (Mini-Erweiterung)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mini-Erweiterung zu Carcassonne Südsee beinhaltet sechs neue Landschaftskärtchen sowie eine Holzfigur „Freitag“ (benannt nach dem Gefährten von Robinson Crusoe im gleichnamigen Roman von Daniel Defoe).[65]

Carcassonne Goldrausch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Oktober 2014 erschienene Variante von Carcassonne für zwei bis fünf Spieler ab acht Jahren spielt thematisch im Wilden Westen. Wie gewohnt legen die Spieler Kärtchen aus und platzieren auf diesen ihre Figuren. Als weiteres Spielelement kann in Berggebieten nach Gold geschürft und so Punkte errungen werden. Bei Carcassonne Goldrausch handelt es sich um das zweite Spiel der Reihe Carcassonne around the World.

Sheriff (Mini-Erweiterung)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mini-Erweiterung zu Carcassonne Goldrausch beinhaltet sechs neue Landschaftskärtchen sowie eine Holzfigur „Sheriff“.

Carcassonne – Star Wars Edition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2015 wurde die auf Star Wars basierende Version für zwei bis fünf Spieler ab sieben Jahren vorgestellt.[66] Hier werden als zusätzliches Element Konflikte um bereits gesetzte Planeten eingeführt, die mittels Würfeln ausgetragen werden.

Carcassonne – Über Stock und Stein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese im Oktober 2015 vorgestellte Variante von Carcassonne für zwei bis fünf Spieler ab acht Jahren beinhaltet 73 Landschaftsplättchen und 33 Erntechips (je 5× Apfel, Erdbeere, Kürbis, Sonnenblume und Getreide, sowie 8× Vogelscheuche), außerdem je fünf Spielfiguren und je zwei Ställe in den Farben Gelb, Rot, Grün, Blau und Schwarz. Die Regeln ähneln dem Grundspiel und der 2. Erweiterung.[67]

Straßen heißen jetzt Wege – die darauf befindliche Spielfigur Wanderer, die Städte ähneln den Äcker – die darauf befindlichen Spielfiguren heißen Bauern. Auf den Kärtchen mit Äckern können „Erntesymbole“ abgebildet sein. Für das Abschließen eines Ackers bekommt entsprechend den darauf abgebildeten „Erntesymbole“ Erntechips. Ziel ist es am Ende des Spiels Sets aus den fünf verschiedenen Erntechips zu bilden; die Vogelscheuche fungieren dabei als Joker. Als Neuerung hat man die Möglichkeit anstatt eine Spielfigur zu setzen, eine bereits gespielt Figur weiterzuziehen und dadurch Punkte zu bekommen.[67]

Die Ställe werden – ähnlich den Bauern im Ur-Carcassonne – auf die Wiesen gestellt. Hier gelten jedoch abweichende Regeln: Ställe dürfen nicht auf angrenzende Kärtchen gelegt werden und es gibt Extrapunkte für die auf manchen Wiesen abgebildete Tiere.[67]

Der Hans im Glück Verlag kooperiert bei diesem Spiel mit dem Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und dessen Kindergesundheitskampagne „ICH.MACH.MIT.“.[68]Die Sonderedition hat eine Auflage von rund 30.000 Stück, wovon ca. 21.000 Stück über den Einzelhandel vertrieben werden. Der Rest wird vom Bayerischen Gesundheitsministerium unter anderem an Gesundheitsämter, Ganztagesschulen und Leihbüchereien verteilt.[69]

Computerspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carcassonne und Die Jäger und Sammler wurden im Auftrag des Herausgebers Koch Media von der ukrainischen Softwarefirma Meridian ’93 für den Windows-PC umgesetzt. Mittlerweile existieren auch die erste und zweite Erweiterung des Brettspiels in einer gemeinsamen Computerspiel-Erweiterung für die PC-Umsetzung von Carcassonne. 2005 verlor Koch Media die Lizenz zum Verkauf einer PC Version an Microsoft. Das hat sich 2011 geändert, sodass eine von Deep Silver entwickelte PC-Umsetzung wieder erhältlich ist[70].

Es gibt auch eine Umsetzung als Browserspiel, unter anderem in der Brettspielwelt.

Eine Umsetzung von Carcassonne für Xbox Live Arcade kann kostenpflichtig heruntergeladen werden. Das Spiel ist online gegen Spieler aus aller Welt spielbar. Ein Computerspiel Carcassonne und ein Add-On von Koch Media sowie eine Collector’s Box (Kombination von Carcassonne-Add-On und der Umsetzung von Die Jäger und Sammler) sind auf Online-Marktplätzen erhältlich.

Koch Media konnte sich eine Umsetzungslizenz für Handheld-Konsolen sichern und bietet seit dem 23. Oktober 2009 eine Version des Spiels für den Nintendo DS an.[71]

Es gibt auch Varianten für Apple-iOS-Geräte[72], Android-Geräte[73], Windows-Phone-Geräte[74], Windows 8 (als Windows-App)[75], Blackberry-Smartphones und Java-Handys.

Meisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsche Meisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutschen Meisterschaften im Carcassonne finden seit 2003 jährlich auf den Internationale Spieltagen in Essen statt[76]. Ausrichter sind das Spielezentrum Herne[77], Hans im Glück Verlag und Schmidt Spiele. Bis 2006 gab es noch keine separate Weltmeisterschaft, die deutsche Meisterschaft wurde als Internationale Meisterschaft bezeichnet, da einzelne, internationale Spieler teilnehmen durften. Gespielt wird das Grundspiel ohne Erweiterungen.

Qualifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Teilnahme an der Meisterschaft werden Qualifikations- und Ranglistenturniere ausgetragen. Bei Qualifikationsturnieren ist der Sieger automatisch für die Deutsche Meisterschaft teilnahmeberechtigt. Jeder Spieler darf jährlich an nur einem Qualifikationsturnier teilnehmen. Bei den Ranglistenturnieren sammeln die Spieler Punkte für eine Rangliste. Jeder Spieler darf hierbei an beliebig vielen Turnieren teilnehmen. Die besten Spieler der Rangliste qualifizieren sich ebenfalls für das Finale in Essen. Die Anzahl hängt dabei von den noch zu vergebenen freien Plätzen ab.

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es werden sechs Runden Carcassonne im Schweizer System gespielt. Dabei wird eine Tabelle gebildet, wovon die ersten vier Spieler das Halbfinale beschreiten. Platz 1 der Tabelle spielt gegen Platz 4, Platz 2 gegen Platz 3. Anschließend werden die Sieger das Finale und die Verlierer das Spiel um Platz 3 austragen. Es wird immer eine Partie gespielt (Best of 1).

Sieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: 01. Internationale Carcassonne-Meisterschaft: Andreas Scholz
  • 2004: 02. Internationale Carcassonne-Meisterschaft: Steffen Krotz
  • 2005: 03. Internationale Carcassonne-Meisterschaft: Stefan Kopacz
  • 2006: 04. Deutsche Carcassonne-Meisterschaft: Ralph Querfurth
  • 2007: 05. Deutsche Carcassonne-Meisterschaft: Sebastian Trunz
  • 2008: 06. Deutsche Carcassonne-Meisterschaft: Sebastian Trunz
  • 2009: 07. Deutsche Carcassonne-Meisterschaft: Frank Weißgerber
  • 2010: 08. Deutsche Carcassonne-Meisterschaft: Roman-Andris Stahl
  • 2011: 09. Deutsche Carcassonne-Meisterschaft: Robert Mützner
  • 2012: 10. Deutsche Carcassonne-Meisterschaft: Volker Hehrs
  • 2013: 11. Deutsche Carcassonne-Meisterschaft: Robert Mützner
  • 2014: 12. Deutsche Carcassonne-Meisterschaft: Raimund Dreier
  • 2015: 13. Deutsche Carcassonne-Meisterschaft: Sebastian Trunz

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weltmeisterschaft findet jährlich seit 2006 auf den Internationale Spieltagen in Essen statt – ein oder zwei Tage nachdem der Deutsche Meister ermittelt wurde. Jedes Land ermittelt dabei seinen Teilnehmer in eigenen Qualifikationsturnieren. Der Modus unterscheidet sich dabei von Land zu Land.

Sieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carcassonne und Geocaching[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Erweiterung Die Windrosen nimmt Carcassonne Bezug auf das Outdoor-Hobby Geocaching. So heißt es auf der Website der Erweiterung: „Die Geo Cacher sind in Carcassonne eingefallen!“[40]

Anlässlich der Messe modell-hobby-spiel 2013 initiierte deren Veranstalter in Zusammenarbeit mit den Verlagen Hans im Glück und Schmidt Spiele dementsprechend eine GPS-Schnitzeljagd. 99 Meeples wurden u. a. in den Vereinigten Staaten, „in China, Polen, Tschechien, Frankreich, Österreich“ und Deutschland in Position gebracht, um sie von dort aus durch Anhänger des Spiels und durch Geocacher als Travel Bugs von „Versteck zu Versteck“ zur Leipziger Messe zu bringen.[81] 14 Meeples kamen rechtzeitig zum Veranstaltungsbeginn an.[82] Im Jahr 2015 wurde dies wiederholt.[83]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carcassonne wurde wie auch die darauf basierenden Spiele mit zahlreiche Spielepreise ausgezeichnet. Nachfolgend findet sich eine Auflistung der Preise:

Jahr Spiel Auszeichnung Ergebnis Anmerkung
2001 Carcassonne Spiel des Jahres Gewonnen
2000 Carcassonne Meeples’ Choice Award Gewonnen
2001 Carcassonne Deutscher Spiele Preis Gewonnen
2001 Carcassonne International Gamers Award GS-MP Nominiert Katergorie: General Strategy Games, Multiplayer
2001 Carcassonne Niederländischer Spielepreis Nominiert
2001 Carcassonne Spiele Hit mit Freunden Empfehlung
2002 Carcassonne Årets Spel Best Family Game Gewonnen Schwedischer Spielpreis
2002 Carcassonne Japan Boardgame Prize Nominiert Kategorie: Beliebteste Spiele
2004 Carcassonne Hra roku Nominiert Tschechischer Spielepreis
2004 Carcassonne Vuoden Peli Gewonnen Finnischer Spielepreis, Kategorie: Familienspiel
2004 Carcassonne – Die Burg International Gamers Award GS-2P Nominiert Katergorie: General Strategy Games, Two Player
2005 Carcassonne – Die Stadt International Gamers Award GS-MP Nominiert Katergorie: General Strategy Games Multiplayer
2010 Carcassonne – Neue Welt Årets Spel Best Family Game Nominiert Schwedischer Spielpreis
2009 Die Kinder von Carcassonne LES TROIS LYS Gewonnen Französischer Spielepreis, Kategorie LE LYS ENFANTS[84]
2009 Die Kinder von Carcassonne Golden Geek Best Children's Board Game Nominiert Spielpreis von BoardGameGeek
2010 Die Kinder von Carcassonne Golden Geek Best Children's Board Game Nominiert Spielpreis von BoardGameGeek
2010 Carcassonne – Neue Welt Guldbrikken - Familiespil Nominiert Dänischer Spielpreis, Kategorie Familienspiel[85]
2010 Die Kinder von Carcassonne Boardgames Australia Awards Gewonnen Australischer Spielpreis, Kategorie: Best Children's Game
2012 Carcassonne Ludo Award Best Board Game Editor's Choice Gewonnen

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 8. bis 10. September 2006 legten 26 Spieler 4194 Carcassonne-Plättchen in 42 Stunden und 48 Minuten aus und schafften es damit mit dem „Longest Boardgame Marathon“ ins Guinness-Buch der Rekorde (Band 2008, S. 64). Dabei wurde im Schnitt alle 36,74 Sekunden ein Plättchen gelegt. Die genutzte Fläche betrug 15,36 m² (4,80 m × 3,20 m). Ort dieses Ereignisses war das Städtische Spielezentrum Herne. Der Rekord wurde auch vom "The Book of Alternative Records" in der Kategorie: Carcassonne Dauer Spielen; Rekord: 25 Stunden und 2 Minuten aufgenommen. Die reduzierte Zeit ist bedingt durch strengere Pausenregelungen.[86]

Auf der Schachtel der ersten Auflage (noch ohne „Spiel des Jahres“-Logo) ist rechts unten eine Gestalt zu sehen, die dem Raubritter aus König und Späher gleicht. Auf späteren Ausgaben ist dort eine Frau abgebildet; der Raubritter ist nun links in den Büschen zu sehen. Auf noch späteren Ausgaben verschwand er vollends. So ist er auf der Verpackung der Big-Box-Edition 2010 noch zu sehen, auf der von 2012 nicht mehr.

Quellenangaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Carcassonne Jubiläumsausgabe. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  2. Was ist ein Meeple? happymeeple.com, abgerufen am 6. Januar 2016.
  3. Spiel des Jahres 2001. Spiel des Jahres e.V., abgerufen am 20. November 2015.
  4. Jörg Lehmann: Carcassonne. Brettspiele-Report, 7. Juni 2007, abgerufen am 20. November 2015.
  5. Arno Steinwender: Carcassonne. spieletest.at, 13. September 2001, abgerufen am 20. November 2015.
  6. a b Jörg Lehmann: Carcassonne – Das Katapult. Brettspiele-Report, 19. April 2010, abgerufen am 1. Januar 2016.
  7. a b c d e f Carcassonne 1. Erweiterung – Wirtshäuser und Kathedralen vormals: Die Erweiterung. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  8. a b c d e Carcassonne 2. Erweiterung – Händler und Baumeister. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  9. a b c d e Carcassonne 3. Erweiterung – Burgfräulein und Drache. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  10. Burgfräulein und Drache FAQ. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  11. a b c Jens Bernsdorf: Carcassonne. 9. April 2015, abgerufen am 20. November 2015.
  12. a b c Carcassonne 4. Erweiterung – Der Turm. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  13. a b c d Carcassonne 5. Erweiterung – Abtei und Bürgermeister. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  14. a b c Carcassonne 6. Erweiterung – Graf, König und Konsorten. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  15. a b Carcassonne 7. Erweiterung – Das Katapult. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  16. a b c d e Carcassonne 8. Erweiterung – Brücken, Burgen und Basare. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  17. a b c d Carcassonne 9. Erweiterung - Schafe und Hügel. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  18. a b Der Fluss. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  19. a b c Der Fluss II. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  20. a b Carcassonne - Neue Edition. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  21. a b c d König und Späher. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  22. a b Die Katharer. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  23. a b c d e f g spielbox Beilagen & Erweiterungen. Spielbox, abgerufen am 20. November 2015.
  24. a b c Der Graf von Carcassonne. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  25. mini expansion. BoardGameGeek, abgerufen am 20. November 2015 (englisch).
  26. a b Cult, Siege and Creativity. BoardGameGeek, abgerufen am 20. November 2015 (englisch).
  27. a b c Der Tunnel. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  28. a b c d Die Kornkreise. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  29. a b c d Die Pest. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  30. a b Das Gefolge. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  31. a b Die Schule. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  32. Carcassonne Minis. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  33. Die Fluggeräte. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  34. Die Depeschen. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  35. Die Fähren. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  36. Die Goldminen. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  37. Magier & Hexe. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  38. Die Räuber. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  39. Die Kornkreise (II). Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  40. a b Die Windrosen. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 20. November 2015.
  41. Die Häuser. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 23. November 2015.
  42. Die Belagerer. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 23. November 2015.
  43. a b Carcassonne Müller Exklusiv-Edition. BoardGameGeek, abgerufen am 23. November 2015 (englisch).
  44. a b Die Klöster. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 21. November 2015.
  45. Carcassonne: Die Klöster. BoardGameGeek, abgerufen am 21. November 2015 (englisch).
  46. a b Halb so wild. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 24. November 2015.
  47. a b Carcassonne-Forum. Abgerufen am 13. Januar 2016.
  48. Burgen in Deutschland. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 3. Januar 2016.
  49. Fan-Erweiterungen. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 9. Januar 2016.
  50. Die Stadttore. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 9. Januar 2016.
  51. Der Osterhase. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 9. Januar 2016.
  52. Carcassonne Limited Edition. BoardGameGeek, abgerufen am 3. Januar 2016 (englisch).
  53. Carcassonne: Kreivi ja Kuningas. BoardGameGeek, abgerufen am 24. Februar 2016 (englisch).
  54. Каркассон: Колесо фортуны. BoardGameGeek, abgerufen am 24. Februar 2016 (englisch).
  55. Каркассон: Королевский Подарок (2013). BoardGameGeek, abgerufen am 24. Februar 2016 (englisch).
  56. Каркассон: Каркассон: Предместья и обитатели (2011). BoardGameGeek, abgerufen am 24. Februar 2016 (englisch).
  57. Каркассон: Дворяне и Башни. BoardGameGeek, abgerufen am 24. Februar 2016 (englisch).
  58. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatCarcassonne Winter-Edition. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 2016-01-48.
  59. Carcassonne-Winter Lebkuchen. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 22. November 2015.
  60. Carcassonne: Winter Edition – Die Kornkreise. BoardGameGeek, abgerufen am 1. Januar 2016 (englisch).
  61. Carcassonne: Probeerspel. BoardGameGeek, abgerufen am 3. Januar 2016 (englisch).
  62. New World: A Carcassonne Game (2008). BoardGameGeek, abgerufen am 21. November 2015 (englisch).
  63. Cardcassonne. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 30. Dezember 2015.
  64. Carcassonne - Das Würfelspiel. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 30. Dezember 2015.
  65. cundco.de
  66. Carcassonne - Star Wars Edition. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 1. Dezember 2015.
  67. a b c Carcassonne - Über Stock und Stein. Hans im Glück Verlag, abgerufen am 15. Januar 2016.
  68. Carcassonne - Über Stock und Stein. Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, 14. Oktober 2015, abgerufen am 15. Januar 2016.
  69. Huml setzt bei Kindergesundheit auch auf Familienspiel - Sonderausgabe von „Carcassonne“ als Teil der Jahreskampagne des Bayerischen Gesundheitsministeriums. Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, 14. Oktober 2015, abgerufen am 15. Januar 2016.
  70. Support-Eintrag bei Koch Media
  71. Spieledatenbank auf DSi-Fans.de
  72. carcassonneapp.com
  73. exozet launcht Android-Version des Kult-Brettspiels Carcassonne
  74. windowsphone.com
  75. apps.microsoft.com
  76. spielezentrum.de
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  79. Μόνο στο eirinika: Μυηθήκαμε στον «ναό» των απανταχού Ελλήνων gamers και φαν των επιτραπέζιων παιχνιδιών, την «Κάισσα»! Tι δοκιμάσαμε και τι σας προτείνουμε! 11. Juli 2014, abgerufen am 16. Januar 2016 (griechisch).
  80. 第9回カルカソンヌ世界選手権、望月隆史氏優勝. 20. Oktober 2014, abgerufen am 26. Februar 2016 (japanisch).
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  85. Årets Spil 2010. Guldbrikken, abgerufen am 23. Februar 2016 (dänisch).
  86. Der Guiness World Records™ Weltrekord 08.09.-10.09.06 "Longest Boardgame Marathon" Rekord: 42 Stunden und 48 Minuten! Abgerufen am 21. Januar 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Carcassonne – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Computerspiel- und Nintendoumsetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]