Peter Beuth (Ministerialbeamter)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Christian Peter Wilhelm Beuth)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Christian Peter Wilhelm Beuth um 1835
Beuths Büste im Technikmuseum Berlin

Christian Peter Wilhelm Friedrich Beuth (* 28. Dezember 1781 in Kleve; † 27. September 1853 in Berlin) wurde als hoher Ministerialbeamter und Mitglied des Staatsrats zum so genannten „Vater der preußischen Gewerbeförderung“. Durch eine Reihe geeigneter Maßnahmen – Vereins- und Schulgründungen, Technologietransfer aus dem Ausland, Vorlagen für die ästhetische Gestaltung industrieller Produkte und anderes – ebnete er den preußischen Produzenten den Weg vom Manufakturwesen zur konkurrenzfähigen industriellen Fertigung.

Leben[Bearbeiten]

Beuth war Sohn eines Arztes. 1798 begann er an der Universität Halle ein Studium der Rechts- und der Kameralwissenschaften. Seit 1799 war er Mitglied des Corps Guestphalia Halle.[1]

1801 trat er in den preußischen Staatsdienst, wurde 1806 Assessor in Bayreuth, 1809 Regierungsrat in Potsdam und 1810 Geheimer Obersteuerrat im Finanzministerium zu Berlin. In dieser Position war er als Mitglied der Kommission für die Steuerreform und die Reform des Gewerbewesens im Büro des Staatskanzlers Karl August von Hardenberg an der Ausarbeitung entsprechender Gesetzesvorlagen beteiligt. 1813/14 nahm er im Lützowschen Freikorps an den Befreiungskriegen gegen Napoleon teil und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.

Beuth war Mitglied der 1811 gegründeten Deutschen Tischgesellschaft. Entsprechend der dort gepflegten antisemitischen Grundhaltung sprach er sich gegen die rechtliche Gleichstellung der Juden aus.

Nach Kriegsende hatte er als Geheimer Oberfinanzrat im Finanzministerium wesentlichen Anteil an der Vorbereitung der Steuergesetze von 1817. 1821 wurde er Staatsrat, 1830 „Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat“ und Direktor der Abteilung für Gewerbe, Handel und Bauwesen, die er bis 1845 leitete. Nachdem er 1844 noch zum Wirklichen Geheimen Rat befördert worden war, schied er im Herbst 1845 aus dem Ministerium aus, blieb aber Mitglied des Staatsrats.

Beuth wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in der Nähe seines Freundes Karl Friedrich Schinkel begraben. Die als Ehrengrab der Stadt Berlin anerkannte Grabstätte mit rekonstruiertem Gitter und Granitstele mit einem Porträtmedaillon, geschaffen von Reinhold Begas, befindet sich an der Birkenallee westlich des von Karl Friedrich Schinkel entworfenen Grabdenkmals der Familie Cantian in der Abteilung CAL G1.

Werk[Bearbeiten]

Die historische Situation[Bearbeiten]

In Preußen entwickelte sich, wie in anderen absolutistisch geführten Staaten auch, im 18. Jahrhundert eine vom Staat gelenkte Wirtschaft, deren Exporte gefördert wurden, während sie durch Importzölle vor ausländischer Konkurrenz weitgehend geschützt war. Dieses abgeschlossene, so genannte merkantilistische oder protektionistische System war vorübergehend erfolgreich, erwies sich aber auf lange Sicht als hemmend für den technisch-ökonomischen Fortschritt. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts wurde es abgelöst durch Vorstellungen, die auf der Lehre des englischen Ökonomen Adam Smith (1723–1790) beruhten. Danach würden sich durch den freien Wettbewerb aller wirtschaftlichen Kräfte, auch über Ländergrenzen hinweg, die größtmöglichen Fortschritte erzielen lassen, wobei sich gesellschaftliche Harmonie und soziales Gleichgewicht gleichsam von selber einstellen würden.

An Universitäten und unter den jüngeren preußischen Beamten, zu denen Beuth gehörte, fand die Freihandelslehre lebhafte Zustimmung. Man erkannte aber auch, dass es zunächst noch einmal großer staatlicher Anstrengungen bedurfte, um die notwendigen Voraussetzungen für eigenverantwortliches, freies Handeln zu schaffen. Die so genannten Stein-Hardenbergschen Reformen lieferten den gesetzlichen Rahmen dafür, vor allem durch die Aufhebung von Erbuntertänigkeit und Leibeigenschaft (1807) sowie des Zunftzwanges (1810) und durch den Wegfall der traditionellen Schutzzölle und Importverbote (1818). Der erwartete schnelle Aufschwung blieb allerdings aus. Zu groß war der Rückstand der heimischen Gewerbetreibenden gegenüber der frühindustriellen Entwicklung in Westeuropa, besonders in England war man weit voraus. Zu sehr waren die preußischen Handwerker und Fabrikanten an den langjährigen Staatsprotektionismus gewöhnt. Noch einmal war also staatliche Hilfe gefragt, dieses Mal mit der pädagogischen Aufgabe, die künftigen Unternehmer auf die Erfordernisse ihrer neuen Rolle vorzubereiten. Dieses Problem stand im Mittelpunkt des Arbeitslebens von Christian Peter Wilhelm Beuth.

Die Gewerbeförderung[Bearbeiten]

Die Vorbilder für Fabrikanten …[Bearbeiten]

Die Warwick-Vase aus Vorbilder für Fabrikanten und Handwerker

1821, als Direktor der Technischen Deputation für Handel und Gewerbe, ließ Beuth die erste Lieferung der Vorbilder für Fabrikanten und Handwerker herausgeben. Das aufwändige Werk mit großformatigen Kupferstichen war von ihm und Schinkel gemeinsam initiiert worden. Entsprechend dem klassizistischen Ziel der Einheit von Nützlichkeit und Schönheit sollte es zur Geschmacksbildung an Gewerbeschulen beitragen, wurde aber auch als Auszeichnung an einzelne Fabrikanten verteilt. Die dargestellten Objekte orientierten sich an den Formen der Antike und wurden als Muster für neue Gebrauchsgegenstände empfohlen. Die Vorbilder … hatten erheblichen Einfluss und erlebten noch in den 1860er Jahren eine Neuauflage.

Der Gewerbeverein[Bearbeiten]

Mitgliedskarte für den Gewerbeverein, Unterschrift: Beuth

Als Leiter der zuständigen Ministerialabteilung konnte Beuth ein umfassendes Programm der Gewerbeförderung in Gang setzen. Nach dem Vorbild der Gewerbevereine in England und Frankreich und des Polytechnischen Vereins in Bayern ließ er den „Verein zur Beförderung des Gewerbfleißes in Preußen“ gründen, er selbst wurde dessen Vorsitzender. In seiner Eröffnungsrede anlässlich der Vereinsgründung hieß es „… ein Staat, der wie der preußische seine Fabrikanten … dem Wind und Wetter der Konkurrenz aussetzt, hat auch meines Erachtens die Pflicht, sie mit den Mitteln bekannt zu machen, die Konkurrenz siegreich zu bestehen“.[2] Die erste Sitzung fand am 15. Januar 1821 im Saal der Stadtverordnetenversammlung zu Berlin statt. Der Vereinszweck sollte erreicht werden durch „Kenntnisnahme von dem Zustande der Gewerbsamkeit im Inlande und Auslande, Prüfung von Entdeckungen und Erfindungen, Unterricht, Aufmunterung durch Belohnung bedeutender Erfindungen, Concurrenz durch das Aussetzen von Prämien“.[3] Im Gründungsjahr gehörten dem Verein 194 Berliner und 173 auswärtige Mitglieder an, darunter der Minister für Handel und Gewerbe Heinrich von Bülow, Alexander von Humboldt, Karl Friedrich Schinkel und der Inspektor der Königlichen Berliner Eisengießerei Johann Friedrich Krigar.

Ab 1822 gab der Verein eine eigene Zeitschrift heraus, die Verhandlungen des Vereins zur Beförderung des Gewerbfleißes in Preußen. Darin wurde über Vereinsinterna berichtet, vor allem aber ging es um Fachfragen, es wurden technische Preisaufgaben gestellt und in den folgenden Ausgaben deren Lösungen publiziert. In der ersten Ausgabe erörterte man zum Beispiel die Probleme beim Bau von Hängebrücken, insbesondere den neuartigen Einsatz von Schmiedeeisen für Ketten und Drahtstränge. Diese Artikel hatten Auswirkungen etwa auf den späteren Entwurf der Brooklyn Bridge in New York. Die Verhandlungen … entwickelten sich bald zum viel beachteten Fachjournal. 1822 führte der Verein auf Initiative Beuths im Gebäude der Gewerbedeputation in der Klosterstraße eine erste Gewerbeausstellung durch; Beteiligung und Ergebnisse waren jedoch enttäuschend. Liberales Wirtschaftsdenken war noch nicht entwickelt, nur wenige Produzenten waren bereit, ihre Formen und technischen Muster öffentlich vorzustellen. Es zeigte sich, dass preußische Industrieprodukte damals noch kaum konkurrenzfähig waren.

Gewerbliche Ausbildung[Bearbeiten]

Ergänzend engagierte sich Beuth für eine bessere berufliche Ausbildung. Zusätzlich zu den hergebrachten handwerklichen und künstlerischen Inhalten sollte es neue technologische und wirtschaftliche Komponenten geben, es ging um eine „Erziehung zur Industrie“, wie Beuth schon 1817 in einer Studie für das Kultusministerium ausgeführt hatte. Auf den Gebieten des Bauwesens und der Chemie gab es schon frühe Formen der Berufsausbildung, nicht aber für Mechanik und Maschinenbau, wo die wichtigsten Fortschritte zu erwarten waren.

Gebäude des Gewerbeinstituts, rechts der Erweiterungsbau

Nachdem Beuth 1820 die Zuständigkeit für das Gewerbeschulwesen übertragen worden war, konnte er am 1. November 1821 im Gebäude seiner Technischen Deputation in der Klosterstraße eine zweiklassige Gewerbeschule – ein „Technisches Institut“ - mit zunächst 13 Schülern und vier Lehrern eröffnen. Das Institut, das auch den unteren Schichten der Bevölkerung offen stand, grenzte sich deutlich ab gegenüber dem Lehrbetrieb an Universitäten – hier sollten nicht wissenschaftliche, sondern praktische Kenntnisse vermittelt werden. Beuth schrieb dazu: „Wer mehr lernen will, tut es auf der Universität. Dieses Mehr schließe ich von der Technischen Schule aus, weil ich es mehr für eine Zierde als von wesentlichem Einfluss auf das Gedeihen der Gewerbe und auf ihre Blüte halte“.[2] Zur Aufnahme in die untere Klasse genügten anfangs „eine gute Handschrift; die Fähigkeit, dem mündlichen Vortrage zu folgen und das Vorgetragene sprachlich auszuarbeiten, so wie das gewöhnliche Rechnen“. Für die obere Klasse wurden vorausgesetzt: „Kenntniß der Geometrie (Planimetrie und Stereometrie) ohne Beweise; Kenntniß der gemeinen Arithmetik, des Gebrauchs der Logarithmen; Elementarkenntniß in der Physik und Chemie; Handzeichnen nach aufgestellten Körpern, Maschinenzeichnen nach eigener Aufnahme und geometrische Darstellung.“[4] 1826 wurde das Gewerbeinstitut um eine dritte Jahrgangsstufe erweitert, das Niveau der Ausbildung erhöhte sich schnell. Nach Zusammenschluss mit der Berliner Bauakademie (die in den 1830er Jahren von Beuth geleitet wurde, zu jener Zeit hieß sie Allgemeine Bauschule) entstand daraus 1879 die Königliche Technische Hochschule Charlottenburg, die spätere Technische Universität Berlin. - In der preußischen Provinz Westfalen, wo damals schon Eisen produziert und verarbeitet wurde, ließ Beuth eine zweite gewerbliche Ausbildungsstätte gründen. Die Hagener Gewerbeschule wurde am 1. Dezember 1824 eröffnet, aus ihr wurde später die Staatliche Ingenieurschule für Maschinenbau und Elektronik und schließlich einer der vier Standorte der Fachhochschule Südwestfalen.

Im Gebäude der Technischen Deputation, dem ehemaligen Hackeschen Palais, waren neben dem Gewerbeinstitut und dem Versammlungsraum des Gewerbevereins, neben Werkstätten, Labors und einer Bibliothek auch die Sammlungen der Deputation untergebracht. Eine Maschinensammlung, eine Modellsammlung und eine Sammlung fertiger Produkte standen der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung. Beuth hatte damit eine Art Technologiezentrum geschaffen, eine Anlaufstelle für Gewerbetreibende, in der die neuesten Kenntnisse in sämtlichen Gewerbezweigen vermittelt werden sollten, von der Technik bis zur künstlerischen Gestaltung. Durch einen Anbau aus den Jahren 1827–29 wurde auch das Gebäude selbst zum Vorzeigeobjekt. Hier war erstmals in Berlin ein Haus in Skelettbauweise mit gusseisernen Stützen entstanden, die Technik hatte Beuth auf einer Studienreise zusammen mit Schinkel 1826 in England kennen gelernt, wo zahlreiche Industriebauten auf diese Weise errichtet wurden. Kurz nach ihrer Rückkehr entwarfen beide gemeinsam den Erweiterungsbau.

Import von Kenntnissen[Bearbeiten]

Der Transfer technologischer Neuheiten aus den fortgeschrittenen Volkswirtschaften Englands und Westeuropas nach Preußen war ein besonderer Programmpunkt in Beuths vielfältigen Tätigkeiten. Er warb ausländische Experten an und er finanzierte die Informationsreisen eigener Ingenieure und Techniker, die im Ausland modernste Maschinen und die Organisation der erfolgreichen Betriebe studierten. Manche dieser Aktivitäten gerieten zumindest in die Nähe dessen, was man heute Industriespionage nennt. Aufschlussreich für den Charakter solcher Exkursionen sind die Tagebuchaufzeichnungen, die Schinkel während der Reise von 1826 in England gemacht hatte. Er selbst sollte im Auftrag des Königs vor allem neue Museumsbauten studieren, war aber auch lebhaft an allen technischen Neuerungen interessiert und begleitete Beuth bei dessen Erkundungen. Beide besichtigten beinahe täglich Fabriken und technische Anlagen unterschiedlichster Art. Beuth kaufte auf und schickte in die Heimat, was ihm für die Entwicklung Preußens nützlich erschien – Maschinen oder Konstruktionszeichnungen, Saatgut und neue Nutztierzüchtungen. Ausfuhrverbote für bestimmte Maschinen wurden dadurch umgangen, dass man sie über Zwischenadressen nach Berlin dirigierte, wo sie dann zerlegt, nachgebaut und womöglich verbessert wurden. Wenn man das Gewünschte nicht kaufen konnte, versuchten Schinkel und Beuth technische Details wenigstens nachzuzeichnen. Mehrmals notierte Schinkel aber auch Sätze wie: „Die Maschine ist verdeckt und wird nicht gezeigt“.

Erfolgreicher Abschluss[Bearbeiten]

Medaille zum Abschied Beuths als Vorsitzender des Gewerbevereins von Heinrich Lorenz

Seit den 1830er Jahren nahm das Tempo des technischen Fortschritts erheblich zu, nicht zuletzt durch die Entwicklung des Eisenbahnverkehrs. Nachdem 1838 die Verbindung Berlin-Potsdam als erste Strecke in Preußen in Betrieb genommen worden war, entstand ein ständig wachsender Bedarf an Schienen und Fahrzeugen sowie an Maschinen zu deren Herstellung. Gerade diese Technik betrachtete Beuth allerdings skeptisch – er selbst war ein passionierter Reiter. Um 1840 konnte er dann feststellen, dass seine Ziele weitgehend erreicht waren, der Übergang vom Manufakturwesen zur industriellen Fertigung war gelungen. Höhepunkt und Abschluss seiner Arbeit im preußischen Staatsdienst war die erfolgreiche Gewerbeausstellung von 1844 in Berlin, eine überregionale Leistungsschau aller Länder des Deutschen Zollvereins, der 1834 in Kraft getreten war. 260 000 Besucher sahen die Präsentationen von 3040 Ausstellern. Auch staatliche Betriebe wiesen bemerkenswerte Produkte vor, die Führungsposition war aber inzwischen an private Unternehmer übergegangen. Die 1837 gegründete Berliner Maschinenbauanstalt von August Borsig, einem ehemaligen Schüler des Gewerbeinstituts, zeigte als Glanzstück der Ausstellung die 26. Lokomotive aus ihrer Produktion. Sie trug den Namen „Beuth“. 1846 gab Beuth den Vorsitz des Gewerbevereins ab. Aus diesem Anlass wurde eine Bronzemedaille geprägt, die auf der Vorderseite sein Porträt zeigt und auf der Rückseite den Genius der technischen Entwicklung, der allegorisch Metallwürfel aussät als Keime für neue Maschinen. Beuth erhielt zum Abschied ein in Gold geprägtes Exemplar.

Öffentliche Würdigung[Bearbeiten]

Skulpturen Beuth (links) mit W. v. Humboldt vor dem Gebäude des DIN in Berlin
Briefmarke 1981

Auf dem Schinkelplatz vor der Berliner Bauakademie wurde am 13. Mai 1861 ein bronzenes Standbild eingeweiht, das von August Kiß modelliert worden war. Acht Sockelreliefs von Friedrich Drake würdigten die Verdienste Beuths. Sowohl die Statue als auch die Reliefs wurden in der Bronzegießerei des Gewerbeinstituts gegossen. Das sanierte und teilweise durch Neuabgüsse der in der Stiftung Stadtmuseum Berlin aufbewahrten originalen Sockelreliefs sowie der Rekonstruktion verloren gegangener Sockelbereiche wieder in alter Schönheit zurückgewonnene Denkmal steht neben den ebenfalls in den 2000er Jahren sanierten und ergänzten Standbildern von Karl Friedrich Schinkel und Albrecht Daniel Thaer, dem Begründer der modernen Landwirtschaft in Preußen. Dieses Ensemble von Denkmälern wurde seinerzeit vom preußischen Hof als Demonstration bürgerlichen Selbstbewusstseins verstanden und durchaus missbilligt. Ein Doppelstandbild, das Beuth im Gespräch mit Wilhelm von Humboldt zeigt, befindet sich seit 1987 vor dem Deutschen Institut für Normung (DIN) in der Burggrafenstraße in Berlin-Tiergarten. Die beiden Standbilder sind Abgüsse der Assistenzstandbilder aus dem von Gustav Hermann Blaeser entworfenen Figurenprogramm am Sockel des Reiterstandbildes des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III. in Köln.

Mehrere Straßennamen erinnern an Beuth, so die Beuthstraßen in Berlin-Mitte,[5] Berlin-Niederschönhausen,[6] Kleve und in Leipzig-Mockau. Der Verlag des DIN heißt Beuth Verlag. Das Tochterunternehmen des DIN vertreibt nationale und internationale Normen und entwickelt multimediale Fachliteratur für Industrie, Wissenschaft, Handel, Dienstleistungsgewerbe, Studium und Handwerk. Die Technische Fachhochschule Berlin benannte sich am 1. April 2009 in Beuth Hochschule für Technik Berlin um;[7] bereits eine ihrer Vorgängerinstitutionen war die Ingenieurschule Beuth. Der Kreis Kleve erwägt die kommende Fachhochschule des Kreises Kleve ebenfalls nach Beuth zu benennen. Im Gedenken an Beuth verleiht die Deutsche Maschinentechnische Gesellschaft seit 1899 ihre Beuth-Medaille. Neben den Preisträgern eines jährlich ausgeschriebenen Beuth-Wettbewerbs werden auch Persönlichkeiten mit der Beuth-Medaille geehrt, die in besonderem Maße zur Fortentwicklung des Schienenverkehrs und zur Integration technologischer Innovationen in das Bahnwesen beigetragen haben. Als Vorbild für die Prägung der Vorderseite der Beuth-Medaille diente die in der Nationalgalerie Berlin befindliche Büste Beuths von Christian Daniel Rauch.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Christian Peter Wilhelm Beuth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kösener Korpslisten 1910, 98, 153
  2. a b H. Hackmann (1981): Christian Peter Wilhelm Beuth - sein Wirken und seine Bedeutung. auf: dmg-berlin.info
  3. Verhandlungen des Vereins zur Beförderung des Gewerbfleißes in Preußen. 1, Berlin 1822, S. 138.
  4. Berlinische Nachrichten von Staats- und gelehrten Sachen. 5. September 1822.
  5. Beuthstraße (Mitte). In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)
  6. Beuthstraße (Niederschönhausen). In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)
  7. TFH wird Beuth. Pressemitteilung der TFH Berlin