Christine Bergmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Christine Bergmann

Christine Bergmann (* 7. September 1939 in Dresden) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Die Apothekerin war die letzte Präsidentin der Berliner Stadtverordnetenversammlung, Bürgermeisterin von Berlin und von 1998 bis 2002 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Leben[Bearbeiten]

Dieser Abschnitt bedarf einer Überarbeitung: Zur Wende im Jahr 1989 war Christine Bergmann 50 Jahre alt. Sowohl ihr politisches als auch ihr privates Leben bis dahin wird mit vier Sätzen gewürdigt. Hierzu wären weitere belegte Informationen hilfreich. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben.--Gnurpsnewoel (Diskussion) 16:10, 8. Okt. 2014 (CEST) Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.
Rede 1991 zur Enthüllung der restaurierten Quadriga
1990

Nach dem Abitur 1957 studierte Bergmann Pharmazie an der Universität Leipzig. Nach dem Staatsexamen 1963 arbeitete sie als Apothekerin in Berlin. 1977 wurde sie Leiterin der Abteilung für Arzneimittelinformation am Institut für Arzneimittelwesen der DDR. 1989 wurde sie promoviert.

Unmittelbar nach der Wende trat sie in die SPD ein. Von 1990 bis 2004 war sie stellvertretende Landesvorsitzende der Berliner SPD, von 1995 bis 2004 Mitglied des SPD-Parteivorstandes.

Von Mai 1990 bis Januar 1991 war sie Präsidentin der Berliner Stadtverordnetenversammlung. Von 1991 bis 1998 war sie Bürgermeisterin von Berlin und Senatorin für Arbeit, Berufliche Bildung und Frauen (siehe: Senat Diepgen IIISenat Diepgen IV). Von 1998 bis 2002 war sie im ersten Kabinett Schröder Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Sie gehörte zusammen mit Kurt Biedenkopf zu den Ombudsleuten, die die Wirkung der „Hartz“-Reformen beobachten und Regierung und Parlament bei anstehenden Überarbeitungsprozessen beraten sollten.

Sie ist Mitglied im Ehrenrat von AMCHA Deutschland, der zentralen Organisation für die psychosoziale Hilfe von Überlebenden des Holocaust und ihren Nachkommen in Israel. Ab März 2010 war Christine Bergmann Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs im Auftrag der Bundesregierung.[1] In dieser Funktion folgte ihr im Oktober 2011 Johannes-Wilhelm Rörig, der Anfang der 1990er Jahre vorübergehend ihr Büro als Berliner Senatorin geleitet hatte.

Seit Juni 2011 ist Christine Bergmann Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Zukunft Berlin.

Seit dem 1. Oktober 2012 sitzt sie im Aufsichtsrat der ZDF Enterprises GmbH[2].

Standpunkte[Bearbeiten]

Dieser Abschnitt bedarf einer Überarbeitung: Christine Bergmann hat als Berliner Senatorin, als SPD-Parteivorstandes und als Bundesfamilienministerin sehr wahrscheinlich noch andere Themen gesetzt als SM-Politik. Sicherlich sind in diesem Abschnitt insbesondere die Kontroversen geeignet und diese zählt dazu, aber war das alles? Weiteres ist auf der Diskussionsseite angegeben.--Gnurpsnewoel (Diskussion) 16:10, 8. Okt. 2014 (CEST) Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Sadomasochismus und Pornografie[Bearbeiten]

Im Rahmen eines Interviews mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel[3] forderte Bergmann im November 1998 unter anderem ein generelles Verbot sogenannter „Gewaltpornografie“, das heißt ein generelles Verbot des Verkaufs, Verleihs und Besitzes sadomasochistischer Pornografie, eine Forderung, die zum Beispiel Alice Schwarzer im Rahmen der sogenannten PorNO-Kampagne seit den 1980er Jahren erfolglos vertritt.

Die Forderung wurde bundesweit von Sadomasochisten stark kritisiert und als versuchte Kriminalisierung rezipiert. Anfragen sadomasochistischer Interessenvertreter ließ Bergmann zunächst unbeantwortet.[4] Nachdem Der Spiegel einen kritischen Leserbrief der Gruppe SMart Rhein-Ruhr e. V. veröffentlicht hatte, reagierte das Ministerium mit einer Antwort. In dieser hieß es unter anderem:

„Frau Bundesministerin Dr. Bergmann beabsichtigt, die bisherige Straflosigkeit der Verbreitung von sexuell erniedrigenden Darstellungen von Frauen, die nicht eindeutig der harten Pornographie unterfallen, aus frauenpolitischer Sicht zu überdenken.“[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Christine Bergmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. tagesschau.de: Ex-Familienministerin Bergmann wird Missbrauchsbeauftragte@1 @2 Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung
  2. Jahresabschluss ZDF Enterprises GmbH zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012
  3.  Annette Großbongardt, Martina Hildebrandt: Wenn man will, geht es. In: Der Spiegel. Nr. 46, 1998, S. 50 (Interview zu Frauenförderung und Pornographieverbote, online).
  4. S/M Depesche Januar/Februar/März 1999, S.8
  5. S/M Depesche April/Mai/Juni 1999, S. 3
  6. Wowereit überreicht Christine Bergmann Bundesverdienstkreuz