Cansel Kiziltepe

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Cansel Kiziltepe (2014)
Cansel Kiziltepe im September 2017

Cansel Kiziltepe (türkisch Cansel Kızıltepe; * 8. Oktober 1975 in Berlin) ist eine deutsche Politikerin (SPD) und seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB).

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur studierte Cansel Kiziltepe an der Technischen Universität Berlin und machte im Jahr 2001 ihren Abschluss als Diplom-Volkswirtin. Anschließend war sie für das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung und den DGB tätig. Von 2005 bis 2012 war Cansel Kiziltepe persönliche Referentin bei dem Bundestagsabgeordneten Ottmar Schreiner. Zuletzt arbeitete sie für den Volkswagen-Konzern und war im Stab des Arbeitsdirektors zuständig für volkswirtschaftliche Analysen.

Cansel Kiziltepe ist Mutter von zwei Kindern.[1] Ihr Vater kam in den 1960er-Jahren aus der Türkei nach Deutschland.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2005 ist Cansel Kiziltepe Mitglied der SPD. Bei der Bundestagswahl 2013 kandidierte sie in dem Wahlkreis Berlin-Friedrichshain – Kreuzberg – Prenzlauer Berg Ost und konnte im Vergleich zu der Wahl 2009 das Ergebnis der Erststimmen von 16,7 % auf 18,0 % und das Ergebnis der Zweitstimmen von 20,2 % auf 24,0 % verbessern.[2] Über Platz fünf der Landesliste der Berliner SPD wurde sie in den Deutschen Bundestag gewählt. Im Wahlkampf sprach sie sich frühzeitig für eine Öffnung der SPD zur Partei Die Linke aus.[3]

Im Deutschen Bundestag ist Cansel Kiziltepe Mitglied im Finanzausschuss und seit September 2015 stellvertretende finanzpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion.[4]

Cansel Kiziltepe ist seit August 2015 Geschäftsführerin des Projekts „Steuermythen“, sie ist auch Eigentümerin der Domain steuermythen.de. Dieses Projekt wird von SPD-Bundestagsabgeordneten getragen und hat den Anspruch, auf wissenschaftlicher Basis die steuerpolitische Debatte in Deutschland zu öffnen und zu versachlichen.[5]

Internationale Bekanntheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch seinen Le Monde-Artikel Mme Kiziltepe, candidate issue de l’immigration (Frau Kiziltepe, Kandidatin, die aus der Immigration stammt) stellte Frédéric Lemaître die jetzige Bundestagesabgeordnete schon vor der Bundestagswahl 2013 dem frankophonen Publikum vor.[6] Sie wurde von Lemaître als Kandidatin vorgestellt, die sich insbesondere für Chancengerechtigkeit und den Mindestlohn einsetzen wird. Der deutsch-französische Blogger Christophe Neff bezeichnete die Kandidatin als Hoffnungsträger der SPD.[7]

Gesellschaftliches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cansel Kiziltepe ist Mitglied in der IG Metall, der Arbeiterwohlfahrt, im Berliner Mieterverein, im Verein Möckernkiez und Kuratoriumsmitglied der Berliner Krebsgesellschaft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Cansel Kiziltepe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cansel Kiziltepe on Twitter. In: Twitter. 20. August 2015, abgerufen am 3. September 2017.
  2. Bundestagswahl in Berlin am 22. September 2013: Zweitstimmeneregebnisse im Überblick. Die Landeswahlleiterin für Berlin, abgerufen am 3. September 2017.
  3. Jan Thomsen: Wahlkampf SPD Berlin: Rot-Rot-Grün ist kein Tabu. Berliner Zeitung, 5. August 2013, abgerufen am 3. September 2017.
  4. Arbeitsgruppe Finanzen. In: SPD-Bundestagsfraktion. 29. Januar 2014, abgerufen am 3. September 2017.
  5. Über uns. In: steuermythen.de. Abgerufen am 3. September 2017.
  6. Frédéric Lemaître: Allemagne : Cansel Kiziltepe, candidate SPD issue de l’immigration. In: Le Monde, 15. September 2013, S. 2, abgerufen am 3. September 2017 (französisch).
  7. je pense que la candidate symbolise aussi le renouveau de la SPD“. In: Christophe Neff: Blognotice 19.9.2013: dernier marathon électorale pour les Bundestagswahlen du 22.9.2013. In: Paysagesblog, 19. September 2013, abgerufen am 3. September 2017 (französisch).