Anne Spiegel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Anne Spiegel

Anne Spiegel (* 15. Dezember 1980 in Leimen (Baden)[1]) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen). Seit dem 18. Mai 2016 ist sie Ministerin für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz in Rheinland-Pfalz.

Ausbildung, Beruf und Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anne Spiegel hat italienische Vorfahren, ihre Großmutter mütterlicherseits stammt aus Sizilien.[1] Spiegel wuchs in Speyer und Ludwigshafen am Rhein auf und legte 2000 am Heinrich-Böll-Gymnasium in Ludwigshafen ihr Abitur ab.[2] Anschließend studierte sie bis 2007 Politik, Philosophie und Psychologie in Darmstadt, Mainz, Mannheim und Salamanca.[1] Nach ihrem Abschluss als M.A.[3] war sie von 2008 bis 2010 als Sprachlehrerin bei Berlitz in Mainz, Mannheim und Heidelberg tätig.[1] Spiegel lebt mit ihrem Mann, einem Schotten, und vier Kindern in Speyer.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiegel gehörte von 1999 bis 2002 dem Landesvorstand der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz an, davon zwei Jahre als Vorstandssprecherin. Danach gehörte sie bis 2004 dem Bundesvorstand der Grünen Jugend an.

Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2006 war sie Direktkandidatin im Wahlkreis Ludwigshafen am Rhein II und auf Listenplatz 7 von Bündnis 90/Die Grünen, wurde jedoch nicht gewählt, da die Grünen an der 5-%-Hürde scheiterten. Fünf Jahre später wurde sie bei der Landtagswahl 2011 als Abgeordnete gewählt. Sie war Kandidatin im Wahlkreis Speyer, zog jedoch über die Liste (Listenplatz 3) von Bündnis 90/Die Grünen in den Landtag Rheinland-Pfalz ein. Dort wurde sie zur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt. Sie war Sprecherin für Frauen, Integration, Migration und Flüchtlingspolitik. Weiterhin war sie Mitglied im Ausschuss für Gleichstellung und Frauenförderung, im Ausschuss für Integration, Kinder, Familie und Jugend sowie im Zwischenausschuss. Stellvertretend war sie im Ausschuss für Sozialpolitik und Ältestenrat sowie in der Enquetekommission für Bürgerbeteiligung tätig.

Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2016 war sie erneut Direktkandidatin im Wahlkreis Speyer, zog aber wie 2011 über die Liste (Listenplatz 3) von Bündnis 90/Die Grünen in den Landtag Rheinland-Pfalz ein. Im Kabinett Dreyer II wurde sie zur Ministerin für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz vereidigt. Danach verzichtete Spiegel auf ihr Landtagsmandat (Nachrückerin Pia Schellhammer).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anne Spiegel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Markus Lachmann: Ministerin mit sizilianischen Wurzeln. Verlagsgruppe Rhein Main, 25. Juni 2016, abgerufen am 17. November 2016.
  2. Herausgeber: Der Präsident des Landtags Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Die Stellvertreter des freien Volkes. Die Abgeordneten der Beratenden Landesversammlung und des Landtags Rheinland-Pfalz von 1946 bis 2015. Wiesbaden 2016.
  3. Anne Spiegel: Biografie. Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz, 12. Januar 2017, abgerufen am 30. Januar 2018.