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Universität Leipzig

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Universität Leipzig
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Motto „Aus Tradition Grenzen überschreiten“
Gründung 1409
Trägerschaft staatlich
Ort Leipzig
Bundesland Sachsen
Land Deutschland
Rektorin Beate Schücking
Studenten 28.275 (WS 2014/15)[1]
Mitarbeiter 5.136[2]
davon Professoren 451[2]
Jahresetat 342,1 Mio. €
(124,0 Mio. € Drittmittel)
Website www.uni-leipzig.de
Das Neue Augusteum am Augustusplatz ist seit Sommer 2012 das Hauptgebäude der Universität Leipzig. Es beherbergt das Audimax mit 800 Sitzplätzen. Rechts daneben das Neue Paulinum
Das Universitätssiegel
Logo bis Juni 2017

Die Universität LeipzigAlma Mater Lipsiensis (AML) – ist die größte Hochschule in Leipzig. Mit ihrem Gründungsjahr 1409 ist sie auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland die zweitälteste seit ihrer Gründung ohne Unterbrechung arbeitende Universität nach der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (1386).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung der Universität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem infolge von Streitigkeiten an der Karls-Universität Prag im Zusammenhang mit der Hussiten-Bewegung der böhmische König Wenzel IV. durch das Kuttenberger Dekret die dortige böhmische Nation gegenüber den anderen Universitätsnationen bevorzugte, zogen 1409 etwa 1000 der dortigen deutschen Lehrkräfte und Studenten nach dem in der damaligen Markgrafschaft Meißen gelegenen Handelszentrum Leipzig, wo die Artistenfakultät den Lehrbetrieb aufnahm.[3] Dieser wurde sofort von der Stadt ein Gebäude in der Petersstraße übereignet. Noch 1409 wurde das „Studium generale“ durch Papst Alexander V. bestätigt. Am 2. Dezember 1409 wurde Johannes Otto von Münsterberg zum Rektor gewählt und die Universitätssatzung verlesen.[4]

Die Angehörigen der Universität gehörten nach ihrer Herkunft zu vier Nationen: der meißnischen (der wettinische Herrschaftsbereich), der sächsischen (Nord-/Nordwestdeutschland, Skandinavien, England), der bayrischen (Süd-/Südwestdeutschland, Süd- und Westeuropa) und der polnischen (Schlesien, Ostdeutschland, Osteuropa). Die Landesherren, Friedrich der Streitbare und Wilhelm der Reiche, bewilligten der Universität anfangs einen Jahresetat von 500 Gulden. Hieraus wurden je Universitätsnation fünf Magister bezahlt. Die übrigen mussten ihren Lebensunterhalt aus Studien- und Prüfungsgebühren sowie anderen Einkünften selbst bestreiten.

Zu den Studia humanitatis sind in Leipzig spätestens seit 1462 konkrete Überlieferungen vorhanden, die sich u. a. mit den Namen von Peter Luder und Hartmann Schedel verbinden lassen. Von Luder ist die Leipziger Einladung zu seiner Antrittsvorlesung erhalten geblieben. Luder war gewissermaßen der Kristallisationspunkt der humanistischen Bewegung. Mit seinem baldigen Weggang aus Leipzig folgten ihm seine Schüler nach Italien und der Leipziger Humanistenkreis löste sich auf.[5]

1415 wurde die medizinische, 1446 die juristische Fakultät gegründet. Mit der Fakultätsgründung war offenbar auch das Recht zur Führung eigener Siegel verbunden.[6] 1543 wurde die Universität durch Übernahme des ehemaligen Dominikanerklosters mit der Klosterkirche St. Pauli stark erweitert. Zwei Jahre später wurde diese durch Martin Luther als Universitätskirche geweiht. Mit Caspar Borner und Joachim Camerarius stehen beispielhaft Vertreter der Universität in ihrer engen Verbindung von Humanismus und Reformation und damit der Erneuerung der Universität. Dieses wurde überschattet durch den Schmalkaldischen Krieg von 1546/47 und den Tod Caspar Borners.[7]

Bis in reformatorischer Zeit stellte der Bischof von Merseburg als Vertreter des Papstes zugleich auch den Kanzler der Universität. So wurde konstatiert: Besonders der Landesherr gewinnt nach 1542 als Schutzherr der Universität wesentlich mehr Einfluss, zunächst durch das Besetzungsrecht über die landesherrlich gestifteten Professuren und weiterhin über das Merseburger Bistum und das damit verbundene Kanzleramt. Denn nach dem Tod des letzten katholischen Bischofs[8] begleiten die Wettiner als Administratoren[9] fortan die Geschicke des Bistums.[10]

Die Universität war Grundherr über mehrere Universitätsdörfer (Leipzig) bis in das 19. Jahrhundert hinein. Die von der Universität über diese Dörfer ausgeübte Gerichtsbarkeit ging an das Kreisamt Leipzig über. Damit verlor die Universität schrittweise ihre wirtschaftliche Autonomie gegenüber dem Landesherrn. Der Primat des Willens des Landesherrn wurde spätestens im 18. Jahrhundert aber auch bei Berufungen von Professoren und selbst bei Sprach- und Exerzitienmeistern deutlich, weil dieser letztlich das letzte Wort hierbei hatte. Selbst im Promotionswesen lässt sich dieses feststellen.[11]

Kollegien
Das Rote Kolleg um 1880
Studententrachten (1409–1709)

In den Kollegien, der Universität oder Stiftungen gehörenden Häusern, fanden die Lektionen, Disputationen und andere wissenschaftliche Veranstaltungen statt und hatten die Magister ihre Wohnungen. Diese Häuser waren von Erhebungen, Steuern und Lasten sowie auch von der Gerichtsbarkeit des Rates der Stadt befreit.

Bereits 1409 schenkten die Landesfürsten der Universität zwei Häuser, die deshalb Fürstenkolleg genannt wurden: das Große Fürstenkolleg im Grundstückskomplex zwischen Ritterstraße und Stadtmauer (der heutigen Goethestraße) und das Kleine Fürstenkolleg in der Schloßgasse, das aber schon 1441 in die Ritterstraße umzog. Da die Kollegien für die Anforderungen des Lehrbetriebs nicht ausreichten, wurden von Magistern auch Häuser erworben oder angemietet, in denen sie wohnten und Vorlesungen hielten sowie auch Bursen für ihre Studenten einrichteten.

1416 kam als private Stiftung das sogenannte Frauenkolleg hinzu. Hier studierten nicht etwa Frauen, sondern es erhielt seinen Namen nach einer nahegelegenen Marienkapelle (Unserer Lieben Frau) und hieß eigentlich „Collegium Beatae Mariae Virginis“. Es befand sich auf der südlichen Seite am Ostende des Brühl und wurde erst in den 1850er Jahren für den Bau der Georgenhalle abgerissen. Ein weiteres Kolleg war das dem Frauenkolleg am Brühl gegenüberliegende Bernhardinerkolleg, das als Stiftung des Zisterzienserordens entstand, nur Studenten dieses Ordens vorbehalten war und deshalb zur Reformation verschwand.[12]

1543/44 erhielt die Universität die Gebäude des säkularisierten Dominikanerklosters St. Pauli, welche dann Pauliner Kolleg genannt wurden.

Auf den Grundstücken zwischen Ritterstraße und Stadtmauer entstanden durch Ausbau, Umbau und Neubau weitere Einrichtungen der Universität, so 1513 das Neue Kolleg für die Philosophische Fakultät, das nach einer Erweiterung 1646, möglicherweise nach einem entsprechenden Anstrich, auch Rotes Kolleg hieß. Es blieb auch bei dem Namen, als das Gebäude 1881/92 nach Entwürfen von Arwed Roßbach mit der Front zur Ritterstraße „von Grund aus neu errichtet“ wurde.[13] Damit ging der Universitätskarzer mit seinen typischen Malereien der Insassen verloren.[14] Vergessen wurde dieser jedoch in der Universitätsgeschichtsschreibung nicht![15] Der Bau zur Goethestraße hin wurde 1905 erneuert, fiel aber dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer.

Entwicklung bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Augusteum und Paulinerkirche (1890)
Die Leipziger Universität um 1900

Die Zeit des Barock oder auch des Rokoko war für sowohl für Stadt als auch Universität Leipzig keine unbeschwerte Zeit des Glanzes. Der Dreißigjährige Krieg und die schwedische Besatzung von 1642 bis 1650 hatten auch für die Universität schwer zu behebende Schäden mit sich gebracht, weil ihr die Mittel zu deren Behebung fehlten.[16] Auch der Siebenjährige Krieg stellte für Stadt und Universität eine große Härte dar.[17] Etwas davon bekam u. a. Johann Gottfried Seume zu spüren, wenngleich auch erst in den 1780er Jahren, als ihn hessische bzw. später preussische Soldatenwerber aufgriffen. Für Fechtmeister Friedrich Leberecht Gellert beispielsweise, dem Bruder von Christian Fürchtegott Gellert, bedeutete der Siebenjährige Krieg, dass er ab 1758 sich beruflich umorientierte, weil offenbar die Studenten wegblieben.[18] Aber 1725 begann Johann Christoph Gottsched als Privatdozent, bei dem auch Goethe vorsprach.[19] der spätere Rektor und Professor für Poesie strahlte weit über die Universität aus. Dichter, wie Lessing, Klopstock und Goethe, zog es nach Leipzig. Zumindest Letztgenannter war auch bei Christian Fürchtegott Gellert Schüler. Der Geist der Aufklärung fiel hier auf fruchtbaren Boden. Das zeigte sich nicht zuletzt an den Gründungen gelehrter Gesellschaften wie der Societas Jablonoviana. Neben den fachlichen Studien galt des den adligen Studenten auch die Pflege der standesgemäßen Exerzitien wie das Fechten, Reiten und Tanzen. Zu den herausragendsten Vertretern zählten u. a. die Fechtmeister Johann Adolf Ludwig Werner bzw. Gustav Berndt, der Reit- und Stallmeister Johann Friedrich Rosenzweig sowie der Tanzmeister Gottfried Taubert.[20] Auch Sprachmeister und Lektoren der alten und modernen Sprachen rundeten dieses Bedürfnis ab.[21]

Im 19. Jahrhundert waren auch Studenten eingeschrieben, deren Aktivitäten mehrheitlich außerhalb der Universität gelegen haben dürften. Zu denen zählten die Komponisten Robert Schumann und Richard Wagner. Beide hörten u. a. bei Wilhelm Traugott Krug. Wagner hatte die Ereignisse 1830 in Leipzig selbst erlebt. Unter dem Rektorat von Krug 1830 wurde in Leipzig die tradierte Einteilung der Universität in die Nationes aufgehoben und die Universitätsverfassung an die neue konstitutionelle Staatsverfassung angepasst. Die Akademische Gerichtsbarkeit hörte in Leipzig ebenfalls auf zu existieren.[22] Das 19. Jahrhundert ist auch in Leipzig verbunden mit der zahlreichen Gründung studentischer Vereine bzw. Korporationen.[23] So geht beispielsweise der Klassisch-Philologische Verein auf Friedrich Nietzsche zurück, der einer der Mitgründer dessen war.[24] Selbst die Musik Richard Wagners führte an deutschen Hochschulen zu einer Gründung eines Verbandes akademischer Richard-Wagner Vereine.[25] Leipzig hatte auch einen solchen Verein.[26] Der Vollständigkeit halber ist zu sagen, dass schon 1716 die erste studentische Verbindung in Leipzig gegründet wurde, aus der die heutige Landsmannschaft Sorabia-Westfalen Münster hervorging. Es blieb im 18. Jahrhundert nicht nur bei dieser.[27]

Die Ereignisse, die schließlich in die Völkerschlacht bei Leipzig mündeten, brachten eine Verbürgerlichung der Gesellschaft mit sich. Die Rolle der traditionellen genossenschaftlich-akademischen Korporation an der Universität wurde zunehmend infrage gestellt. Die Karlsbader Beschlüsse von 1819[28] und die Revolution von 1830 in Sachsen, aber auch der gescheiterte Frankfurter Wachensturm von 1833 brachten auch Repressionen und Verbote für die Verbindungen mit sich.[29][30] Selbst ein Robert Schumann findet sich in einer Liste, die auf Verfolgungsmaßnahmen schließen lässt.[31] Es entstand ein Bedarf an größeren und moderneren Räumlichkeiten, und so wurde 1836 am Augustusplatz das von Albert Geutebrück entworfene neue Hauptgebäude, das Augusteum, das eine Fassade nach einem Entwurf Karl Friedrich Schinkels trug, eingeweiht. Eine Gruppe von Professoren um Moritz Wilhelm Drobisch der Universität gründete mit Zustimmung des sächsischen Innenministers Johann Paul von Falkenstein 1846 im Gedenken an den 200sten Geburtstag von Gottfried Wilhelm Leibniz die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.[32] 1848, während der Märzrevolution, beteiligten sich sowohl Professoren als auch Studenten an Demonstrationen und am Barrikadenbau. In der Folge mussten einige Professoren die Hochschule verlassen. Das waren der Germanist Moriz Haupt, der Rechts- und Althistoriker Theodor Mommsen und der Klassische Archäologe Otto Jahn. 1891 wurde die von Arwed Roßbach aufgeführte neue Universitätsbibliothek Bibliotheca Albertina eingeweiht. Wenige Jahre später wurde unter seiner Leitung der Universitätskomplex einschließlich der Fassade der Universitätskirche[33] am Augustusplatz umgebaut. Zu bemerken ist dabei, dass bei den Ausgestaltungen der Fassaden ebenso wie der Innenräume namhafte Künstler tätig waren wie Max Klinger, Josef Mágr bzw. Johannes Hartmann.

In der zweiten Jahrhunderthälfte kam es zu einer Verfachlichung der akademischen Lehre und damit zu völlig neuen wissenschaftlichen Disziplinen innerhalb der Fakultäten, insbesondere der Philosophischen ebenso wie zu einer Institutionalisierung. So zum Beispiel wurde durch Richard Lepsius in Leipzig die Ägyptologie begründet. Professuren in der Geschichtswissenschaft erfuhren eine Spezialisierung. So kam es zum Beispiel zur 1877 Einrichtung eines Lehrstuhles für Mittlere- und Neuere Geschichte unter Carl von Noorden und zur Gründung eines Historischen Seminars. Johannes Overbeck wurde erster Professor am 1874 neu geschaffenen Seminar für Klassische Archäologie in Leipzig, der zudem Begründer der Abgußsammlung war. In diesen Prozess sind auch die Historischen Hilfswissenschaften einzuordnen, in deren Zusammenhang an Heinrich Wuttke erinnert werden kann, dessen Lehrstuhl durch Noorden in den für Mittlere und Neuere Geschichte umgewandelt wurde. Auch das Fach Geographie an der Universität Leipzig mit dem ersten Vertreter Oscar Ferdinand Peschel begann in dieser Zeit. Einer der bedeutenden Vertreter der Geographie Leipzigs war Friedrich Ratzel. Mit Wilhelm Wundt ist auch an das 1879 gegründete Institut für experimentelle Psychologie zu erinnern. Für Carl Ludwig und Paul Flechsig gilt das ebenso.

Das Jahr 1870 blieb auch für die Leipziger Studentenschaft nicht ohne Folgen, denn in den Deutsch-Französischen Krieg zogen laut Wilhelm Bruchmüller 400 Studenten, von denen 55 nicht wieder zurückkehrten.[34]

Die Universität bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

5 Mark 1909 E, Prägung anlässlich der 500-Jahr-Feier der Universität Leipzig, Münzstätte Muldenhütten.

Zu den innovativsten und zugleich umstrittensten Leipziger Hochschullehrern dieser Zeit gehörte zweifellos der Historiker Karl Lamprecht, mit dem sich nicht nur der Methodenstreit in der Geschichtswissenschaft verbindet. Auch als Wissenschaftsorganisator machte er sich einen Namen, wenn er auch viele seiner Vorstellungen nicht umzusetzen vermochte.[35] So wurde in Leipzig auf seine Initiative hin eine akademische Auskunftsstelle eingerichtet.[36] Hauptsächlich ist er zu nennen in Verbindung mit der Gründung des Institut für Kultur- und Universalgeschichte im Jahre 1909. Zu erwähnen sind hierbei auch der Chemiker der Physikalischen Chemie Wilhelm Ostwald und der Physiker Werner Heisenberg und dessen Quantenmechanik, die für ihre Leistungen den Nobelpreis erhielten.

Mit den Namen Hermann Kuhr und Hermann Altrock verbindet sich der Aufbau und die vollzogene Institutionalisierung der Sportwissenschaft in Leipzig mit der Gründung des Instituts für Leibesübungen. Die Deutsche Hochschule für Körperkultur hatte hier letztlich ihre institutionellen Wurzeln.

Durch eine Reform der Lehrerbildung im Freistaat Sachsen wurde die Lehrerbildung 1923/1925 auch mit ihren praktischen Anteilen über ein Pädagogisches Institut (Volksschullehrer, Leiter: Hans Volkelt) und ein Institut für praktische Pädagogik (höheres Lehramt, Leiter: Ernst Boehm) an die Universität angegliedert.

Nachdem bereits 1923 die (vormals Königliche Sächsische) Tierärztliche Hochschule aus Dresden nach Leipzig übergesiedelt und als Veterinärmedizinische Fakultät in die Universität aufgenommen worden war, kam es 1942/1943 zur Gründung der Reichsanstalt für Vitaminprüfung und Vitaminforschung auf dem Campus der Veterinärmedizinischen Fakultät.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeigte sich die rechts-konservative Einstellung vieler Studenten und Professoren: Das ist nicht zuletzt daran festzumachen, dass viele, wenn nicht gar die Mehrzahl der Studenten, die freiwillig in den Ersten Weltkrieg zogen, in studentischen Korporationen organisiert waren. Der Deutsch-Amerikaner Caspar René Gregory war mit 68 Jahren der älteste Kriegsfreiwillige des deutschen Heeres. Im Zuge der Novemberrevolution entfernten Studenten auf Anordnung des Rektors rote Flaggen auf dem Hauptgebäude und hissten die Fahne des Adelshauses der Wettiner; während des Kapp-Putsches besetzte das Freiwilligenregiment Leipzig, das zu etwa einem Drittel aus korporierten Studenten bestand,[37][38] die Innenstadt und schoss auf Putschgegner. Bei den Kämpfen im Jahr 1920 fanden zwei Studenten des Leipziger Zeitfreiwilligenregimentes den Tod. Den 1396 gefallenen Studenten und Hochschullehrern wurde mit einem 1924 eingeweihten Kriegerdenkmal gedacht. Es ist das im Neuen Augusteum befindliche Löwendenkmal der Universität Leipzig.[39] Die Gedenkreden zur Einweihung des Denkmals 1924 hielten der Ägyptologe Georg Steindorff und der Klassische Archäologe Franz Studniczka. Beides waren herausragende Vertreter ihrer Disziplin.

Bereits 1931 gewann der Nationalsozialistische Studentenbund (NSDStB) die Wahlen zum Allgemeinen Studentenausschuss.[40] Nach der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ wurden 47 Angehörige des Lehrkörpers (11,8 %) aus rassistischen oder politischen Gründen vertrieben.[41] Fünf von ihnen wurden Opfer des Holocaust, einer beging Suizid.[42] Im November 1933 unterschrieben über 100 Professoren einen Aufruf zur Wahl Adolf Hitlers, der Rektor Arthur Golf beteiligte sich an der Großkundgebung dazu. Zu denen unter den Professoren, die dem Nationalsozialismus distanziert gegenüberstanden, gehörten der Historiker Walter Goetz und der Pädagoge Theodor Litt. Mit Goetz und Alfred Doren endete im Zuge dieser Ereignisse in Leipzig die mit Georg Voigt begründete Humanismusforschung unter dem Einfluss der Kulturgeschichte Karl Lamprechts und des Renaissancismus.[43] Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten kam es auch in Leipzig für das Verbindungswesen zu gravierenden Umbrüchen. So wurde an der Universität gemäß dem Führerprinzip das Amt für Kameradschaftserziehung eingeführt. Die Verbindungen wandelten sich in der Folge zu Kameradschaften. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gehörte diese Hochschule zu den vier „großdeutschen“ Universitäten, die weiterhin unterrichten durften. Zu erwähnen ist hierbei auch, dass auch Hochschulangehörige der nationalsozialistischen Verfolgung zum Opfer fielen. Zu denen zählte u. a. Margarete Bothe. Alfred Menzel entging diesem Schicksal nur durch Flucht. Weiterhin kam es in diesem Zusammenhang zu zahlreichen Aberkennungen von Doktorgraden.[44] Außerdem war die Universitätsmedizin in Leipzig insbesondere die Kindermedizin Vorläufer der Euthanasie gewesen bzw. an ihr beteiligt. Die Leiter der Universitätskinderklinik Werner Catel und Erich Häßler sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Das wiederum ist Teil der Geschichte von dem Park-Krankenhaus Leipzig bzw. des Kinderkrankenhaus (Leipzig).[45][46]

Die Bombardierungen der Stadt Leipzig seit Dezember 1943 gingen auch an der Universität nicht vorüber. Das betraf u. a. die Sternwarte Leipzig, die seit dem Ende des 18. Jahrhunderts bestanden hatte, ebenso wie das Johanneum (Leipzig). Damit gingen bedeutende Teile der archäologischen Sammlung verloren. Dem ersten Universitätsarchivar Richard Walter Franke wiederum ist kein größerer Verlust an Akten, als ohnehin geschehen war, zu verdanken, indem er bereits ab 1937 für deren Auslagerung sorgte und diese so den Luftangriffen entgingen. Diese Verluste machen die alten Urkundensammlungen von Bruno Stübel und Friedrich Zarncke um so wertvoller. Hinzuweisen ist auch auf die 1909 erschienene Matrikeledition von Georg Erler (Historiker). Diese fand ihre Fortsetzung für die Jahre 1809 bis 1909 durch Gerald Wiemers und Jens Blecher.[47]

Karl-Marx-Universität in der DDR[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hauptgebäude der Karl-Marx-Universität Leipzig im Jahr 1975 mit dem Bronzerelief Aufbruch über dem Eingang. Im Hintergrund das ehemalige Uni-Hochhaus.

Bei Kriegsende waren durch die Luftangriffe auf Leipzig 60 % aller Gebäude und 70 % aller Bücher vernichtet. Am 5. Februar 1946 fand die Wiedereröffnung der Universität unter dem Rektorat des Klassischen Archäologen Bernhard Schweitzer statt. Auch die Universität Leipzig war von der Gleichschaltung der gesellschaftlichen Institutionen in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR betroffen.[48] 1948 wurden der frei gewählte Studentenrat aufgelöst und die Mitglieder durch FDJ-Mitglieder ersetzt. Der Vorsitzende des Studentenrates, Wolfgang Natonek, und weitere Mitglieder wurden verhaftet und eingekerkert. Aber die Hochschule war auch Keimzelle des Widerstandes. So setzte sich die Belter-Gruppe mit Flugblättern für freie Wahlen ein. Der Kopf der Gruppe, Herbert Belter, bezahlte seinen Einsatz für die Demokratie mit seinem Leben und wurde 1951 in Moskau hingerichtet.[49]

Für die entsprechende Erziehung von Studenten aller Fachrichtungen, später auch der wissenschaftlichen Mitarbeiter der Universität, gab es ab 1951 ein „Gesellschaftswissenschaftliches Institut“, 1960 umbenannt in Institut für Marxismus-Leninismus und 1969 erweitert zur „Sektion für Marxismus-Leninismus“. Die 1954 als Fakultät Journalistik gegründete Sektion Journalistik (auch „Rotes Kloster“ genannt) war der einzige universitäre Studiengang für Journalismus in der DDR. Diese gesellschaftswissenschaftlichen Studiengänge und Institute wurden nach der friedlichen Revolution in der DDR 1990 geschlossen.

1953 wurde die Universität von den neuen Machthabern in Karl-Marx-Universität Leipzig umbenannt. Auch in dieser Zeit lehrten noch bedeutende Lehrkräfte hier wie der Philosoph Ernst Bloch, die aber zusehends hinausgedrängt wurden, da sie mit dem System in Konflikt gerieten. 1968 wurden das teilbeschädigte Augusteum einschließlich Johanneum und Albertinum sowie die unversehrte Paulinerkirche unter Protesten[50] gesprengt, um Platz für eine Neubebauung zu machen. Von 1968 bis 1972 wurde das Uni-Hochhaus in Form eines aufgeschlagenen Buches gebaut, das zum dominanten Gebäude der Universität wurde. Die weitere Umgestaltung und Bebauung des Universitätscampus folgte in den Jahren 1973 bis 1978. Das Hauptgebäude der Universität wurde ein sozialistischer Bau, über dessen Eingang das Bronzerelief Aufbruch mit Karl Marx' Kopf angebracht wurde. Werner Tübke malte 1970 bis 1973 das Bild für die Universität Arbeiterklasse und Intelligenz.[51] Seit 2015 befindet sich dieses Werk im Hörsaalgebäude ebenso wie das von Reinhard Minkewitz geschaffene Gemälde Aufrecht stehen, mit dem an den studentischen Widerstand erinnert wurde.[52]

Bekannt wurden u. a. die „Leipziger Schule der Sprach- und Übersetzungswissenschaft“ (Otto Kade, Albrecht Neubert, Gerd Wotjak) und das „Lehrbuch des modernen Arabisch“ (Wolfgang Reuschel, Günther Krahl), das die bis dahin gründlichste deutschsprachige Beschreibung der modernen arabischen Schriftsprache enthält und in überarbeiteter Form auch nach 1990 in vielen Auflagen, darunter auch in englischer Sprache, erschienen ist. Zu erwähnen ist auch der Historiker Walter Markov, der u. a. (gemeinsam mit dem Franzosen Albert Soboul) Bedeutendes zur Erforschung der Geschichte der Französischen Revolution beigetragen hat. Das gilt auch u.a. für Manfred Bensing, Max Steinmetz und Siegfried Hoyer hinsichtlich der Erforschung des Bauernkrieges, was nicht zuletzt im Bauernkriegspanorama von Werner Tübke seinen Ausdruck fand.

Am „Afrika-Institut“ und dem späteren Lehrbereich „Grundfragen der Nationalen Befreiungsbewegung“ studierten Hunderte von Kadern afrikanischer Befreiungsbewegungen. Sie bekamen dort das Rüstzeug, um in ihrer Heimat unabhängige Nationalstaaten zu schaffen. Viele von ihnen wurden von neokolonialen Kräften umgebracht.[53] Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die Afrikanistik in Leipzig mehrfach umstrukturiert und äußerst stark reduziert.[54]

Seit 1948 war das Franz-Mehring-Institut für die Lehre des Historischen Materialismus zuständig. Die Außenstelle des Franz-Mehring-Instituts in Berlin-Biesdorf diente ab 1970 der Schulung von Funktionären der westdeutschen Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) in Marxismus-Leninismus.

Alma mater Lipsiensis nach der Wiedervereinigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Uni-Hochhaus, davor der MDR-Kubus, rechts im Vordergrund das alte Hauptgebäude der Universität vor dem Umbau ab 2005

Seit 1990 befindet sich die Universität, die ab 1991 wieder ihren ursprünglichen Namen Alma mater lipsiensis trägt, im Umbau. 7000 von 12.000 Mitarbeitern wurden entlassen.[55] 1992 wurde die Pädagogische Hochschule „Clara Zetkin“ (PH Leipzig) aufgelöst. Mit der Abgabe des Uni-Hochhauses an einen privaten Nutzer hat ein Großteil der Fakultäten neue Gebäude bezogen, die sich auf mehrere Standorte in der Stadt verteilen. Am historischen Zentrum der Universität, dem Augustusplatz, befinden sich neben Hörsaal- und Seminargebäude nur noch die Fakultäten für Wirtschaftswissenschaft sowie für Mathematik und Informatik. Der Wiederaufbau der im Krieg stark beschädigten Universitätsbibliothek, die in der DDR nur notdürftig gesichert worden war und immer mehr verfiel, wurde 2002 abgeschlossen.

Bis zum 600-jährigen Jubiläum der Universität 2009 sollte der innerstädtische Campus neu gestaltet werden. Im Jahre 2002 erhielt das Münsteraner Architektenbüro Behet + Bondzio den zweiten Preis im Architekturwettbewerb, wobei dessen Gestaltung der sensiblen Augustusplatzseite in der Öffentlichkeit höchst umstritten war. Einen ersten Preis vergab die Jury nicht. Eine Interessengruppe mit partieller Unterstützung der Landesregierung forderte den Wiederaufbau des Augusteums und der Paulinerkirche gegen den Widerstand der Universitätsführung und des größten Teils der Studenten sowie auch der Leipziger Bevölkerung, deren Meinung aber je nach Umfrage schwankte. Diese Streitigkeiten führten Anfang 2003 zu einem Eklat: Rektor Volker Bigl und die Prorektoren traten aus Protest gegen die Landesregierung zurück, nachdem sich schon vorher starke Spannungen wegen des sächsischen Hochschulvertrages über die zukünftige Hochschulfinanzierung aufgebaut hatten. Als Kompromiss konnte man sich auf die Durchführung eines zweiten Wettbewerbs, der nur die Augustusplatzfront der Universität betraf, einigen. Am 24. März 2004 entschied sich eine Jury für den Entwurf des niederländischen Architekten Erick van Egeraat, der von fast allen Seiten wohlwollend aufgenommen wurde. Er erinnert in der äußeren Form, aber stark verfremdet, an die ursprüngliche Kubatur des Gebäudekomplexes um die Paulinerkirche. Die Umbauarbeiten, die insgesamt 140 Millionen Euro kosten sollten, begannen im Sommer 2005 mit dem Bau der neuen Zentralmensa. → Abschnitt: Der neue Campus am Augustusplatz

Im Jahr 2008 konnte sich die Universität bei der Exzellenzinitiative in Deutschland durchsetzen und erhielt die Förderung als Graduiertenschule mit dem Thema BuildMoNa. Leipzig School of Natural Sciences – Building with Molecules and Nano-objects.[56] Auch bei der sächsischen Initiative konnte sich die Uni behaupten, dort versucht sie mit dem Projekt „Life“ Volkskrankheiten besser zu erforschen.[57] Ebenfalls 2008 wurde das Bach-Archiv zum An-Institut erklärt.

600-Jahr-Jubiläum 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

55 Cent-Sondermarke von Deutschland (2009) zum Jubiläum
10-Euro-Gedenkmünze „600 Jahre Universität Leipzig“ (Avers)

600 Jahre nach ihrer Gründung beging die Universität Leipzig 2009 ein Jubiläumsjahr. Über 300 wissenschaftliche und kulturelle Veranstaltungen gehörten zum Jubiläumsprogramm. Die Ausstellung „Erleuchtung der Welt. Sachsen und der Beginn der modernen Wissenschaften“ vom 9. Juli bis 6. Dezember 2009 zeigte auf, welchen Stellenwert die universitäre Leipziger Forschung und Lehre von Beginn an bis heute in Europa hat. Ein Konzert im Gewandhaus läutete am 9. Mai 2009 die Jubiläumsfeierlichkeiten ein. Unter anderem waren auch Auszüge aus Johann Sebastian Bachs „Festmusiken zu Leipziger Universitätsfeiern“ zu hören. Außerplanmäßig nutzten Studenten, die gegen die Studienbedingungen und die Bildungsreform protestierten, den Abend, um einen offenen Brief zu verlesen, der die Absage der Jubiläumsfeierlichkeiten forderte, Begründung: „Es gibt angesichts der herrschenden Bedingungen nichts zu feiern.“[58] Organisationen wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) oder die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) nahmen das Universitätsjubiläum zu Anlass, ihre Jahresversammlungen und -tagungen 2009 in Leipzig abzuhalten. Anfang Dezember 2009, rund um das Gründungsdatum 2. Dezember, gab es eine Festwoche.

Zusätzlich wurden zum Jubiläum eine 10-Euro-Gedenkmünze, entworfen von Dietrich Dorfstecher, sowie eine Sonderbriefmarke der Deutschen Post, entworfen von Nadine Bill, mit einer Auflage von 309 Millionen Stück herausgegeben.[59]

2010 wurde aus diesem Anlass auch eine fünfbändige Festschrift herausgegeben.[60] Aus diesem Anlass wurde als Festgabe auch von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig der sechste Band der Sächsischen Lebensbilder herausgegeben.[61] Zudem erschienen Festschriften einzelner Fakultäten der Universität Leipzig wie u.a. der Theologischen Fakultät[62] und der Juristenfakultät[63]. Auch die Musikgeschichte der Universität wurde mit einem gesonderten Band gewürdigt.[64]

Campus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Augustusplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Institutsgebäude in der Grimmaischen Straße
Das renovierte Seminargebäude
Die Mensa am Park mit City-Hochhaus

Während der Bauarbeiten für den neuen Campus am Augustusplatz in der Grimmaischen Straße und der Universitätsstraße wurden die Studenten ab 2007 übergangsweise in Interim-Gebäuden untergebracht, die auf die ganze Stadt verteilt waren. Ein großer Teil der Vorlesungen musste im Städtischen Kaufhaus in der Universitätsstraße sowie in Hörsälen der Medizinischen Fakultät stattfinden. Für Seminare wurde unter anderem das Bürogebäude Am Brühl 34–50 angemietet. Das Interim der Zentralmensa befand sich in der Katharinenstraße 15. Die Verträge mit dem Städtischen Kaufhaus und für das Brühl-Gebäude endeten nach der Fertigstellung des Seminar- und Hörsaalgebäudes.

Das neue Institutsgebäude für die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät entstand als kompletter Neubau in der Grimmaischen Straße. Es wurde im April 2009 fertiggestellt und ist seit dem Sommersemester 2009 in Benutzung. Das Erdgeschoss des Gebäudes wird gewerblich genutzt, hier befinden sich Ladengeschäfte.[65]

Das Seminargebäude in der Universitätsstraße wurde in den 1970er Jahren erbaut und im Zuge der Umgestaltung des Campus bis April 2009 umfangreich saniert und umgestaltet. Die Treppenhäuser und die Gestaltung der Fassade blieben dabei erhalten Das Gebäude bietet 86 Seminarräume mit insgesamt 2600 Sitzplätzen.[65]

Auch das Hörsaalgebäude wurde in den 1970er-Jahren erbaut und im Juni 2009 nach umfassender Sanierung wieder eröffnet. Es enthält 21 Hörsäle mit insgesamt 2600 Sitzplätzen. Im Hörsaalgebäude befindet sich auch die Campusbibliothek mit 500 Leseplätzen, die täglich rund um die Uhr geöffnet hat. Die Campusbibliothek fasst die Literatur der Wirtschaftswissenschaft, Mathematik, Informatik sowie Kommunikations- und Medienwissenschaft. Sie ergänzt das Angebot der Universitätsbibliothek Albertina in der Beethovenstraße.[66][65]

Das Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli befindet sich noch in der endgültigen Fertigstellung. Es soll sowohl geistig als auch geistlich genutzt werden.[67] Im Obergeschoss befinden sich bereits Hörsäle und Seminarräume für die Fakultät für Mathematik und Informatik.[65]

Das Neue Augusteum schließt sich südlich an das Paulinum an. Es wurde im Sommer 2012 fertiggestellt und ist heute das Hauptgebäude der Universität. Im Inneren befindet sich das Auditorium maximum der Universität, eine Galerie sowie universitäre Büroräume. Das Audimax verfügt über sechs Kabinen für jeweils drei Simultandolmetscher. Im Untergeschoss befindet sich zudem eine Dolmetschertrainingsanlage für das Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie, deren Kabinen zum Teledolmetschen dem Audimax hinzugeschaltet werden können. Zudem ist das Augusteum der neue Sitz der Fakultät für Mathematik und Informatik.[65]

Die neue Zentralmensa Mensa am Park in der Universitätsstraße gegenüber dem Schillerpark wurde am 29. Juni 2009 eröffnet. Sie wird wie die anderen Universitätsmensen der Stadt vom Studentenwerk Leipzig betrieben. Über drei Ebenen sind 890 Sitzplätze verteilt.[68][65] Es wird sowohl Mittag- als auch Abendessen angeboten. Zusätzlich befinden sich im oberen Teil des Gebäudes Redaktionsräumlichkeit des Universitätsradios mephisto 97.6, die auch über das Hörsaalgebäude zugänglich sind.

Geisteswissenschaftliches Zentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Geisteswissenschaftliche Zentrum (GWZ) der Universität Leipzig (rechts Bibliotheca Albertina)

Rund 1,5 Kilometer vom Campus am Augustusplatz entfernt liegt in der Beethovenstraße 15 das Geisteswissenschaftliche Zentrum (GWZ) der Universität Leipzig. Hier sind die Institute der Philologischen Fakultät, das Historische Seminar der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften, sowie die Institute für Kulturwissenschaften, Philosophie, Politikwissenschaft und Soziologie der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie beheimatet. Auf dem Weg vom Campus am Augustusplatz zum GWZ liegt die Mensa Peterssteinweg mit einem historischen Speisesaal. An dieser Stelle befand sich das 1884 eröffnete 2. Gewandhaus.

Jahnallee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Campus Jahnallee in Leipzig befinden sich die Sportwissenschaftliche Fakultät und deren Hörsäle, Sporthallen sowie eine Mensa. Die Sporthalle Ernst-Grube-Halle wird für diverse Veranstaltungen verwendet. Am Campus Jahnallee veranstaltet der StudentInnenRat der Universität Leipzig zudem jährlich das Campusfest Leipzig. 2008 wurde das alte Bronzerelief Aufbruch zusammen mit einer zeitkritischen Texttafel wiederaufgestellt.

Naturwissenschaftliche Fakultäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In unmittelbarer Nähe zum Leipziger Friedenspark und dem Universitätsklinikum Leipzig befinden sich zahlreiche naturwissenschaftliche Fakultäten. Neben der Fakultät für Chemie und Mineralogie, die in einem 1999 neu errichteten Komplex untergebracht ist,[69] befindet sich auch die Fakultät für Physik und Geowissenschaften auf dem Gelände zwischen Johannisallee und Linnéstraße. In der Nähe gibt es außerdem zahlreiche Studentenwohnheime des Studentenwerkes Leipzig und eine Mensa.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Spitze der Universität Leipzig steht das Rektorat. Der Vorsitzende ist der Rektor. Zum Rektorat gehören auch der Kanzler (Hochschule) und drei Prorektoren. Sie waren zuständig für Lehre und Studium, Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs und strukturelle Entwicklung.

Seit der Wahl der neuen Rektorin Beate Schücking sind die Aufgaben neu verteilt. So gibt es jetzt einen Prorektor für Bildung und Internationales, einen Prorektor für Forschung und Nachwuchsförderung und einen Prorektor für Entwicklung und Transfer.[70]

Fakultäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fakultät für Chemie und Mineralogie
Anatomie-Hörsaal der Medizinischen Fakultät
  1. Theologische Fakultät (Evangelische Theologie)
  2. Juristenfakultät
  3. Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften
  4. Philologische Fakultät
  5. Erziehungswissenschaftliche Fakultät
  6. Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie
  7. Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
  8. Sportwissenschaftliche Fakultät
  9. Medizinische Fakultät
  10. Fakultät für Mathematik und Informatik
  11. Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie
  12. Fakultät für Physik und Geowissenschaften
  13. Fakultät für Chemie und Mineralogie
  14. Veterinärmedizinische Fakultät

Zentrale Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Treppenhaus der Universitätsbibliothek Leipzig (Albertina)
Das ehemalige Physikalische Institut in der Linnéstraße 5 (1909)

Weitere Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studentenwerk

Das Studentenwerk Leipzig kümmert sich um die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Betreuung der Studenten der Universität Leipzig und anderer Leipziger Hochschulen. Zu den Hauptaufgaben zählen der Betrieb der Studentenwohnheime und der Mensen und Cafeterien an Hochschuleinrichtungen in Leipzig.

Gleichstellungsbüro

Die Universität Leipzig verfügt über ein Gleichstellungsbüro, das in den Bereichen „Gleichstellung, Familienfreundlichkeit und Gender & Diversität“ arbeitet.[71] Die Universität hat sich weiterhin erfolgreich an der zweiten Runde des Professorinnenprogramms beteiligt. Seit August 2014 wird daraus eine Professorin in der Fakultät Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie gefördert.[72]

Universitätsklinikum
Ein Gebäude des Universitätsklinikum in der Liebigstraße

Das traditionsreiche Universitätsklinikum Leipzig hat seine Wurzeln in der 1415 gegründeten medizinischen Fakultät der Universität und ist mit rund 1.300 Betten und ca. 4.300 Mitarbeitern (Fakultätsmitarbeiter eingeschlossen) in insgesamt 28 Kliniken und Polikliniken das größte Klinikum Leipzigs.

Radio

Das Lokalradio der Universität mephisto 97.6 ist im Leipziger Raum über UKW empfangbar und wird außerdem in das Leipziger Kabelnetz eingespeist. Es befindet sich im Hörsaal-Gebäude auf dem Campus am Augustusplatz.

Studentenverbindungen
Hauptartikel: Senioren-Convent zu Leipzig

In Leipzig existieren heute 15 Studentenverbindungen der unterschiedlichsten Couleur.

Kooperationen und Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Universität ist an drei International Max Planck Research Schools (IMPRS) beteiligt: Neuroscience of Communication: Function, Structure, and Plasticity (zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie und dem Institute of Cognitive Neuroscience am University College London),[73] Leipzig School of Human Origins (zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie)[74] und Mathematics in the Sciences (zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften).[75]

Sieben An-Institute sind der Universität angegliedert:[76] Das Albrecht-Daniel-Thaer-Institut für Agrarwissenschaften e. V. (ATI),[77] das Bach-Archiv Leipzig,[78] das Geisteswissenschaftliche Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e. V. (GWZO),[79] das Institut für Angewandte Informatik e. V. (InfAI),[80] das Institut für Nichtklassische Chemie e. V. (INC),[81] das Institut für Versicherungswissenschaften e. V. (IfVW)[82] und das Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur e. V.[83]

Im Juni 2006 wurde zwischen Universitätsleitung und Vertretern der chinesischen Botschaft die Einrichtung eines Konfuzius-Institutes in Kooperation mit der Chinesischen Volksuniversität und dem „Nationalen Büro für Chinesisch als Fremdsprache“ vereinbart. Seit 12. Oktober 2012 ist die Universität Leipzig Mitglied des Hochschulverbunds German U15, der sich aus 15 medizinführenden und forschungsstarken Mitgliedsuniversitäten aus Deutschland zusammensetzt.[84]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Universität Leipzig (Hrsg.): Geschichte der Universität Leipzig 1409–2009. 5 Bände. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2010, ISBN 978-3-86583-310-5.
  • Jens Blecher, Gerald Wiemers: Die Universität Leipzig 1943–1992. Sutton Verlag, Erfurt 2006, ISBN 3-89702-954-5.
  • Jens Blecher, Gerald Wiemers: Studentischer Widerstand an der Universität Leipzig. 1945–1955. Sax-Verlag, Beucha 1998, ISBN 3-930076-50-0.
  • Detlef Döring, Cecilie Hollberg (Hrsg.): Erleuchtung der Welt. Sachsen und der Beginn der modernen Wissenschaften – 600 Jahre Universität Leipzig. 2 Bände. Sandstein-Verlag, Dresden 2009.
  • Birk Engmann: Der große Wurf. Vom schwierigen Weg zur neuen Leipziger Universität. Sax-Verlag, Beucha 2008, ISBN 978-3-86729-022-7.
  • Konrad Krause: Alma mater Lipsiensis. Geschichte der Universität Leipzig von 1409 bis zur Gegenwart. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2003, ISBN 3-936522-65-0.
  • Ulrich von Hehl (Hrsg.): Sachsens Landesuniversität in Monarchie, Republik und Diktatur. Beiträge zur Geschichte der Universität Leipzig vom Kaiserreich bis zur Auflösung des Landes Sachsen 1952. (= Beiträge zur Leipziger Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte. Band 3). Evang. Verlags-Anstalt, Leipzig 2005, ISBN 3-374-02282-0.
  • Katrin Löffler (Hrsg.): Als Studiosus in Pleiß-Athen. Autobiographische Erinnerungen von Leipziger Studenten des 18. Jahrhunderts. Lehmstedt, Leipzig 2009, ISBN 978-3-937146-68-3.
  • Eberhard Schulze: Die Agrarwissenschaften an der Universität Leipzig 1740–1945. (= Beiträge zur Leipziger Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte, Reihe B. Band 10). Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2006, ISBN 3-374-02389-4.
  • Eberhard Schulze: Die Agrarwissenschaften an der Universität Leipzig 1945/46 – 1996. Leipziger Ökonomische Societät e. V., Leipzig 2008, ISBN 978-3-00-023989-2.
  • VIVAT, CRESCAT, FLOREAT. (= Sonderheft der Leipziger Blätter zum 600. Gründungstag der Universität Leipzig). Passage-Verlag, Leipzig 2009, ISBN 978-3-938543-53-5.
  • Wenke Bönisch: Universitäten und Fürstenschulen zwischen Krieg und Frieden. Eine Matrikeluntersuchung zur mitteldeutschen Bildungslandschaft im konfessionellen Zeitalter (1563–1650). Verlag epubli, Berlin 2013, ISBN 978-3-8442-7505-6. (Digitalisat)
  • Mario Todte: Fecht-, Reit- und Tanzmeister an der Universität Leipzig. (= Studien zur Kultur und Geschichte. Band 1). Bernstadt a. d. Eigen 2016, ISBN 978-3-944104-12-6.
  • Beatrix Dietel: Die Universität Leipzig in der Weimarer Republik: Eine Untersuchung zur sächsischen Hochschulpolitik (= Geschichte und Politik in Sachsen. Band 31). Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2015, ISBN 978-3-86583-839-1.
  • Julia Cholet: Die Finanzen der Universität Leipzig im Ersten Weltkrieg und in der frühen Weimarer Republik. (= Beiträge zur Leipziger Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte. Band 12). Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2009, ISBN 978-3-374-02665-4.
  • Ronald Lambrecht: Politische Entlassungen in der NS-Zeit. Vierundvierzig biographische Skizzen von Hochschullehrern der Universität Leipzig. (= Beiträge zur Leipziger Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte. Reihe B. Band 11). Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2006, ISBN 3-374-02397-5.
  • Ronald Lambrecht: Studenten in Sachsen 1918–1945: Studien zur studentischen Selbstverwaltung, sozialen und wirtschaftlichen Lage sowie zum politischen Verhalten der sächsischen Studentenschaft in Republik und Diktatur. (= Geschichte und Politik in Sachsen. Band 28). Leipzig 2011, ISBN 978-3-86583-577-2.
  • Beate Kusche: „Ego collegiatus“ – Die Magisterkollegien an der Universität Leipzig von 1409 bis zur Einführung der Reformation 1539. Eine struktur- und personengeschichtliche Untersuchung. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2009, ISBN 978-3-374-02706-4.
  • Siegfried Hoyer: Kleine Geschichte der Leipziger Studentenschaft 1409–1989. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2010, ISBN 978-3-86583-480-5.
  • Reiner Groß, Gerald Wiemers (Hrsg.): Sächsische Lebensbilder. Band VI, Franz Steiner, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-515-09383-5.
  • Heinz Füßler (Hrsg.): Leipziger Universitätsbauten: Die Neubauten der Karl-Marx-Universität seit 1945 und die Geschichte der Universitätsgebäude, Bibliographisches Institut Leipzig, Leipzig 1961.
  • Lothar Rathmann und Siegfried Hoyer (Hrsg.): Alma mater Lipsiensis. Geschichte der Karl-Marx-Universität Leipzig. Edition Leipzig, Leipzig 1984.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Universität Leipzig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Studierende seit dem Wintersemester 1993/94. 1. Dezember 2014, abgerufen am 11. August 2015 (PDF; 36 kB).
  2. a b Zahlen und Daten der Universität Leipzig (PDF; 95 kB)
  3. Siegfried Hoyer: Der Auszug der deutschen Studenten aus Prag und die Gründung der Universität Leipzig. Dissertation. Leipzig 1960.
  4. Enno Bünz, Tom Graber: Die Gründungsdokumente der Universität Leipzig (1409) : Edition – Übersetzung – Kommentar. Thelem, Dresden 2010, ISBN 978-3-939888-81-9
  5. Rudolf Kettemann: Peter Luder (um 1415–1472). Die Anfänge der humanistischen Studien in Deutschland. In: Paul Gerhard Schmidt (Hrsg.): Humanismus im deutschen Südwesten. Biographische Profile. Thorbecke, Sigmaringen 2000, ISBN 3-7995-4166-7, S. 19.
  6. Jens Blecher: Die Siegel der Universität Leipzig. Mit einer Einleitung von František Šmahel, Leipzig 2014, ISBN 978-3-941152-17-5, S. 21–25.
  7. Torsten Woitkowitz: Die Leipziger Universität im Schmalkaldischen Krieg. In: Detlef Döring (Hrsg.): Universitätsgeschichte als Landesgeschichte: Die Universität Leipzig in ihren territorialgeschichtlichen Bezügen. (Beiträge zur Leipziger Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte. Reihe A). Leipzig 2007, S. 395–416.
  8. Gemeint ist Sigismund von Lindenau.
  9. Der erste war August (Sachsen).
  10. Jens Blecher: Hoch geehrt und viel getadelt. Die Leipziger Universitätsrektoren und ihr Amt bis 1933. In: Franz Häuser (Hrsg.): Die Leipziger Rektoratsreden 1871–1933. Band I: Die Jahre 1871–1905. Berlin/ New York 2009, ISBN 978-3-11-020919-8, S. 19.
  11. Jens Blecher: Vom Promotionsprivileg zum Promotionsrecht. Das Leipziger Promotionsrecht zwischen 1409 und 1945 als konstitutives und prägendes Element der akademischen Selbstverwaltung. Dissertation Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg 2006, S. 80 f. (online)
  12. Die Kollegien der Universität.
  13. Wolfgang Hocquel: Leipzig. Architektur von der Romanik bis zur Gegenwart. Passage-Verlag, Leipzig 2001, ISBN 3-932900-54-5, S. 111.
  14. universitaetssammlungen.de
  15. Cornelia Junge: "Ein Tisch, gezimmert aus dem Holz der Arche Noah". Studien zum Karzer der Leipziger Universität. In: Universität Leipzig. Nr. 3, Leipzig 2000, S. 46–49.
  16. Alexander Zirr: Universität und fremde Besatzung. Die Alma mater Lipsiensis während der schwedischen Herrschaft über Leipzig 1642 bis 1650. In: Thomas Kossert in Zusammenarbeit mit Matthias Asche und Marian Füssel (Hrsg.): Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit. Band 15, Heft 1 (= Themenheft Universitäten im Dreißigjährigen Krieg), 2011, S. 19.
  17. leipzig-lese.de
  18. Manfred Endler: Friedrich Lebrecht Gellert - Oberpostkommissar beim kurfürstlich-sächsischen Oberpostamt zu Leipzig 1762–1770. Hainichen 2011, S. 4.
  19. Detlef Döring: "Dann sprach ich bei Professor Gottsched vor ..." : Leipzig als literarisches Zentrum Deutschlands in der Frühen Neuzeit. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2014, ISBN 978-3-86583-849-0.
  20. Mario Todte: Fecht-, Reit- und Tanzmeister an der Universität Leipzig. (= Studien zur Kultur und Geschichte. Band 1). Bernstadt a. d. Eigen 2016, ISBN 978-3-944104-12-6.
  21. Jens Schubert: Statistische Untersuchung des Universitätsbesuches in Leipzig um 1800. Eine innovative Methode zur Hochrechnung der Studierendenfrequenz auf Grundlage der Matrikel und der Sittenzeugnisse, Diss. Leipzig 2015 (Druck in Vorbereitung).
  22. Rudolf Rentsch: Die Gerichtsbarkeit der Universität bis zu ihrer Aufhebung im Jahre 1829. Phil. Dissertation. Leipzig 1922.
  23. Harald Lönnecker: Zwischen Völkerschlacht und Erstem Weltkrieg: Verbindungen und Vereine an der Universität Leipzig im 19. Jahrhundert. Gesellschaft für Burschenschaftliche Geschichtsforschung, Koblenz 2008, ISBN 978-3-9807164-6-8.
  24. archiv.uni-leipzig.de
  25. Harald Lönnecker: Wagnerianer auf der Universität. Der Verband der Akademischen Richard-Wagner-Vereine (VARWV). In: Einst und Jetzt. Jahrbuch für corpsstudentische Geschichtsforschung. 45, 2000, S. 91–120.
  26. Mario Todte: Der Akademische Richard-Wagner-Verein Leipzig (1872–1937). In: GDS-Archiv für Hochschul- und Studentengeschichte. 10, 2014, S. 99–118.
  27. Zu den Leipziger Studentenverbindungen des 18. Jahrhunderts: Anja Pohl: Studentisches Leben an der Universität Leipzig im Zeitalter der Aufklärung. Dissertation. Leipzig 2016.
  28. Sebastian Schermaul: Die Umsetzung der Karlsbader Beschlüsse an der Universität Leipzig 1819–1848. Berlin/ Boston 2013. ISBN 978-3-11-032148-7
  29. Sebastian Schermaul: Der Prozess gegen die Leipziger Burschenschaft 1835–38 – Adolf Ernst Hensel, Hermann Joseph, Wilhelm Michael Schaffrath und ihr Wirken. Peter Lang, Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3-631-66259-5.
  30. Sebastian Schermaul (Hg.): Festschrift für Dr. Wilhelm Michael Schaffrath anlässlich seines 200. Geburtstages am 26. April 2014, Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2015, ISBN 978-3-96023-009-0
  31. Universitätsarchiv Leipzig (UAL): Bestand Rektor: Rep. II Kap. IV Nr. 8 d. Untersuchung gegen die Leipziger Burschenschaft (ca. 1835), Bl. 59. Eintrag für Robert Schumann.
  32. Gerald Wiemers, Elisabeth Lea: Planung und Entstehung der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig : 1704–1846 ; zur Genesis einer gelehrten Gesellschaft. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1996, ISBN 3-525-82324-X.
  33. Zur Baugeschichte der Universitätskirche zu St. Pauli u. a.: Elisabeth Hütter: Die Pauliner-Universitätskirche zu Leipzig: Geschichte und Bedeutung. (= Forschungen und Schriften zur Denkmalpflege. Band 1). Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger Weimar, Weimar 1993, ISBN 3-7400-0916-0.
  34. Wilhelm Bruchmüller: Der Leipziger Student. Verlag BG Teubner, Leipzig 1909, S. 136.
  35. Jens Blecher: Karl Lamprecht (1856-1915) - Versuche zur Universitätsreform im Rektoratsjahr 1910 http://www.leipzig-lese.de/index.php?article_id=490
  36. gibet.de
  37. Curt Rakette, Hugo Härtel (Hrsg.): Zeitfreiwilligenregiment Leipzig. Ein Gedenkbuch, von Mitkämpfern geschrieben. Leipzig 1935, S. 65 ff.
  38. Anja Schubert: Die Universität Leipzig und die deutsche Revolution von 1918/19. In: Ulrich von Hehl (Hrsg.): Sachsens Landesuniversität in Monarchie, Republik und Diktatur. Beiträge zur Geschichte der Universität Leipzig vom Kaiserreich bis zur Auflösung des Landes Sachsen 1952. (= BLUWiG Reihe A. Band 3). Leipzig 2005, S. 171–191.
  39. Siegfried Hoyer: Studium und Studentenschaft an der Universität Leipzig im Ersten Weltkrieg. In: Detlef Döring (Hrsg.): Universitätsgeschichte als Landesgeschichte. Die Universität Leipzig in ihren territorialgeschichtlichen Bezügen. Leipzig 2007, S. 484 f. und S. 487 Tab. 1. Hoyer ermittelte eine Gesamtzahl der Vermissten, den an den Kriegsfolgen Gestorbenen, Gefallenen und für tot Erklärten in Höhe von 1457.
  40. Über die sächsische Studentenschaft in der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus: Ronald Lambrecht: Die sächsische Studentenschaft in den Jahren der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus. In: GDS-Archiv für Hochschul- und Studentengeschichte. 10, 2014, S. 119–144.
  41. Ronald Lambrecht: Politische Entlassungen in der NS-Zeit. Vierundvierzig biographische Skizzen von Hochschullehrern der Universität Leipzig. (= Beiträge zur Leipziger Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte. Reihe B. Band 11). Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2006, ISBN 3-374-02397-5.
  42. Michael Grüttner, Sven Kinas: Die Vertreibung von Wissenschaftlern aus den deutschen Universitäten 1933–1945. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. 55, 2007, S. 140, 179–181. (PDF)
  43. Perdita Ladwig: Das Renaissancebild deutscher Historiker 1898–1933. Campus Verlag, Frankfurt am Main/ New York 2004, ISBN 3-593-37467-6.
  44. Thomas Henne: Die Aberkennung von Doktorgraden an der Juristenfakultät der Universität Leipzig 1933–1945. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-86583-194-1.
  45. Christiane Roick: Heilen, Verwahren, Vernichten. Die Geschichte der sächsischen Landesanstalt Leipzig-Dösen im Dritten Reich. Medizinische Dissertation. Universität Leipzig, 1997.
  46. Christoph Buhl: Von der Eugenik zur Euthanasie. Eine Spurensuche in Leipzig. Diplomarbeit. Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, 2001. (online (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive) MS Word; 321 kB)
  47. Gerald Wiemers und Jens Blecher (Hrsg.): Leipziger Matrikel von 1809–1909, 7 Bände. Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften, Weimar 2014, ISBN 978-3897397989
  48. Alexandr, Haritonov: Sowjetische Hochschulpolitik in Sachsen 1945–1949, Böhlau, Weimar 1995. ISBN 978-3-412-06895-0
  49. Jens Blecher, Gerald Wiemers: Studentischer Widerstand an der Universität Leipzig. 1945–1955. Sax-Verlag, Beucha 1998, ISBN 3-930076-50-0.
  50. Stefan Weltzk: Leipzig 1968. Unser Protest gegen die Kirchensprengung und seine Folgen. EVA, Leipzig 2011, ISBN 978-3-374-02849-8.
  51. zv.uni-leipzig.de
  52. zv.uni-leipzig.de
  53. An der Schwelle eines Aufstandes. Interview mit Jean Ziegler. In: neues deutschland. 8. April 2015.
  54. Geschichte des Instituts für Afrikanistik auf der Website der Universität.
  55. Stefan Locke: Doch, es war schlimm! In: faz.net. 30. März 2013, abgerufen am 11. Dezember 2014.
  56. Homepage der BuildMoNa Graduate School.
  57. Website des LIFE-Projekts (Memento vom 14. September 2012 im Webarchiv archive.is)
  58. offener Brief an Rektor Häuser auf Indymedia im Wortlaut.
  59. Universität Leipzig (Hrsg.): Mehr Wissen seit 1409. Universität Leipzig, Dokumentation. Leipzig 2009, S. 16.
  60. Universität Leipzig (Hrsg.): Geschichte der Universität Leipzig 1409–2009. 5 Bände. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2010. ISBN 978-3-86583-310-5
  61. G. Wiemers (Hg.): Sächsische Lebensbilder, Bd. 6, Sächsische Akademie der Wissenschaften 2009. ISBN 978-3-515-09383-5
  62. Die Professoren und Dozenten der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig von 1409 bis 2009, hrsg. von Markus Hein und Helmar Junghans, Leipzig 2009. ISBN 978-3374027040
  63. Festschrift der Juristenfakultät zum 600jährigen Bestehen der Universität Leipzig.: Hrsg. von Mitgliedern der Juristenfakultät, Berlin 2009. ISBN 978-3428131488
  64. Eszter Fontana (Hrsg.): 600 Jahre Musik an der Universität Leipzig. Studien anlässlich des Jubiläums. Stekovics, Wettin 2010, ISBN 978-3-89923-245-5
  65. a b c d e f Übersicht des Campus der Universität Leipzig, abgerufen am 20. Dezember 2014.
  66. Universitätsbibliothek Leipzig: Infos zur Campusbibliothek, abgerufen am 20. März 2010.
  67. Jens Blecher (Hrsg.); Thomas Mayer: Die Universitätskirche und das Paulinum - eine journalistische Chronologie über den Neubau am Augustusplatz in Berichten, Kommentaren und Interviews 1992–2016. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2016, ISBN 978-3-86583-930-5.
  68. Vier Jahre Warten sind vorbei. Studentenwerk Leipzig eröffnet neue Mensa am Park. (Memento vom 3. August 2012 im Webarchiv archive.is) In: Leipziger Internet-Zeitung. 28. Juni 2009, abgerufen am 20. März 2010.
  69. Fakultät für Chemie.
  70. Neue Prorektoren gewählt PM 2011/093 der Uni Leipzig zur Neuwahl der Prorektoren vom 12. April 2011, abgerufen am 19. April 2011.
  71. siehe Homepage des Gleichstellungsbeauftragten, abgerufen 12. Juli 2015.
  72. siehe Seite der Universität über die Beteiligung am Professorinnenprogramm, abgerufen 12. Juli 2015.
  73. Website der IMPRS NeuroCom.
  74. Homepage der Leipzig School of Human Origins.
  75. Homepage der IMPRS Mathematics in the Sciences.
  76. Kooperationen der Universität Leipzig.
  77. http://forschen.uni-leipzig.de/projekte/albrecht-daniel-thaer-institut-fuer-agrarwissenschaften-e-v-an-der-universitaet-leipzig.html Homepage des ATI
  78. Website des Bach-Archivs Leipzig.
  79. Homepage des GWZO.
  80. Website des InfAI.
  81. Website des INC.
  82. Website des IfVW
  83. Website des Simon-Dubnow-Instituts.
  84. Universität Leipzig ist Mitbegründerin des Verbundes U15. Pressemitteilung. Universität Leipzig, 15. Oktober 2012, abgerufen am 30. Oktober 2012.
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