Dinskaja

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Staniza
Dinskaja
Динская
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Südrussland
Region Krasnodar
Rajon Dinskaja
Oberhaupt Juri Tschernyschow
Gegründet 1794
Staniza seit 1842
Bevölkerung 34.848 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 40 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 86162
Postleitzahl 353200–353202
Kfz-Kennzeichen 23, 93, 123
OKATO 03 214 804 001
Geographische Lage
Koordinaten 45° 11′ N, 39° 14′ OKoordinaten: 45° 11′ 0″ N, 39° 14′ 0″ O
Dinskaja (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Dinskaja (Region Krasnodar)
Red pog.svg
Lage in der Region Krasnodar
Liste großer Siedlungen in Russland

Dinskaja (russisch Динска́я) ist eine Staniza in der südrussischen Region Krasnodar mit 34.848 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Staniza liegt im zentralen Teil des Kuban-Gebietes, etwa 30 km nordöstlich der Regionshauptstadt Krasnodar am Flüsschen Kotschety. Dinskaja ist die drittgrößte Staniza (Kosakensiedlung) der Region nach Kanewskaja und Leningradskaja.

Die Staniza Dinskaja ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons Dinskaja (Dinskoi).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der Staniza beginnt 1794, als die ersten 40 Kosakensiedlungen im Kubangebiet gegründet wurden. Die sich hier ansiedelnden Saporoger Kosaken nannten die südlich der heutigen Staniza gelegene Siedlung nach ihrem Herkunftsort Dinskoje am Dnepr. Die Bezeichnung Dinskoje wird auf den damaligen kosakischen Namen Din den Flusses Don zurückgeführt, von dem diese Kosaken vermutlich ursprünglich stammten.

1807 wurde die Siedlung („Kuren“) an die heutige Stelle verlegt; seit 1842 gilt sie als Staniza unter ihrer heutigen Namensform.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Staniza wuchs ab 1888, als die Eisenbahnstrecke von der Station Tichorezkaja der Hauptstrecke der Nordkaukasus-Eisenbahn RostowWladikawkas nach Jekaterinodar (das heutige Krasnodar) durch den Ort geführt wurde.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Staniza Dinskaja im August 1942 von der deutschen Wehrmacht während ihres Vorrückens vom Don in den Nordkaukasus besetzt und am 11. Februar 1943 von der Roten Armee zurückerobert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 3.500
1900 8.000
1939 10.135
1959 11.180
1970 22.393
1979 26.518
1989 30.873
2002 34.132
2010 34.848

Anmerkung: ab 1939 Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Staniza ist Zentrum eines wichtigen Landwirtschaftsgebietes. Es gibt eine Reihe von Betrieben zur Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte (Zuckerfabrik, Konservenfabrik, Großkonditorei „Juschnaja Swesda“, Großschlachthof („Fleischkombinat“) „Dinskoi“).

Dinskaja liegt an der Eisenbahnstrecke von (Wolgograd–)Tichorezkaja–Krasnodar und weiter an die Schwarzmeerküste Richtung Noworossijsk und Sotschi (Streckenkilometer 642 ab Wolgograd). Nordwestlich an der Staniza führt die Fernstraße M4 Moskau–Rostow–Noworossijsk vorbei.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dinskaja – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien