enercity

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enercity Aktiengesellschaft

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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 21. Dezember 1970
Sitz Hannover
Leitung Susanna Zapreva-Hennerbichler (Vorsitzende), Marc Hansmann
Mitarbeiterzahl 2.981 im Gesamtkonzern (Stand: 2020)
Umsatz 3,7 Mrd. Euro. (Stand: 2020)
Branche Energiewirtschaft
Website www.enercity.de
Stand: 31. Dezember 2020

enercity-Leuchtreklame

Die enercity Aktiengesellschaft (ehemals Stadtwerke Hannover Aktiengesellschaft) in Hannover ist ein kommunales Energieversorgungs- und Dienstleistungsunternehmen. enercity versorgt rund eine Million Menschen mit Strom, Wärme, Erdgas und Trinkwasser. Mit einem Umsatz von 3,7 Mrd. Euro und konzernweit rund 3.000 Mitarbeitern zählt es zu den zehn größten Energieversorgungsunternehmen Deutschlands. Seit 2018 bietet enercity Privatkunden deutschlandweit Stromprodukte an, die sie mit 100 % Ökostrom versorgen. Firmenkunden beliefert enercity damit schon seit 1998 im gesamten Bundesgebiet. Die Marke „enercity“ wurde 1996 für besondere Effizienzprogramme und -produkte etabliert. Seit 2000 ist „enercity – positive energie“ die Dachmarke des Unternehmens. 2018 wurde der Markenname offizieller Unternehmensname, indem die „Stadtwerke Hannover Aktiengesellschaft“ in „enercity Aktiengesellschaft“ umfirmiert wurden. Eigentümer sind die Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover (75,09 %), die Thüga AG (24 %) und die Region Hannover (0,91 %).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gaswerk Glocksee an der Ihme, heute nicht mehr existent
Medaille mit dem Porträt des ersten Direktors der Stadtwerke Leonard Körting
Siegelmarke Städtisches Elektrizitätswerk Hannover

Schon gegen Mitte des 16. Jahrhunderts existierte in Hannover eine Wasserverteilung über ein Brunnensystem und Wasserleitungen, das über 300 Jahre lang mittels ständiger Ausbauten und Wartungen erhalten werden konnte. 1875 jedoch fasste der Magistrat den Entschluss, ein Grundwasserwerk in Ricklingen zu erbauen. Die Einwohnerzahl Hannovers von mehr als 100.000 machte diese Entscheidung notwendig, da die einfachen Brunnen dem Wasserbedarf der Stadt nicht mehr gewachsen waren.

1878 nahm das neue Werk in Ricklingen seinen Betrieb auf. Es war allerdings nicht der erste große Energielieferant, von dem die Stadt Hannover profitierte: Bereits 1825 war ein Vertrag mit der Londoner Imperial Continental Gas Association (ICGA) abgeschlossen worden, der das britische Unternehmen mit der Aufgabe betraute, die alten, noch mit Talg betriebenen Straßenlampen durch neue Gaslampen zu ersetzen, diese zu betreiben und zu warten. Hierzu wurde noch im selben Jahr der Vertragsunterzeichnung das Gaswerk Glocksee errichtet.

1883 folgte dem Wasserwerk Ricklingen und dem Gaswerk Glocksee eine Blockanlage zur Erzeugung elektrischer Energie. 1891 ging schließlich das erste Elektrizitätswerk in der Osterstraße ans Netz. Alle einzelnen Werke wurden 1922 zu einem Regiebetrieb zusammengefasst: den städtischen Betriebswerken.

Die Nachkriegszeit war durch Wiederaufbaumaßnahmen und das Wirtschaftswunder geprägt, wovon auch die städtischen Betriebswerke profitierten. Neue Anlagen wurden eingerichtet und die Erweiterung der Netze in vorher noch nicht erschlossene Gebiete gefördert. Ab 1952 hieß das Versorgungsunternehmen offiziell Städtische Betriebswerke.

Nachdem das Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit und insbesondere der Aufschwung der späten 1960er Jahre den Stadtwerken (bis Ende 1952: Städtische Betriebswerke) bis zu zweistellige Zuwachsraten beschert hatte, beschloss der Rat der Stadt Hannover im November 1970 die Umwandlung der Versorgungseinrichtungen in eine Aktiengesellschaft; alleiniger Aktionär der Stadtwerke Hannover AG wurde am 21. Dezember 1970 die Landeshauptstadt Hannover. Die Umwandlung der Stadtwerke in eine Aktiengesellschaft war notwendig, um Stadtwerke und Üstra in der Holding Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover mbH (VVG) zusammenfassen zu können.

Die Förderung von Erdgas begann Anfang der 1970er Jahre, 1982 wurde der erste Kavernenspeicher in Empelde in Betrieb genommen, und 1989 begann der Betrieb des Gemeinschaftskraftwerk Hannover in Stöcken.

Die Hauptverwaltung befindet sich seit 1975 im Ihme-Zentrum im hannoverschen Stadtteil Linden-Mitte.

Am 8. April 2011 wurde mit Unterstützung der Landeshauptstadt Hannover der enercity Härtefonds e.V. gegründet. Der Verein soll soziale Härten bei Strom-, Gas- und Wassersperrungen vermeiden helfen. Der Verein ist mit jährlich 150.000 € ausgestattet. Er ist das Ergebnis eines langjährigen Konsultationsprozesses mit gesellschaftlichen und behördlichen Akteuren aus dem Sozialsektor.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

20-stöckiges Hauptverwaltungsgebäude im Ihme-Zentrum
Leuchtröhrenwand des KundenCenter von enercity am Kröpcke

Die enercity AG ist mit einem Jahresumsatz von rund 3,1 Milliarden Euro unter den 10 größten deutschen Energiedienstleistern kommunaler Unternehmen. Sie bietet unter der Dachmarke „enercity – positive energie“ Strom, Erdgas, Fernwärme, Trinkwasser und Dienstleistungen an.

Das Grundkapital von enercity gehört zu 75,09 Prozent der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover (VVG). Weitere 24 Prozent befinden sich im Besitz der Thüga AG mit Sitz in München, an der wiederum die enercity AG beteiligt sind. Die restlichen 0,91 Prozent gehören der Region Hannover.

enercity hält mehrere Beteiligungen an Energieunternehmen in der Region Hannover und führt das operative Geschäft für die beiden großen Kraftwerke in den Stadtteilen Stöcken und Linden sowie für den Gasspeicher in Empelde.

Seit Anfang der 1990er Jahre engagiert sich das Unternehmen für den Einsatz von Biomasse zur klimafreundlichen Wärme- und Stromerzeugung. Das größte Projekt in diesem Zusammenhang ist die Übernahme von Anteilen der Danpower GmbH im Jahr 2006.

enercity bildet jährlich rund 30 Menschen in einem technischen oder kaufmännischen Beruf aus oder bietet ein duales Studium an. Des Weiteren fördert enercity ehemalige Auszubildende mit einem Stipendium für ein Vollzeitstudium und unterstützt die Initiative „Deutschlandstipendium“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. enercity wurde 2010 mit dem Zertifikat zum audit berufundfamilie ausgezeichnet und 2016 rezertifiziert.

Das Unternehmen bietet gesundheitsfördernde Maßnahmen, wie Ernährungsberatungen und Rückenschule sowie eine Betriebssportgemeinschaft an.

Das Kundencenter von enercity befindet sich in der Ständehausstraße 6 in Hannover am Kröpcke. Dort erhalten Kunden sowohl Preis-, Produkt- und Rechnungsinformationen als auch Beratungen zum Thema Haushaltstechnik und Energiesparen. Am Gebäude wurde von enercity eine Lichtkunst-Fassade angebracht.

Geschäftsfelder und Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Region Hannover beliefert das Unternehmen über 700.000 Menschen mit Strom, Erdgas, Fernwärme, Trinkwasser und Energiedienstleistungen.

Strom[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 1. Januar 2018 versorgt enercity alle Privatkunden bundesweit mit 100 % Ökostrom aus Sonne, Wind, Biomasse und Wasser. Damit gehört enercity zu den fünf größten Ökostromanbietern in Deutschland. enercity betreibt zur Produktion von Strom und Fernwärme in Hannover mehrere Kraftwerke: das Heizkraftwerk Linden in Linden-Nord, das Kraftwerk Herrenhausen in Leinhausen sowie zusammen mit VW das Gemeinschaftskraftwerk Hannover in Stöcken (mit Steinkohle betrieben). 70 Prozent des selbst erzeugten Stroms werden in drei Heizkraftwerken erzeugt.

Wind[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Enercity erzeugt im Jahr 628.000 Megawattstunden Windstrom, was dem Verbrauch von 251.000 Haushalten entspricht. Mit 182 Windkraftanlagen in 23 Windparks zählt enercity zu den größten Windenergieerzeugern an Land in Deutschland.

Solar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit enercity Solar bietet enercity deutschlandweit Solaranlagen zum Kauf oder zur Miete an. Neben Komponenten und der Installation erhalten die Kunden Serviceleistungen wie Fernüberwachung, Wartung und einen Versicherungsschutz.

Wärme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Enercity bietet als Wärmeangebote klimaneutrales Erdgas, Fernwärme, Wärmepumpen und CO2-neutrales Heizen mit Holzenergie. Fernwärme wurde 1962 in Hannover eingeführt. Nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung wird die Abwärme aus der Stromerzeugung den Kunden als Raum- oder Prozesswärme geliefert.

Als weiteren Energieträger bietet enercity Gas an, das direkt über die Leitungen ins Haus kommt und z. B. zum Beheizen der Wohnung und zum Kochen genutzt werden kann. Das Gas wird zum größten Teil aus Erdgasspeichern, wie der Gasspeicher Hannover GmbH, gewonnen oder es entsteht in Biogasanlagen. Erdgas wird auch über Erdgastankstellen als Kraftstoffalternative für Fahrzeuge zur Verfügung gestellt.

Zur Geschichte siehe auch: Gaswerke-Verwaltung (Hannover).

Holzenergie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das enercity HolzenergieCenter Hannover in Hannover-Stöcken ist ein im Jahre 2007 eröffneter Unternehmensteil, in dem Kunden verschiedene Brennholzsorten in Form von Holzhackschnitzeln, Scheitholz oder Holzpellets im Direktverkauf erwerben können. Das enercity HolzenergieCenter ist Teil des von Hannover koordinierten EU-Programms CONCERTO, das als Klimaschutz-Modellprojekt die energieoptimierte Sanierung von mehr als 300 Wohnungen sowie den Einsatz erneuerbarer Energien unterstützt. Große Teile des Holzes stammen aus Wäldern der Region Hannover sowie den nördlich im Wassergewinnungsgebiet Fuhrberger Feld liegenden rund 1.800 Hektar umfassenden enercity-Wäldern.

Wasser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drei Wasserwerke, in Elze-Berkhof, Fuhrberg und Grasdorf, versorgen die über 700.000 Menschen in Hannover und Region mit hochwertigem Trinkwasser. Insgesamt speist enercity jedes Jahr rund 43 Millionen Kubikmeter Wasser in das Netz ein. Das entspricht in etwa dem Inhalt des Steinhuder Meeres.[1]

Elektromobilität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Privatkunden, die auf Elektrofahrzeuge umsteigen wollen, unterstützt enercity im gesamten Bundesgebiet bei der Beantragung von Fördermitteln. Außerdem liefert enercity Lademöglichkeiten für Zuhause. Darüber hinaus auch Mobilitätslösungen für Firmen, die ihren Kunden eine Stromtankstelle zum Laden ihrer Elektroautos anbieten oder ihren Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge umrüsten möchten. Der Energieversorger stellt in Hannover und Region Ladestationen für E-Autos, E-Bikes und E-Roller zur Verfügung. Seit 2010 baut enercity in Hannover die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge aus. Bis 2020 sollen rund 600 neue öffentliche und halböffentliche Ladepunkte gebaut werden. 480 davon werden im Stadtgebiet errichtet. Für die Realisierung von DC-Schnellladestationen (Direct Current, kurz DC) arbeiten enercity und ÜSTRA zusammen. Zudem vermietet enercity in Kooperation mit der Autoagentur nextmove Elektroautos unterschiedlicher Hersteller.

Intelligente Technologien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angeboten werden unter anderem smarten Türschlösser, Leckagemelder für Wasserschäden und sensorgestützte Gebäudeüberwachung.

Dienstleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

enercity übernimmt die Direktvermarktung von überschüssigem Strom aus Photovoltaik-, Biomasse-, Windkraft-, Wasserkraft- oder KWK-Anlagen, optimiert die Energieeffizienz seiner Geschäftskunden innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen und vermittelt über seine Schulungscenter Wissen für Fachkräfte.

Glasfaser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rund 20.000 Haushalte in Hannover und der Region nutzen durch enercity Glasfasertechnologie. 6.000 Haushalte wurden 2019 neu angebunden.

Beteiligungen (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clevergy GmbH & Co. KG[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2013 wurden mit Wirkung zum 1. November 2013 die Anteile an der Clevergy GmbH & Co. KG an die LichtBlick SE verkauft. An der Clevergy GmbH & Co. KG waren enercity und die N-ERGIE Aktiengesellschaft aus Nürnberg jeweils mit 50 Prozent beteiligt. Das Energieunternehmen wurde Anfang 2008 gegründet und bot im Baukastenprinzip individuell gestaltbare Stromtarife für Privatkunden über das Internet an.

Danpower GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Danpower GmbH ist ein bundesweit tätiges Wärmeversorgungs- und Contractingunternehmen mit Sitz in Potsdam. Es ist spezialisiert im Bereich dezentrale Energieversorgung und regenerative Energien mittels Kraft-Wärme-Kopplung und für den Einsatz von Biomasse. Seit 2006 ist enercity an Danpower beteiligt. Seit 2018 ist enercity alleinige Gesellschafterin der Danpower GmbH.

enercity Contracting GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2009 hat enercity die hundertprozentige Tochter enercity Contracting GmbH gegründet, die die Vertriebsaktivitäten von enercity in dem Geschäftsfeld Contracting (Erstellen und Betreiben dezentraler Energieanlagen im Kundenauftrag) übernimmt.

enercity Netz GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die enercity Netz GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der enercity AG. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Energieversorgungsnetzen zum Zwecke der leitungsgebundenen Elektrizitäts- und Gasversorgung sowie der Betrieb und die Instandhaltung von Messgeräten und die Verbrauchsdatenerfassung für Elektrizität und Gas. Sie ist somit Verteilnetzbetreiber und Messstellendienstleister. Darüber hinaus gehören zu ihren Aufgaben alle damit unmittelbar im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen für Wasser-, Datenübertragungs- und Wärmenetze.

enercity-Fonds proKlima GbR[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1998 gegründete und bis heute europaweit einzigartige Klimaschutzfonds proKlima wird finanziert von den Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze (zusammen das proKlima-Fördergebiet) sowie von enercity. enercity trägt mit ca. 75 % Anteil den Großteil des jährlichen Fondsvolumens von rund 4,4 Millionen Euro. proKlima bewilligte von 1998 bis 2012 Fördermittel in Höhe von circa 52 Millionen Euro. Die Vergabe des Geldes erfolgt nach festgelegten Kriterien: Die CO2-Effizienz, die absolute CO2-Reduzierung, die Multiplikatorenwirkung und der Innovationsgrad der Maßnahmen sind dabei ausschlaggebend.

Energie-Projektgesellschaft Langenhagen mbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Energie-Projektgesellschaft Langenhagen mbH sind die Stadt Langenhagen und enercity zu je 50 Prozent beteiligt. Das Unternehmen wurde 1994 gegründet. Seine Hauptziele sind, eine wirtschaftliche, ressourcen- und klimaschonende Energieversorgung auf kommunaler Ebene zu realisieren sowie die verbrauchsbedingten Emissionen zu reduzieren. Zu den Geschäftsfeldern des Unternehmens zählen die Planung, der Bau und der Betrieb effizienter Strom- und Wärmeproduktionsanlagen sowie die ökologische Energieverteilung. Ein Schwerpunkt ist die Nahwärmeversorgung von Wohnhäusern und anderen Gebäuden durch den Einsatz von modernen Blockheizkraftwerken.

Gasspeicher Hannover GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinsam mit der Erdgas Münster GmbH unterhält enercity mit einem Anteil von 68,35 % einen Erdgasspeicher mit vier Kavernen in der Nähe von Hannover in Ronnenberg-Empelde, die Gasspeicher Hannover GmbH (GHG), dessen Kapazitäten zurzeit erweitert werden. Die GHG ist für Bau und Betrieb dieser Untertagegasspeicher zuständig.

Gemeinschaftskraftwerk Hannover GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Energieerzeugungsanlage Gemeinschaftskraftwerk Hannover entstand in Zusammenarbeit mit dem Volkswagenwerk Hannover sowie der Continental AG in Hannover-Stöcken. Das Heizkraftwerk deckt den gesamten Prozess- und Raumwärmebedarf von VW-Nutzfahrzeuge sowie die Grundlast an Fernwärme und Strom für das Versorgungsgebiet von enercity. Mit Kaufvertrag vom 23. Juni 2010 hat enercity von der Continental Reifen Deutschland GmbH, Hannover, deren 10,2-prozentigen Anteil an der Gemeinschaftskraftwerk Hannover GmbH erworben. enercity hält damit einen Anteil von 84,7 %.

Gemeinschaftskraftwerk Hannover-Linden GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Heizkraftwerk Linden in Hannover-Linden hält enercity einen Anteil von 90 %.

htp GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo htp GmbH

Ab 1996 vermarkteten die damaligen Stadtwerke Hannover AG das eigene Telekommunikationsnetz zur Steuerung ihrer Anlagen über eine eigens gegründete Gesellschaft. Die htp GmbH ist heute ein im Raum Hannover, Hildesheim, Braunschweig, Peine, Wolfenbüttel und Hameln-Pyrmont etabliertes Telekommunikationsunternehmen mit über 100.000 Privat- und Geschäftskunden (Stand: 2020). enercity hält 50 Prozent der Anteile an htp, die anderen 50 Prozent werden von der EWE AG mit Sitz in Oldenburg gehalten.

Kraftwerk Mehrum GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am mit Steinkohle betriebenen Kraftwerk Mehrum hatte enercity einen Anteil von 83,3 %, dieser wurde vom tschechischen Energieversorger EPH übernommen.[2] Auch die Braunschweiger Versorgungs-AG gab ihren Anteil von 16,7 % an EHP ab.

Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG versorgen rund 10.000 Haushalte und Gewerbetreibende mit Strom, Erdgas und Wärme in der Region Wunstorf. Bei dem kommunalen Unternehmen wird die Mehrheit der Anteile von der Stadt Wunstorf – über die Bäderbetriebe – gehalten. Neben der E.ON Avacon AG ist enercity mit einem Anteil von 34 % beteiligt.

Thüga Holding GmbH & Co. KG aA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2009 erwarb eine Gruppe kommunaler Unternehmen unter Beteiligung von enercity sämtliche Anteile an der Thüga AG über die Thüga Holding GmbH & Co. KGaA von der E.ON Ruhrgas AG, einer hundertprozentigen Tochter der E.ON AG. enercity erwartet sich davon positive Ergebnis- und Wachstumseffekte sowie Kooperationsoptionen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. enercity hält einen Anteil von 20,53 %

Gamesa Energie Deutschland GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 2005 gegründete Gamesa Energie Deutschland GmbH mit Sitz in Oldenburg entwickelt Windparks in Deutschland. Die Tochterfirma von Siemens Gamesa wurde 2019 von enercity übernommen.[3]

Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Junges Schauspiel Hannover[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

enercity engagiert sich im kulturellen, sozialen und sportlichen Bereich mit verschiedenen Projekten. So ist das Unternehmen Gründungspartner und Hauptsponsor des Jungen Schauspiels Hannover und unterstützt jährlich ein Jugendtheaterprojekt, an dem Jugendliche aus Hannover mitwirken können.

Jazz Club Hannover[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Hauptsponsor unterstützt enercity seit 2005 das vom Jazz Club Hannover veranstaltete Musikfestival „enercity swinging hannover“. Das traditionelle Open-Air-Festival findet seit etwa 1980 am Himmelfahrtstag auf dem Trammplatz in Hannover statt. Ebenfalls gefördert wird der am Vortag stattfindende Jazzbandball. Seit 2020, dem Jahr der Corona-Pandemie, veranstaltet enercity gemeinsam mit dem Jazz Club Hannover die #sofakonzerte als Konzertreihe mit verschiedenen Künstlern. Sie werden auch auf dem enercity YouTube Channel gezeigt.[4]

Hannover 96[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2012 unterstützt enercity den Verein Hannover 96 in der Fußball-Bundesliga als Co-Sponsor. Außerdem fördert enercity seit 2010 die TSV Hannover-Burgdorf in der Handball-Bundesliga als Trikot-Sponsor.

Maschseefontäne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maschseefontäne

Die Maschseefontäne befindet sich am Nordufer des Maschsees in Hannover und war ein Geschenk anlässlich seines 50. Geburtstags von der enercity AG an die Stadt Hannover. Im Jahr 1987 wurde sie in Betrieb genommen und seitdem übernimmt enercity die Instandhaltung sowie die Stromkosten. Zuletzt wurden LED-Leuchten für eine energieeffiziente Beleuchtung am Abend und zu besonderen Anlässen installiert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theo Walter, Herbert Mundhenke: Die Strassenbeleuchtung der Stadt Hannover von 1815–1835. Ein Beitrag zum 125jährigen Jubiläum des hannoverschen Gaswerks, Hannoversche Geschichtsblätter, Neue Folge, Bd. 7, Heft 1, Hannover: Hahnsche Buchhandlung, 1953
  • Olaf Grohmann: Geschichte der Wasser- und Energieversorgung der Stadt Hannover. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, hrsg. von der Stadtwerke Hannover AG, Hannover, 1999, S. 148–155, 202–207, 240–244
  • Rainer Ertel: Stadtwerke Hannover AG, in: Stadtlexikon Hannover, S. 587f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stadtwerke Hannover – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. waterclick.de: Die Wassergewinnung im Fuhrberger Feld
  2. Tschechen kaufen Enercity-Kraftwerk Mehrum. Abgerufen am 1. August 2018 (deutsch).
  3. Enercity übernimmt Windkraft-Tochter von Siemens Gamesa. In: Süddeutsche.de. Abgerufen am 16. Oktober 2019.
  4. Enercity und Jazzclub präsentieren Sofakonzerte und rufen zum Spenden auf, auf nw-ihk.de, abgerufen am 10. Januar 2021

Koordinaten: 52° 22′ 14,8″ N, 9° 42′ 58″ O