Für immer Adaline

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Filmdaten
Deutscher Titel Für immer Adaline
Originaltitel The Age of Adaline
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2015
Länge 112 Minuten
Altersfreigabe FSK 6[1]
JMK 8[2]
Stab
Regie Lee Toland Krieger
Drehbuch J. Mills Goodloe,
Salvador Paskowitz
Produktion Sidney Kimmel,
Gary Lucchesi,
Tom Rosenberg
Musik Rob Simonsen
Kamera David Lanzenberg
Schnitt Melissa Kent
Besetzung
Synchronisation

Für immer Adaline (Originaltitel: The Age of Adaline) ist ein US-amerikanisches Fantasy-Drama aus dem Jahr 2015. Regie führte Lee Toland Krieger. Der Kinostart im deutschsprachigen Raum war am 9. Juli 2015.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adaline Bowman wurde im Jahr 1908 in San Francisco geboren. Eines Nachts während einer Autofahrt verliert die inzwischen 29-Jährige die Kontrolle über ihren Wagen, baut einen Unfall und stürzt mit dem Fahrzeug in einen Fluss. Sie verliert das Bewusstsein und ihr Herz hört auf zu schlagen. Als ein Blitz in das Autowrack einschlägt, wird die junge Frau wiederbelebt. Fortan altert Adaline Bowman nicht mehr.

Adaline kann von nun an kein normales Leben mehr führen und nie sesshaft an einem Ort werden. Sie besorgt sich alle zehn Jahre gefälschte Ausweise und andere Identitäten, um unangenehmen Fragen aus dem Weg zu gehen. Lediglich ihre Tochter Flemming weiß über ihre Geschichte Bescheid. Flemming ist inzwischen selbst schon eine alte Frau und gibt sich in der Öffentlichkeit als die Großmutter von Adaline aus.

Während einer Silvesterfeier lernt Adaline, unterwegs unter dem Namen Jenny, einen Mann namens Ellis Jones kennen. Zunächst lässt sie ihn mehrfach abblitzen, jedoch bleibt Ellis hartnäckig und es entwickelt sich eine Romanze zwischen beiden. Schließlich möchte Ellis seine neue Freundin seinen Eltern vorstellen. Sein Vater William Jones erkennt in Jenny seine frühere Freundin Adaline. Mit dieser hatte er vor über 40 Jahren eine Beziehung, die damit geendet hatte, dass Adaline ihn ohne Vorwarnung verließ. William spricht sie mit ihren eigentlichen Namen an. Jenny erklärt, dass Adaline ihre Mutter war, welche jedoch vor sechs Jahren gestorben sei, woraufhin William bestürzt reagiert.

Während sich William an die damalige Zeit mit Adaline erinnert, wird deutlich, dass er sich weiterhin unsicher über die Freundin seines Sohnes ist. Als er eine Narbe an ihrer Hand wiedererkennt, stellt er sie zur Rede. Eingeholt von der Vergangenheit, beschließt Adaline die Familie und ihren Freund zu verlassen und fährt mit dem Auto davon. Ellis möchte ihr folgen, wird aber zunächst von seinem Vater aufgehalten. Nach einem kurzen Gespräch zwischen beiden, in dem Ellis deutlich macht, dass er nicht ohne Adaline leben kann, wirft William ihm die Schlüssel seines Wagens zu und Ellis versucht, Adaline zu folgen.

Adaline hat inzwischen einen Autounfall. Sie hatte sich entschlossen, wieder zu wenden und wird dabei von einem anderen Fahrzeug gerammt. Ihr Herz hört erneut auf zu schlagen. Ellis findet das Autowrack und Adaline und versucht sie zu reanimieren, ist jedoch erfolglos. Die eintreffenden Notärzte können Adaline letztendlich aber mit einem Defibrillator wiederbeleben.

Im Krankenhaus unterhält sich Adaline mit Ellis, als ihre Tochter dazu stößt und sich als ihre Großmutter vorstellen mag, gibt Adaline zu verstehen, dass Ellis Bescheid weiß. Einige Zeit später sieht man, wie Ellis und Adaline sich in ihrer Wohnung auf den Weg machen, auszugehen. Während Ellis vorgeht, schaut Adaline sich nochmal im Spiegel an. Sie erkennt bei sich ein graues Haar und freut sich darüber.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken. Insbesondere wurden die schauspielerischen Leistungen gelobt, allen voran die von Harrison Ford, welcher laut Filmstarts seine „beste Darbietung seit vielen Jahren“ abgeliefert hat.[3]

Der Filmdienst sah ein „Märchenhaftes, mit seinen Themen um Liebe und Tod, Vergänglichkeit und Sehnsucht anspruchsvolles und durchaus ergreifendes Drama“, welches sich zunehmend in eine romantische Liebesgeschichte verwandelt. Man kritisierte jedoch, dass die Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte weitgehend ausgespart wird.[4]

Cinema nahm den Film positiv auf. „Während alle Welt von ewiger Jugend träumt, beleuchtet Für immer Adaline die Schattenseiten der Unsterblichkeit.“ So entdeckte man Parallelen zu Nicholas Sparks (Wie ein einziger Tag). Man lobte den „nostalgischen Charme des Films“ und die Unbekümmertheit, welche der Regisseur an den Tag gelegt hat.[5]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Jahr 2008 veröffentlichte der junge Nachwuchsdarsteller Anthony Ingruber ein Video auf YouTube, in dem er Szenen aus Krieg der Sterne von Han Solo nachstellte. Bei diesem Video überzeugte Ingruber mit einer erstaunlichen Ähnlichkeit zu Harrison Ford. Sowohl die Optik als auch Mimik und Stimme konnte er nachahmen.[6] In Für immer Adaline hat der junge Mann seinen ersten Spielfilmauftritt als Schauspieler in der Rolle des jungen William Jones.
  • Die Figur von Harrison Ford trägt den Namen William Jones. Jones kann als eine Anspielung auf Fords Karriere als der Archäologe Indiana Jones angesehen werden.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saturn Award 2016

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutschsprachige Synchronisation wurde von Christa Kistner Synchronproduktion GmbH, Potsdam, unter der Dialogregie von Elke Weber-Moore, übernommen.[7]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Adaline Bowman Blake Lively Kaya Marie Möller
Ellis Jones Michiel Huisman Till Endemann
William Jones Harrison Ford Wolfgang Pampel
William Jones (jung) Anthony Ingruber Tim Knauer
Flemming Ellen Burstyn Kornelia Boje
Kathy Jones Kathy Baker Karin Buchholz
Kikki Jones Amanda Crew Rubina Nath

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Für immer Adaline. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Mai 2015 (PDF; Prüf­nummer: 151 827 K).
  2. Alterskennzeichnung für Für immer Adaline. Jugendmedien­kommission.
  3. Andreas Staben: Die Filmstarts-Kritik zu Für immer Adaline. Filmstarts, abgerufen am 19. Juli 2015.
  4. Für immer Adaline – Kurzkritik. Filmdienst, abgerufen am 11. Juli 2015.
  5. Für immer Adaline. Cinema, abgerufen am 11. Juli 2015.
  6. YouTube: Harrison Ford Impression, abgerufen am 11. Juli 2015.
  7. Für immer Adaline. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 2. März 2017.