Fachhochschule für Finanzen Nordrhein-Westfalen

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Fachhochschule für Finanzen Nordrhein-Westfalen
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Trägerschaft staatlich
Ort Nordkirchen
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Land Deutschland
Leitung Martin Stirnberg
Studenten 1464 WS 2012/13[1]
Website fhf-nordkirchen.de
Das Schloss Nordkirchen mit der integrierten Fachhochschule für Finanzen

Die Fachhochschule für Finanzen (FHF) ist eine Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Nordkirchen. Das Land Nordrhein-Westfalen bildet an der Fachhochschule den Nachwuchs für den gehobenen Dienst innerhalb der Finanzverwaltung des Landes aus. Die Finanzanwärter sind während des Studiums im Schloss Nordkirchen und in benachbarten, zusätzlich errichteten Neubauten untergebracht. Das erfolgreich abgeschlossene Studium berechtigt zum Führen des akademischen Grades Diplom-Finanzwirt (FH).

Die Hochschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die FHF ist seit 1958 in dem Schloss und seinen Wirtschaftsgebäuden untergebracht. Die größeren Räume der Anlage wurden dabei zu Hörsälen für bis zu 30 Studierende umgebaut, die kleineren Räume in den oberen Etagen werden als Wohn- und Studierzimmer genutzt. Bis Ende der 1960er Jahre war für die Fachhochschule auch die Bezeichnung Finanzakademie des Landes Nordrhein-Westfalen gebräuchlich. Nachdem in den 1970er Jahren ein erheblich gesteigerter Bedarf an Absolventen absehbar war, wurde in den nördlich des Schlosses gelegenen Parkanlagen ein Neubau errichtet. Der Sundern genannte Komplex vereinigt funktionell Hörsäle und Wohn- und Studierzimmer.

Studiengang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Land Nordrhein-Westfalen bildet in einem dreijährigen Studium die Nachwuchsbeamten in der Steuerverwaltung aus. Der duale Studiengang besteht aus dem 21-monatigen Studium an der FH Nordkirchen und im übrigen aus Praktika in den verschiedenen Fachbereichen der Finanzämter. Die Studienzeit ist in ein Grund- und ein Hauptstudium aufgeteilt. Das Grundstudium ist hierbei in fünf und das Hauptstudium in zwei Abschnitte unterteilt. Nach dem Zweiten der fünf Grundstudiumabschnitte legen die Studenten eine Zwischenprüfung ab.

Schwerpunkte und Prüfungsgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der hauptsächliche Schwerpunkt des Studiums liegt auf dem Deutschen Steuerrecht mit der Abgabenordnung und seiner Vielzahl von Steuerarten. Im Abschlussexamen sind fünf fünfstündige Prüfungsklausuren aus den Rechtsgebieten Bilanzsteuerrecht, Umsatzsteuerrecht, Abgabenrecht, Einkommensteuerrecht und Besteuerungsrecht der Gesellschaften vorgeschrieben. Ferner schreiben die Studenten eine wissenschaftliche Arbeit zu einem steuerlichen oder sozialwissenschaftlichen Thema.

Weitere Lerninhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem prüfungsrelevanten Steuerrecht erhalten die Studenten einen Einblick in weitere Rechtsgebiete, wie dem Bürgerlichen Recht, Wertpapierrecht und Handelsrecht. Außerdem werden die wichtigsten volks- und betriebswirtschaftlichen Grundlagen vermittelt.

Perspektiven[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Abschlussprüfung und der Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe werden die Diplom-Finanzwirte (FH) als Sachbearbeiter in der steuerlichen Veranlagung, Betriebsprüfer oder auch in der Steuerfahndung eingesetzt. Die aus dem Beamtenverhältnis ausgeschiedene Diplom-Finanzwirte (FH) sind auch in der freien Wirtschaft und beispielsweise in Steuerberatungsgesellschaften oder in den Steuerabteilungen großer Unternehmen beschäftigt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66–113 (abgerufen am 3. November 2013)

Koordinaten: 51° 43′ 57″ N, 7° 32′ 1″ O