Gaming

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Gaming
Wappen Österreichkarte
Wappen von Gaming
Gaming (Österreich)
Gaming
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Scheibbs
Kfz-Kennzeichen: SB
Fläche: 243,87 km²
Koordinaten: 47° 56′ N, 15° 5′ OKoordinaten: 47° 55′ 44″ N, 15° 5′ 22″ O
Höhe: 431 m ü. A.
Einwohner: 3.180 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 13 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3292
Vorwahl: 07485
Gemeindekennziffer: 3 20 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Im Markt 1–3
3292 Gaming
Website: www.gaming.gv.at
Politik
Bürgermeister: Renate Gruber (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(23 Mitglieder)
12
9
2
12 
Insgesamt 23 Sitze
Lage der Marktgemeinde Gaming im Bezirk Scheibbs
GamingGöstling an der YbbsGrestenGresten-LandLunz am SeeOberndorf an der MelkPuchenstubenPurgstall an der ErlaufRandeggReinsberg (Niederösterreich)ScheibbsSt. Anton an der JeßnitzSt. Georgen an der LeysSteinakirchen am ForstWangWieselburgWieselburg-LandWolfpassingNiederösterreichLage der Gemeinde Gaming im Bezirk Scheibbs (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Die ehemalige Kartause Marienthron im Südwesten des Ortes
Die ehemalige Kartause Marienthron im Südwesten des Ortes
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Gaming ist eine Marktgemeinde mit 3180 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Scheibbs in Niederösterreich. Bekannt ist die Gemeinde vor allem für die hier befindliche ehemalige Kartause Marienthron.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gaming liegt im Mostviertel am westlichen Fuß des Ötschers im niederösterreichischen Teil der Eisenwurzen. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 244,07 Quadratkilometer. 85,87 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 10 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Januar 2018[1]):

  • Brettl-Gaming (130)
  • Gaming (2082)
  • Kienberg (456)
  • Lackenhof (262)
  • Langau (146)
  • Nestelberg-Lackenhof (15)
  • Neuhaus-Langau (5)
  • Rothwald-Langau (0)
  • Taschelbach-Langau (13)
  • Trübenbach-Gaming (12)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Altenreith, Brettl, Gaming, Kienberg, Lackenhof, Mitterau, Nestelberg, Neuhaus und Polzberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

In Gaming befand sich von 1330 bis 1782 ein bedeutendes Kartäuser-Kloster, die Kartause Gaming. Hier wirkte unter anderem auch der Mystiker und Theologe Nikolaus Kempf. In der Kartause war bis Sommer 2009 das Internationale Theologische Institut für Studien zu Ehe und Familie untergebracht, das dann nach Trumau südlich von Wien übersiedelte.

Gaming war sehr lange die größte Gemeinde in Niederösterreich, bis vor einigen Jahren die Gemeinde Zwettl den Truppenübungsplatz Allentsteig zu ihrem Gebiet hinzuzählen durfte. Seit diesem Zeitpunkt ist Gaming mit 244 km² die zweitgrößte Gemeinde in Niederösterreich.

Zumindest zehn Mitglieder der IKG Ybbs/Amstetten aus Gaming fielen der Shoah zum Opfer.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse der Volkszählung seit 1951:

2014: 3.186 Einwohner[3]
2001: 3.840 Einwohner
1991: 3.793 Einwohner
1981: 4.089 Einwohner
1971: 4.181 Einwohner
1961: 4.218 Einwohner
1951: 4.353 Einwohner

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 171, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 153. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1530. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 41,48 Prozent.

Ein bedeutendes Unternehmen mit mehr als 360 Arbeitnehmern ist der in Kienberg seit 1817 bestehende und seit 1998 in amerikanischem Besitz befindliche Druckbehälter-Hersteller Worthington Cylinders.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
49,98 %
(-17,46 %p)
38,12 %
(+15,65 %p)
11,90 %
(+1,81 %p)
2010

2015


Der Gemeinderat hat 23 Sitze.

Bei der Gemeinderatswahl 2015 erreichte die SPÖ 12 (- 4), die Liste ÖVP 9 (+ 4) und die FPÖ 2 (± 0).

Bürgermeister

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus Gaming; ursprünglich war das Gebäude die Taverne der Kartause und wurde 1890 umgebaut sowie aufgestockt
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gaming

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kienberg ist mit dem Bahnhof Kienberg-Gaming Endpunkt der Erlauftalbahn und gleichzeitig Ausgangspunkt der Ybbsthalbahn-Bergstrecke, einer schmalspurigen Museumsbahn. Die Österreichischen Bundesbahnen stellten den öffentlichen Personenverkehr auf der Erlauftalbahn zwischen Scheibbs und Kienberg mit Fahrplanwechsel im Dezember 2010 ein, die zunächst für den Güterverkehr verbliebene Infrastruktur wird seit Jänner 2011 ebenfalls nicht mehr genutzt. 2015 wurde mit dem Abtragen der Gleisanlagen zwischen Scheibbs und Kienberg begonnen.[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Lechner (1924–2012), Bürgermeister und Abgeordneter im Landtag von Niederösterreich
  • Renate Gruber (* 1967), Bürgermeisterin und Nationalratsabgeordnete

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gaming – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1. Jänner 2018 nach Ortschaften
  2. Johannes Kammerstätter: Tragbares Vaterland. Wieselburg 2012.
  3. statistik.at@1@2Vorlage:Toter Link/www.statistik.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. Worthington Cylinders Österreich abgerufen am 11. Oktober 2010
  5. Mit Schienen Bahnhof bezahlt. (noen.at [abgerufen am 28. November 2016]).