Nettersheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nettersheim
Nettersheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nettersheim hervorgehoben
Koordinaten: 50° 30′ N, 6° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Euskirchen
Höhe: 470 m ü. NHN
Fläche: 94,35 km²
Einwohner: 7469 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53947
Vorwahlen: 02486, 02253 (Bouderath), 02440 (Buir, Frohngau, Tondorf), 02484 (Pesch)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: EU, SLE
Gemeindeschlüssel: 05 3 66 032
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Krausstraße 2
53947 Nettersheim
Webpräsenz: www.nettersheim.de
Bürgermeister: Wilfried Pracht (CDU)
Lage der Gemeinde Nettersheim im Kreis Euskirchen
Belgien Rheinland-Pfalz Kreis Düren Rhein-Erft-Kreis Rhein-Sieg-Kreis Städteregion Aachen Bad Münstereifel Blankenheim (Ahr) Dahlem (Nordeifel) Euskirchen Hellenthal Kall Mechernich Nettersheim Schleiden Weilerswist ZülpichKarte
Über dieses Bild

Nettersheim ist eine Gemeinde im Kreis Euskirchen im Südwesten des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie wurde am 1. Juli 1969 auf Grund des Gesetzes zur Neugliederung von Gemeinden im Landkreis Schleiden[2] aus den bis dahin zum Teil selbständigen Gemeinden Bouderath, Buir, Engelgau, Frohngau, Holzmülheim, Marmagen, Nettersheim, Pesch, Roderath, Tondorf und Zingsheim gebildet.

Sitz der Gemeindeverwaltung ist Zingsheim. Die Gemeinde Nettersheim wurde 1990 von der Deutschen Umwelthilfe als Bundeshauptstadt des Naturschutzes ausgezeichnet und unterhält in Nettersheim das Naturzentrum Nettersheim und das Holzkompetenzzentrum Nettersheim.

Beeindruckend sind auch die vielen archäologischen Bodendenkmäler vor allem aus römischer Zeit, die sich in der Gemeinde und Gemarkung Nettersheim befinden.

Pfarrkirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche St. Martin ist dem hl. Martin von Tours geweiht.[3] Vielleicht gab es schon um 800 in der Nähe der heutigen Pfarrkirche auf dem alten Friedhof eine Kapelle, die dem Schutzheiligen des Frankenreiches Martin geweiht war.[3]

Es ist aus dem Jahre 1536 überliefert, dass die Nettersheimer Kapelle zur Pfarre Zingsheim gehörte.[4] Erst 1705 wurde Nettersheim selbständige Pfarre und die Kapelle Pfarrkirche.[4] 1785 wurde der Bau einer neuen Kirche abgeschlossen.[5] In den Jahren 1966 und 1968 wurde sie durch zwei Seitenschiffe erweitert und hat seitdem 400 Sitz- und 100 Stehplätze.[5]

Ein Fenster der Kirche, das die Mantelteilung von Sankt Martin zeigt, diente als Vorlage für die deutsche Weihnachtsbriefmarke 2011 (Bund MiNr. 2895).[6]

Hauptartikel: St. Martin (Nettersheim)

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erftquelle in Holzmülheim

Die Gemeinde Nettersheim liegt im Deutsch-Belgischen Naturpark Nordeifel. Köln und Aachen sind jeweils etwa 60 Kilometer entfernt, Trier liegt in etwa 100 Kilometer Entfernung.

Die zwei wichtigsten Flüsse, die die Gemeinde durchfließen, sind die Urft, in die im Ort Nettersheim der Genfbach mündet, und die Erft.[7] Vor allem die Urft mit ihren Nebentälern, die Erft und der Quartbach prägen mit ihren Tälern das Relief des Gemeindegebiets.[8] Die Erft entspringt im Ortsteil Holzmülheim.[7]

Zum Gemeindegebiet gehören Teile der Sötenicher und Blankenheimer Kalkmulde umgeben von Serien unterdevonischer Gesteine, insbesondere die Klerfer Schichten.[9]

Nachbargemeinden sind Dahlem, Hellenthal, Kall, Mechernich, Bad Münstereifel, Hümmel und Blankenheim (Ahr).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Nettersheim besteht aus den folgenden Ortsteilen:

Ortsteile der Gemeinde Nettersheim

Natur und Landschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fast der gesamte Außenbereich des Gemeindegebiets besteht nach dem 2004 in Kraft getretenen Landschaftsplan aus Natur- und vor allem Landschaftsschutzgebieten.

Die Gemeinde verfügt über eine sehr artenreiche Pflanzenwelt.[10][11]

Archäologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Nettersheim konnten sich in der verhältnismäßig weitgehend unangetasteten Landschaft bedeutende Bodendenkmäler vor allem aus römischer Zeit erhalten.

Die Quellfassung am Grünen Pütz, die Görresburg, der gallo-römische Umgangstempel in Zingsheim und die Villa rustica bei Roderath wurden seit 1975 so restauriert und rekonstruiert, dass für den interessierten Besucher die Funktion dieser aus den ersten Jahrhunderten nach der Zeitenwende stammenden Anlagen verständlich wird.[12][13] Außerdem soll der vom Steinrütsch bis zur Görresburg reichende Vicus zum Archäologischen Park ausgebaut werden.[14]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemarkung Weyer, die nördlich an die Gemeinde angrenzt, liegt der Kartstein, an dem viele steinzeitliche Funde gemacht wurden. So hielten sich beispielsweise Jäger der Ahrensburger Kultur an der Kakushöhle auf, jagten aber vermutlich auch in der Gemarkung Zingsheim an der Felsformation Rummerschlegel, wie 1972 von Löhr geborgene Funde nahelegen.[15]

Auch die Gemarkung Nettersheim wurde in der Steinzeit von Menschen aufgesucht, wie der Fund von zwei Steinbeilen belegt.[16]

Bereits in der Frühzeit lebten Menschen als Jäger und Sammler auf dem Gebiet der Gemeinde Nettersheim. Erste Spuren des Menschen aus der Endphase der Altsteinzeit (vor ca. 10.000 Jahren) wurden auf einer Anhöhe nördlich von Holzmülheim in Form von Feuerstein-Artefakten gefunden. Außerdem fanden sich an derselben Fundstelle einige Artefakte, die nach Auswertung von Fachwissenschaftlern des Rheinischen Landesmuseums Bonn der Jungsteinzeit (ca. 5500/4500–2000 v.Chr.) zuzuordnen sind. Die Funde befinden sich in der Ausstellung des Naturzentrums in Nettersheim.[17]

Der Bronzezeit wird eine 1938 nordöstlich von Tondorf gefundene Lanzenspitze zugeordnet.[18]

Römische Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana mit dem an der Römerstraße Trier–Köln gelegenen Vicus Marcomagus

In der Gemarkung Nettersheim befinden sich zahlreiche archäologische Bodendenkmäler. So befindet sich einige Kilometer nördlich des alten Ortskerns im Urfttal am Grünen Pütz die am weitesten von Köln entfernte Quellfassung der römischen Eifelwasserleitung mit rekonstruierter Brunnenstube.[19] Die Quellfassung und der daran anschließende Kanal bis zum Bahndamm sind heute wieder in Funktion gesetzt. Hinter dem Bahndamm, d.h. noch in der Talaue Grüner Pütz, wird das Wasser aber in die Urft geleitet.

Etwa einen Kilometer südlich des Ortes Nettersheim wird seit 2009 der römische Vicus archäologisch untersucht. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um den im Itinerarium Antonini erwähnten und in der Tabula Peutingeriana verzeichneten Vicus Marcomagus.[20] Zu dem an der römischen Fernstraße Köln-Trier (Via Agrippa) gelegenen Vicus gehören auch die Görresburg, ein gallo-römischer Tempelbezirk, und der sogenannte Steinrütsch.[21][22] Auf der Görresburg befand sich ein Tempelbezirk, in dem die Matronae Aufaniae verehrt wurden.[23][24][25] Am Steinrütsch befinden sich u.a. Überreste eines Burgus und eines Kleinkastells.[26]

In der Gemarkung Nettersheim befinden sich an vielen Berghängen Ackerterrassen.[27][28] Besonders ausgeprägt sind die Ackerterrassen unter anderem am Wellenberg in der Nähe des Steinrütsch.[27] Durch die Nähe zu römischen Siedlungen wird der Beginn der Entwicklung dieser Nutzung in römischer Zeit vermutet.[27] Eine solche Langstreifenflur stammt aber wohl insgesamt erst aus späterer Zeit.[27]

Aber auch Überreste der römischen Fernstraße Köln-Trier, die die Gemarkung von Norden nach Süden durchlief, können erwandert werden:[29]

  • So führte die Fernstraße vom Haubachtal aus fast 2 km durch den Mürel, einen bewaldeten Geländerücken, zum Steinrütsch im Urfttal bei Nettersheim. Durch Fernerkundungsdaten, die mittels Airborne Laserscanning gewonnen wurden, konnte hier der Trassenverlauf visualisiert werden.[30]
  • Innerhalb des Vicus war zwischen Görresburg und Steinrütsch eine 8 m breite Straße archäologisch nachweisbar.[31]
  • Auf der Nettersheim-Marmagener Hochfläche ist zwischen Görresburg und Grünem Pütz auf Luftbildern und Orthophotos die römische Fernstraße als heller Streifen in den Äckern erkennbar.[32][33]
  • An diesen Streifen schließt sich ein Steinriegel an (50°30'27" N; 6°36'47" O), der aus Lesesteinen besteht, die von den umliegenden Äckern stammten und auf der zum Pflügen ungeeigneten Trasse abgelegt wurden.[32]
  • Auf einer heute wieder begehbaren Serpentine (50°30'40" N; 6°36'45" O) führt die Straße dann oberhalb des Grünen Pützes wieder ins Urfttal.[34]
  • Die römische Fernstraße Trier-Köln durchquerte die Gemeinde aber auch noch auf einer anderen Trasse. Nachdem sie einige hundert Meter westlich des Grünen Pützes die Urft überquert hatte, verlief sie durch das Eichtertal – hier kann man Überreste der Trasse besichtigen – direkt über Marmagen zum Runden Stein (wahrscheinlich der Sockel eines römischen Meilensteins) bei Milzenhäuschen. Von da aus führte die Fernstraße weiter nach Schmidtheim, um sich bei den Heidenköpfen (Dahlemer Wald) mit der anderen über den Steinrütsch geführten Trasse zu vereinigen.[35]

Auch in den übrigen Gemarkungen der Gemeinde Nettersheim befinden sich Bodendenkmäler. Unter den Villae rusticae – das waren römische Gutshöfe – ist besonders die Villa rustica bei Roderath zu nennen, deren rekonstruierte Grundmauern (Hauptgebäude) heute touristisch erschlossen sind.[36] Auch an der Ahekapelle soll sich vermutlich eine Villa rustica befunden haben.[37]

Dass in der Gemeinde in römischer Zeit Eisenerz gewonnen wurde, belegen zwei wahrscheinlich schon von den Römern genutzte Pingenfelder in der Gemarkung Marmagen nahe Bahrhaus.[38] Denn zwischen den Bergbaufeldern befand sich eine römische Siedlung.[39]

Nahe Pesch befindet sich der aus der Römerzeit stammende Tempelbezirk Pesch.[40] Er liegt aber strenggenommen knapp außerhalb des Gemeindegebiets in der Gemarkung Nöthen, die zur Stadt Bad Münstereifel gehört.

Die rekonstruierten Grundmauern eines kleinen gallorömischen Umgangstempels können auch in Zingsheim besichtigt werden.[41] Der Tempel war vermutlich den Matronae Fachinehae geweiht und ist nur ein Teil eines noch nicht komplett untersuchten Heiligtums.[41]

Franken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Frankenzeit zeugen fränkische Gräberfelder auf dem Gemeindegebiet.[42] So liegt in der Gemarkung Nettersheim ein fränkisches Gräberfeld im Bereich der Flur „Auf der Kaulen“.[43]

Bisher sind aber noch keine frühmittelalterlichen Siedlungsreste in der Gemeinde Nettersheim entdeckt worden.[44][45]

Burgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort Nettersheim gab es drei heute bekannte Burgen:

  • Von der Alteburg ist außer zwei Hügeln im Gelände fast nichts mehr zu erkennen.[46]
  • Die Burg Nettersheim in der Nähe der Mündung des Genfbachs in die Urft wurde im 19. Jahrhundert vollkommen abgetragen.[47]
  • Von der Jüngeren Burg, die auch Dietrichsburg genannt wird, ist heute noch das Burghaus erhalten.[48]

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch aus der Zeit des Nationalsozialismus stammen einige Bodendenkmäler: In der Gemarkung Zingsheim können so auf dem Willenberg und dem Ottenberg heute noch Überreste von Bunkern und Flakstellungen besichtigt werden (vgl. Deutsche Grundkarte im Maßstab 1: 5000).[49]

Zwischen den Orten Tondorf und Falkenberg befinden sich noch Überreste zweier Abschussbasen der V1.[50] Diese Feuerstellung wurde im November 1944 in Betrieb genommen, konnte jedoch infolge eines am 29. November 1944 eingetretenen Schadens keine V1 mehr verschießen.[51]

Geschichte des Ortes Nettersheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Römische Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon in römischer Zeit gab es in der Gemarkung und der Gemeinde Nettersheim Siedlungen.[52] Dies belegen, wie schon im Abschnitt „Archäologie“ erwähnt, viele archäologische Bodendenkmäler. Die eindrucksvollste und größte Siedlung aus dieser Zeit in der Gemeinde ist der römische Vicus, der von der Görresburg bis zum Steinrütsch reichte und wahrscheinlich Marcomagus hieß.[21]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vermutlich wird Nettersheim erstmals 867 als „nefresheim“ in einer Urkunde König Lothars II. erwähnt.[53][54] Dann wird der Ort wieder im Jahre 893 als „nettersheym“ im Besitzverzeichnis der Abtei Prüm genannt.[55]

Auch in Netterheim waren im Mittelalter die Besitzverhältnisse von der Grundherrschaft bestimmt. Das bedeutendste Nettersheimer Geschlecht waren die Ritter von Nechtersheim.[56] Ihre Wasserburg ist noch in der Tranchotkarte eingezeichnet und lag in der Nähe der Mündung des Genfbachs in die Urft. Durch den Bau der Eisenbahn im 19. Jahrhundert verschwanden die übriggebliebenen Reste der Burg endgültig, ihre Fundamente liegen heute unter der Eisenbahntrasse und dem östlich der Bahn gelegenen Parkplatz.[47]

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterei Marmagen um 1823

Während der französischen Besetzung des Rheinlandes nach 1794 gehörte der Ort Nettersheim zum Kanton Blankenheim im Département de la Sarre.[57]

Das 19. Jahrhundert war in der Eifel oft von Not und Hunger geprägt. Zudem brannte am 19. und 20. Dezember 1862 verursacht durch Brandstiftung ein großer Teil des Ortes nieder.[58]

1870 wurde der Ort Nettersheim durch die Freigabe des Bahnverkehrs Bahnstation.

1894 eröffnete der Gutsbesitzer und Eigentümer des Gutshofes Heinrich-Sophia-Burg Meller in Nettersheim eine Kneipp’sche Kuranstalt, die aber nur ein paar Jahre betrieben wurde.[59] Man warb damals mit dem Namen „Bad Nettersheim“, ab 1902 nur noch mit „Luftkurort Nettersheim“.[60] Die Familie Meller hatte bereits 1850 die Ruine der Nettersheimer Wasserburg erworben, ließ sie 1857 sprengen und erbaute mit dem dadurch gewonnenen Baumaterial den Gutshof Heinrich-Sophia-Burg.[61]

Zeitgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1920 wurde der Bau des Herz-Jesu-Klosters (50° 29′ 42″ N, 6° 38′ 4″ O) abgeschlossen, das vom Cellitinnen-Orden in Auftrag gegeben worden war.[62] Das Kloster diente auch der Erholung für Kinder aus der Stadt, für Kriegsversehrte und Kriegshinterbliebene.[63] Die Gebäude sind ein Werk des Kölner Architekten Thomas Klee.[63]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1969 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Bouderath, Buir, Engelgau, Frohngau, Holzmülheim, Marmagen, Pesch, Roderath, Tondorf und Zingsheim eingegliedert.[64]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat
    
Von 20 Sitzen entfallen auf:
Ratswahl 2014
Wahlbeteiligung: 63,19 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
53,04
27,87
13,86
5,24
UNA
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+2,96
+1,22
-3,09
-1,08
UNA
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Die Gemeindeverwaltung befindet sich im Ortsteil Zingsheim.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab sich für die Periode 2014–2020 nebenstehende Sitzverteilung im Gemeinderat.[65]

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnergemeinde ist die in der Region Flandern gelegene belgische Gemeinde Zutendaal.

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinde ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten vom 12. August 1974 das Recht zur Führung eines Wappens, eines Siegels und einer Flagge verliehen worden.

Blasonierung: „Halb gespalten und geteilt von Gold (Gelb), Silber (Weiß) und Blau; vorn oben in Gold (Gelb) ein rotbewehrter und bezungter schwarzer Löwe, hinten in Silber (Weiß) ein durchgehendes schwarzes Balkenkreuz; unten in Blau sechs (3:2:1) silberne (weiße) Seeblätter.“[66]

Das Gemeindewappen besteht nach § 2 der Hauptsatzung der Gemeinde aus drei Bestandteilen. Der Löwe stammt aus dem Wappen des Herzogtums Jülich und das schwarze Balkenkreuz von Kurköln, die sechs silbernen Seeblätter auf blauem Grund waren das Wappen der Ritter von Nechtersheim.[67]

Die Gemeindeflagge, die am 12. August 1974 vom Oberkreisdirektor genehmigt wurde, hat nach der Hauptsatzung die Farben „Blau-Weiß“ und zeigt das Gemeindewappen. Die Hissflagge ist entweder als quadratisches oder querrechteckiges Tuch (Seitenverhältnis 5:3, Wappenschild auf der Drittelteilungslinie) ausgeführt, das Banner als hochrechteckiges Tuch (Seitenverhältnis 3:5).[68]

Sagen und Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Erzählungen aus den Dörfern der Gemeinde Nettersheim führt man die Kirchtürme von Zingsheim und Tondorf und die Ahekapelle auf römische Wachtürme zurück.[69] Die Kirchen von Bouderath, Frohngau und Tondorf sollen Erzählungen nach an der Stelle einstiger heidnischer Kultstätten stehen.[70] Auch der aus der römischen Zeit stammende Heidentempel in Pesch und der am Grünen Pütz beginnende und als Werk des Teufels mit „Düwelsoder“ bezeichnete Römerkanal ist Gegenstand von Sagen.[71]

Weitere Themen von Sagen aus der Gemeinde sind unterirdische Gänge und Wasserläufe, Zwerge, Wegkreuze und die Tempelritter.[72] Auch Feen, Juffern genannt, spielen eine Rolle in den Erzählungen der Gemeinde Nettersheim.[73]

Eine der eindruckvollsten Legenden aus dem Dorf Nettersheim ist die vom „Wunder am Eschepütz“. Als im zehnten Jahrhundert die Gebeine des heiligen Potentinus und seiner Söhne Felicius und Simplitius von Karden nach Steinfeld überführt wurden, soll die Prozession in Nettersheim Rast gemacht haben. Menschen versammelten sich, auch ein dem Heidentum anhängender Mann kam hinzu. Er forderte eine Quelle als Glaubensbeweis, die auch sofort durch ein göttliches Wunder entsprungen sein soll. Diese Quelle soll den Namen „Potentinus-Brunnen“ oder „Eschepütz“ bekommen haben.[74]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor allem die relativ fruchtbaren Flächen der Sötenicher und Blankenheimer Kalkmulde dienen der Landwirtschaft als Acker- und Grünland. Große Teile des übrigen Gemeindegebietes werden forstwirtschaftlich genutzt.

Die Gemeinde ist mit dem Holzkompetenzzentrum Rheinland Partner der Europäischen Holzroute.

Im Süden von Zingsheim befindet sich ein Gewerbegebiet. Ein wichtiger Arbeitgeber ist auch die in Marmagen gelegene Eifelhöhen-Klinik.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RE 22 im modernisierten Bahnhof Nettersheim
Kulturbahnhof (kuba) Nettersheim

Der Bahnhof Nettersheim liegt zentral im Ort an der Eifelbahn (KölnEuskirchenGerolsteinTrier). Es fahren:

Linie Linienverlauf Takt
RE 22 Eifel-Express:
Köln Messe/Deutz – Köln Hbf – Köln West – Köln Süd – Erftstadt – Weilerswist – Euskirchen – Mechernich – Kall – Urft (Steinfeld) – Nettersheim – Blankenheim (Wald) – Schmidtheim – Dahlem (Eifel) – Jünkerath – Lissendorf – Oberbettingen-Hillesheim – Gerolstein
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
60 min
RB 24 Eifel-Bahn:
Köln Messe/Deutz – Köln Hbf – Köln West – Köln Süd – Hürth-Kalscheuren – Kierberg – Erftstadt – Weilerswist – Derkum – Großbüllesheim – Euskirchen – Satzvey – Mechernich – Scheven – Kall
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
60 min

Der Schienenpersonennahverkehr wird von der DB Regio NRW durchgeführt, die Diesel-Triebwagen der DB-Baureihe 644 für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h einsetzt.

Im Zuge von Rationalisierungsmaßnahmen wurde am 26. März 2010 das mechanische Stellwerk geschlossen und an das bereits im Januar 2006 erbaute elektronische Stellwerk (EStw) in Gerolstein angebunden. Seitdem ist der Bahnhof Nettersheim nicht mehr mit Bahnpersonal besetzt.

Busverbindungen gibt es nach Bad Münstereifel, Marmagen, Buir.

Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr gilt der regionale Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg und der NRW-Tarif.

A1 westlich Nettersheim-Engelgau, Fahrtichtung Süden

Durch das Gemeindegebiet verläuft die Bundesautobahn 1 mit den Anschlussstellen Nettersheim (113) und Blankenheim (114) nahe dem Ortsteil Tondorf.[75] Bei Zingsheim verläuft die A 1 über die 820 m lange Talbrücke Zingsheimer Wald.[75]

In der Nachbargemeinde Dahlem befindet sich in etwa 12 km Entfernung der Verkehrslandeplatz Dahlemer Binz.[75]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nettersheim ist für den sanften Natur- und Wandertourismus sowie ausgiebige Lauf- oder Fahrradtouren bekannt. Sehenswert im Ort Nettersheim ist das Naturzentrum Eifel und der landwirtschaftliche Museumshof in der Bahnhofstraße 7, wo die Geschichte der Entwicklung der Landwirtschaft von der reinen Handarbeit bis zum modernen Mähdrescher durch viele Objekte, aber auch durch Bilderreihen erlebbar und verzeichnet ist.

Neben Hotels, Pensionen, Ferienhäusern und -wohnungen gibt es auch Unterkünfte für Gruppen und Schulklassen:

  • Nettersheim bietet besonders für Gruppen und Schulklassen preiswerte Unterkunftsmöglichkeiten in einem Jugendgästehaus, auf einem Jugendzeltplatz und in einem Selbstversorgerhaus an.
  • Für Wohnmobilreisende steht ein Reisemobil-Stellplatz zur Verfügung.

Neben Wanderwegen zu bestimmten Themen wie Geologie, Archäologie oder Natur rund um Nettersheim führen auch längere Strecken durch Nettersheim:

Durch den Ort führen die Radfernwege:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eifelverein (Hrsg.): Gemeinde Nettersheim mit den Orten Bouderath, Buir, Engelgau, Frohngau, Holzmülheim, Marmagen, Nettersheim, Pesch, Roderath, Tondorf, Zingsheim. Geschichte, Geologie, Pflanzen- und Tierwelt, Wirtschaft, Sagen, Sehenswürdigkeiten, Wandervorschläge (=Schriftenreihe: „Die schöne Eifel“. Ausgabe Nettersheim). 1. Auflage. 1984, ISSN 0342-5819.
  • Gemeinde Nettersheim (Hrsg.): So war’s in Nettersheim. Meinerzhagener Druck- und Verlagshaus, Meinerzhagen 1983, ISBN 3-88913-070-4. (Sammlung historischer Fotografien aus der Gemeinde)
  • Klaus Grewe: Atlas der römischen Wasserleitungen nach Köln (= Rheinische Ausgrabungen. Band 26). Mit Beiträgen von Werner Brinker, Günther Garbrecht, Hansgerd Hellenkemper, Heinz-Otto Lamprecht, Horst D. Schulz, Edgar Thofern. Rheinland-Verlag, Köln 1986, ISBN 3-7927-0868-X, S. 38 ff.
  • Klaus Grewe, Manfred Knauff: Die lange Leitung der Römer. Der Römerkanal-Wanderweg Nettersheim-Köln. Herausgeber: Eifelverein e.V. 1. Auflage 2012. ISBN 978-3-921805-81-7.
  • Mariola Hepa, Michelle Forrest und Salvatore Ortisi: Neue Untersuchungen im vicus von Nettersheim. In: Jürgen Kunow (Hrsg.): Archäologie im Rheinland 2009. Eine Veröffentlichung des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2383-5, S. 89 ff.
  • Heinz Günter Horn: Agrippastraße Köln-Trier. Teilstrecke Nettersheim. Von Serpentinen, Tempeln und Wachstationen. 1. Auflage. J.P. Bachem Verlag, Köln 2011, ISBN 978-3-7616-2365-7.
  • Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0312-1, S. 571–580.
  • Rita Hupp-Schneider: Mit genagelten Schuhen… Kindheit auf dem Lande. Eine Bild- und Textdokumentation aus der Gemeinde Nettersheim mit den Orten Bouderath, Buir, Engelgau, Frohngau, Holzmülheim, Marmagen, Nettersheim, Pesch, Roderath, Tondorf, Zingsheim. 1850–1950. Herausgegeben von der Gemeinde Nettersheim. Hahne & Schloemer Verlag, 1989, ISBN 3-927312-03-7.
  • Ursula Ibler, Ruth Plum, Imke Ristow: Archäologie in Nettersheim. Naturschutzzentrum Eifel. Führer durch die archäologische Ausstellung im Naturschutzzentrum Eifel und Darstellung der archäologischen Denkmäler. Herausgeber: Gemeinde Nettersheim. 1998.
  • Walter Janssen: Studien zur Wüstungsfrage im fränkischen Altsiedelland zwischen Rhein, Mosel und Eifelnordrand. Teil II: Katalog. (= Landschaftsverband Rheinland, Rheinisches Landesmuseum Bonn und Verein von Altertumsfreunden im Rheinlande (Hrsg.): Beihefte der Bonner Jahrbücher. Band 35, Teil II). Rheinland-Verlag u.a., Köln 1975, S. 439 ff.
  • Antonius Jürgens: Praktische Bodendenkmalpflege: Grabungen und Restaurierungen archäologischer Denkmäler in der Gemeinde Nettersheim. In: Kreis Euskirchen (Hrsg.): Jahrbuch des Kreises Euskirchen 1978. S. 125 ff.
  • G. U. Knackstedt: Neandertaler, Römer, Franken. Siedlungsgeschichte des Landkreises Euskirchen anhand archäologischer Funde. 1991.
  • Gerd-Uwe Knackstedt: Zwei neue Altfunde aus Nettersheim In: Jürgen Kunow (Hrsg.): Archäologie im Rheinland 1989. Landschaftsverband Rheinland, Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege. Rheinland-Verlag, Köln 1990, S. 38ff.
  • Sophie Lange: Das „Wörishofen der Eifel“ und sein langsames Ende. 1894 entstand Kneipp’sche Kuranstalt in „Bad“ Nettersheim. In: Kreis Euskirchen (Hrsg.): Jahrbuch des Kreises Euskirchen 1995. S. 5–12.
  • Sophie Lange: Hier spukt’s. Sagen und alte Dorfgeschichten aus den elf Orten der Gemeinde Nettersheim. Gesammelt und herausgegeben von Sophie Lange. Nettersheim 2000.
  • Sophie Lange: Wo Göttinnen das Land beschützten – Matronen und ihre Kultplätze zwischen Eifel und Rhein. 2. Auflage. Fuldaer Verlagsanstalt, Fulda 1995, ISBN 3-9802165-4-3 (online in sophie-lange.de).
  • Salvatore Ortisi, Imke Ristow: Nettersheim: vicus mit Matronenheiligtum. In: Vera Rupp und Heide Birley (Hrsg.): Landleben im römischen Deutschland. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-8062-2573-0, S. 105 ff.
  • Nikola Reinartz: Die Krummel von Nechtersheim, ein Eifeler Rittergeschlecht. In: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein, insbesondere das alte Erzbistum Köln. Heft 139, Verlag von L. Schwann, Düsseldorf 1941, S. 1–72.
  • Imke Ristow: Das Herz-Jesu-Kloster in Nettersheim. Sonderdruck aus: Rheinische Heimatpflege. 37. Jahrgang – 2/2000.
  • Hans Peter Schiffer: Das Urfttal in der Eifel. Landschaft, Natur, Geschichte. 2. Auflage. LandpresseRegio, Weilerswist 2006.
  • Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen in der Gemeinde Nettersheim. Geschichte, Bauart, Ausstattung. Kall 2004.
  • Friedrich Jakob Schruff: Der große Brand von Nettersheim. In: Heimatkalender 1966 des Kreises Schleiden. S. 84 f.
  • W. Schumacher, F.-J. Außem unter Mitwirkung von G. Scheibe: Landschaft und Pflanzenwelt in der Gemeinde Nettersheim. Herausgeber: Gemeinde Nettersheim. o.J.
  • Vereinsgemeinschaft Nettersheim (Hrsg.): Unser Dorf Nettersheim, 1100 Jahre und mehr. o.J.
  • Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler des Kreises Schleiden. (=Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, 11. Band, II. Abt.). Verlag von C. Schwann, Düsseldorf 1932.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nettersheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juli 2016. (Hilfe dazu)
  2. Gesetz zur Neugliederung von Gemeinden im Landkreis Schleiden vom 24. Juni 1969
  3. a b Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen in der Gemeinde Nettersheim. 2004, S. 105.
  4. a b Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen in der Gemeinde Nettersheim. 2004, S. 106.
  5. a b Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen in der Gemeinde Nettersheim. 2004, S. 107.
  6. postfrisch – Das Philatelie-Journal, Januar/Februar 2012
  7. a b Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise) (Abfrage vom 27. April 2012)
  8. Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise) (Abfrage vom 13. September 2012)
  9. Karl-Heinz Ribbert: Geologie. In: Eifelverein (Hrsg.): Gemeinde Nettersheim mit den Orten Bouderath, Buir, Engelgau, Frohngau, Holzmülheim, Marmagen, Nettersheim, Pesch, Roderath, Tondorf, Zingsheim. Geschichte, Geologie, Pflanzen- und Tierwelt, Wirtschaft, Sagen, Sehenswürdigkeiten, Wandervorschläge. 1984, S. 80 ff.
  10. W. Schumacher, F.-J. Außem unter Mitwirkung von G. Scheibe: Landschaft und Pflanzenwelt in der Gemeinde Nettersheim. o.J., S. 3 f.
  11. Wolfgang Schumacher: Natur und Landschaft in der Gemeinde Nettersheim. In: Eifelverein (Hrsg.): Gemeinde Nettersheim mit den Orten Bouderath, Buir, Engelgau, Frohngau, Holzmülheim, Marmagen, Nettersheim, Pesch, Roderath, Tondorf, Zingsheim. Geschichte, Geologie, Pflanzen- und Tierwelt, Wirtschaft, Sagen, Sehenswürdigkeiten, Wandervorschläge. 1984, S. 80 ff.
  12. Antonius Jürgens: Praktische Bodendenkmalpflege: Grabungen und Restaurierungen archäologischer Denkmäler in der Gemeinde Nettersheim. In: Kreis Euskirchen (Hrsg.): Jahrbuch des Kreises Euskirchen 1978. S. 125 ff.
  13. Gerd-Uwe Knackstedt: Ausgrabungen eines römischen Gutshofes bei Roderath, Gemeinde Nettersheim. In: Eifelverein (Hrsg.): Eifeljahrbuch 1987. S. 152.
  14. Salvatore Ortisi und Imke Ristow: Nettersheim: vicus mit Matronenheiligtum. In: Vera Rupp und Heide Birley (Hrsg.): Landleben im römischen Deutschland. 2012, S. 105.
  15. Hans-Eckart Joachim, Wighart v. Koenigswald, Wilhelm Meyer: Kartstein und Katzensteine bei Mechernich in der Eifel. (=Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hrsg.): Rheinische Kunststätten, Heft 435). 1. Auflage 1998. Druck und Kommissions-Verlag: Neusser Druckerei und Verlag GmbH, Neuss, S. 21 f.
  16. Gerd-Uwe Knackstedt: Zwei neue Altfunde aus Nettersheim. In: Jürgen Kunow (Hrsg.): Archäologie im Rheinland 1989. 1990, S. 38 ff.
  17. S. K. Arora: Fundverzeichnis. In: Bonner Jahrbücher 1996.
  18. Antonius Jürgens und Marianne Jürgens: Ur- und Frühgeschichte. Steinzeiten, Metallzeiten, Römer, Franken. In: Eifelverein (Hrsg.): Gemeinde Nettersheim mit den Orten Bouderath, Buir, Engelgau, Frohngau, Holzmülheim, Marmagen, Nettersheim, Pesch, Roderath, Tondorf, Zingsheim. 1984, S. 42.
  19. Klaus Grewe: Atlas der römischen Wasserleitungen nach Köln. Mit Beiträgen von Werner Brinker, Günther Garbrecht, Hansgerd Hellenkemper, Heinz-Otto Lamprecht, Horst D. Schulz, Edgar Thofern. Rheinland Verlag, Köln 1986, S. 38 ff.
  20. Mariola Hepa, Michelle Forrest und Savatore Ortisi: Neue Untersuchungen im vicus von Nettersheim. In: Jürgen Kunow (Hrsg.): Archäologie im Rheinland 2009. 2010, S. 91.
  21. a b Mariola Hepa, Michelle Forrest und Salvatore Ortisi: Neue Untersuchungen im vicus von Nettersheim. In: Jürgen Kunow (Hrsg.): Archäologie im Rheinland 2009. 2010, S. 89 ff.
  22. Salvatore Ortisi und Imke Ristow: Nettersheim: vicus mit Matronenheiligtum. In: Vera Rupp und Heide Birley (Hrsg.): Landleben im römischen Deutschland. 2012, S. 105 ff.
  23. Heinz Günter Horn: Nettersheim: Römischer Tempelbezirk. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. 1987, S. 571 ff.
  24. Heinz Günter Horn: Das Matronenheiligtum bei Nettersheim. In: Nordöstliches Eifelvorland – Euskirchen, Zülpich, Bad Münstereifel, Blankenheim. Teil II: Exkursionen (=Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz u.a. (Hrsg.): Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern, Band 26). Verlag Philipp von Zabern, Mainz am Rhein 1974, S. 88 ff.
  25. Sophie Lange: Wo Göttinnen das Land beschützten. Matronen und ihre Kultplätze zwischen Eifel und Rhein. 1995, S. 63–91.
  26. Salvatore Ortisi und Imke Ristow: Nettersheim: vicus mit Matronenheiligtum. In: Vera Rupp und Heide Birley (Hrsg.): Landleben im römischen Deutschland. 2012, S. 106 f.
  27. a b c d Rainer Laskowski: Nettersheim: Römische Ackerterrassen. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. 1987, S. 575 f.
  28. Walter Janssen: Studien zur Wüstungsfrage im fränkischen Altsiedelland zwischen Rhein, Mosel und Eifelnordrand. Teil II: Katalog. 1975, S. 453 ff.
  29. Heinz Günter Horn: Agrippastraße Köln-Trier. Teilstrecke Nettersheim. Von Serpentinen, Tempeln und Wachstationen. 2011.
  30. Cornelius Ulbert, Katrin Lang-Novikov und Ursula Ulrich-Wick: Erlebnisraum Römerstraße: die Agrippa-Straße – Untersuchungen in der Eifel. In: Jürgen Kunow (Hrsg.): Archäologie im Rheinland 2009. Eine Veröffentlichung des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2010, S. 96 f.
  31. Cornelius Ulbert, Katrin Lang-Novikov und Ursula Ulrich-Wick: Erlebnisraum Römerstraße: die Agrippa-Straße – Untersuchungen in der Eifel. In: Archäologie im Rheinland 2009. Herausgegeben durch Jürgen Kunow. Eine Veröffentlichung des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland. Stuttgart: Konrad Theiss Verlag, 2010. S. 98.
  32. a b Klaus Grewe: Zwei römische Straßentrassen südlich der Urft. In: Harald Koschik (Hrsg.): Archäologie im Rheinland 2001. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2010, S. 64.
  33. Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise) (Abfrage vom 20. September 2012)
  34. Klaus Grewe: Zwei römische Straßentrassen südlich der Urft. In: Harald Koschik (Hrsg.): Archäologie im Rheinland 2001. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2010, S. 63 f.
  35. Heinz Günter Horn: Agrippastraße Köln-Trier. Teilstrecke Nettersheim. Von Serpentinen, Tempeln und Wachstationen. 2011, S. 54 ff.
  36. Heinz Günter Horn: Nettersheim-Roderath: Römischer Gutshof. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. 1987, S. 578 f.
  37. Heinz Günter Horn: Agrippastraße Köln-Trier. Teilstrecke Nettersheim. Von Serpentinen, Tempeln und Wachstationen. 2011, S. 42 f.
  38. Rainer Laskowski: Nettersheim: Römische Ackerterrassen. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. 1987, S. 576 f.
  39. Rainer Laskowski: Nettersheim: Römische Ackerterrassen. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. 1987, S. 577.
  40. Heinz Günter Horn: Bad Münstereifel-Nöthen: Römischer Tempelbezirk. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. 1987, S. 342 ff.
  41. a b Heinz Günter Horn: Nettersheim-Zingsheim: Gallo-römischer Tempel. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. 1987, S. 579 f.
  42. Ursula Ibler, Ruth Plum, Imke Ristow: Archäologie in Nettersheim. 1998, S. 36 ff.
  43. Antonius Jürgens und Marianne Jürgens: Ur- und Frühgeschichte. Steinzeiten, Metallzeiten, Römer, Franken. In: Eifelverein (Hrsg.): Gemeinde Nettersheim mit den Orten Bouderath, Buir, Engelgau, Frohngau, Holzmülheim, Marmagen, Nettersheim, Pesch, Roderath, Tondorf, Zingsheim. 1984, S. 70 ff.
  44. G. U. Knackstedt: Neandertaler, Römer, Franken. Siedlungsgeschichte des Landkreises Euskirchen anhand archäologischer Funde. 1991, S. 82.
  45. Ursula Ibler, Ruth Plum, Imke Ristow: Archäologie in Nettersheim. 1998, S. 36.
  46. Harald Herzog: Burgen und Schlösser. Geschichte und Typologie der Adelssitze im Kreis Euskirchen (=A-Reihe. Band 17). Rheinland-Verlag, Köln 1989, ISBN 3-7927-1067-6, S. 401.
  47. a b Harald Herzog: Burgen und Schlösser. Geschichte und Typologie der Adelssitze im Kreis Euskirchen (=A-Reihe. Band 17). Rheinland-Verlag, Köln 1989, S. 401 f.
  48. Harald Herzog: Burgen und Schlösser. Geschichte und Typologie der Adelssitze im Kreis Euskirchen (=A-Reihe. Band 17). Rheinland-Verlag, Köln 1989, S. 402 ff.
  49. Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise) (Abfrage vom 23. Februar 2012)
  50. Alexander Kuffner: Zeitreiseführer Eifel 1933–1945. 2. Auflage Juli 2007. Helios-Verlag, Aachen, S. 105 f.
  51. Wolfgang Gückelhorn, Detlev Paul: V1 – „Eifelschreck“. Abschüsse, Abstürze und Einschläge der fliegenden Bombe aus der Eifel und dem Rechtsrheinischen 1944/45. Dokumentation. Helios-Verlag, Aachen 2004, S. 93.
  52. Antonius Jürgens und Marianne Jürgens: Ur- und Frühgeschichte. Steinzeiten – Metallzeiten – Römer Franken. In: Eifelverein (Hrsg.): Gemeinde Nettersheim mit den Orten Bouderath, Buir, Engelgau, Frohngau, Holzmühlheim, Marmagen, Nettersheim, Pesch, Roderath, Tondorf, Zingsheim. 1984, S. 45.
  53. Sophie Lange: Nettersheim. Das Dorf und seine Geschichte. In: Vereinsgemeinschaft Nettersheim (Hrsg.): Unser Dorf Nettersheim, 1100 Jahre und mehr. o.J., S. 17.
  54. Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der, jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. Aus den Quellen herausgegeben von Heinrich Beyer. Erster Band: Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1169. Hölscher, Coblenz 1860, S. 113.
  55. Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der, jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. Aus den Quellen herausgegeben von Heinrich Beyer. Erster Band: Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1169. Hölscher, Coblenz 1860, S. 177.
  56. Nikola Reinartz: Die Krummel von Nechtersheim, ein Eifeler Rittergeschlecht. In: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein. 1941, S. 1–72.
  57. Sophie Lange: Nettersheim. Das Dorf und seine Geschichte. In: Vereinsgemeinschaft Nettersheim (Hrsg.): Unser Dorf Nettersheim, 1100 Jahre und mehr. o.J., S. 27.
  58. Friedrich Jakob Schruff: Der große Brand von Nettersheim. In: Heimatkalender 1966 des Kreises Schleiden. S. 84 f.
  59. Sophie Lange: Das „Wörishofen der Eifel“ und sein langsames Ende. In: Kreis Euskirchen (Hrsg.): Jahrbuch des Kreises Euskirchen 1995. S. 5–12.
  60. Sophie Lange: Das „Wörishofen der Eifel“ und sein langsames Ende. In: Kreis Euskirchen (Hrsg.): Jahrbuch des Kreises Euskirchen 1995. S. 12.
  61. Sophie Lange: Das „Wörishofen der Eifel“ und sein langsames Ende. In: Kreis Euskirchen (Hrsg.): Jahrbuch des Kreises Euskirchen 1995. S. 5.
  62. Imke Ristow: Das Herz-Jesu-Kloster in Nettersheim. Sonderdruck aus: Rheinische Heimatpflege. 2000. S. 112.
  63. a b Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen in der Gemeinde Nettersheim. 2004, S. 116.
  64. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 101.
  65. Gemeinde Nettersheim. Gesamtergebnis. 25. Mai 2014, abgerufen am 14. Oktober 2014.
  66. Hauptsatzung der Gemeinde Nettersheim, § 2. Abgerufen am 21. Januar 2016 (PDF; 736 kB).
  67. Hans Peter Schiffer: Das Urfttal in der Eifel. Landschaft, Natur, Geschichte. 2006, S. 73.
  68. Flagge Nettersheim auf www.kommunalflaggen.de. Abgerufen am 2. Januar 2013.
  69. Sophie Lange (Hrsg.): Hier spukt’s. Sagen und alte Dorfgeschichten aus den elf Orten der Gemeinde Nettersheim. 2000, S. 12.
  70. Sophie Lange (Hrsg.): Hier spukt’s. Sagen und alte Dorfgeschichten aus den elf Orten der Gemeinde Nettersheim. 2000, S. 13.
  71. Sophie Lange (Hrsg.): Hier spukt’s. Sagen und alte Dorfgeschichten aus den elf Orten der Gemeinde Nettersheim. 2000, S. 13 und 89 ff.
  72. Sophie Lange (Hrsg.): Hier spukt’s. Sagen und alte Dorfgeschichten aus den elf Orten der Gemeinde Nettersheim. 2000, S. 13 ff.
  73. Rita Hupp-Schneider: Mit genagelten Schuhen… Kindheit auf dem Lande. 1989, S. 139.
  74. Sophie Lange (Hrsg.): Hier spukt’s. Sagen und alte Dorfgeschichten aus den elf Orten der Gemeinde Nettersheim. 2000, S. 89 ff.
  75. a b c Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise) (Abfrage vom 29. September 2012)
  76. Klaus Grewe, Manfred Knauff: Die lange Leitung der Römer. Der Römerkanal-Wanderweg Nettersheim-Köln. 2012, S. 40 ff, 148 ff.