Bavay

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Bavay
Wappen von Bavay
Bavay (Frankreich)
Bavay
Staat Frankreich
Region Hauts-de-France
Département (Nr.) Nord (59)
Arrondissement Avesnes-sur-Helpe
Kanton Aulnoye-Aymeries
Gemeindeverband Pays de Mormal
Koordinaten 50° 18′ N, 3° 48′ OKoordinaten: 50° 18′ N, 3° 48′ O
Höhe 108–156 m
Fläche 10,41 km²
Einwohner 3.295 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 317 Einw./km²
Postleitzahl 59570
INSEE-Code
Website http://www.bavay-la-romaine.fr/

Bavay (flämisch: Beuken) ist eine französische Gemeinde mit 3295 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Département Nord in der Region Hauts-de-France.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bavay ist Teil des Regionalen Naturparks Avesnois. Westlich des Ortes befindet sich das Naturschutzgebiet Carrière des Nerviens.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bavay war im Römischen Reich die Hauptstadt des keltischen Stammes der Nervier unter dem Namen Bagacum Nerviorum und ein wichtiger Straßenknotenpunkt. Unter anderem lief die Via Belgica durch Bagacum. Am Schnittpunkt der (auch unter dem Sammelbegriff Chaussée Brunehaut bekannten) Straßen stand ein Meilenstein, der im 17. Jahrhundert zerstört und im 19. Jahrhundert durch eine Säule ersetzt wurde. Während der Völkerwanderung wurde die Stadt zerstört und erlangte ihre frühere Bedeutung nicht mehr zurück.

Im Mittelalter gehörte der Ort zur Grafschaft Hennegau[1] und mit dieser seit 925 zum römisch-deutschen Kaiserreich. Die Grenze zu Frankreich verlief etwa 30 Kilometer südlich[2]. Mit dem Hennegau fiel Bavay 1433 an das Haus Burgund und 1477 durch die Heirat Marias von Burgund mit Maximilian I. Erzherzog von Österreich an das Haus Habsburg. In der Folge leidet Bavay aufgrund der grenznahen Lage unter dem habsburgisch-französischen Gegensatz.

Durch Annexion von Teilen der Spanischen Niederlande durch Ludwig XIV. ist Bavay gemäß dem Frieden von Nimwegen seit 1678 französisch.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausgrabungen des römischen Forums und Museum mit den Funden.

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Bavay

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt beherbergt Eisenwaren- und Düngemittel-Fabriken sowie eine Brauerei.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bavay – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Zeiller: Bavais. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Circuli Burgundici (= Topographia Germaniae. Band 16). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1654, S. 198 (Volltext [Wikisource]).
  2. Datei:Carte du comté de Hainaut.jpg