Harbecke

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Harbecke (Begriffsklärung) aufgeführt.

Koordinaten: 51° 8′ 47″ N, 8° 14′ 0″ O

Harbecke
Höhe: 395 m ü. NN
Einwohner: 143 (31. Dez. 2015)[1]
Postleitzahl: 57392
Harbecke (Schmallenberg)
Harbecke

Lage von Harbecke in Schmallenberg

Harbecke

Harbecke ist ein Ortsteil der Stadt Schmallenberg im Hochsauerlandkreis (Nordrhein-Westfalen).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harbecke liegt am Ostrand der nordwestlich des Rothaargebirges gelegenen Saalhauser Berge. Es befindet sich rund 3,5 km westsüdwestlich der Schmallenberger Kernstadt auf einer Höhe von 395 m ü. NN. Durch das Dorf fließt der kleine Lenne-Zufluss Harbecke, welcher im Beerenberg entspringt.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Orte sind Lenne, Werntrop, Selkentrop, Felbecke, Werpe und Fleckenberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dörfchen Harbecke war ursprünglich ein Einhof und hieß 1361 noch „Hartbeke“.[2] Aus einer Schenkungsurkunde vom 24. Juni 1361 an das Kloster Grafschaft geht hervor, dass die Mahlgerechtigkeit für eine den Bilsteiner Edelherren gehörende Feldmühle bei Schmallenberg bei den Harbecker Bauern lag.[3] Der Harbecker Zehnte fiel bis 1444 an die Edelherren von Grafschaft als Vögte des Klosters Grafschaft. Durch Verkauf gelangte der Hof im Februar 1444 an die Abtei des Klosters. Frühe Anhaltspunkte über die Größe des Ortes ergeben sich aus einem Schatzungsregister für das Jahr 1543. Demnach gab es in „Härbecke“ vier Schatzungspflichtige[4]; die Zahl dürfte mit den damals vorhandenen Höfen bzw. Häusern übereingestimmt haben. 1645 wurde Harbeeck auf der Karte Westphalia Ducatus kartografisch erfasst.

Bis zu kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen gehörte Harbecke zur Gemeinde Wormbach im so genannten Hawerland. Seit dem 1. Januar 1975 ist Harbecke ein Ortsteil der Stadt Schmallenberg.[5]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kapelle Harbecke

Eine Kapelle steht im Zentrum des katholischen Ortes und ist der Hl. Barbara geweiht. Sie ist im Jahre 1757 von Grund auf neu erbaut worden. Zu ihrem Unterhalt schenkten Bewohner des Dorfes ihr Landstücke, Gärten und Hauberge, die gegen Pacht vergeben wurden. Im Jahr 1892 erhielt die Kapelle einen Kreuzweg.[6]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dorf befindet sich ein Skilift, der vom heimischen Ski-Club unterhalten wird.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Lauber: Stammreihen Sauerländischer Familien, Band V, Kirchspiel Wormbach, Harbecke, S. 107, Richard Schwarzbild Dissertationsdruck Witterschlick bei Bonn, 1978

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Harbecke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schmallenberg.de: Einwohnerzahlen Schmallenberg 2015 (PDF) abgerufen am 12. Februar 2016
  2. Johann Suibert Seibertz: Urkundenbuch II. Nr. 767.
  3. Friedrich Albert Groeteken: Geschichte der uralten Pfarrei Wormbach, aus der Buch-Reihe Geschichte der Pfarreien des Dekanates Wormbach im Kreise Meschede, Band II, I. Teil, Seite 11 ff. Rheinische Verlagsanstalt und Buchdruckerei, Bad Godesberg, 1939
  4. Schatzungsregister 1543 für das kurkölnische Sauerland - Online (Heimatverein-finnentrop.de), S. 33 (PDF)
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 335 f.
  6. Franz Dempewolff: Chronik der Gemeinde Wormbach, S. 44 , Fredeburg, 1942