Harbecke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Harbecke (Begriffsklärung) aufgeführt.

51.1463888888898.2333333333333395Koordinaten: 51° 8′ 47″ N, 8° 14′ 0″ O

Harbecke
Höhe: 395 m ü. NN
Einwohner: 146 (31. Dez. 2014)
Postleitzahl: 57392
Harbecke (Schmallenberg)
Harbecke

Lage von Harbecke in Schmallenberg

Harbecke

Harbecke ist ein Ortsteil der Stadt Schmallenberg im Hochsauerlandkreis (Nordrhein-Westfalen). Es hat 146 Einwohner, davon sind 74 männlich und 72 weiblich.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Harbecke liegt am Ostrand der nordwestlich des Rothaargebirges gelegenen Saalhauser Berge. Es befindet sich rund 3,5 km westsüdwestlich der Schmallenberger Kernstadt auf einer Höhe von 395 m ü. NN. Durch das Dorf fließt der kleine Lenne-Zufluss Harbecke, welcher im Beerenberg entspringt.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Angrenzende Orte sind Lenne, Werntrop, Selkentrop, Felbecke, Werpe und Fleckenberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dörfchen Harbecke war ursprünglich ein Einhof und hieß 1361 noch „Hartbeke“.[2] Aus einer Schenkungsurkunde vom 24. Juni 1361 an das Kloster Grafschaft geht hervor, dass die Mahlgerechtigkeit für eine den Bilsteiner Edelherren gehörende Feldmühle bei Schmallenberg bei den Harbecker Bauern lag.[3] Der Harbecker Zehnte fiel bis 1444 an die Edelherren von Grafschaft als Vögte des Klosters Grafschaft. Durch Verkauf gelangte der Hof im Februar 1444 an die Abtei des Klosters. 1645 wurde Harbeeck auf der Karte Westphalia Ducatus kartografisch erfasst.

Bis zu kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen gehörte Harbecke zur Gemeinde Wormbach im so genannten Hawerland. Seit dem 1. Januar 1975 ist Harbecke ein Ortsteil der Stadt Schmallenberg.[4]

Religion[Bearbeiten]

Kapelle Harbecke

Eine Kapelle steht im Zentrum des katholischen Ortes und ist der Hl. Barbara geweiht. Sie ist im Jahre 1757 von Grund auf neu erbaut worden. Zu ihrem Unterhalt schenkten Bewohner des Dorfes ihr Landstücke, Gärten und Hauberge, die gegen Pacht vergeben wurden. Im Jahr 1892 erhielt die Kapelle einen Kreuzweg.[5]

Sport[Bearbeiten]

Im Dorf befindet sich ein Skilift, der vom heimischen Ski-Club unterhalten wird.

Literatur[Bearbeiten]

Josef Lauber: Stammreihen Sauerländischer Familien, Band V, Kirchspiel Wormbach, Harbecke, S. 107, Richard Schwarzbild Dissertationsdruck Witterschlick bei Bonn, 1978

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Einwohnerzahl der Stadt Schmallenberg zum 31.12.2014 (PDF; 48 kB)
  2. Johann Suibert Seibertz: Urkundenbuch II. Nr. 767.
  3. Friedrich Albert Groeteken: Geschichte der uralten Pfarrei Wormbach, aus der Buch-Reihe Geschichte der Pfarreien des Dekanates Wormbach im Kreise Meschede, Band II, I. Teil, Seite 11 ff. Rheinische Verlagsanstalt und Buchdruckerei, Bad Godesberg, 1939
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 335f.
  5. Franz Dempewolff: Chronik der Gemeinde Wormbach, S. 44 , Fredeburg, 1942