Hohentauern

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Hohentauern
Wappen Österreichkarte
Wappen von Hohentauern
Hohentauern (Österreich)
Hohentauern
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Murtal
Kfz-Kennzeichen: MT (ab 1.7.2012; alt: JU)
Hauptort: Hohentauern
Fläche: 92,64 km²
Koordinaten: 47° 26′ N, 14° 29′ OKoordinaten: 47° 26′ 3″ N, 14° 29′ 1″ O
Höhe: 1274 m ü. A.
Einwohner: 394 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 8785
Vorwahl: 03618
Gemeindekennziffer: 6 20 10
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Tauernstraße 15
8785 Hohentauern
Website: www.hohentauern.at
Politik
Bürgermeister Heinz Wilding (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(9 Mitglieder)

 SPÖ  5,  ÖVP  4

Lage von Hohentauern im Bezirk Murtal
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Hohentauern ist eine Gemeinde mit 394 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Murtal in der Steiermark.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Hohentauern vor dem Triebenstein

Hohentauern liegt am Triebener Tauern-Pass in den Rottenmanner Tauern. Der Ort Hohentauern liegt in 1274 m Seehöhe. Höchste Erhebung ist der westlich gelegene Große Bösenstein (2448 m), östlich liegen die Gamskögel (2386 m).

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rottenmann (Bez. Liezen) Trieben (Bez. Liezen) Gaishorn am See (Bez. Liezen)
Nachbargemeinden Wald am Schoberpass (Bez. Leoben)
Pölstal Gaal

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst zwei Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2019[1]):

Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde (Hohentauern), ebenso nur einem Zählsprengel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekonstruiertes keltisches Dorf im Naturerlebnispark Keltenberg

Hier verlief die wichtige Römerstraße Virunum – Ovilava (Zollfeld – Wels), Teil der Via Norica von Aquilea (nahe Venedig) in das Ufernorikum (Donauraum). Auch die Poststation Tartursanis gelegen haben, die in der Tabula Peutingeriana genannt ist, wird meist mit dem „hohen“ Tauern identifiziert, ihre Lage ist unbekannt.

Ab dem 14. Jahrhundert entstand der Ort Hohentauern um Kirche und Tauernwirt, Haltpunkt der Säumer, der bis in das 19. Jahrhundert nur ein kleiner Kirchweiler war. Von Bedeutung waren zudem der Magnesit- und der Graphit-Bergbau im Ortsteil Bergbau (Sunk), mit Weiterverarbeitung im Magnesitwerk Trieben, der Anfang der 1990er Jahre wegen billigerer Konkurrenz aus anderen Ländern eingestellt wurde.[2] 2013 wurde der Magnesitabbau probeweise wieder aufgenommen.[3]

Die Pfarre Hohentauern, vorher Filiale von St. Lorenzen im Paltental, entstand 1892. Die politische Gemeinde Hohentauern wurde 1849/50 errichtet.[4] Bei der Gemeindestrukturreform in der Steiermark 2013–2015 war sie eine der Wenigen, die nicht zu einer Großgemeinde vereinigt wurden, und ist seither die kleinste Gemeinde der Steiermark.[5][5]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hohentauern

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Knappenkapelle Hohentauern gibt es 20 weitere Vereine und Ortsgruppen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Arbeitsstättenzählung 2001 gab es 32 Arbeitsstätten mit 96 Beschäftigten in der Gemeinde sowie 148 Auspendler und 30 Einpendler. Es gab 25 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 8 im Haupterwerb), die zusammen 2.300 ha bewirtschafteten (1999).

Winter- (Schilauf) und Sommertourismus sind von einiger Bedeutung. Das kleine Schigebiet Hohentauern mit fünf Liften liegt am Wirtsgupf.[8] Es beginnt im Ort und bei der Feriensiedlung Moscher.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Straße: Die Verkehrserschließung erfolgt über die Triebener Straße B 114, eine wichtige Straßenverbindung über den Triebener Tauern vom Mur- ins Ennstal.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hohentauern gibt es einen Kindergarten.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuständiger Gerichtsbezirk ist Murau.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

5
4
Insgesamt 9 Sitze

Der Gemeinderat hat 9 Mitglieder.


Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 2007 Isolde Leitner (SPÖ)
  • seit 2008 Heinz Wilding (SPÖ)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Hohentauern COA.png
Blasonierung: „In goldenem Schild oben ein unten eingebogener schwarzer dreispitziger Berg mit erhöhter Mittelspitze, darunter parallel abgesetzt ein schwarzer Faden; aus dem rechten unteren Schildrand ragend ein schwarz bekleideter linker Unterarm, ein Schindermesser mit schwarzem Griff und goldener Klinge haltend, deren Spitze in den Mittelteil des Dreiberges ragt, die Klinge begleitet durch zwei gestürzte konturierte Fichtenzapfen.“[9][5]

Das Wappen wurde der Gemeinde mit Wirkung ab 1. Jänner 2015 verliehen (LGBl. 1/2015).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger der Gemeinde
  • 1960: Ludwig Leitner (Bürgermeister von Hohentauern 1949–1960)
  • 1964: Hannes Bammer (Landesrat)
  • 1983: Hans Gross (Landeshauptmann-Stellvertreter)
  • 1993: Abt Benedikt Schlömicher (Abt des Benediktinerstiftes Admont)
  • 1996: P. Blasius Kneuper (Pfarrer von Hohentauern 1963–2002)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alois Leitner: Hohentauern. Bilder aus vergangener Zeit. Hohentauern 2009.
  • E. Steinkogler: Hohentauern. Eigenverlag Hohentauern, 1988.

Reihe:

  • Alois Leitner (Hrsg.): Der Tauern. Beiträge zur Kultur und Heimatgeschichte Hohentauerns. Publikationsreihe, 1987 ff (früher: Unsere Heimatgemeinde – unser Zuhause [Beilage zum Pfarrblatt]); Heimatkundliche Blätter von Hohentauern (Titelverzeichnis, EnnsTalWiki).

Spezielleres:

  • Walter Brunner: Der Tauernwirt. 720 Jahre Geschichte eines obersteirischen Bauerngutes und Gasthauses. Collegium Columbinum, 2001 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Gerhard Karl Lieb, Wolfgang Sulzer: Regionalgeographische Aspekte der Paßlandschaft von Hohentauern. In: Mitteilungen des Naturwissenschaftlichen Vereines für Steiermark Band 122 (1992), S. 49–63 (pdf, zobodat.at).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hohentauern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Karl-Heinz Krisch: Die Geschichte vom Bruch im Sunk. In: Joannea Geol. Paläont 3 (2001), S. 45–62 (pdf, zobodat.at).
  3. Bergbau in Hohentauern wieder aufgenommen. ORF.at, 15. Juli 2013.
  4. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark. 21. Stück, 7. Oktober 1850, Nr. 378.
  5. a b c Hohentauern feierte Gemeindewappen-Verleihung. Heinz Waldhuber auf meinbezirk.at, 25. Januar 2015. Jahrgang 2015. ZDB-ID 705127-x. S. 1.
  6. Die Bergbaustube - Montanmuseum in Hohentauern. steirischemuseen.at.
  7. Webseite Pfahlbaudorf Hohentauern.
  8. Skifahren. Webseite der Gemeinde, hohentauern.at.
  9. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 18. Dezember 2014 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Gemeinde Hohentauern (politischer Bezirk Murtal). Verlautbarung im Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 7. Jänner 2015. Nr. 1, Jahrgang 2015. ZDB-ID 705127-x. S. 1.