Hohentauern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hohentauern
Wappen von Hohentauern
Hohentauern (Österreich)
Hohentauern
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Murtal
Kfz-Kennzeichen: MT (ab 1.7.2012; alt: JU)
Fläche: 92,64 km²
Koordinaten: 47° 26′ N, 14° 29′ OKoordinaten: 47° 26′ 3″ N, 14° 29′ 1″ O
Höhe: 1274 m ü. A.
Einwohner: 432 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 8785
Vorwahl: 03618
Gemeindekennziffer: 6 20 10
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Tauernstraße 15
8785 Hohentauern
Website: www.hohentauern.at
Politik
Bürgermeister Heinz Wilding (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(9 Mitglieder)
5
4
Von 9 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Hohentauern im Bezirk Murtal
Fohnsdorf Gaal Lobmingtal Hohentauern Judenburg Knittelfeld Kobenz Maria Buch-Feistritz Obdach Pöls-Oberkurzheim Pölstal Pusterwald Sankt Georgen ob Judenburg Sankt Marein-Feistritz Sankt Margarethen bei Knittelfeld Sankt Peter ob Judenburg Seckau Spielberg Unzmarkt-Frauenburg Weißkirchen in Steiermark Zeltweg SteiermarkLage der Gemeinde Hohentauern im Bezirk Murtal (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Hohentauern vor dem Triebenstein
Hohentauern vor dem Triebenstein
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Hohentauern ist eine Gemeinde mit 432 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im Bezirk Murtal in der Steiermark. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Judenburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hohentauern liegt am Triebener Tauern-Pass in den Rottenmanner Tauern. Der Ort Hohentauern liegt in 1274 m Seehöhe. Höchste Erhebung ist der westlich gelegene Große Bösenstein (2448 m), östlich liegen die Gamskögel (2386 m).

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rottenmann Trieben Gaishorn am See
Nachbargemeinden Wald am Schoberpass
Pölstal Gaal

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst zwei Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Hohentauern (348)
  • Triebental (85)

Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Hohentauern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekonstruiertes keltisches Dorf im Naturerlebnispark Keltenberg

Hier könnte das Mansio (Poststation) Tartursanis gelegen haben, das in der Tabula Peutingeriana an der wichtigen Römerstraße Aquilea (unweit von Venedig) – Virunum (Zollfeld/Magdalensberg) – Lauriacum (bei Enns), der Via Iulia Augusta, genannt ist.

Die Siedlung am Passübergang (Taurus Inferior) wurde 1140 erstmals wieder urkundlich erwähnt. Ab dem 12. Jahrhundert wurde der Triebener Tauern von Säumern als Handelsweg genutzt. Von Bedeutung waren zudem der Magnesit- und der Graphit-Bergbau im Ortsteil Bergbau (Sunk), der Anfang der 1990er Jahre wegen billigerer Konkurrenz aus anderen Ländern eingestellt wurde.[2] Juli 2013 wurde der Magnesitabbau probeweise wieder aufgenommen.[3]

Die politische Gemeinde Hohentauern wurde 1849/50 errichtet.[4] Bei der Gemeindestrukturreform in der Steiermark 2013–15 war sie eine der Wenigen, die nicht zu einer Großgemeinde vereinigt wurden, und ist seither die kleinste Gemeinde der Steiermark.[5]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
60
50
40
30
20
10
0
58,19 %
(+1,98 %p)
41,81 %
(-1,98 %p)
2010

2015


Der Gemeinderat besteht aus neun Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

Die SPÖ stellt mit Heinz Wilding den Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Hohentauern COA.png
Die Beschreibung lautet:
In goldenem Schild oben ein unten eingebogener schwarzer dreispitziger Berg mit erhöhter Mittelspitze, darunter parallel abgesetzt ein schwarzer Faden; aus dem rechten unteren Schildrand ragend ein schwarz bekleideter linker Unterarm, ein Schindermesser mit schwarzem Griff und goldener Klinge haltend, deren Spitze in den Mittelteil des Dreiberges ragt, die Klinge begleitet durch zwei gestürzte konturierte Fichtenzapfen.

Das Wappen wurde der Gemeinde mit Wirkung ab 1. Jänner 2015 verliehen.[6][5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Arbeitsstättenzählung 2001 gab es 32 Arbeitsstätten mit 96 Beschäftigten in der Gemeinde sowie 148 Auspendler und 30 Einpendler. Es gab 25 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 8 im Haupterwerb), die zusammen 2.300 ha bewirtschafteten (1999).

Auf dem Gemeindegebiet befindet sich das kleine Schigebiet Hohentauern mit fünf Liften. Winter- (Schilauf) und Sommertourismus sind von einiger Bedeutung.

Die Verkehrserschließung erfolgt über die Triebener Straße B 114, eine wichtige Straßenverbindung über den Triebener Tauern vom Mur- ins Ennstal.

In Hohentauern gibt es eine Volksschule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Bartholomä in Hohentauern
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hohentauern
  • Bergbaustube - Montanmuseum in Hohentauern
  • Keltenberg, Naturerlebnispark
  • Knappenkapelle Hohentauern
  • Neben der Knappenkapelle gibt es 20 weitere Vereine und Ortsgruppen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger:

  • 1960: Ludwig Leitner (Bürgermeister von Hohentauern 1949–1960)
  • 1964: Hannes Bammer (Landesrat)
  • 1983: Hans Gross (Landeshauptmann-Stellvertreter)
  • 1993: Abt Benedikt Schlömicher (Abt des Benediktinerstiftes Admont)
  • 1996: P. Blasius Kneuper (Pfarrer von Hohentauern 1963–2002)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hohentauern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohner nach Ortschaften (Excel-Datei, 766 KB); abgerufen am 29. Juli 2015
  2. Karl-Heinz Krisch: Die Geschichte vom Bruch im Sunk. In: Joannea Geol. Paläont 3 (2001), S. 5–43 (pdf, museum-joanneum.at).
  3. Bergbau in Hohentauern wieder aufgenommen. ORF.at, 15. Juli 2013,
  4. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark, 21. Stück, 7. Oktober 1850, Nr. 378.
  5. a b Hohentauern feierte Gemeindewappen-Verleihung. Heinz Waldhuber auf meinbezirk.at, 25. Januar 2015.r
  6. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 18. Dezember 2014 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Gemeinde Hohentauern (politischer Bezirk Murtal) Verlautbarung im Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 7. Jänner 2015. Nr. 1, Jahrgang 2015. ZDB-ID 705127-x. S. 1.