Internationale Filmfestspiele Berlin 1959

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin 1959 fanden vom 26. Juni bis zum 7. Juli 1959 statt.

Die Berlinale stand 1959 politisch vor dem Hintergrund der Berlinkrise, die Nikita Chruschtschow ausgelöst hatte, als er 1958 den Vier-Mächte-Status von Berlin einseitig aufgekündigt hatte. Während der Berlinale musste das Festival zweimal in den Hintergrund treten, als im Berliner Olympiastadion das hessische Derby um die Deutsche Fußballmeisterschaft zwischen Eintracht Frankfurt und Kickers Offenbach am 28. Juni stattfand. Am 1. Juli wählte dann in Berlin die Bundesversammlung den CDU-Politiker Heinrich Lübke zum zweiten deutschen Bundespräsidenten.

Wettbewerb[Bearbeiten]

Folgende Filme waren in diesem Jahr im offiziellen Wettbewerb der Berlinale zu sehen:

Filmtitel Regisseur Produktionsland Darsteller (Auswahl)
Aufruhr der Gefühle Roberto Gavaldón Mexiko María Félix, Jack Palance
Der besiegte Sieger Paolo Heusch Italien
Das Dorf am Fluss Fons Rademakers Niederlande Max Croiset
Einesteils der Liebe wegen Erik Balling Dänemark Henning Moritzen, Helle Virkner
Fuhrmann des Todes Arne Mattsson Schweden Ulla Jacobsson
Hassan und Nayima Henry Barakat Ägypten
Der Herr und sein Diener Arne Skouen Norwegen Claes Gill
Der Goliath von Galway Fielder Cook Irland Walter Macken
Im Kittchen ist kein Zimmer frei Gilles Grangier Frankreich Jean Gabin, Darry Cowl, Bernard Blier
Immer die verflixten Frauen Charles Walters USA David Niven, Shirley MacLaine, Gig Young, Rod Taylor
Jonggak Ju-nam Yang Südkorea
Liebe in Rio Carlos Hugo Christensen Brasilien, Argentinien
Das Mädchen Astero Dinos Dimopoulos Griechenland Aliki Vougiouklaki
Die nackte Sonne Miyoji Ieki Japan
Panoptikum 59 Walter Kolm-Veltée Österreich Michael Heltau
Der Rest ist Schweigen Helmut Käutner Deutschland Hardy Krüger, Peter van Eyck, Ingrid Andree
Sagar Sangamey Debaki Bose Indien Bharati Devi
Schrei, wenn du kannst Claude Chabrol Frankreich Gérard Blain, Jean-Claude Brialy, Juliette Mayniel
Seltsame Gäste Leopoldo Torre Nilsson Argentinien Elsa Daniel
So etwas von Frau! Sidney Lumet USA Sophia Loren, Tab Hunter, Jack Warden
Sterne über dem Montblanc Marcel Ichac Frankreich Roger Blin
Sven Dufva, der Held Edvin Laine Finnland
Tiger Bay J. Lee Thompson Großbritannien John Mills, Horst Buchholz, Hayley Mills
Und das am Montagmorgen Luigi Comencini Deutschland O. W. Fischer, Ulla Jacobsson, Vera Tschechowa, Robert Graf, Werner Finck
Die verborgene Festung Akira Kurosawa Japan Toshirō Mifune
Wölfe in der Tiefe Silvio Amadio Frankreich, Italien Massimo Girotti
Zehn Gewehre warten José Luis Sáenz de Heredia Spanien, Italien Francisco Rabal
Der zerbrochene Talisman Syamak Yasami Iran
Zur Hölle mit Sidney Harry Watt Großbritannien Aldo Ray

Internationale Jury[Bearbeiten]

Jury-Präsident war in diesem Jahr der US-amerikanische Regisseur Robert Aldrich. Er stand folgender Jury vor: John Bryan (Großbritannien), Charles Ford (Frankreich), O. E. Hasse (Deutschland), Johan Jacobsen (Dänemark), Shigueo Miyata (Japan), Gerhard Prager (Deutschland), Waley Eddin Sameh (Vereinigte Arabische Emirate), Walther Schmieding (Deutschland) und Ignazio Silone (Italien).

Preisträger[Bearbeiten]

  • Goldener Bär für den besten Dokumentarfilm: White Wilderness von James Algar

Weitere Preise[Bearbeiten]

  • Jugendfilmpreis (Dokumentarfilm): Paradies und Feuerofen von Herbert Viktor
  • Jugendfilmpreis (Spielfilm): Die nackte Sonne
  • FIPRESCI-Preis: Die verborgene Festung

Quellen und Weblinks[Bearbeiten]