Júbilo Iwata

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Júbilo Iwata
Logo
Basisdaten
Name Júbilo Iwata
(jap.: ジュビロ磐田)
Sitz Iwata, Japan
Gründung August 1992 (Yamaha F.C.: 1972)
Farben blau-weiß
Präsident Japan Yoshirou Takahira
Website jubilo-iwata.co.jp
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Spanien Fernando Jubero
Spielstätte Yamaha Stadium
Shizuoka-Ecopa-Stadion
Plätze 15.165
51.349
Liga J1 League
2021 1. Platz, J2 League  
Heim
Auswärts

Júbilo Iwata (jap. ジュビロ磐田, Jubiro Iwata; von portugiesisch: júbilo = Freude) ist einer der erfolgreichsten Vereine aus Japans Herren-Profifußballiga J. League. Die Mannschaft aus der Stadt Iwata (Präfektur Shizuoka) hat bereits jeden bedeutenden japanischen Wettbewerb sowie den asiatischen Landesmeister-Pokal (Vorläufer der AFC Champions League) gewonnen. Derzeit spielt der Verein in der zweithöchsten japanischen Fußballliga, der J2 League.

Der „Verein“ ist eine 1992 gegründete Aktiengesellschaft mit Sitz in Iwata, die K.K. Yamaha Football Club (株式会社ヤマハフットボールクラブ, kabushiki-gaisha Yamaha futtobōru kurabu; engl. Yamaha Football Club Co., Ltd.).[1]

Vereinsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde Júbilo im Jahr 1972 unter dem Namen Yamaha Hatsudōki Soccer-bu, englisch Yamaha F.C., als Werksmannschaft des Motorradherstellers Yamaha. Nach rasanter Entwicklung stieg Yamaha bereits 1978 in die oberste japanische Spielklasse (die damals allerdings noch eine reine Amateurliga war) auf und gewann 1982 den ersten großen Wettbewerb, den japanischen Kaiserpokal (vergleichbar mit dem DFB-Pokal in Deutschland). Spätestens nach dem ersten Meistertitel 1988 gehörte das Team aus Iwata zu den großen Namen im aufstrebenden japanischen Fußball.

Als der japanische Fußballverband (JFA) Anfang der 1990er-Jahre beschloss, eine Profiliga einzuführen, wäre auch Yamaha gerne als Gründungsmitglied dabei gewesen. Doch eine enttäuschende Saison 1991 führte letztendlich dazu, dass sie bei der Einrichtung der J. League nicht berücksichtigt wurden. Trotzdem wurde die Werksmannschaft in eine eigenständige Gesellschaft ausgelagert (an der Yamaha noch immer der größte Anteilseigner ist) und wie die neuen Profiklubs umbenannt: in Júbilo Iwata. Der portugiesische Name sollte südamerikanischen Flair und Freude am Spiel vermitteln – offenbar mit Erfolg: nach der Premierensaison 1993 stieg Júbilo zusammen mit Bellmare Hiratsuka als erste Mannschaft in die J. League auf, die sie seither nicht mehr verlassen haben.

Seit dem Aufstieg ging es mit Júbilo stetig bergauf, was nicht zuletzt an ausländischen Helfern lag: für die erste Profisaison verpflichtete das Management den holländischen Trainer Hans Ooft sowie den ehemaligen Oranje-Nationalspieler Gerald Vanenburg (später als Spieler und Trainer bei 1860 München). Während der Saison kam noch der Italiener Salvatore Schillaci (WM-Torschützenkönig 1990) hinzu, und im folgenden Jahr kam mit Carlos Dunga (vormals VfB Stuttgart) der Kapitän der aktuellen brasilianischen Weltmeistermannschaft hinzu. Mit diesem Team ging es stetig bergauf (allein Toto Schillaci erzielte in 78 Spielen für Iwata 56 Tore), und bereits 1997 qualifizierten sie sich als Herbstmeister für das Finale um die japanische Meisterschaft, das sie prompt gegen Titelverteidiger Kashima Antlers gewannen.

Der bisher größte Erfolg für Júbilo war der Gewinn des asiatischen Landesmeisterpokals im folgenden Jahr. Die Mannschaft erreichte das Finale auch in den beiden darauffolgenden Jahren, verlor aber jeweils knapp. Es folgten noch zwei weitere Meisterschaften, ein Sieg im Yamazaki Nabisco Cup, dem japanischen Ligapokal, und zuletzt 2003 der zweite Pokalsieg nach 1982.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Yamaha Stadium in Iwata
Das Shizuoka-Ecopa-Stadion, das zusätzlich zum eigentlichen Heimstadion genutzt wird

Seine Heimspiele trägt der Verein entweder im heimischen Yamaha Stadium oder bei großem Andrang (etwa beim Lokalderby gegen Shimizu S-Pulse) im Shizuoka-Ecopa-Stadion (WM-Stadion 2002) aus.

Koordinaten Yamaha Stadium: 34° 43′ 30,7″ N, 137° 52′ 30,5″ O

Koordinaten Shizuoka-Ecopa-Stadion: 34° 44′ 35,6″ N, 137° 58′ 13,8″ O

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: Oktober 2021[2]

Nr. Position Name
1 Japan TW Naoki Hatta
2 Japan MF Yasuyuki Konno
3 Japan AB Kentarō Ōi
4 Japan ST Yūki Ōtsu
5 Japan AB Daiki Ogawa
6 Japan AB Makito Itō
8 Japan MF Kōtarō Ōmori
9 Japan ST Kōki Ogawa
10 Japan MF Hiroki Yamada
11 Brasilien ST Lukian
14 Japan MF Masaya Matsumoto
17 Japan MF Yūto Suzuki
19 Japan ST Naoto Miki
21 Japan TW Daichi Sugimoto
22 Japan AB Sō Nakagawa
Nr. Position Name
23 Japan MF Kosuke Yamamoto (C)ein weißes C in blauem Kreis
25 Japan AB Riku Morioka
27 Japan ST Mahiro Yoshinaga
28 Japan MF Naoki Kanuma
29 Kolumbien ST Fabián González
30 Japan MF Naoya Seita
35 Japan AB Kaito Suzuki
36 Japan TW Ryūki Miura
37 Moldau Republik TW Alexei Koșelev
38 Japan AB Norimichi Yamamoto
39 Japan AB Ryō Takano
40 Japan ST Shōta Kaneko
41 Japan AB Chiharu Kato
50 Japan MF Yasuhito Endō

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1997, 1999, 2002
1998, 2010
1982, 2003
2000, 2003, 2004

Kontinental[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999
1999
2011

Trainerchronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[3] Nation von bis
Kikuo Konagaya Japan Japan 1. Juli 1987 31. Dezember 1991
Kazuaki Nagasawa Japan Japan 1. Juli 1991 31. Januar 1994
Hans Ooft Niederlande Niederlande 1. Februar 1994 31. Januar 1997
Luiz Felipe Scolari Brasilien Brasilien 1. Februar 1997 29. Mai 1997
Takashi Kuwahara Japan Japan 29. Mai 1997 31. Januar 1998
Valmir Louruz Brasilien Brasilien 1. Februar 1998 31. Dezember 1998
Takashi Kuwahara Japan Japan 1. Februar 1999 31. Januar 2000
Gjoko Hadžievski Nordmazedonien Nordmazedonien 1. Februar 2000 31. August 2000
Masakazu Suzuki Japan Japan 1. September 2000 31. Januar 2003
Masaaki Yanagishita Japan Japan 1. Februar 2003 31. Januar 2004
Takashi Kuwahara Japan Japan 1. Februar 2004 31. Januar 2005
Masakazu Suzuki Japan Japan 1. September 2004 30. November 2004
Masakuni Yamamoto Japan Japan 9. November 2004 19. Juni 2006
Adílson Dias Batista Brasilien Brasilien 23. Juni 2006 9. September 2007
Atsushi Uchiyama Japan Japan 1. September 2007 31. August 2008
Hans Ooft Niederlande Niederlande 2. September 2008 31. Januar 2009
Masaaki Yanagishita Japan Japan 1. Februar 2009 31. Januar 2012
Hitoshi Morishita Japan Japan 1. Februar 2012 4. Mai 2013
Tetsu Nagasawa Japan Japan 5. Mai 2013 26. Mai 2013
Takashi Sekizuka Japan Japan 27. Mai 2013 31. Januar 2014
Péricles Chamusca Brasilien Brasilien 1. Februar 2014 24. September 2014
Hiroshi Nanami Japan Japan 25. September 2014 30. Juni 2019
Hideto Suzuki Japan Japan 1. Juli 2019 15. August 2019
Minoru Kobayashi Japan Japan 15. August 2019 19. August 2019
Fernando Jubero Spanien Spanien 20. August 2019 1. Oktober 2020
Masakazu Suzuki Japan Japan 2. Oktober 2020 ?
Akira Itō Japan Japan 1. Februar 2022

Saisonplatzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Teams Platz Zuschauer J. League Cup Emperor's Cup AFC CL
1994 J1 12 8. 14.497 2. Platz 1. Runde
1995 14 6. 17.313 2. Runde
1996 16 4. 13.792 Gruppenphase 3. Runde
1997 17 1. 10.488 2. Platz Halbfinale
1998 18 2. 12.867 Sieger Viertelfinale
1999 16 1. 12.273 Viertelfinale Viertelfinale Sieger
2000 16 4. 12.534 Viertelfinale Viertelfinale 2. Platz
2001 16 2. 16.650 2. Platz 4. Runde 2. Platz
2002 16 1. 16.564 Viertelfinale Viertelfinale
2003 16 2. 17.267 Halbfinale Sieger
2004 16 5. 17.126 Gruppenphase 2. Platz Gruppenphase
2005 18 6. 17.296 Viertelfinale Viertelfinale Gruppenphase
2006 18 5. 18.002 Viertelfinale Viertelfinale
2007 18 9. 16.359 Gruppenphase 5. Runde
2008 18 16. 15.465 Gruppenphase 5. Runde
2009 18 11. 13.523 Gruppenphase 4. Runde
2010 18 11. 12.137 Sieger 4. Runde
2011 18 8. 11.796 Viertelfinale 3. Runde
2012 18 12. 13.122 Gruppenphase 4. Runde
2013 18 17.   10.895 Gruppenphase Viertelfinale
2014 J2 22 4. 8.774 3. Runde
2015 22 2.   10.041 2. Runde
2016 J1 18 13. 14.611 Gruppenphase 3. Runde
2017 18 6. 16.321 Gruppenphase Viertelfinale
2018 18 16. 15.474 PlayOffs Viertelfinale
2019 18 18.   15.277 PlayOffs Achtelfinale
2020 J2 22 6. 3.379
2021 22 1.   5.968 Viertelfinale
2022 J1

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler des Jahres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Torschützenkönig des Jahres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachwuchsspieler des Jahres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elf des Jahres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Júbilo Iwata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.jubilo-iwata.co.jp/club/company.php
  2. Kader 2021 Júbilo Iwata. In: transfermarkt.de. Abgerufen am 15. Oktober 2021.
  3. Trainerchronik transfermarkt.de, abgerufen am 3. Dezember 2021