Nagoya Grampus

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Nagoya Grampus
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Basisdaten
Name Nagoya Grampus
(jap.: 名古屋グランパス)
Sitz Nagoya, Japan
Gründung 17. Juli 1991 (1939 als Toyota Motor S.C.)
Farben gelb – rot
Präsident Japan Toyo Kato
Website nagoya-grampus.jp
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Japan Kenta Hasegawa
Spielstätte Paloma Mizuho Stadium & Toyota-Stadion
Plätze 27.000 & 45.000
Liga J1 League
2021 5. Platz
Heim
Auswärts

Nagoya Grampus (jap. 名古屋グランパス, Nagoya Gurampasu; bis 2008 und offiziell weiterhin[1] Nagoya Grampus Eight) ist ein Verein aus Japans Profi-Fußballliga, der J. League. Der Verein aus der Industriestadt Nagoya (Präfektur Aichi) ging 1991 aus einer Werksmannschaft des Toyota-Konzerns hervor und war seit der Gründung bis 2016 Mitglied der J. League, konnte aber bis zum Jahr 2010 außer zwei Kaiserpokal-siegen kaum zählbare Erfolge erringen. In der Saison 2010 wurde der Verein dann Meister der J. League. Nach dem Abstieg 2016 in die J2 League gelang in der Saison 2017 der direkte Wiederaufstieg über die Teilnahme an den Aufstiegsplayoffs.

Vereinsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Toyota-Stadion, welches auch Heimspielstätte von Nagoya Grampus ist

Der Name Grampus bezieht sich auf das Maskottchen der Mannschaft, den Orca, der im Englischen oft auch grampus genannt wird. Der Begriff Eight rührt offiziellen Stellungnahmen nach von den „acht Prinzipien der Bürgerlichkeit“ der Stadtsatzung von Nagoya her, doch kursieren auch andere Versionen.

Der Toyota Jidōsha Kōgyō Soccer-bu, englisch Toyota Soccer Club, wurde bereits 1939 gegründet und galt einige Zeit als eine der besten Mannschaften des Landes, konnte jedoch nie einen Meistertitel oder Pokalsieg erringen. Bei der Gründung der Profiliga kam Toyota, das sich den neuen Namen Grampus Eight gab und in die Provinzhauptstadt zog, dann auch die Rolle des soliden, aber letztlich im Titelkampf chancenlosen Underdogs zu.

Dies änderte sich erst, als man in Nagoya versuchte, mit Hilfe von ausländischen Experten das Spielniveau zu heben. Nacheinander wurden der englische Stürmer Gary Lineker, der serbische Mittelfeldregisseur Dragan Stojković und als Trainer der Franzose Arsène Wenger verpflichtet. Bereits 1995 in Wengers erster Saison in Nagoya konnte er mit dem Kaiserpokal den ersten Titel erringen (im Finale wurde Sanfrecce Hiroshima 3:0 bezwungen), und 1996 folgte neben der Finalteilnahme im Asienpokal der Pokalsieger (Niederlage gegen Al Hilal aus Saudi-Arabien) mit der Vizemeisterschaft (hinter den Kashima Antlers) der größte Erfolg von Grampus in der Liga. Obwohl mit Lob und Auszeichnungen (zum Beispiel Trainer des Jahres 1995) überhäuft, folgte Wenger dem Ruf des FC Arsenal nach England, wo er seine größten Erfolge verzeichnete.

Grampus sank nach dem Weggang Wengers bald wieder in die Bedeutungslosigkeit ab, jedoch gelang dem Verein 1999 eine kleine Renaissance: Nach dem Zusammenbruch der Yokohama Flügels verstärkte sich Nagoya durch einige Flügels-Spieler und konnte postwendend einen weiteren Kaiserpokal (erneut gegen Sanfrecce, diesmal 2:0) erringen.

Als Dragan Stojković 2008 Trainer wurde, führte er Grampus wieder auf die Erfolgsstraße. In der Saison 2008 wurde der 3. Platz in der J. League erreicht, 2010 dann die Meisterschaft gewonnen und 2011 der 2. Platz erreicht. 2009 wurde im Kaiserpokal das Endspiel erreicht, das jedoch gegen Gamba Osaka verloren wurde. In der AFC Champions League 2009 war Grampus ebenfalls sehr erfolgreich und schied erst im Halbfinale aus; 2011 und 2012 war jeweils schon im Achtelfinale Schluss. In den folgenden Jahren fiel Grampus ins Mittelfeld der J. League zurück (Plätze 7 bis 11), in den nationalen Pokalwettbewerben konnte man nie weiter als bis zum Viertelfinale kommen. Am Ende der Saison 2016 stieg Nagoya zum ersten Mal seit Gründung der J. League in die J2 League ab.

Seit 1991 ist die Mannschaft eine eigenständige Aktiengesellschaft, die K.K. Nagoya Grampus Eight mit Sitz in Nagoya. Grampus ist noch immer eng mit dem Toyota-Konzern verflochten: Der Autobauer ist Hauptsponsor und Anteilseigner des Vereins, und bei besonderem Zuschauerandrang weicht die Mannschaft hin und wieder vom heimischen Nagoya-shi Mizuho rikujō-kyōgijō (名古屋市瑞穂陸上競技場, „Mizuho-Leichtathletikstadion der Stadt Nagoya“), englisch Mizuho Athletic Stadium, ins Toyota-Stadion mit seinen 45.000 Zuschauerplätzen aus.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Toyota Motor SC (Amateur Verein)

  • All Japan Senior Football Championship: 1968, 1970
  • Japan Soccer League Division 2: 1972
  • Konica Cup: 1991

als Nagoya Grampus (Profi Verein)

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein trägt seine Heimspiele im Paloma Mizuho Stadium oder im Toyota Stadium aus.

Stadion Standort Kapazität Eigentümer Koordinaten
Toyota Stadium Toyota, Präfektur Aichi, Honshū 45.000 Toyota Stadium Co., Ltd. 35° 5′ 4,2″ N, 137° 10′ 14,2″ O
Paloma Mizuho Stadium Nagoya, Präfektur Aichi, Honshū 27.000 Stadt Nagoya 35° 7′ 21,8″ N, 136° 56′ 39,5″ O

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: August 2021[2]

Nr. Position Name
1 Australien TW Mitchell Langerak
2 Japan MF Takuji Yonemoto
3 Japan AB Yūichi Maruyama
4 Japan AB Shinnosuke Nakatani
5 Japan MF Kazuki Nagasawa
6 Japan AB Kazuya Miyahara
7 Japan MF Hiroyuki Abe
8 Japan ST Yoichiro Kakitani
9 Japan ST Ryōgo Yamasaki
10 Brasilien ST Gabriel Xavier
11 Japan ST Yūki Sōma
13 Japan AB Haruya Fujii
14 Japan AB Yasuki Kimoto
15 Japan MF Shō Inagaki
16 Brasilien ST Mateus
17 Japan AB Ryōya Morishita
Nr. Position Name
18 Japan TW Tsubasa Shibuya
19 Japan ST Manabu Saitō
20 Korea Sud AB Kim Min-tae
21 Japan TW Yōhei Takeda
22 Japan TW Daiki Mitsui
23 Japan AB Yutaka Yoshida
24 Japan MF Ryotaro Ishida
25 Japan ST Naoki Maeda
26 Japan AB Shumpei Naruse
27 Japan MF Shunto Kodama
28 Japan AB Akira Yoshida
30 Japan MF Hidemasa Koda
31 Japan AB Haruki Yoshida
32 Japan ST Koki Toyoda
40 Polen ST Jakub Świerczok
44 Japan MF Mu Kanazaki

Ausgeliehene Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Ausgeliehen an:
Japan John Higashi Japan Tochigi SC
Japan Daiki Enomoto Japan Ehime FC
Japan Shuto Watanabe Japan Mito Hollyhock
Paraguay Jonathan Matsuoka Japan Kamatamare Sanuki

Trainerchronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer Nation von bis
Tatsuya Shiji Japan Japan 1. Juli 1964 31. Januar 1975
Masahiro Ozawa Japan Japan 1. Februar 1975 31. Januar 1978
Kenji Sogami Japan Japan 1. Februar 1978 30. Juni 1987
Masanobu Izumi Japan Japan 1. Juli 1987 31. Dezember 1987
Kenji Sogami Japan Japan 1. Januar 1988 30. Juni 1992
Ryūzō Hiraki Japan Japan 1. Januar 1992 31. Januar 1994
Gordon Milne England England 1. Februar 1994 14. November 1994
Tetsurō Miura Japan Japan 15. November 1994 8. Dezember 1994
Arsène Wenger Frankreich Frankreich 1. Februar 1995 30. September 1996
José Alberto Costa Portugal Portugal 1. September 1996 1. Oktober 1996
Carlos Queiroz Portugal Portugal Mosambik Mosambik 1. Oktober 1996 31. Januar 1998
Kōji Tanaka Japan Japan 1. Februar 1998 15. April 1999
Daniel Sanchez Frankreich Frankreich 15. April 1999 23. August 1999
João Carlos Brasilien Brasilien 7. September 1999 31. Juli 2001
Tetsurō Miura Japan Japan 1. August 2001 31. Januar 2002
Zdenko Verdenik Slowenien Slowenien 1. Februar 2002 4. August 2003
Nelsinho Brasilien Brasilien 29. Juli 2003 20. September 2005
Hitoshi Nakata Japan Japan 21. September 2005 31. Januar 2006
Sef Vergoossen Niederlande Niederlande 1. Februar 2006 31. Januar 2008
Dragan Stojković Serbien Serbien 1. Februar 2008 31. Januar 2014
Akira Nishino Japan Japan 1. Februar 2014 31. Januar 2016
Takafumi Ogura Japan Japan 1. Februar 2016 23. August 2016
Boško Gjurovski Nordmazedonien Nordmazedonien 23. August 2016 31. Januar 2017
Yahiro Kazama Japan Japan 1. Februar 2017 22. September 2019
Massimo Ficcadenti Italien Italien 23. September 2019 31. Januar 2022
Kenta Hasegawa Japan Japan 1. Februar 2022

Saisonplatzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Teams Pos. Zusch./Sp. J. League Cup Emperor's Cup AFC CL Supercup
1992 Halbfinale 1. Runde
1993 J1 10 9. 19.858 Gruppenphase Viertelfinale
1994 J1 12 11. 21.842 1. Runde 2. Runde
1995 J1 14 3. 21.463 Sieger
1996 J1 16 2. 21.699 Gruppenphase 3. Runde
1997 J1 17 9. 14.750 Halbfinale 3. Runde
1998 J1 18 5. 13.993 Gruppenphase Halbfinale
1999 J1 16 4. 14.688 Halbfinale Sieger
2000 J1 16 9. 14.114 Halbfinale 4. Runde
2001 J1 16 5. 16.974 Halbfinale 3. Runde
2002 J1 16 6. 16.323 Gruppenphase 4. Runde
2003 J1 16 7. 16.768 Halbfinale 4. Runde
2004 J1 16 7. 15.712 Halbfinale 5. Runde
2005 J1 18 14. 13.288 Gruppenphase 5. Runde
2006 J1 18 7. 14.924 Gruppenphase 5. Runde
2007 J1 18 11. 15.585 Gruppenphase 5. Runde
2008 J1 18 3. 16.555 Halbfinale Viertelfinale
2009 J1 18 9. 15.928 Viertelfinale 2. Platz
2010 J1 18 1. 19.979 Gruppenphase Viertelfinale
2011 J1 18 2. 16.741 Halbfinale Viertelfinale Achtelfinale
2012 J1 18 7. 17.155 Viertelfinale Viertelfinale Achtelfinale
2013 J1 18 11. 16.135 Gruppenphase 2. Runde
2014 J1 18 10. 16.734 Gruppenphase Viertelfinale
2015 J1 18 9. 16.240 Viertelfinale 2. Runde
2016 J1 18 16.   17.729 Gruppenphase 2. Runde
2017 J2 22 3.   15.365 - 4. Runde
2018 J1 18 15. 24.961 Gruppenphase 3. Runde
2019 J1 18 13. 27.612 Viertelfinale 2. Runde
2020 J1 18 3. 8.557 Viertelfinale
2021 J1 20 5. 11.080 Sieger Viertelfinale Viertelfinale

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler des Jahres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Torschützenkönig des Jahres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachwuchsspieler des Jahres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elf des Jahres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Nagoya Grampus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nagoya Grampus Eight: [1]チーム&企業プロフィール
  2. Kader Nagoya Grampus Saison 2021. In: transfermarkt.de. Abgerufen am 30. August 2021.