Jürgen Kramny

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Jürgen Kramny
Jürgen Kramny (2011)
Personalia
Geburtstag 18. Oktober 1971
Geburtsort StuttgartDeutschland
Größe 182 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
0000–1984 SpVgg 07 Ludwigsburg
1984–1990 VfB Stuttgart
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1990–1992 VfB Stuttgart 14 0(0)
1992–1995 1. FC Nürnberg 65 0(6)
1995–1997 1. FC Saarbrücken 66 0(8)
1997–2005 1. FSV Mainz 05 218 (30)
2005 SV Darmstadt 98 15 0(1)
2006 1. FSV Mainz 05 II 11 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1986–1987 Deutschland U15 3 0(0)
1987–1988 Deutschland U16 11 0(3)
1988–1989 Deutschland U17 11 0(4)
1989–1990 Deutschland U18 3 0(2)
1989–1990 Deutschland U20 3 0(0)
1992–1993 Deutschland U21 8 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2006–2008 1. FSV Mainz 05 U19
2008–2009 1. FSV Mainz 05 (Co-Trainer)
2010 VfB Stuttgart U19
2010 VfB Stuttgart (Co-Trainer)
2010–2011 VfB Stuttgart U19
2011–2015 VfB Stuttgart II
2015–2016 VfB Stuttgart
2016–2017 Arminia Bielefeld
2020–2022 Eintracht Frankfurt U19
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Jürgen Kramny (* 18. Oktober 1971 in Stuttgart)[1] ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger -trainer. Zuletzt betreute er die A-Junioren von Eintracht Frankfurt.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kramny, der im Stuttgarter Stadtbezirk Bad Cannstatt geboren wurde,[1] begann seine Fußballkarriere als Jugendlicher bei der Spvgg 07 Ludwigsburg und wurde Mitte der 1980er Jahre zum VfB Stuttgart geholt. Ab der Saison 1990/91 gehörte er dem Profikader des VfB an, kam dort jedoch nur unregelmäßig (14 Spiele) in der Bundesliga zum Einsatz. 1992 wechselte Kramny als Deutscher Meister zum Ligakonkurrenten 1. FC Nürnberg, der ihn zunächst auf Leihbasis verpflichtete. Dort überzeugte er im Abstiegskampf und bestritt bis zum Sommer 1993 28 Ligaspiele. Gemeinsam mit dem Rückkehrer André Golke wechselte er anschließend fest von den Schwaben zum FCN, bei dem er einen Zweijahresvertrag unterzeichnete.[2] Im Sommer 1994 stieg er mit dem Klub in die 2. Bundesliga ab; auch dort kämpfte er gegen den Abstieg.

Nach Auslaufen seines Vertrages wechselte Kramny im Sommer 1995 zum 1. FC Saarbrücken, der ihn als Nachfolger für den von Arminia Bielefeld verpflichteten Jörg Reeb holte. Trotz des Lizenzentzuges für den Klub blieb er beim FCS, für den er zwei Spielzeiten in der Regionalliga West/Südwest antrat.

Im Juni 1997 unterschrieb Kramny einen Vertrag beim damaligen Zweitligisten 1. FSV Mainz 05, obwohl er bei den Konkurrenten SG Wattenscheid 09 und FC St. Pauli ebenfalls schon in fortgeschrittenen Verhandlungen gestanden hatte.[3] Zwar war sein Fürsprecher, Trainer Reinhard Saftig, bereits im August des Jahres beurlaubt worden, dennoch etablierte sich Kramny als Stammspieler und war unter den Trainern im Saisonverlauf – Manfred Lorenz, Dietmar Constantini und Wolfgang Frank – eine feste Größe. In den folgenden Jahren stand er mit dem Klub in der Regel im mittleren Tabellenbereich. Im Frühjahr 2001 trennte sich der im Abstiegskampf befindliche Klub von Trainer Eckhard Krautzun und installierte als Nachfolger den verletzten Abwehrspieler Jürgen Klopp. Unter dessen Leitung gelang der Klassenerhalt. In der Spielzeit 2003/04 trug Kramny mit drei Toren in 29 Ligaspielen zum Aufstieg in die Bundesliga bei, in der anschließenden Bundesligasaison lief er in 21 Spielen für den Verein auf. Anschließend verließ er nach acht Spielzeiten den Klub.

Zwar war Kramny im Sommer 2005 nach Auslaufen seines Vertrags in Mainz der Posten des A-Junioren-Trainers angeboten worden, er wechselte zunächst jedoch zum SV Darmstadt 98. Nach einem halben Jahr kam er zu den 05ern zurück, die ihn in der Oberligamannschaft einsetzten. 2006 trat er schließlich den Trainerposten bei der A-Jugend an.

Von 1986 bis 1990 spielte er 31-mal für deutsche Jugend-Fußballnationalmannschaften.

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn der Saison 2008/09 wurde Kramny unter Jørn Andersen Co-Trainer beim 1. FSV Mainz 05, jedoch trotz des erfolgreichen Wiederaufstiegs in die Bundesliga bei dessen Demission wegen interner Unstimmigkeiten vor Beginn der Bundesligasaison mitentlassen.

Zur Saison 2010/11 kehrte Kramny als Trainer der U-19-Mannschaft zum VfB Stuttgart zurück. Am 13. Oktober 2010 wurde er nach der Entlassung von Christian Gross der Co-Trainer der Bundesligamannschaft des neuen Cheftrainers Jens Keller. Nach der Freistellung von Keller übernahm Kramny am 12. Dezember 2010 wieder den Trainerposten bei der A-Jugend des VfB. Zur Saison 2011/12 wurde er neuer Trainer der in der professionellen 3. Liga antretenden zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart.[4] Sein Vertrag lief bis 2017.[5]

Am 24. November 2015 übernahm Kramny zunächst als Interimstrainer die auf dem 16. Tabellenplatz stehende Bundesligamannschaft des VfB vom zuvor entlassenen Alexander Zorniger.[6] Nachdem er mit der Mannschaft fünf Punkte in den letzten vier Spielen der Hinrunde geholt sowie das DFB-Pokal-Viertelfinale erreicht hatte, wandelte der VfB Stuttgart die bis 2017 laufende Vereinbarung mit Kramny in einen Cheftrainer-Vertrag um.[7] Weil die Mannschaft trotz einer zwischenzeitlichen Siegesserie wieder auf den 17. Platz abstürzte und am 14. Mai 2016, dem letzten Spieltag, abstieg, endete sein Engagement vertragsgemäß.[8] Kramny hatte damit in einer Saison zeitweilig zwei Mannschaften betreut, die am Saisonende abstiegen – die erste Mannschaft des VfB in die 2. Bundesliga, die zweite Mannschaft in die viertklassige Regionalliga Süd.

Vom 15. November 2016 bis zum 14. März 2017 war er Cheftrainer des Zweitligisten Arminia Bielefeld.[9] Sein Vertrag lief zunächst bis Ende der Saison 2016/17, im Falle des Klassenerhaltes wäre der Vertrag eine weitere Saison gelaufen.[10]

Am 16. Juli 2020 unterzeichnete Kramny einen Zweijahresvertrag als U19-Trainer im Nachwuchsleistungszentrum von Eintracht Frankfurt.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Porträt (Memento vom 11. März 2016 im Internet Archive), VfB.de, abgerufen am 11. März 2016.
  2. Saarbrücker Zeitung vom 17. Juni 1993: „Wechsel von Kramny zum ‚Club‘ perfekt“.
  3. Rhein-Zeitung vom 18. Juni 1997: „Dritte Neuverpflichtung am Bruchweg: Jürgen Kramny vom 1. FC Saarbrücken - Mainz 05 schneller als Wattenscheid 09 und St. Pauli“.
  4. „Bewegung tut gut“ (Memento vom 9. Dezember 2011 im Internet Archive), VfB.de, 17. Mai 2011.
  5. Zusammenarbeit ausgedehnt (Memento vom 21. Dezember 2014 im Internet Archive), VfB.de, 20. Dezember 2014.
  6. VfB beendet Zusammenarbeit mit Alexander Zorniger (Memento vom 22. Dezember 2015 im Internet Archive), vfb.de, abgerufen am 24. November 2015.
  7. Jürgen Kramny wird Cheftrainer (Memento vom 23. Dezember 2015 im Internet Archive), VfB.de 20. Dezember 2015.
  8. Vertrag mit Jürgen Kramny endet (Memento vom 15. Mai 2016 im Internet Archive), VfB Stuttgart 15. Mai 2016.
  9. DSC stellt Kramny frei, arminia-bielefeld.de, abgerufen am 14. März 2017.
  10. Jürgen Kramny ist neuer Cheftrainer beim DSC, arminia-bielefeld.de, abgerufen am 15. November 2016.
  11. Jürgen Kramny in Frankfurt eingetroffen. Abgerufen am 16. Juli 2020.