Javier Hernández

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Dieser Artikel behandelt den 1988 geborenen mexikanischen Fußballspieler Javier Hernández. Für seinen Vater siehe Javier Hernández (Fußballspieler, 1962).
Chicharito

im Trikot von Manchester United

Spielerinformationen
Voller Name Javier Hernández Balcázar
Geburtstag 1. Juni 1988
Geburtsort GuadalajaraMexiko
Größe 175 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend
1997–2006 Deportivo Guadalajara
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2005–2006
2006–2010
2010–2015
2014–2015
2015–
Chivas Coras
Deportivo Guadalajara
Manchester United
Real Madrid (Leihe)
Bayer 04 Leverkusen

64 (26)
103 (37)
23 0(7)
17 (13)
Nationalmannschaft2
2007–2009
2009–
Mexiko U-20
Mexiko
5 0(1)
76 (41)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 6. Februar 2016
2 Stand: 17. November 2015

Javier Hernández Balcázar, auch bekannt als Chicharito (* 1. Juni 1988 in Guadalajara), ist ein mexikanischer Fußballspieler, der als Stürmer zum Einsatz kommt. Er steht seit der Saison 2015/16 beim deutschen Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag.

Familie[Bearbeiten]

Javier Hernández erhielt seinen Spitznamen Chicharito (Erbschen) in Anlehnung an den früheren Spitznamen seines Vaters Javier (* 1962), der Chícharo (Erbse) genannt wurde und zum Kader der mexikanischen Nationalmannschaft gehörte, die die WM 1986 im eigenen Lande bestritt; sein Vater war ebenfalls Stürmer. Das Gleiche gilt auch für seinen Großvater mütterlicherseits, Tomás Balcázar, der bei der WM 1954 zum Einsatz kam und im Spiel gegen Frankreich ein Tor erzielte.

Karriere[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Hernández ging aus der Nachwuchsabteilung von Chivas Guadalajara hervor, der er seit seinem neunten Lebensjahr angehörte.[1] Seine erste Saison als Profi (2005/06) bestritt Chicharito für das in der zweiten Liga spielende Reserveteam Chivas Coras.[2] Sein Erstligadebüt gab er am 9. September 2006 gegen Necaxa, als er fünf Minuten vor Schluss eingewechselt wurde. Es war ein Einstand nach Maß, denn er krönte seinen Kurzeinsatz gleich mit einem Tor zum 4:0-Endstand.[3]

Am 8. April 2010 wurde bekanntgegeben, dass er zur Saison 2010/11 nach Europa wechsele und beim englischen Spitzenklub Manchester United unterschreibe.[4] Gleich im ersten Jahr gewann er mit den Red Devils die englische Meisterschaft und erreichte außerdem das Finale der Champions League, das man jedoch mit 1:3 gegen den FC Barcelona verlor. Dass Manchester überhaupt bis ins Finale vordringen konnte, war zu einem guten Teil auch Hernández’ Verdienst: So erzielte er im Achtelfinale nach einem torlosen Hinspiel im Rückspiel beide Tore zum 2:1-Heimsieg der Red Devils gegen Olympique Marseille.[5] Wettbewerbsübergreifend erzielte er in der Saison 2010/11 insgesamt 20 Tore für seinen neuen Arbeitgeber und hatte mit 13 Treffern in der Premier League auch entscheidenden Anteil am Meistertitel seiner Mannschaft.[6][7]

Am 1. September 2014 wechselte Hernández bis zum Ende der Saison 2014/15 auf Leihbasis mit Kaufoption in die spanische Primera División zu Real Madrid.[8]

Am 31. August 2015, dem letzten Tag der Sommertransferperiode, wechselte Hernández in die Bundesliga zu Bayer 04 Leverkusen. Bei der Werkself unterschrieb er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018.[9] Sein Pflichtspieldebüt für Leverkusen gab Hernández am 12. September 2015 in der Bundesliga bei der 0:1-Heimniederlage gegen den SV Darmstadt 98, als er in der 58. Minute für Hakan Çalhanoğlu eingewechselt wurde.[10] Sein erstes Pflichtspieltor für die Leverkusener erzielte er am 16. September 2015 in der Champions-League-Begegnung gegen BATE Baryssau, als er beim 4:1-Heimsieg den dritten Treffer für Leverkusen schoss.[11] Sein erstes Bundesliga-Tor erzielte Hernández am 23. September 2015 (6. Spieltag) beim 1:0-Heimsieg der Leverkusener gegen den 1. FSV Mainz 05.[12]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Hernández für die mexikanische Nationalmannschaft (2010)

Sein erstes Länderspiel absolvierte Hernández in einem Testspiel gegen Kolumbien (1:2) am 30. September 2009. Seine ersten beiden Länderspieltore erzielte er in einem Testspiel gegen Bolivien (5:0) am 24. Februar 2010. Am 17. Juni 2010 erlangte er internationale Bekanntheit, als er beim überraschenden 2:0-Sieg im WM-Vorrundenspiel gegen den damals amtierenden WM-Finalisten Frankreich den Führungstreffer für Mexiko erzielte. Der Sieg war auch gleichbedeutend mit dem ersten Länderspielsieg gegen Frankreich.

Bei den Spielen um den CONCACAF Gold Cup 2011 bestritt Hernández alle Spiele für die mexikanische Nationalmannschaft und erzielte insgesamt sieben Tore,[13] womit er nach seinem Landsmann Luis Roberto Alves, der es 1993 zu elf Treffern brachte, der zweiterfolgreichste Torjäger in einem einzelnen Wettbewerb in der Geschichte des Gold Cup ist.[14] Darüber hinaus wurde Hernández zum besten Spieler des Turniers von 2011 gewählt.[15]

Erfolge[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Persönliches[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Javier Hernández – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Frank Worrall: Chicharito, S. 6f
  2. Frank Worrall: Chicharito, S. 10f
  3. Profil bei Mediotiempo
  4. Reds agree Hernandez deal auf manutd.com, abgerufen am 8. April 2010 (englisch)
  5. Bericht zum Spiel Manchester United vs Olympique Marseille 2-1 auf der offiziellen Website von Manchester United (englisch)
  6. Spielerstatistik beim MUFC
  7. Frank Worrall: Chicharito, S. 176
  8. siehe die offizielle Bestätigung auf der Website von Real Madrid.
  9. Bayer 04 verpflichtet Stürmer Javier „Chicharito“ Hernandez auf bayer04.de, abgerufen am 31. August 2015
  10. Spielbericht Bayer 04 Leverkusen gegen SV Darmstadt 98 vom 12. September 2015; kicker.de, abgerufen am 13. September 2015
  11. Spielbericht Bayer 04 Leverkusen gegen BATE Baryssau vom 16. September 2015; kicker.de, abgerufen am 17. September 2015
  12. Spielbericht Bayer 04 Leverkusen gegen 1. FSV Mainz 05 vom 23. September 2015; kicker.de, abgerufen am 23. September 2015
  13. Details zu den Spielen des CONCACAF Gold Cup 2011 bei RSSSF
  14. Frank Worrall: Chicharito, S. 145
  15. Frank Worrall: Chicharito, S. 147