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Deportivo Guadalajara

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Deportivo Guadalajara
Vereinslogo
Basisdaten
Name Club Deportivo
Guadalajara S.A. de C.V.
Sitz Guadalajara, Mexiko
Gründung 8. Mai 1906
Farben Rot-Weiß-Blau
Mitglieder 135.987 (5. Februar 2016)[1]
Präsident Amaury Vergara
Website chivasdecorazon.com.mx
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Ricardo Cadena
Spielstätte Estadio Akron, Zapopan
Plätze 45.500
Liga Liga MX
Clausura 2022 6. Platz (Viertelfinale)
Heim
Auswärts

Der Club Deportivo Guadalajara (zu Deutsch: Sportverein Guadalajara), kurz CD Guadalajara, auch bekannt unter dem Spitznamen Chivas (span. für Ziegen), im deutschen Sprachraum meist Deportivo Guadalajara, ist ein Profifußballverein aus Guadalajara, der zweitgrößten Stadt von Mexiko.

Mit zwölf Titeln ist Deportivo Guadalajara in der heimischen Liga die zweiterfolgreichste Mannschaft hinter dem Erzrivalen Club América, der mit 13 Titeln Rekordmeister der mexikanischen Liga MX ist. Beide Vereine sind die einzigen, die seit der Einführung 1943 ununterbrochen in der mexikanischen Profiliga vertreten sind. Ihre Duelle sind das „Spiel des Jahres“ in Mexiko, ähnlich wie zwischen Boca Juniors und River Plate in Argentinien oder Real Madrid und Barcelona in Spanien.

Die erfolgreichste Phase waren die neun Jahre zwischen 1956/57 und 1964/65, in denen sieben Meistertitel errungen wurden. Bis heute ist der Verein der einzige, der die 1943/44 eingeführte Profiliga viermal in Folge (von 1959 bis 1962) gewann. In dieser Zeit erhielt die Mannschaft den Beinamen Campeonísimo. In der jüngeren Vergangenheit war die Mannschaft, die traditionell ausschließlich aus in Mexiko geborenen Spielern besteht, eher im Pokalwettbewerb und auf internationaler Ebene erfolgreich. So erreichte sie zwischen 2005 und 2010 dreimal das Halbfinale der Copa Libertadores, wobei sie sich im Jahr 2010 für das Finale qualifizierte. Die bedeutendsten Titel auf internationaler Ebene waren der Gewinn des CONCACAF Champions’ Cup im Jahr 1962, als das Turnier zum ersten Mal ausgetragen wurde, sowie der Gewinn seines Nachfolgewettbwerbs CONCACAF Champions League im Jahr 2018.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die frühen Jahre des Club Deportivo Guadalajara[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das frühe Logo stellt ein C und ein G (für Club Guadalajara) dar. Alle Logos bei superchiva.com
Diese mehrere Meter hohe Statue in der Fußgängerzone von Guadalajara zeigt das Stadtwappen, das mit Wirkung vom 4. November 1923 in das noch heute gültige Logo des Club Deportivo Guadalajara aufgenommen wurde.[2]
Frühes Vereinslogo.[3]
Stadtwappen von Brügge

Im Jahr 1906 gründeten Mexikaner gemeinsam mit belgischen und französischen Immigranten einen Fußballverein mit dem Namen Club Unión. Der Name wurde von der Avenida Unión übernommen; einer Straße, an deren Kreuzung zur benachbarten Avenida Bosque (heute José Guadalupe Zuno Hernandez) sich damals eine unbebaute Fläche befand, auf der das erste Spiel des noch jungen Vereins ausgetragen wurde.[4]

Über die Jahrzehnte hinweg hat sich die Version durchgesetzt, wonach die Initiative zur Gründung von dem Belgier Edgar Everaert ausging, der am 15. September 1904 nach Guadalajara gekommen war. Der in Brügge geborene Everaert war bereits in seiner Kindheit mit dem runden Leder in Berührung gekommen und Überlieferungen zufolge ein Anhänger des Club Brügge.[4]

Dagegen besagen die Aufzeichnungen von Gabriel Orozco, dass der Club Unión auf Bestreben seines Vaters, Gregorio Orozco, gegründet wurde. Unter jenen, die sich seinem Projekt anschlossen, befand sich auch Edgar Everaert, die Franzosen Calixto Gas, Juan Billon, Bonmark, Ernesto Caire, die Brüder Augusto und Calixto Teissier sowie der Schweizer Max Woog und mehrere Bewohner von Mexicaltzingo, einem Viertel südlich des Stadtzentrums von Guadalajara.[4]

Gregorio Orozco wurde am 17. Juli 1889 geboren. Den Fußball lernte er durch die Lektüre europäischer Zeitungen kennen. Schnell entflammte in ihm eine Leidenschaft für diesen Sport und es gelang ihm, diese auch bei anderen jungen Männern in seinem Umfeld zu wecken. Dank der Unterstützung von Edgar Everaert importierte man Bälle und Schuhe aus England und das offizielle Regelwerk aus Paris.[5]

Im Jahr 1908 regte Everaert an, dass der Verein seinen Namen nach europäischem Vorbild ändern solle, wo sich die Gewohnheit durchgesetzt hatte, Fußballvereinen den Namen ihrer Stadt oder ihres Viertels zu geben. Diese Maßnahme diente in erster Linie dazu, ein Gefühl der Verwurzelung und der Zugehörigkeit zu schaffen und ein Publikum zu gewinnen, das sich mit dem in seiner Stadt bzw. seinem Viertel beheimateten Verein identifizierte. So kam es schließlich zur Umbenennung noch im selben Jahr.[6] Was jedoch beibehalten wurde, waren die ursprünglichen Farben des Vereins: die rot-weiß gestreiften Trikots und die blauen Hosen. Die Vereinschronik berichtet, dass die Farben rot, weiß und blau bei der Vereinsgründung von der seinerzeit recht großen Fraktion der französischen Mitbegründer nach den Nationalfarben ihres Heimatlandes ausgewählt wurden.[7] Eine anders lautende Meinung vertritt jedoch die Ansicht, dass die Farben des Stadtwappens von Brügge, der Heimat Everaerts, als Vorbild galten; denn dieses hat eine auffällige Ähnlichkeit mit dem Vereinslogo (siehe links).

Der neue Sport wurde von den Jugendlichen des Viertels schnell angenommen, so dass die Zahl der Mitstreiter rasant wuchs. Bis zum Jahr 1915 blieb Guadalajara unter Führung der Orozco-Brüder. Erster Vereinspräsident war Rafael Orozco und 1912 ging das Amt auf seinen Bruder Gregorio Orozco über.[8]

Erstmals in der Saison 1908/09 wurde die Staatsmeisterschaft Liga de Occidente ausgetragen, so dass Guadalajara sich schon früh mit anderen Mannschaften der Region unter Wettbewerbsbedingungen messen konnte. Der erste ernstzunehmende Rivale war die Mannschaft des Liceo de Varones, mit der man sich sämtliche Titel bis einschließlich 1913/14 teilte. Beide Teams waren in diesen sechs Jahren je dreimal erfolgreich.

Die ersten beiden Titel der Spielzeiten 1908/09 und 1909/10 wurden für den Club Guadalajara mit den folgenden Spielern gewonnen: Edgar Everaert, Alfonso Cervantes, Joaquín Nieto, Miguel Murillo, Gregorio Orozco, Eugenio Charpenel, Calixto Gas, Agustín Arce, Carlos Luna, Adolfo Orozco, Zenén Orozco, Max Woog und Rafael Orozco.[9]

Nach Gründung von Atlas Guadalajara im Jahr 1916 übernahm erst einmal dessen Mannschaft die Vormachtstellung in Jalisco und gewann zwischen 1918 und 1921 die Meisterschaft viermal in Folge. Es folgten drei Vizemeisterschaften der Atlatistas zwischen 1922 und 1924, in denen der CD Guadalajara die Meisterschaft ebenso gewann wie 1925, als er sich erstmals gegen den CD Nacional durchsetzen musste, der sich bis zum Ende der 1930er Jahre zum Hauptgegner des CD Guadalajara entwickelte; denn zwischen 1926 und 1939 lagen Guadalajara und Nacional mit je sechs Titeln in der Erfolgsskala gleichauf und nur einmal (1936) gelang es Atlas, deren Vormachtstellung zu durchbrechen.

Als in der Saison 1943/44 die mexikanische Fußballprofiliga eingeführt wurde, gehörte der CD Guadalajara zu den Gründungsmitgliedern, belegte aber in der Anfangszeit meistens nur Plätze im Mittelfeld bzw. in der unteren Tabellenhälfte. Immerhin zweimal (1951/52 und 1954/55) gelang die Vizemeisterschaft, ehe in der Saison 1956/57 der erste Meistertitel errungen wurde.

Die erste Begegnung im Profifußball bestritt die Mannschaft des CD Guadalajara in einem Spiel um die Copa México 1942/43 am 6. Juni 1943 in einem Clásico Tapatío gegen Atlas Guadalajara, der 1:3 verloren wurde,[10] mit folgender Aufstellung: Félix ValadezJosé „Pelón“ Gutiérrez, Reyes „Térile“ SánchezVictorino „Zarco“ Vázquez, Rafael „Raffles“ Orozco, Wintilo Lozano – José „Chato“ Torres, Max Prieto, Pablo „Pablotas“ González, Luis Reyes, Manuel „Cosas“ López.[11] Drei Spieler, die das erste Profifußballspiel in der Vereinsgeschichte bestritten haben, kamen aus El Salto: Torwart Valadez, Verteidiger Gutiérrez und Stürmer González.

Das erste Spiel in der neu eingeführten Profiliga bestritt der CD Guadalajara am 21. Oktober 1943 beim 4:1-Auswärtssieg gegen den CF Atlante mit folgender Aufstellung: Esteban „Poeta“ Pérez – Vicente „Chato“ Hidalgo, José „Pelón“ GutiérrezRafael „Raffles“ Orozco, Wintilo Lozano, Victorino „Zarco“ VázquezTeófilo „Tilo“ García, Max Prieto, Luis Reyes, Pablo „Pablotas“ González, Manuel „Cosas“ López.[12]

Bevor die Fußballmannschaft von Deportivo Guadalajara in der Saison 1956/57 ihren ersten Meistertitel gewinnen konnte, erreichte sie insgesamt viermal das Finale um den mexikanischen Pokalwettbewerb, das sie jedoch in allen Fällen verlor. Nachstehend alle Mannschaftsaufstellungen der Pokalfinalisten in diesem Zeitraum:[13]

Vicente „Capulina“ GonzálezRodrigo Ruiz, Gregorio „Tepa“ Gómez – Francisco Castorena, Rafael „Rafles“ Orozco, Francisco „Borrego“ Silva – José Trinidad Naranjo, Juan Jasso, Javier „Chamaco“ de la Torre, Max Prieto, Rafael „Zurdo“ Rivera.

Jaime „Tubo“ GómezRodrigo Ruiz, Gregorio „Tepa“ GómezRafael „Rafles“ Orozco, Rafael Bocanegra, Juan „Gallo“ Delgado, Javier „Chamaco“ de la TorreJesús „Chuco“ Ponce, Javier „Chamaco“ de la Torre, Tomás Balcázar, Rafael „Zurdo“ Rivera.

Jaime „Tubo“ GómezPedro „Chato“ Nuño, Guillermo „Tigre“ Sepúlveda, José „Jamaicón“ VillegasJuan Jasso, Rafael „Zurdo“ RiveraJavier „Chamaco“ de la Torre, Salvador „Chava“ Reyes, Adalberto „Dumbo“ López, Tomás Balcázar, Raúl „Pina“ Arellano.

Jaime „Tubo“ GómezPedro „Chato“ Nuño, Guillermo „Tigre“ Sepúlveda, José „Jamaicón“ VillegasJuan Jasso, Rafael „Zurdo“ RiveraFrancisco „Panchito“ Flores, Salvador „Chava“ Reyes, Adalberto „Dumbo“ López, Crescencio „Mellone“ Gutiérrez, Raúl „Pina“ Arellano.[14]

El Campeonísimo – die großen Jahre des Club Deportivo Guadalajara (1957 bis 1965)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entdeckung einiger erstklassiger junger Talente in der Saison 1955/56 läutete die bisher erfolgreichste Epoche in der mittlerweile mehr als hundertjährigen Vereinsgeschichte des Club Deportivo Guadalajara ein. Denn diese Rohdiamanten bildeten schon bald eine ideale Ergänzung zum vorhandenen Spielerstamm und gemeinsam stellten sie in den kommenden Jahren eine Mannschaft mit großer Harmonie, die in den neun Jahren zwischen 1957 und 1965 siebenmal zu Meisterehren kam und ein weiteres Mal die Meisterschaft erst am letzten Spieltag verlor.[15]

In der folgenden Saison 1956/57 hatte Chivas Guadalajara seinem Erzrivalen América eine herbe 7:0-Klatsche verabreicht und war am Saisonende zum ersten Mal mexikanischer Fußballmeister geworden. Der Torhüter der Meistermannschaft, Jaime el Tubo Gómez, beschrieb diesen Titelgewinn seinerzeit als „ein Fest im Geiste der Fans und einen symbolischen Triumph des echten mexikanischen Fußballs“;[16] eine Anspielung auf die konsequente Nichtausländerpolitik des Vereins, dessen langjährige Stützen aus der Epoche des Campeonisimo sogar mehrheitlich in Guadalajara geboren wurden. Dieser Triumph wurde nicht nur in Guadalajara, sondern überall im Land mit Freude und großer Genugtuung aufgenommen, weil dies der erste Meistertitel seit 20 Jahren war, den eine nur aus mexikanischen Spielern bestehende Mannschaft errungen hatte. Dies war zuletzt dem Club Necaxa in der Saison 1936/37 gelungen.[17]

Der Gewinn der Meisterschaft hatte Chivas hungrig nach mehr gemacht. Um die Meistermannschaft weitgehend zusammenhalten zu können, erhöhte der Vorstand sogar die Spielergehälter. Lediglich der Trainerposten wurde neu besetzt, der uruguayische Meistertrainer Donaldo Ross durch den Ungar Árpád Fekete ersetzt. Dessen Defensivtaktik wurde jedoch anfangs weder von den Spielern begrüßt noch von den Zuschauern angenommen. Doch mit dem sich einstellenden Erfolg begann man seine Taktik zunehmend zu akzeptieren.[18] Nach einem dritten Platz in der Saison 1957/58 wurde Guadalajara 1959 zum zweiten Mal Meister und verteidigte erstmals seinen Titel in der Spielzeit 1959/60. Nach dem dritten Titelgewinn begann Guadalajara, eine wertvolle nationale Leidenschaft zu sein und Fékete verkündete nach dem Spiel zufrieden: „Wir haben … mit einer nur aus mexikanischen Spielern bestehenden Mannschaft gegen Mannschaften gekämpft, die mit ausländischen Spielern nur so bestückt waren. Das ist ein enormer Erfolg des mexikanischen Fußballs und Sie alle können stolz darauf sein, einen Meister von unschätzbarem Wert zu haben.“[19]

Trotz erfolgreicher Titelverteidigung wurde Fékete vor Beginn der Saison 1960/61 durch Javier de la Torre ersetzt. Dessen erste Amtshandlung bestand darin, die Mannschaft von den taktischen Fesseln zu befreien, die Fékete ihr auferlegt hatte. Er gab den Spielern die Freiheit, sich selbst zu entfalten und eigene Ideen einzubringen. Auch hatte er immer ein offenes Ohr für die Spieler und schränkte sie nicht in ihrer Kreativität und ihrem Ideenreichtum ein. Die Spieler bedankten sich dafür auf ihre Weise und holten weitere Titel.[20]

In der Saison 1960/61 hatte Guadalajara einige verletzungsbedingte Ausfälle zu verkraften, doch die Ersatzspieler passten sich nahtlos in die Mannschaft ein und brachten die gleiche Leistung wie die Stammspieler, so dass Chivas durch einen 3:2-Sieg gegen Toluca seine vierte Meisterschaft – die dritte in Folge – gewinnen konnte. Die Freudengesänge im Estadio Jalisco (Campeones, Campeones) waren die Initialzündung bei der Entstehung des neuen Spitznamens Campeonisimo.[21] In der Saison 1961/62 feierte Guadalajara seine erneute Titelverteidigung – der vierte Triumph in Folge.

Auch in der Saison 1962/63 sah es nach einem erneuten Triumph aus. Doch ausgerechnet der Ortsnachbar Club Deportivo Oro, trainiert von Guadalajaras vorherigem Meistertrainer Arpad Fékete, lieferte den Chivasi ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum letzten Spieltag, an dem es zum direkten Aufeinandertreffen zwischen beiden Mannschaften kam. Vor dem entscheidenden Spiel lag Chivas Guadalajara mit einem Punkt vorne, so dass ein Remis zur vierten Titelverteidigung in Folge genügt hätte. Doch ein spätes Tor des Brasilianers Necco zum 1:0 für Oro ließ beide Mannschaften die Plätze tauschen und Oro selbst zum ersten – und auch einzigen – Mal den Meistertitel gewinnen. Für Javier de la Torre war die Niederlage gegen Oro das Resultat von Ermüdung und Übersättigung.[22]

Diese Faktoren – Ermüdung und Übersättigung – setzten sich auch in der Hinrunde der kommenden Spielzeit fort, in der die Mannschaft einige recht klägliche Vorstellungen lieferte. Doch in der Rückrunde war sie wie verwandelt, spielte wie entfesselt auf und begann, das Feld von hinten aufzurollen. In jener Saison gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Tabellenführung ausgerechnet gegen den großen Erzrivalen América. Aus diesem Zweikampf ging Guadalajara als Sieger hervor und krönte eine hervorragende Rückrunde mit seinem sechsten Titelgewinn durch einen 2:0-Erfolg gegen den Stadtrivalen Nacional am letzten Spieltag. Das Management von Chivas war letztlich so überwältigt von den sich an diesen Titelgewinn anschließenden Freudenfeiern, dass es die Fans einlud, zusammen mit der Mannschaft auf dem Vereinsgelände zu feiern.[23]

Obwohl Guadalajara auch in der folgenden Saison 1964/65 niemals die Tabellenführung verlor, gerieten sie in arge Bedrängnis durch Zacatepec, Atlas und am Ende Oro. Die Titelverteidigung erwies sich mit zunehmender Dauer immer schwieriger. Die Gegner im Meisterschaftskampf verstärkten sich mit ausländischen Spielern. Am vorletzten Spieltag genügte Chivas ein Unentschieden zum erneuten Gewinn der Meisterschaft. „Und obwohl im rot-weißen Lager Freude herrschte“, erinnerte sich Tubo Gómez, „waren die Fans nicht mehr so enthusiastisch wie bei früheren Meisterschaften.“[24]

Viele Faktoren haben zusammengewirkt bei der Entstehung des campeonisimo; einer erfolgreichen und nur aus einheimischen Spielern bestehenden Mannschaft, die in 9 Jahren 7 Meistertitel gewann: eine gute Kameradschaft, Beständigkeit und ein absoluter Siegeswille. Der vielleicht entscheidende Faktor aber war, dass diese Mannschaft lange Zeit zusammen blieb.[24]

Chivas Flacas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen den Meisterschaften von 1965 und 1970 belegte Guadalajara zwei dritte Plätze (1966 und 1967), einen sechsten Platz (1968) und eine Vizemeisterschaft (1969). Auch in dem Sonderturnier vor der WM 1970 belegte Chivas – unmittelbar nach der gewonnenen Meisterschaft – noch einmal den zweiten Platz. Doch von nun an ging es bergab. In der Saison 1970/71, die erstmals in zwei Gruppen geteilt war, entging Guadalajara den Relegationsspielen um den Klassenerhalt nur wegen eines mehr erzielten Punktes. Nachdem Chivas in der Saison 1971/72 noch einmal das Halbfinale um die Meisterschaft erreichen konnte, das gegen den späteren Meister Cruz Azul nur knapp mit 1:0 und 0:2 verloren wurde, belegte Guadalajara in den 1970er Jahren ansonsten meist nur zweistellige Tabellenplätze und erhielt den neuen Spitznamen „Chivas Flacas“ (magere Ziegen);[25] eine Anspielung auf ihre mageren sportlichen Leistungen. Elf Jahre nach ihrem Beinahe-Abstieg von 1971 entging Guadalajara auch in der Saison 1981/82 den Relegationsspielen nur um einen Punkt.[26]

Zu den langjährigen Stammspielern der „Chivas Flacas“, die niemals einen Titel mit Chivas gewinnen konnten, gehören (in alphabetischer Reihenfolge mit Angabe der Vereinszugehörigkeit in Klammern) Pedro Damián Alvarez (1975–1980), Manuel Chavarría (1971–1976), Hugo Díaz de la Paz (1972–1982), Aurelio Hernández (1970–1972 sowie 1974–1980), Gabriel López Zapiain (1971–1982), José Martínez González (1970–1981; das Trikot mit der Nummer 22 des bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommenen Spielers wird nicht mehr vergeben), Víctor Rangel (1976–1984), José Luis Real (1971–1980) und Guillermo Torres (1971–1977 sowie 1980–1985).

Die späteren Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die positive Wende kam mit der Verpflichtung ihres früheren Eigengewächses Alberto Guerra auf den Trainerposten für die Saison 1982/83.[27] Unter seiner Regie stießen die Chivas Rayadas bis ins Finale vor, wobei sie im Halbfinale ihren Erzrivalen und großen Titelfavoriten América eliminierten. Nachdem sie das Hinspiel vor eigener Kulisse noch mit 1:2 verloren hatten, gewannen die das Rückspiel im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt überraschend und deutlich mit 3:0 und zogen in die Finalspiele ein, die (nach 2:1 und 0:1) letztlich etwas unglücklich mit 6:7 im Elfmeterschießen gegen den Puebla FC verloren wurden.[28] Auch in der folgenden Saison 1983/84 erreichte Guadalajara die Finalspiele und scheiterte diesmal mit 2:2 und 1:3 gegen América.[29] Doch damit hatte die Mannschaft ihren Zenit noch nicht erreicht. Nach 17 mageren Jahren gewannen die Chivasi am Ende der Saison 1986/87 ihren neunten Meistertitel.[30] Alberto Guerra behielt seinen Trainerposten noch bis zum Ende der Saison 1988/89 und wurde mit seiner Amtsdauer von sieben Jahren lediglich vom Erfolgstrainer des Campeonísimo, Javier de la Torre überboten, der den Trainerposten bei Guadalajara mehr als 12 Jahre lang innehatte.

Nach einigen weiteren mäßigen Jahren, in denen mehrfach die Play-offs verpasst wurden und zwei Halbfinalteilnahmen (1991 gegen América und 1995 gegen Necaxa) noch die größten Errungenschaften darstellten, wurde vor der Saison 1996/97 mit dem in Brasilien geborenen Ricardo Ferretti endlich wieder ein Trainer verpflichtet, der die Mannschaft auf die Erfolgsspur zurückführen sollte. Gleich in der ersten Saison – der ersten, in der es, wie seither üblich, zwei Meister pro Spieljahr gab – gewann Guadalajara seinen zehnten Titel. War man in der Apertura bereits im Viertelfinale am Club Necaxa gescheitert, marschierte man in der Clausura relativ souverän durch die Play-offs und setzte sich im Viertelfinale mit 1:1 und 5:0 gegen Santos Laguna ebenso deutlich durch wie im Finale gegen die Toros Neza, die man mit 1:1 und 6:1 besiegt hatte. „Man of the match“ in diesem zweiten Finalspiel, in dem bis zur Halbzeit noch keine Tore gefallen waren (!), war Gustavo Nápoles, der mit seinen vier Toren innerhalb von nur 34 Minuten die Toros praktisch im Alleingang „erschoss“.[31]

Ferretti hatte die Mannschaft über einen Zeitraum von vier Jahren, somit also insgesamt acht Meisterschaftsrunden, trainiert und verpasste dabei nur einmal die Play-offs. Neben dem bereits erwähnten Meistertitel von 1997 erreichte der Verein in der Apertura 1998 noch einmal die Finalspiele[32] und in der Clausura 2000 das Halbfinale.[33]

Kaum war Ferretti nicht mehr verantwortlich, absolvierte Chivas eine desaströse Saison. In der Apertura lief es besonders schlecht, so dass nur 3 von insgesamt 17 Spielen gewonnen wurden. In der Gesamtjahreswertung der Saison 2000/01 belegte Guadalajara schließlich den 17. Platz (von 18 Mannschaften).[34] Mit dieser Bilanz entging der Verein nur deshalb dem Abstieg, weil es in Mexiko pro Saison nur einen Absteiger gibt, der sich zudem anhand einer Drei-Jahres-Bilanz errechnet.

Seither geht der Verein durch einige Höhen und Tiefen, hat aber vor allem während der Amtszeit des von 2002 bis 2018 bisher am längsten amtierenden Präsidenten Jorge Vergara wieder auf die Erfolgsspur zurückgefunden. In der Clausura 2004 erreichte man immerhin mal wieder ein Meisterschaftsfinale, wenngleich dieses letztlich etwas unglücklich gegen die UNAM Pumas verloren ging. Nach einem 1:1 in Guadalajara und einem 0:0 im Olympiastadion von Mexiko-Stadt ging das anschließend zur Ermittlung des Siegers erforderliche Elfmeterschießen mit 4:5 verloren, weil Rafael Medina den letzten Elfmeter nicht verwandeln konnte.[35]

Im Dezember 2006 konnte Chivas seinen elften Meistertitel gewinnen. Nach einer durchwachsenen Vorrunde mit sieben Siegen und fünf Niederlagen wuchs die Mannschaft in der anschließenden Liguilla, der mexikanischen Bezeichnung für die Play-offs, über sich hinaus. In der Repechaje, der Qualifikationsrunde für die Liguilla, schalteten die Chivasi zunächst die Tiburones Rojos de Veracruz (mit 2:1 und 4:0) aus und setzten sich anschließend gegen die großen Rivalen von Cruz Azul (2:0 und 2:2) und América (2:0 und 0:0) durch, womit die Finalspiele gegen die Diablos Rojos de Toluca erreicht wurden, in denen Guadalajara mit 1:1 und 2:1 die Oberhand behielt.[36]

Unmittelbar vor ihrem elften Meistertitel hatte Chivas Guadalajara bereits in der Copa Libertadores, der Champions League Südamerikas, für Furore gesorgt. In den Jahren 2005 und 2006 erreichte Guadalajara zweimal in Folge die Halbfinalspiele; und haderte 2005 doch mit dem Schicksal der Wettbewerbsverzerrung. Nachdem man sich im Achtelfinale gegen den Ligarivalen Pachuca (1:1 und 3:1) durchsetzen konnte, was von Guadalajara als Triumph des echten mexikanischen Fußballs gefeiert wurde,[37] fegte man im Viertelfinale die im neuen Jahrtausend erfolgreichste Mannschaft Südamerikas, den dreimaligen Weltpokalsieger Boca Juniors, im eigenen Estadio Jalisco mit 4:0 vom Platz. In Bocas legendärem Stadion, der Bombonera, sollte Chivas ein heißer Tanz erwarten. Doch man verteidigte mit Glück und Geschick ein 0:0. Bis zur 79. Minute. Dann lagen die Nerven der siegesgewohnten Argentinier sichtlich blank. Nachdem es zwischen einigen Spielern zu einem Handgemenge gekommen war, schalteten sich auch Betreuer und Fans der Boca Juniors in die Zwistigkeiten ein. Daraufhin sah der Schiedsrichter keine andere Möglichkeit als das Spiel abzubrechen.[38] Die südamerikanische Fußballkonföderation CONMEBOL entschied schließlich, dass das Ergebnis von 0:0 Gültigkeit behalten sollte. Boca war draußen und Chivas im Halbfinale. Doch musste Guadalajara mit Oswaldo Sánchez, Carlos Salcido, Ramón Morales, Alberto Medina und Omar Bravo gleich fünf Spieler für die Nationalmannschaft abstellen, die – zeitgleich mit dem Hinspiel der Chivistas beim brasilianischen Vertreter Athletico Paranaense – beim FIFA-Konföderationen-Pokal 2005 antreten musste. Ohne diese wichtigen Spieler kam Chivas mit 0:3 unter die Räder.

Da nutzte es auch nichts mehr, dass Chivas-Clubeigner Jorge Vergara seine Veteranen unmittelbar nach dem Spiel der Mexikaner um den dritten Platz gegen den Gastgeber Deutschland mit seinem Privatjet zum Rückspiel im heimischen Estadio Jalisco einfliegen ließ;[39] denn auch mit den Nationalspielern und trotz einer 1:0-Pausenführung sowie weiterer zwei hochklassiger Tormöglichkeiten in der ersten Halbzeit, wovon der erste Schuss an die Latte knallte und der zweite von einem brasilianischen Verteidiger abgewehrt wurde, reichte es am Ende nur zu einem 2:2, so dass die hohe Hinspielniederlage nicht mehr wettgemacht werden konnte. Dennoch dürfte Chivas an diesem Tag einen beachtlichen Rekord aufgestellt haben; denn weil mit Ausnahme von Omar Bravo, der beim Konföderationen-Pokal nicht zum Einsatz gekommen war, alle anderen Spieler auch in der Begegnung der mexikanischen Auswahl am Vortag in Leipzig gegen die deutsche Auswahl mitgewirkt hatten, bestritten die vier Chivas-Spieler Sánchez, Salcido, Morales und Medina zwei Partien innerhalb von zwei Tagen auf zwei Kontinenten.

Athletico Paranaense verlor die Finalspiele mit 1:1 und 0:4 gegen den FC São Paulo. Gegen diese Mannschaft konnte Chivas sich in den Vorrundengruppenspielen der Copa Libertadores 2006 zweimal mit 2:1 durchsetzen, scheiterte schließlich aber auch an diesem Gegner im Halbfinale desselben Turniers mit 0:1 und 0:3.

Vier Jahre später erreichte Guadalajara die Finalspiele um die Copa Libertadores 2010 und unterlag erneut gegen einen brasilianischen Gegner; diesmal dem SC Internacional mit 1:2 und 2:3.

Nachdem Chivas danach einige sportlich magere Jahre durchlebt hatte, setzte die Mannschaft zwischen 2015 und 2018 zu einem erneuten Höhenflug an. Es begann mit der Verpflichtung des Trainers José Manuel de la Torre, unter dem Chivas in der Apertura 2006 seinen bis dahin letzten Meistertitel gewonnen hatte. Unter dessen Leitung erreichte die Mannschaft in der Clausura 2015 zunächst im April 2015 das Finale um den mexikanischen Pokalwettbewerb, das gegen den Puebla FC verloren wurde, und im darauffolgenden Monat das Halbfinale um die mexikanische Fußballmeisterschaft, in dem die Mannschaft gegen den späteren Meister Santos Laguna scheiterte.[40]

Während die wieder erstarkte Mannschaft unter De la Torre noch titellos blieb, setzte unter dem im September 2015 verpflichteten argentinischen Trainer Matías Almeyda eine neue Erfolgswelle ein. Somit hielt Almeyda sein bei der Vertragsunterzeichnung gegebenes Versprechen, den „schlafenden Riesen zu neuem Leben zu erwecken“.[41]

Bereits am 4. November 2015 gewann die Mannschaft unter Almeyda zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte den mexikanischen Pokalwettbewerb durch einen 1:0-Finalsieg im Estadio León gegen den „Hausherren“ Club León. Dieser Erfolg wurde mit der folgenden Aufstellung errungen:

Rodolfo CotaCarlos Salcido, Oswaldo Alanís (er erzielte das Siegtor in der 71. Minute), Miguel Ponce, Miguel BasultoMarco Fabián (80. Israel Castro), Michael Pérez, Raúl LópezCarlos Fierro (64. Isaác Brizuela), Omar Bravo, Carlos Cisneros (71. Ángel Zaldívar); Trainer: Matías Almeyda.[42]

Auch in der Clausura 2017 erreichten die Chivasi das am 19. April 2017 ausgetragene Pokalfinale, das nach einer torlosen Begegnung mit 3:1 im Elfmeterschießen gegen Monarcas Morelia gewonnen wurde. Es war der erste große Titel des Vereins im seit 2010 genutzten Estadio Chivas. Dieser Erfolg wurde mit der folgenden Aufstellung errungen:

Miguel JiménezCarlos Salcido, Miguel Ponce, Hedgardo Marín, Néstor Calderón (63.), Eduardo LópezMichael Pérez, Jesús Sánchez, Orbelín PinedaAlan Pulido, Carlos Fierro, Ángel Zaldívar (39.), Rodolfo Pizarro; Trainer: Matías Almeyda.[43]

Keine sechs Wochen später gewann Chivas im eigenen Stadion auch den ersten Meistertitel nach mehr als zehnjähriger Erfolglosigkeit und holte somit in der Clausura 2017 zum zweiten Mal nach 1970 wieder das Double. Der 2:1-Sieg gegen die UANL Tigres wurde am 28. Mai 2017 von der folgenden Mannschaft errungen: Rodolfo CotaOswaldo Alanís, Carlos Salcido, Jair Pereira, Edwin HernándezNéstor Calderón (59. Carlos Fierro), José Juan Vázquez, Orbelín Pineda (90.+3 Ángel Zaldívar), Rodolfo PizarroJesús Sánchez, Alan Pulido. Die Treffer für Chivas erzielten Pulido und Vázquez.[44]

Als mexikanischer Meister spielte Chivas wieder in der CONCACAF Champions League, die 2018 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte gewonnen wurde. Die insgesamt vier Titelgewinne, die zwischen November 2015 und April 2018 in drei verschiedenen Wettbewerben erzielt wurden, fallen alle unter die Ära Almeyda, der im Juni 2018 seinen Ausstieg bei Chivas bekannt gab. Grund hierfür waren seinen Angaben zufolge Differenzen mit dem Management, das unter anderem eine „finanzielle Konsolidierung“ angekündigt hatte und gegen den Willen des Trainers Schlüsselspieler wie Torwart Rodolfo Cota, Verteidiger Oswaldo Alanís und Stürmer Rodolfo Pizarro an andere Vereine abgab.[45]

Keine 24 Stunden nach der Trennung von Almeyda wurde mit dem ehemaligen paraguayischen Stürmer José Saturnino Cardozo sein Nachfolger verpflichtet.[46] Unter ihm konnte die Mannschaft sich nicht für die Play-offs um die mexikanische Fußballmeisterschaft qualifizieren und belegte bei der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft des Jahres 2018 (für die man sich durch den Gewinn der CONCACAF Champions League qualifiziert hatte) mit dem sechsten Rang die schlechteste Platzierung, die dort bisher von einem mexikanischen Team belegt wurde.

Anfang 2019 wurde Cardozo durch den ehemaligen mexikanischen Nationalspieler Tomás Boy ersetzt, der die Mannschaft aber ebenfalls nicht aus ihrem Tief holen konnte und noch im selben Jahr Luis Fernando Tena weichen musste. Unter Tena befand die Mannschaft sich in der Clausura 2020 zwar wieder im Aufwind, doch verhinderte die auch in Mexiko grassierende COVID-19-Pandemie einen möglichen Einzug in die Play-offs durch den vorzeitigen Abbruch der Meisterschaft. Nachdem die Mannschaft jedoch mit nur einem Punkt aus drei Spielen und ohne einen einzigen Torerfolg in die darauffolgende Apertura 2020 gestartet war,[47] trennte der Verein sich von Tena[48] und verpflichtete wenige Tage später Víctor Manuel Vucetich, der die Mannschaft ab dem fünften Spieltag übernahm[49] und bis ins Halbfinale um die mexikanische Fußballmeisterschaft führte, wo sie gegen den späteren Meister Club León unterlag.

Weitere Erfolge stellten sich unter der Leitung von Vucetich nicht ein, der die sportlichen Mängel vor allem in der Personalpolitik des Vereins ausmachte. Öffentlich erklärte er, gegenüber den anderen Vereinen im Nachteil zu sein, weil er mit einer nur aus mexikanischen Spielern bestehenden Mannschaft antreten müsse. Eine Aussage, die ihn bei den Fans in erheblichen Misskredit brachte und die immer lauter seinen Rücktritt forderten. Schließlich zog Vucetich selbst die Reißleine und beendete im September 2021 auf eigenen Wunsch seine Trainertätigkeit bei Chivas.[50] Sein unmittelbarer Nachfolger wurde Marcelo Michel Leaño, der die Mannschaft bereits unmittelbar vor Vucetichs Verpflichtung für eine Begegnung als Interimstrainer betreut hatte, als diese am 12. August 2020 mit 2:0 beim FC Juárez gewonnen hatte. Doch bereits nach etwas mehr als einem halben Jahr wurde Leaño im April 2022 aufgrund negativer Ergebnisse wieder von seinen Aufgaben entbunden und durch Ricardo Cadena ersetzt, der zuvor das Farmteam Club Deportivo Tapatío betreut hatte.[51]

Elf Mexikaner müssen es sein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist nicht mehr zweifelsfrei ermittelbar, wann der unter maßgeblicher Gestaltung des Belgiers Edgar Everaert und der Mitwirkung einiger Franzosen gegründete Verein seine grundsätzliche Entscheidung gefällt hat, nur mexikanische Spieler unter Vertrag zu nehmen. Im Gegensatz zu einem dem Verein gewidmeten FIFA-Artikel, in dem eine solche Entscheidung bereits auf dessen Anfangszeit beziffert wird (demzufolge wurde im Jahr 1908 „beschlossen, dass die Mannschaft ausschließlich aus mexikanischen Spielern bestehen soll, weshalb einige französische Spieler, die damals im Verein waren, vor die Tür gesetzt wurden“),[52] scheint diese Spielerpolitik tatsächlich erst in den 1940er Jahren zum Tragen gekommen zu sein.

Für diese Annahme sprechen vor allem die folgenden drei Faktoren:

  • Spätestens mit Beginn des Profifußballs in der Saison 1943/44, als in Mexiko vergleichsweise hohe Spielergehälter gezahlt wurden, verpflichteten die meisten mexikanischen Vereine eine Vielzahl von Spielern aus Südamerika, was zu einer Überfremdung der Liga führte und den mexikanischen Verband schließlich dazu bewog, eine Ausländerklausel einzuführen, die die Vereine zum Teil durch Einbürgerungen wieder umgingen.[53] Um dieser bei vielen Fußballfans Unbehagen hervorrufenden Entwicklung gegenzusteuern, soll das Management des CD Guadalajara seine diesbezügliche Entscheidung getroffen haben. Dabei verzichtete man nicht nur auf die Verpflichtung echter ausländischer, sondern auch eingebürgerter Spieler.
  • Der anerkannte mexikanische Fußballhistoriker Carlos Calderón Cardoso führt weiter aus, dass die Arbeit des ungarischen Trainers Jorge Orth, der den Verein zwischen 1946 und 1949 trainierte, die Basis des später aufkommenden Nationalismus beim Club Deportivo Guadalajara bildete.[54]
  • Die beiden vorgenannten Ereignisse fanden beide in den 1940er Jahren statt. Ein weiterer Beleg dafür, dass die Personalpolitik, nur einheimische Spieler zu verpflichten, erst zu dieser Zeit entstand, ist die Information im Libro de Oro del Fútbol Mexicano,[55] wonach der ungarische Spieler Luis Grocz vermutlich in den 1930er Jahren beim Club Guadalajara unter Vertrag gestanden haben soll. Gemäß der Datenbank von Weltfussball.de war dies in der Saison 1938/39, was eindeutig neueren Datums ist als die Darlegung des Vereinshistorikers Joel González in seinem Buch Leyendas del Guadalajara, wonach der Franzose Enrique Pellat in der Saison 1926/27 der letzte ausländische Spieler des Vereins gewesen sei.[56]

Die gegenwärtig gültige Vereinssatzung sieht vor, dass nur in Mexiko geborene Spieler unter Vertrag genommen werden dürfen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass nach mexikanischem Recht auch im Ausland geborene Menschen als Mexikaner gelten, sofern sie zumindest einen Elternteil aus Mexiko haben. Dies machte in der Vergangenheit die Verpflichtung von einigen in den USA geborenen Spielern möglich. Nach dem Verständnis des ehemaligen Vereinspräsidenten Jorge Vergara sollte diese Ausnahmeregel jedoch nur für Spieler gelten, die auch für die mexikanische Nationalmannschaft spielberechtigt wären. Diese Auslegung ist jedoch nicht satzungskonform, so dass der Verpflichtung von Nationalspielern anderer Staaten nichts im Wege stand.[57] Als neueste Beispiele dieser unterschiedlichen Auslegung sind die 2022 von Chivas Femenil verpflichtete guatemaltekische Frauenfußballnationalspielerin Leslie Ramírez und der vom Hauptverein verpflichtete peruanische Fußballnationalspieler Santiago Ormeño zu nennen, die dennoch für einige Kontroversen innerhalb der Fanszene des Vereins gesorgt haben. Besonders bei den zahlreicheren Fans der Männermannschaft sorgte die Verpflichtung von Ormeño für Unmut und einige forderten sogar die sofortige Auflösung des Vertrags.[58]

Unterstützung erhielten die Kritiker auch vom bereits genannten Vereinshistoriker Joel González, der in der Verpflichtung von Ormeño einen Bruch mit der Vereinstradition sieht: „Legalmente Santiago Ormeño es mexicano, pero si nos vamos con lo importante, lo deportivo. Y lo que lo hace distinto es que representa a una selección peruana, y la FIFA … lo considera un jugador peruano...“ (deutsch „Rein rechtlich ist Santiago Ormeño Mexikaner, aber wir können nicht den wesentlichen sportlichen Aspekt unberücksichtigt lassen. Das Besondere an ihm ist, dass er für die peruanische Nationalmannschaft spielt, wodurch er im Sinne der FIFA … als peruanischer Spieler gilt ...“)[59]

Die Heimat des Vereins im Laufe der Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clubhäuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste Vereinsheim wurde in einem separaten Bereich des Wohnhauses von Nicolasa Sáinz – der Großmutter der beiden Orozco-Brüder (Gregorio und Rafael), die an der Gründung des Vereins mitgewirkt hatten – errichtet. Dieses befand sich unter Nummer 1325 der in der Colonia Americana gelegenen Avenida Vallarta.[60][61]

Nach dem Tod von Nicolasa Sáinz am 9. Juni 1920[62] musste der Verein sich eine neue Heimat suchen und fand sie schließlich 1923 an einer Ecke der in der Colonia Reforma gelegenen Straßen Unión und Bosque. Dieses Grundstück diente bis 1944, also beinahe zeitgleich mit der Einführung des Profifußballs 1943, als Vereinsheim.[63]

Anschließend bezog der Verein ein geräumiges Grundstück in der Colonia Providencia mit Eingang unter Nummer 2339 der Calle Colomos. Dort war der Verein mehr als 60 Jahre lang beheimatet, bis er das Grundstück Anfang 2007 verließ[64] und sich auf einem Verde Valle (spanisch für Grünes Tal) genannten Grundstück in der Colonia Jocotán von Guadalajaras Nachbarstadt Zapopan unter Nummer 5840 der Calle Madero niederließ.[65]

Heimspielstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Estadio Akron, Heimat des Vereins seit 2010

Nach einer Reihe von wechselnden Spielstätten in den frühen Jahren bezog der Verein 1923 seine erste echte Heimspielstätte auf einem Grundstück in der südwestlich des Stadtzentrums gelegenen colonia Reforma. Der vereinseigene Sportpark (Parque Club Guadalajara) in unmittelbarer Nähe der Kreuzung der Avenida Unión mit der Avenida Bosque wurde bis zur Eröffnung des Parque Oblatos im Juli 1930 als regelmäßige Heimspielstätte genutzt.[66][67][68] In ihm fanden etwa dreitausend Besucher Platz.

Zwischen Juli 1930 und Januar 1960 diente der dem Stadtrivalen CD Oro gehörende Parque Oblatos als Heimspielstätte. Der für 15.000 Besucher konzipierte Sportpark befand sich in der colonia Oblatos im Osten von Guadalajara.[69]

Ab Januar 1960 war das von den „Clubes Unidos de Jalisco A.C.“ (bestehend aus den Clubs Atlas, Oro und Guadalajara) finanzierte Estadio Jalisco in der colonia Independencia im Norden der Stadt für ein halbes Jahrhundert Heimspielstätte.[19] Das für rund 56.700 Zuschauer erbaute Stadion musste Chivas sich – ebenso wie zuvor den Parque Oblatos – mit seinen bedeutendsten Stadtrivalen teilen.

Seit 30. Juli 2010 hat der Verein – erstmals nach achtzig Jahren (!) – endlich wieder sein „eigenes“ Stadion. Seither spielt Chivas in dem für 45.500 errichteten Estadio Akron, das sich – erstmals in der Geschichte der Heimspielstätten des Club Deportivo Guadalajara – nicht in Guadalajara selbst befindet, sondern in seiner nordwestlich gelegenen „Schwesterstadt“ Zapopan.

Fans[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fans von Chivas Guadalajara beim Gastspiel ihrer Mannschaft am 11. März 2007 gegen die UNAM-Pumas (0:0) im Oberrang des Olympiastadions von Mexiko-Stadt.
Überdimensionale „französische“ Flagge des CD Guadalajara.

Die meisten organisierten Chivas-Fans sind in der Legión 1908 zusammengeschlossen. Weitere bedeutende Fangruppen sind La Irreverente und La Resistencia.[70]

Anders als in den meisten europäischen Fußballnationen üblich, halten die Mexikaner mehrheitlich einem Verein die Treue, der seit seiner bis 1970 währenden großen Zeit nur noch vier Meistertitel (in einem Zeitraum von beinahe 50 Jahren) hinzugewinnen konnte.[52] Neben der allgemein noch immer nachklingenden Begeisterung über die Epoche des Campeonísimo, der erfolgreichsten Vereinsmannschaft in der Geschichte des mexikanischen Profifußballs, speist sich die Zuneigung zum beliebtesten Verein Mexikos auch aufgrund der Tatsache, dass Chivas als einziger Erstligaverein Mexikos nur einheimische Spieler unter Vertrag nimmt. Und nicht nur das. Chivas kaufte selten mexikanische Spieler von anderen großen Vereinen ein und importierte seine Spieler auch nicht gleichmäßig aus allen Teilen Mexikos. Der Schwerpunkt ihrer Personalpolitik liegt vor allem in der eigenen Region (im Westen Mexikos), und hierbei überwiegend im Bundesstaat Jalisco und traditionell sogar am meisten in der Ausschöpfung der eigenen Nachwuchskräfte.[71]

Prominente Fans[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einer der bekanntesten Fans des Vereins war der Ranchera-Sänger Vicente Fernández, der bei Auftritten gerne die Gelegenheit wahrnahm, seinem Verein zu huldigen: wenn er das der Stadt gewidmete Lied Guadalajara sang, ließ er sich nicht selten einen Poncho mit den Farben und dem Logo des Vereins umhängen und rief während des Liedes: „Arriba las chivas!“[72] (in etwa: „Auf geht’s, Chivas!“ oder „Hoch lebe Chivas!“).

Weitere bekannte Fans des Vereins sind unter anderem:[73]

Wie sich die Ziege als Spitzname etablierte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Oktober 1948 absolvierte der CD Guadalajara ein Punktspiel gegen den CD Tampico.[75] Die Zuschauer sahen eine schwache Vorstellung beider Teams und begannen ihrem Unmut Luft zu machen. Die Tageszeitung El Informador kommentierte den Sieg der Heimmannschaft mit den Worten: „Sie liefen wie die Ziegen und gewannen 1:0“.[76]

Der abwertend gemeinte Begriff wurde schnell von den Fans des Stadtrivalen Atlas übernommen, um den CD Guadalajara zu verunglimpfen. Beim nächsten Heimspiel am 24. Oktober 1948[77] folgte der Gegenschlag. Im Vorfeld des Superclásico gegen América hatten die Verantwortlichen es sich zum Ziel gemacht, den Schlachtruf „Chivas! Chivas!“ von seinen negativen Attributen zu befreien und ihn in sein Gegenteil umzuwandeln. Zu diesem Zweck erwarben sie eine Ziege, zogen ihr ein rot-weißes Trikot an und führten sie nur wenige Minuten vor Spielbeginn aufs Spielfeld, wo sie den Fans präsentiert wurde. Durch diese Aktion hatte die Ziege sich als Maskottchen der Mannschaft durchgesetzt und eine neue Identifikation der Fans war geboren.[76] Seither wurde der Spitzname „Chivas“ (Ziegen) zu einer regulären Bezeichnung für den Verein. Von ihm abgeleitet entstanden schließlich weitere Identifikationsmerkmale für den Verein, wie die Bezeichnung „el rebaño sagrado“ (die heilige Herde) oder – in Anspielung auf das traditionell rot-weiß gestreifte Trikot – „Chivas rayadas“ (gestreifte Ziegen).

Historische Eintrittskarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Bilder zeigen historische Eintrittskarten aus verschiedenen Spielzeiten der Primera división:

Rivalitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die regionale Rivalität zwischen Chivas Guadalajara und dem Club Atlas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ticket eines clásico tapatío mit dem Estadio Jalisco im Hintergrund

1916 kamen im Hause der Familie Orendáin, das sich in dem südöstlich von Guadalajara gelegenen Vorort San Pedro Tlaquepaque befand, einige Jugendliche zusammen, die kürzlich vom Studium in England zurückgekehrt waren, wo sie mit dem Fußball in Berührung gekommen waren. Dieses Treffen gilt als die Geburtsstunde von Atlas Guadalajara.

In der Vereinschronik zum hundertjährigen Bestehen des Club Deportivo Guadalajara wird die ewige Rivalität der beiden Vereine wie folgt geschildert: Zwei gegenüber liegende Pole – auf der einen Seite Guadalajara, das die Arbeiterklasse hinter sich versammelte; auf der anderen Seite Atlas, das sich im Bunde mit einer Aristokratie befand, die sich weigerte, ihre Privilegien aufzugeben.[78]

In einem regionalen Turnier des Jahres 1916 standen sich der Club Guadalajara und der Club Atlas zum ersten Mal gegenüber. Bereits ihre erste Begegnung verriet gemäß der oben erwähnten Vereinschronik den unterschiedlichen Grundcharakter der beiden Teams und die gesellschaftliche Begünstigung, die Atlas in jenen Tagen erhalten habe. Auch der Schiedsrichter des ersten Derbys, Justo Garcia Godoy, sei hiervon nicht ausgenommen gewesen und habe nicht den geringsten Zweifel daran aufkommen lassen, Atlas zugeneigt gewesen zu sein. Dieses erste Derby entschied Atlas mit 2:1 zu seinen Gunsten. Aufgrund der für skandalös erachteten Schiedsrichterleistungen weigerte sich Chivas, am Turnier der Spielzeit 1917/18 teilzunehmen.[79] Der Grundstein für eine erbitterte und noch heute bestehende Rivalität war gelegt. Zumal Atlas dem Club Deportivo seine bisherige Vormachtstellung streitig machte und zwischen 1918 und 1921 viermal in Folge zu Meisterehren kam.

Eines der denkwürdigsten Derbys zwischen Atlas und Deportivo fand am 29. Januar 1922 im Parque El Paradero, der seinerzeitigen Heimspielstätte von Atlas, statt. Während des Spiels war es zu Tumulten zwischen den beiden Anhängerschaften gekommen, die beinahe zu einem Spielabbruch geführt hätten.[80]

In den 1920er und 1930er Jahren fiel Atlas ein wenig zurück und drohte den Anschluss zu verlieren, während der Club Nacional zum neuen Hauptrivalen von Chivas in der Stadt Guadalajara erwuchs (vgl. Liga Amateur de Jalisco). Doch Atlas erholte sich gerade noch rechtzeitig genug, um zusammen mit Chivas als eines von zwei Gründungsmitgliedern aus der Stadt Guadalajara in die 1943 neu eingeführte Profiliga aufgenommen zu werden. Atlas gewann 1951 sogar als erster Verein der Stadt die mexikanische Fußballmeisterschaft und war bis 2017 auch häufiger Pokalsieger als Chivas (aktuell haben beide vier Erfolge in der Copa México zu verzeichnen), blieb ansonsten aber weit hinter seinem Nachbarn zurück: den 3 Meistertiteln des Club Atlas stehen 12 von Chivas gegenüber, die zudem auch zweimal die CONCACAF Champions League bzw. deren Vorgängerwettbewerb gewinnen konnten, was Atlas bisher noch nicht gelang.

Aufgrund der mangelnden Erfolge des Club Atlas und der in der Profiliga bald das ganze Land polarisierenden Duelle zwischen Guadalajara und dem Hauptstadtclub América war für Chivas bald ein neuer Erzrivale gefunden. Gilt Atlas weiterhin als ungeliebter Stadtrivale, dem insbesondere die Abneigung der in Jalisco lebenden Anhänger Guadalajaras gilt, so gilt América als Feindbild aller Chivas-Fans überall in Mexiko (und in den USA).

Die überregionale Rivalität zwischen Chivas Guadalajara und dem Club América[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Coca-Cola Fan-Flasche für Chivas Guadalajara. Die Ziege steht triumphierend auf den Rücken der Maskottchen von Cruz Azul (Hase, links) und América (Adler), zwei der ungeliebten Rivalen von Chivas.

Die Abneigung zwischen den beiden populärsten Vereinen von Mexiko erklärt sich nicht nur aus jenem Aspekt, der die Rivalität zwischen vergleichbaren Vereinen in anderen Ländern prägt: nämlich dem Duell der größten (und von der Politik stets bevorzugten) Stadt des Landes gegen die (in vielen Dingen politisch benachteiligte oder sich zumindest benachteiligt fühlende) zweitgrößte Stadt. Als Beispiel solcher Rivalitäten seien die Duelle zwischen Ajax Amsterdam und Feyenoord Rotterdam sowie zwischen Paris Saint-Germain und Olympique Marseille genannt. Im Gegensatz zu diesen Auseinandersetzungen, in deren Umfeld es beinahe regelmäßig zu Gewaltexzessen der verfeindeten Lager kommt, gilt die Begegnung zwischen América und Chivas jedoch als weitgehend friedlich. Interessant ist außerdem die Tatsache, dass die Fanlager nicht streng geografisch auszumachen sind. So sieht man an gewöhnlichen Tagen in Mexiko-Stadt viele Menschen, die ein Chivas-Trikot tragen, und in Guadalajara bekennen sich viele Menschen zum Club América.

Darüber hinaus gilt der größte Fußballklassiker Mexikos traditionell als ein Kampf der Kulturen, als eine Auseinandersetzung zwischen zwei Weltanschauungen: Hier trafen vor allem in den 1960er Jahren „die besten Mexikaner“ (Chivas) auf „die besten Ausländer“ (América). Mit einem Rückblick auf seine Trainerzeit bei América (von 1958 bis 1961) beklagte Fernando Marcos später einmal das Imageproblem seines Exvereins: „Sie (Chivas, Anm. d. Verf.) galten als die netten Jungs von nebenan, unsere dagegen als die reichen Säcke, die mit Ausländern antraten.“[81] Denn während der Club América seit Einführung des Profifußballs in Mexiko stets viele Fußball-Legionäre unter Vertrag genommen hat, setzt Chivas Guadalajara traditionell ausschließlich auf einheimische Spieler.[82][83][84] Eine Tatsache, die dem Verein aus Guadalajara auch die höchste Popularität in Mexiko beschert. Der unterschiedlichen Einkaufspolitik liegt ein historisch unterschiedliches Milieu zugrunde. América gilt seit jeher als Verein der Mittelschicht und wird bereits seit Jahrzehnten sogar als Club der Oberschicht angesehen, dem die Gelder dank der großzügigen finanziellen Unterstützung durch den Mediengiganten Televisa nur so zufliegen. Dagegen hatte der Club Deportivo Guadalajara häufig finanzielle Engpässe zu überwinden und gilt seit Anbeginn als traditioneller Arbeiterverein.

Die erbitterte Rivalität der beiden Vereine entstand schon früh nach Einführung des Profifußballs in der Saison 1943/44 und zieht sich seither wie ein roter Faden durch die Geschichte des mexikanischen Fußballs.

Zu einem ersten Vergleich der beiden Mannschaften war es bereits im Oktober 1926 gekommen, als der Club América – als frischgebackener Meister der Hauptstadtliga – eine Einladung annahm, um innerhalb von nur drei Tagen drei Spiele „in Freundschaft“ gegen Guadalajara zu bestreiten. Ging es in den ersten beiden Partien noch manierlich zu, so entglitt das dritte Spiel vollends. In der 65. Minute gab es einen Elfmeter für Guadalajara, den die Spieler von América für unberechtigt hielten und aus Protest das Spielfeld verließen. Zwar konnten sie schließlich unter Androhung einer empfindlichen Strafe dazu bewegt werden, auf das Spielfeld zurückzukommen, griffen aber fortan zu äußerst unfairen Mitteln. Der Grundstein für die kommende Rivalität war gelegt.[85]

1944 kam es dann zu den ersten Auseinandersetzungen der beiden Teams unter Wettbewerbsbedingungen. Das erste Duell wurde am 16. Januar 1944 in Guadalajara ausgetragen. Im Stadion herrschte eine knisternde Atmosphäre; das Publikum beschimpfte fortwährend die Gästemannschaft, während das Spiel, das Guadalajara mit 3:1 zu seinen Gunsten entschied, mit zunehmender Spieldauer immer ruppiger wurde. Schon damals war der Superklassiker des mexikanischen Fußballs von einem Klassengegensatz geprägt, der bis heute nichts von seiner ursprünglichen Intensität verloren hat: „Sie“, erinnert sich der Chivas-Akteur José el Pelón Gutiérrez, „waren die Reichen und Hochnäsigen. Sie wurden »die Argentinier« genannt. Und wir waren arm und Mexikaner. Aus einem Spiel der Ehre machten sie eine Prügelorgie. Als das Spiel beendet war, trugen die Zuschauer uns auf ihren Schultern. Doch »die Argentinier« schworen Rache.“[86]

Diese fand statt am 20. Februar 1944 im Parque Asturias in Mexiko-Stadt. In der 30. Minute drohte das von Anfang an feindselige Spiel vollends zu eskalieren. Denn es kam zu einer Massenschlägerei, in die alle 22 Akteure verwickelt waren und die sich über einen Zeitraum von 20 Minuten erstreckte. Zwischenzeitlich waren außerdem viele Zuschauer auf das Spielfeld gestürmt, was die Situation noch unübersichtlicher machte. Nachdem die anfangs tatenlos zusehende Polizei die Situation endlich in den Griff bekommen hatte, waren mehrere verletzte Spieler zu beklagen.[86] Am Ende hatte América das Spiel mit 7:2 zu seinen Gunsten entschieden. Es war der höchste Sieg der Americanistas in der Geschichte des Superklassikers. Der höchste Sieg von Guadalajara war ein 7:0 in der Saison 1956/57, als auch erstmals die mexikanische Fußballmeisterschaft gewonnen wurde.[70][87]

Die Europatournee von 1964[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als erste mexikanische Vereinsmannschaft unternahm Chivas Guadalajara 1964 eine fast fünfwöchige Reise nach Europa, wo zehn Spiele in fünf Ländern absolviert wurden: vier in Spanien, drei in Frankreich sowie je eins in Belgien, Deutschland und der früheren Tschechoslowakei. Die Reisegruppe bestand neben insgesamt 20 Spielern aus Trainer Javier de la Torre, dem Mannschaftsarzt und dem Masseur sowie fünf Vereinsoffiziellen und drei Journalisten. Von den 20 an der Reise teilnehmenden Spielern waren 15 bei Chivas unter Vertrag und 5 reisten als Gastspieler anderer Vereine mit. Die Gastspieler waren Raúl Chávez vom CF Monterrey, Antonio Munguía und Guillermo „Chato“ Ortiz vom Club Necaxa sowie Jesús del Muro und Gustavo Peña von den Stadtrivalen Atlas bzw. Oro.

Diese Gruppe landete in den frühen Morgenstunden des 29. April 1964 in Barcelona, wo sie bereits einen Tag später ihr erstes Spiel absolvieren sollte. Gegner war der große FC Barcelona, der die Saison soeben als Vizemeister hinter Real Madrid beendet hatte. Von den 15 Heimspielen der vergangenen Saison hatten die Katalanen 13 gewonnen und nur ein einziges (1:2 gegen Real Madrid) verloren. Die Mannschaft aus Guadalajara hinterließ hier nicht nur wegen ihres Spielwitzes einen hervorragenden Eindruck, sondern auch deshalb, weil sie sich nie aufgab und einen 0:2-Rückstand noch in ein 2:2-Remis umzuwandeln verstand. Den wohl besten Eindruck hatte ihr Torhüter Ignacio „Nacho“ Calderón hinterlassen. Anfangs noch unsicher und nervös agierend, entwickelte er sich im Laufe der Partie zu einem wertvollen Rückhalt seiner Mannschaft, an dem die Katalanen schier verzweifelten.

Nach einer zehnstündigen Zugreise bestritt das Chivas-Team am 3. Mai sein zweites Spiel gegen Sporting Gijón; einen Zweitligisten, der den Aufstieg ins Fußballoberhaus nur knapp verpasst hatte. Die vom Jetlag und ihren Reisestrapazen geplagte Elf aus Mexiko präsentierte sich in erstaunlich guter Verfassung, so dass das 1:1 als schmeichelhaft für die Mannschaft aus Gijón angesehen werden konnte, wie auch ihr Trainer José Molinuevo unumwunden zugab: „Die mexikanische Mannschaft ist der unseren überlegen, ihre Spieler haben die bessere Technik.“

Noch am Abend nach dem Spiel ging es mit dem Zug über Madrid nach Sevilla. Der nächste Gegner FC Sevilla hatte die spanische Liga zwar „nur“ auf dem neunten Platz beendet, war aber außerordentlich heimstark. So war hier zum Beispiel der FC Barcelona nicht über ein 1:1 hinaus gekommen und Meister Real Madrid hatte sogar eine 0:1-Niederlage bezogen. Auch gegen die Chivistas sahen die Sevillistas zunächst wie der sichere Sieger aus. Doch nachdem Salvador „Chava“ Reyes in der 48. Minute der 2:2-Ausgleich gelungen war, wurde aus dem Freundschaftsspiel eine ruppige Auseinandersetzung, in der der FC Sevilla mit allen Mitteln – auch unfairen – agierte und sich in einem überhart geführten Kampf schließlich mit 3:2 durchzusetzen verstand.

In den frühen Morgenstunden des folgenden Tages ging es mit dem Flugzeug nach Brüssel und anschließend mit dem Zug nach Lille. Gegner war diesmal der OSC Lille, dem als Zweitligameister soeben der Aufstieg in die höchste Spielklasse Frankreichs gelungen war. Obwohl die Mannschaft aus Lille mit großem Eifer agierte und Chivas mit den fünf mitgereisten Gastspielern antrat und somit eine nicht wirklich eingespielte Mannschaft präsentierte – weil einige Stammspieler die „Schlacht von Sevilla“ nicht schadlos überstanden hatten –, konnte der mexikanische Meister sich mit 1:0 durchsetzen. Für das goldene Tor in der 19. Minute sorgten zwei Gastspieler: Raúl „El Diablo“ Chávez erzielte es nach Vorlage von Guillermo „Chato“ Ortiz.

Rasch ging es zurück nach Belgien, wo mit dem Traditionsverein Standard Lüttich bereits der nächste Gegner wartete. Auch hier setzten sich die Mexikaner (durch ein Tor von Salvador Reyes auf Vorlage von Sabás Ponce) mit 1:0 durch, womit die Männer aus der belgischen Stahlhochburg Lüttich, die die letzte Meisterschaftsrunde auf dem dritten Platz beendet hatten, noch gut bedient waren. Denn Chivas hatte das Spiel über weite Strecken dominiert, war aber wiederholt am glänzend aufgelegten Torhüter Jean Nicolay gescheitert. Doch damit hatte das Team aus Jalisco bereits seinen Zenit erreicht. Denn von nun an machten sich die Reisestrapazen zunehmend bemerkbarer. Die Folgen waren ein Mangel an Konzentration und Treffsicherheit in der zweiten Hälfte der Tournee.

Das einzige Spiel von Chivas in Deutschland fand am 15. Mai in Bremen statt. Hier unterlag man Werder Bremen mit 1:2 (0:2). Die Grün-Weißen aus Bremen hatten die gerade zu Ende gegangene erste Bundesliga-Saison 1963/64 auf dem 10. Platz beendet, sollten aber im folgenden Jahr zum ersten Mal deutscher Meister werden. Neben der allgemeinen Erschöpfung lagen die Hauptgründe für diese Niederlage der Chivistas gemäß ihrer Vereinschronik an den „niedrigen Temperaturen, einem zu langen Rasen im Weserstadion und der körperlichen Stärke der Deutschen.“

Weil das Spiel in Bremen mit erheblicher Verzögerung begonnen hatte – das Schiedsrichtergespann war nicht erschienen und musste kurzfristig ersetzt werden –, verpasste die Chivas-Delegation ihren Zug und konnte daher erst am folgenden Tag nach Wien reisen, von wo aus man nach Bratislava gelang. Körperliche Erschöpfung führte zu einem relativ schwachen Auftritt der Mexikaner – die sich jedoch nie hängen ließen und stets ihr Bestes gaben, wie die mexikanische Presse lobend hervorhob – und einer vermeidbaren 0:1-Niederlage gegen den ŠK Slovan Bratislava, Vizemeister der tschechoslowakischen Liga.

Wenige Tage später gastierte Chivas wieder in Frankreich: zunächst gegen Angers (2:2), die in der französischen Meisterschaft den zehnten Rang belegt hatten, und anschließend gegen Rouen (1:1), die zwar nur den 14. Platz eingenommen, aber in 17 Heimspielen nur dreimal verloren hatten.

Sein letztes Spiel bestritt Chivas gegen den CD Mestalla aus Valencia, der zu jener in der Segunda División spielte und die vergangene Spielzeit auf dem vierten Rang abgeschlossen hatte. Hier verabschiedeten die Mexikaner sich mit der schlechtesten Leistung während ihrer Europatournee, die eine peinliche 1:2-Niederlage zur Folge hatte: das wohl zwangsläufige Resultat einer anstrengenden Reise mit zehn Spielen innerhalb von 28 Tagen.

Am Sonntag, dem 31. Mai 1964, flog die Delegation zurück nach Mexiko, wo sie bei ihrer Ankunft in Mexiko-Stadt von Tausenden Fans und Bewunderern begeistert in Empfang genommen wurde. Neben zahlreichen in der mexikanischen Hauptstadt lebenden Chivas-Fans waren auch viele Anhänger der alten Traditionsvereine CF Atlante und Club Necaxa anwesend.[88]

Alle Ergebnisse der Tournee aus Sicht von Chivas im Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Gegner Ergebnis
30.04.1964 FC Barcelona 2:2
03.05.1964 Sporting Gijón 1:1
06.05.1964 FC Sevilla 2:3
09.05.1964 OSC Lille 1:0
12.05.1964 Standard Lüttich 1:0
15.05.1964 Werder Bremen 1:2
18.05.1964 Slovan Bratislava 0:1
20.05.1964 Angers 2:2
23.05.1964 Rouen 1:1
27.05.1964 CD Mestalla 1:2

Weitere Ausflüge nach Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1994 und 2009 unternahm Chivas zwei weitere Reisen nach Europa, bei denen 5 bzw. 3 Spiele absolviert wurden.[89]

Alle (bisher bekannten) Ergebnisse von Chivas gegen europäische Vereinsmannschaften sind nachzulesen unter: Deportivo Guadalajara/Statistik#Spiele gegen europäische Vereinsmannschaften

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Spieler aus der Epoche des „Campeonísimo“ wurden mindestens fünfmal Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autogramme von Sabás Ponce (links) und José Villegas, den Spielern mit den meisten Meistertiteln in der Primera División.
Spieler Position Anzahl der Titel
Sabás Ponce 1 Mittelfeld 8 (1957–1970)
José Villegas 1 Verteidigung 8 (1957–1970)
Isidoro Díaz Mittelfeld 7 (1957–1965)
Juan Jasso Verteidigung 7 (1957–1965)
Salvador Reyes Angriff 7 (1957–1965)
Raúl Arellano Angriff 6 (1957–1964)
Jaime Gómez 2 Tor 6 (1957–1964)
Héctor Hernández Angriff 6 (1959–1965)
Guillermo Sepúlveda Verteidigung 6 (1957, 60–62, 64–65)
Arturo Chaires Verteidigung 5 (1961–1970)
Francisco Flores Mittelfeld 5 (1957–1962)
Crescencio Gutiérrez Angriff 5 (1957–1962)
Francisco Jara Angriff 5 (1961–1970)
Javier Valdivia Angriff 5 (1961–1970)

1Sabás Ponce und José Villegas sind die beiden einzigen Spieler, die achtmal Meister wurden. Sie waren nicht nur bei allen 7 Titelgewinnen im Zeitraum von 1957 bis 1965 dabei, sondern auch noch beim Gewinn der achten Meisterschaft im Jahre 1970.

2 Von den hier vorgestellten 14 Spielern wurden 11 in Guadalajara geboren und 2 weitere (José Villegas und Isidoro Diaz) im Bundesstaat Jalisco, dessen Hauptstadt Guadalajara ist. Somit galt Torhüter Jaime Goméz als der einzige „Fremde“ in dieser Mannschaft, denn er wurde in der Stadt Manzanillo im Bundesstaat Colima geboren.

Die erfolgreichsten Torschützen des Vereins in der Primera División[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autogramm von Salvador „Chava“ Reyes, dem lange Zeit erfolgreichsten Torjäger der Chivasi in der Primera División.
Spieler Zeitraum Tore1
Omar Bravo 2001–2008 / 2009–2010 / 2014–2016 132
Salvador Reyes 1953–1966 122
Eduardo de la Torre 1983–1991 090
Benjamín Galindo 1986–1994 / 2000–2001 078
Maximiano Prieto 1943–1950 072
Crescencio Gutiérrez 1953–1962 072
Javier de la Torre 1943–1953 070
Javier Valdivia 1962–1970 069
Francisco Jara 1964–1970 068
Ramón Morales 1999–2009 065
Isidoro Díaz 1959–1966 058
Jaime Pajarito 1980–1985 056
Víctor Rangel 1976–1982 053
Tomás Balcázar 1945–1955 051
Ignacio Vázquez 1991–1999 / 2002–2003 050
Alberto Medina 2001–2011 050

1 Gesamtzahl der Tore in der Primera División (Punktspielrunde einschließlich Ligillas)[90]

Weitere herausragende Spieler, die bei Chivas unter Vertrag standen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chicharito ist der international bekannteste Spieler aus dem Talentschuppen des Vereins

Die „beste Elf aller Zeiten“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mexikanische Sportzeitung Récord hat folgendes „Dreamteam“ des Club Deportivo Guadalajara mit den wichtigsten Spielern in der Vereinsgeschichte von Chivas ermittelt (die Jahreszahlen in Klammern beschreiben die Vereinszugehörigkeit):[91]

Jaime Gómez (1949–1964) – Claudio Suárez (1996–2000), Guillermo Sepúlveda (1952–1966), Fernando Quirarte (1976–1989), José Villegas (1952–1972) – Benjamín Galindo (1986–1994 sowie 2000/01), Ramón Ramírez (1994–1998 sowie 2002–2004), Ramón Morales (1999–2009) – Salvador Reyes (1953–1967), Chicharito (2006–2010), Omar Bravo (2001–2008 sowie 2009/10).

Die Kader der Meistermannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die an der Vereinsgründung beteiligten Brüder Orozco waren auch die ersten beiden Präsidenten.

Quelle: rsssf.com[90]

Chivas-Spieler in Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Maza“ Rodríguez war der erste Spieler von Chivas in der Fußball-Bundesliga.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Fußball-Bundesliga standen sich am 17. September 2016 in der Frankfurter Commerzbank-Arena zwei ehemalige Spieler von Chivas gegenüber und erzielten zudem jeder ein Tor: Chicharito (links unten) für Bayer 04 Leverkusen den Ausgleich zum 1:1 und der „Spieler des Spiels“ Marco Fabián[92] (rechts oben) den Siegtreffer zum 2:1 für Eintracht Frankfurt.[93]

Bisher waren folgende Chivas-Spieler in Europa vertreten:

Spieler Land Verein Spielzeiten
Eduardo de la Torre Spanien Spanien Deportivo Xerez 1988
José Manuel de la Torre Spanien Spanien Real Oviedo 1988–1989
Manuel Vidrio Spanien Spanien CA Osasuna 2002
Carlos Salcido Niederlande Niederlande
England England
PSV Eindhoven
FC Fulham
2006–2010
2010–2011
Carlos Vela Spanien Spanien
Spanien Spanien
England England
UD Salamanca
CA Osasuna
FC Arsenal
2006–2007
2007–2008
2008–2011
Francisco „Maza“ Rodríguez Niederlande Niederlande
Deutschland Deutschland
PSV Eindhoven
VfB Stuttgart
2008–2011
2011–2012
Omar Bravo Spanien Spanien Deportivo La Coruña 2008–2009
Carlos Plascencia 1 Spanien Spanien Atlético Madrid 2008–2010
Chicharito England England
Spanien Spanien
Deutschland Deutschland
England England
Spanien Spanien
Manchester United
Real Madrid
Bayer 04 Leverkusen
West Ham United
FC Sevilla
2010–2014
2014–2015
2015–2017
2017–2019
2019–2020
Raúl Gudiño Portugal Portugal
Portugal Portugal
Zypern Republik Zypern
FC Porto 2
União Madeira
APOEL Nikosia
2014–2017
2016
2017–2018
Marco Fabián Deutschland Deutschland Eintracht Frankfurt 2016–2019
Carlos Salcedo Italien Italien
Deutschland Deutschland
AC Florenz
Eintracht Frankfurt
2016–2017
2017–2019
Oswaldo Alanís Spanien Spanien
Spanien Spanien
FC Getafe
Real Oviedo
2018
2018–2019
Jorge Enríquez Zypern Republik Zypern Omonia Nikosia 2018
José de Jesús González Spanien Spanien CD Tudelano 2018–2019
Marco Granados Griechenland Griechenland FC Aiginiakos 2019
Edson Torres Spanien Spanien CD Tudelano 2019
Luis Olivas Spanien Spanien CD Tudelano 2019–2020
Pável Pérez Spanien Spanien CD Toledo 2019–2020

1 Carlos Isaac Plascencia Zavala (* 30. Mai 1994) wurde in der Nachwuchsabteilung von Chivas ausgebildet und ging im Sommer 2008 als Vierzehnjähriger zu Atlético Madrid.[94] Im Sommer 2010 kehrte er nach Mexiko zurück und wurde zunächst im Nachwuchsteam von Atlas Guadalajara aufgenommen. Drei Jahre später wechselte er zum Drittligisten Pioneros de Cancún, bei dem er in der Saison 2013/14 unter Vertrag stand.[95]

2 Einsätze nur in der B-Mannschaft

Wenn auch einige bei Chivas ausgebildete Spieler ihr Geld vorübergehend im fernen Ausland verdienen bzw. verdient haben, so ist ihnen der Verein nicht selten eine Herzensangelegenheit geblieben. So hat der bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag stehende Marco Fabián seinen Lieblingsverein Chivas trotz der großen Entfernung nie aus den Augen verloren[96] und Chicharito zog folgenden Vergleich zwischen Chivas und seinen anderen Vereinen: „I always want my old clubs to do well. But I have only one love in my life in football – my home club – Chivas, in Guadalajara. The other clubs are my girlfriends.“ (dt. „Ich will immer, dass meine früheren Vereinen gut abschneiden. Aber ich habe nur eine Liebe in meinem Fußballleben – meinen Heimatverein – Chivas, in Guadalajara. Die anderen Vereine sind meine Freundinnen.“)[97]

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 29. Juli 2022[98]

Nr. Position Name
23 Mexiko TW Miguel Jiménez
27 Mexiko TW Raúl Rangel
2 Mexiko AB Alan Mozo
3 Mexiko AB Gilberto Sepúlveda
4 Mexiko AB Antonio Briseño
13 Mexiko AB Jesús Orozco
15 Mexiko AB Luis Olivas
16 Mexiko AB Miguel Ponce
17 Mexiko AB Jesús Sánchez
21 Mexiko AB Hiram Mier
26 Mexiko AB Cristian Calderón
5 Mexiko MF Jesús Molina
6 Mexiko MF Pável Pérez
11 Mexiko MF Isaác Brizuela
19 Mexiko MF Jesús Angulo
Nr. Position Name
20 Mexiko MF Fernando Beltrán
24 Mexiko MF Carlos Cisneros
28 Mexiko MF Rubén González
29 Mexiko MF Eduardo Torres
30 Mexiko MF Sergio Flores (C)ein weißes C in blauem Kreis
49 Mexiko MF Gilberto García
65 Mexiko MF Sebastián Pérez
7 Mexiko ST José Juan Macías
9 Mexiko ST Ángel Zaldívar
10 Mexiko ST Alexis Vega
14 Mexiko ST Santiago Ormeño
25 Mexiko ST Roberto Alvarado
31 Mexiko ST Paolo Yrizar
46 Mexiko ST Sebastián Martínez
62 Mexiko ST José González

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationale Turniere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Internationale Turniere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andere Turniere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reservemannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Meister der Filialteams der Segunda División: Apertura 2003, Apertura 2004, Clausura 2005 und Clausura 2008 (CD Guadalajara “B”) sowie Apertura 2006 (Chivas San Rafael)
  • Meister der Liga Premier de Ascenso: Torneo Revolución 2011 (Clausura 2011, Chivas Rayadas)
  • Meister der Filialteams der Tercera División: 1993/94 (CD Guadalajara “B”) sowie Clausura 2005, Apertura 2005, 2009/10 und 2011/12 (CD Guadalajara “C”)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Corazón Chiva: Cien años. Planeta, Guadalajara 2006, ISBN 970-37-0385-2.
  • Carlos Calderón Cardoso: Por amor a la camiseta. 2. Auflage. Editorial Clío, Mexiko-Stadt 1998, ISBN 970-663-023-6.
  • Greco Sotelo: El oficio de las canchas. 2. Auflage. Editorial Clío, Mexiko-Stadt 1998, ISBN 970-663-024-4.
  • Juan Cid y Mulet: Libro de Oro del Fútbol Mexicano. Band 2, B. Costa-Amic, Mexiko-Stadt 1961.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mercado.com: Mitglieder
  2. Historia Rojiblanca Interactiva (spanisch; abgerufen am 13. November 2021)
  3. Das hier abgebildete Logo wird gezeigt im Zusammenhang mit der ersten Satzung des damaligen Guadalajara Foot-Ball Club auf der DVD Las Chivas del Guadalajara (produziert von Xenon Pictures, Inc., Santa Monica, CA, USA, unter der Lizenz von Televisa S.A. de C.V., Mexiko-Stadt, Mexiko, im Jahr 2004). Aufgrund der rot-weißen Streifen und der (damals noch eckigen) blauen Umrandung weist es bereits eine Ähnlichkeit zu dem 1923/24 entworfenen und noch heute gültigen Vereinslogo auf.
  4. a b c Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 13.
  5. Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 13f.
  6. Gemäß Angabe der o. g. DVD Las Chivas del Guadalajara erfolgte die Umbenennung am 26. Februar 1908.
  7. Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 14.
  8. Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 16.
  9. Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 15.
  10. Die mexikanische Saison 1942/43 bei RSSSF
  11. Jesús Alejandro Martínez: El primer portero (spanisch; Artikel vom 8. Januar 2019)
  12. 70 años de profesionalismo (Mannschaftsaufstellungen des ersten Spieltags der LIGA MAYOR 1943/44)
  13. 7 Finales de Copa México del Club Chivas 1947–1969 (Mannschaftsaufstellungen von Chivas in den mexikanischen Pokalfinals, 1947 bis 1969)
  14. In dem oben genannten Weblink (Finales de Copa México del Club Chivas 1947–1969) werden beim Finale 1955 nur zehn Chivas-Spieler aufgeführt. Der elfte Spieler (Rafael „Zurdo“ Rivera) wurde dem Weblink Realidad Americanista: Campeón de Copa 54-55 vs Guadalajara entnommen.
  15. Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 79ff.
  16. Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 81.
  17. Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 83.
  18. Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 84.
  19. a b Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 90.
  20. Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 90ff.
  21. Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 94f.
  22. Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 97.
  23. Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 98.
  24. a b Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 99.
  25. Taringa: las chivas rayadas del guadalajara (spanisch; abgerufen am 18. Oktober 2012)
  26. Die mexikanische Liga bei RSSSF
  27. Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 134ff.
  28. Die mexikanische Saison 1982/83 bei RSSSF
  29. Die mexikanische Saison 1983/84 bei RSSSF
  30. Die mexikanische Saison 1986/87 bei RSSSF
  31. Die mexikanische Saison 1996/97 bei RSSSF
  32. Die mexikanische Saison 1998/99 bei RSSSF
  33. Die mexikanische Saison 1999/00 bei RSSSF
  34. Die mexikanische Saison 2000/01 bei RSSSF
  35. Die mexikanische Saison 2003/04 bei RSSSF
  36. Die mexikanische Saison 2006/07 bei RSSSF
  37. Am 30. Mai 2005 veröffentlichte die FIFA auf ihrer Website (www.fifa.com) einen Artikel, in dem Guadalajaras Clubpräsident Jorge Vergara sich über die Personalpolitik seines Gegners Pachuca auslässt, der mit acht ausländischen Spielern angetreten ist. Dort heißt es unter anderem: „Diese Mannschaft ist eher eine Vertretung der Vereinten Nationen als ein mexikanisches Team. Das ist traurig. Es ist schade, dass die Klubverantwortlichen kein Vertrauen in die einheimischen Spieler haben. Die müssen gegen Mexikaner spielen. Ist dies nicht der Fall, stellt sich für mich die Frage, wie und wann wir eine starke Nationalmannschaft aufbauen wollen. Wann haben wir endlich eine Nationalmannschaft, die sich auch auf internationaler Ebene behaupten kann? Ich bin überzeugt, dass es möglich ist, den Fußball in unserem Land auch ohne die Verpflichtung ausländischer Spieler nach vorn zu bringen.“
  38. La Jornada: Boca vs Chivas – El partido se suspendió al minuto 79 por actos de violencia y falta de seguridad (spanisch; Artikel vom 15. Juni 2005)
  39. RP online: Mexiko kämpft mit dem letzten Aufgebot (Artikel vom 28. Juni 2005)
  40. Die mexikanische Saison 2014/15 bei RSSSF
  41. Matias Almeyda won't return as Chivas manager (englisch; Artikel vom 31. Mai 2018)
  42. LEÓN VS. GUADALAJARA 0-1 bei Soccerway.com
  43. GUADALAJARA VS. MORELIA 3-1 PEN bei Soccerway.com
  44. GUADALAJARA VS. TIGRES 2-1 bei Soccerway.com
  45. Matias Almeyda announces Chivas departure (englisch; Artikel vom 12. Juni 2018)
  46. José Cardozo sustituye a Almeyda como técnico de Chivas (spanisch; Artikel vom 12. Juni 2018)
  47. Die mexikanische Saison 2020/21 bei RSSSF
  48. Luis Fernando Tena: Chivas parts ways with manager (englisch; Artikel vom 9. August 2020)
  49. Jahir M. Martinez: Chivas welcomes Victor Manuel Vucetich (englisch; Artikel vom 12. August 2020)
  50. Razones de la salida de Víctor Manuel Vucetich de Chivas (spanisch; Artikel vom 20. September 2021)
  51. Cesar Hernandez: Chivas fire coach Marcelo Michel Leano following poor start to Liga MX Clausura (englisch; Artikel vom 14. April 2022)
  52. a b FIFA.com: Chivas Guadalajara – Der beliebteste Klub Mexikos (Memento vom 21. Juli 2009 im Internet Archive)
  53. Carlos Calderón Cardoso: Por amor a la camiseta (1933–1950), Editorial Clío, Mexiko-Stadt, 1998 (segunda edición), S. 64ff / ISBN 970-663-023-6.
  54. Carlos Calderón Cardoso: Por amor a la camiseta (1933–1950), Editorial Clío, Mexiko-Stadt, 1998 (segunda edición), S. 55.
  55. Juan Cid y Mulet: Libro de Oro del Fútbol Mexicano. Tomo II, B. Costa-Amic, Mexiko-Stadt, 1961, S. 265.
  56. Aldo Miranda: Chivas tiene estatutos que le impiden jugar con extranjeros (spanisch; Artikel vom 6. Februar 2021)
  57. Sharon Hanson: Chivas Feminel sign Guatemalan striker Leslie Ramirez (englisch; abgerufen am 24. Juli 2022)
  58. Gregory Torres: Chivas hace oficial la llegada de Santiago Ormeño, pese a no ser del agrado de sus hinchas en México (spanisch; Artikel vom 18. Juli 2022)
  59. Chivas sí rompió su tradición con Santiago Ormeño, asegura historiador (spanisch; Artikel vom 22. Juli 2022)
  60. La Epoca Amateur I (spanisch; abgerufen am 13. August 2021)
  61. Fecha: 31-enero-1960, Titulo:El Informador, Pais: México, Página: 33
  62. Maria Nicolasa Saines (1834–1920) in der Datenbank von ancestry.co.uk (englisch; abgerufen am 13. August 2021)
  63. Aurelio Cortés Díaz: Semblanzas tapatías, 1925-1945, S. 42
  64. El ex club de Chivas albergará un complejo habitacional (spanisch; Artikel vom 13. März 2015)
  65. La vida en Verde Valle auf der offiziellen Website des Vereins (spanisch; Artikel vom 3. März 2008)
  66. Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 26.
  67. La historia del Club Deportivo Guadalajara (spanisch; Artikel vom 12. Februar 2009)
  68. Taringa: Chivas Rayadas del Guadalajara (spanisch; abgerufen am 16. Oktober 2012)
  69. Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 35f.
  70. a b Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), nicht nummerierter Mittelteil
  71. Auch der zu Beginn der Saison 2008/09 aus 23 Spielern bestehende Kader (gem. Abruf der offiziellen Website am 25. Februar 2008) war ein Spiegelbild dieser grundsätzlichen Personalpolitik des Vereins: 11 der Spieler, und somit die Hälfte, wurden im Bundesstaat Jalisco geboren, 8 von ihnen (und somit ein Drittel) sogar in Guadalajara selbst. Ein weiteres Viertel, nämlich 6 Spieler, wurde in den fünf an Jalisco angrenzenden Bundesstaaten Colima, Guanajuato, Michoacán, Nayarit und Zacatecas sowie in dem nordwestlich gelegenen Küstenstaat Sinaloa geboren. Nur sechs der Spieler stammen aus anderen Regionen des Landes, wobei zwei von diesen bereits in den Nachwuchsmannschaften von Guadalajara kickten. Ähnlich gestaltete sich auch die Zusammensetzung des Kaders in der Saison 2009/10 (gem. Abruf der offiziellen Website am 19. Januar 2010): von den insgesamt 22 Spielern wurden 8 in Guadalajara und 2 weitere ebenfalls im Bundesstaat Jalisco geboren. 5 Spieler stammten aus den an Jalisco grenzenden Bundesstaaten Colima, Guanajuato, Michoacán und Nayarit und 2 aus dem nördlich gelegenen Küstenstaat Sinaloa. Lediglich 5 Spieler kamen aus anderen Teilen des Landes: zwei aus Mexiko-Stadt und je einer aus den Bundesstaaten Aguascalientes, Tamaulipas und Veracruz. Im aus 22 Spielern bestehenden aktuellen Kader der Saison 2010/11 (abgerufen am 20. August 2010) befinden sich 9 in Jalisco geborene Spieler (8 davon aus Guadalajara) sowie fünf aus den angrenzenden Bundesstaaten Colima, Guanajuato, Michoacán und Nayarit, weitere vier kommen aus den nördlichen Küstenstaaten Sinaloa (3) und Baja California (1). In der Saison 2015/16 wurde (gemäß Abruf vom 13. September 2015) genau die Hälfte (12) der 24 im Kader stehenden Spieler im Bundesstaat Jalisco geboren. In der Saison 2022/23 wurden (gemäß Abruf vom 6. August 2022) von den insgesamt 30 Spielern des Kaders 12 in Jalisco geboren und 8 davon sogar in Guadalajara selbst bzw. den angrenzenden Vororten Zapopan (in dem sich auch das Stadion befindet) und Tlaquepaque. Weitere jeweils 4 Spieler stammen aus den angrenzenden Bundesstaaten Nayarit und Guanajuato sowie den im Nordwesten Mexikos gelegenen Bundesstaaten Sinaloa und Sonora.
  72. Vicente Fernández: Guadalajara (Video vom Auftritt am 21. Oktober 2012 bei YouTube)
  73. Estos famosos hinchas de Chivas de Guadalajara sueñan con ser campeones en Concacaf (spanisch; Artikel vom 25. April 2018)
  74. Famosos que le van a los 4 grandes del fútbol mexicano (Aficionados) auf YouTube
  75. Gemäß Saisonartikel 1948/49 bei RSSSF fand das Spiel bereits am 30. September 1948 statt.
  76. a b Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 55f.
  77. Angabe des Datums gemäß dem Saisonartikel 1948/49 bei RSSSF
  78. Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 24.
  79. Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 23.
  80. Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 25f.
  81. Greco Sotelo: El oficio de las canchas (1950–1970), Editorial Clío, Mexiko-Stadt, 1998 (segunda edición), S. 62f / ISBN 970-663-024-4.
  82. FIFA Classic Football: Chivas Guadalajara VS CF América (Memento vom 11. November 2012 im Internet Archive) (englisch; abgerufen am 15. Oktober 2012)
  83. El Noticoto: HOY SE JUEGA EL SÚPER CLÁSICO MEXICANO CHIVAS VS AMÉRICA EN EL OMNILIFE DE GUADALAJARA (Memento vom 16. April 2012 im Webarchiv archive.today) (spanisch; Artikel vom 8. April 2012)
  84. Terra: ¿Cómo nace el Clásico Chivas – América? (spanisch; Artikel vom 5. April 2011)
  85. Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 71.
  86. a b Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006), S. 72.
  87. Clásico de Clásicos en el fútbol mexicano
  88. Die Daten aus dem Bericht über die Europatournee wurden im Wesentlichen den Seiten 105–110 des Buches Corazón Chiva: Cien años (Planeta, Guadalajara 2006, ISBN 970-37-0385-2) entnommen. Statistische Angaben zu den gegnerischen Teams basieren auf den Angaben der Website http://www.rsssf.com/ , während die Termine der jeweiligen Begegnungen der Website http://www.angelfire.com/ar3/chivanolo/ entnommen wurden.
  89. Las giras de Chivas por Europa (spanisch; Artikel vom 14. Juni 2012)
  90. a b Vereinsstatistiken zum CD Guadalajara bei RSSSF
  91. Récord: Te presentamos el 11 ideal histórico de Chivas (spanisch; Artikel vom 7. September 2012)
  92. Kampfstarke Eintracht bezwingt Bayer Leverkusen. Spieler des Spiels: Marco Fabian (Spielanalyse vom 18. September 2016 auf der offiziellen Website der Bundesliga)
  93. Chicharito und Marco Fabián schreiben Bundesliga-Geschichte (spanisch; Artikel vom 17. September 2016)
  94. Chivascampeon.com: En la mira del Atlético de Madrid (spanisch; Artikel vom 4. Juli 2008)
  95. Carlos Plascencia in der Datenbank von transfermarkt.com
  96. Marco Fabián habla de su regreso a Chivas (spanisch; Artikel vom 2. September 2017)
  97. Darren Lewis: West Ham's Javier Hernandez admits asking for January transfer but vows to give everything now he is staying (englisch; Artikel vom 2. Februar 2018)
  98. Internetquellen: Kaderliste auf der Website von Soccerway. Diese beinhaltet auch einige Spieler mit Einsätzen der laufenden Erstliga-Saison 2022/23, die auf der Website von Deportivo Guadalajara am 29. Juli 2022 noch nicht aufgeführt waren. Unberücksichtigt blieb in der folgenden Aufstellung der Spieler Omar Mireles, der bisher zum Kader der Zweitmannschaft Club Deportivo Tapatío gehört und für Chivas lediglich in einem am 22. Juli 2022 ausgetragenen Freundschaftsspiel gegen Juventus Turin zum Einsatz gekommen war.
  99. Die Finalspiele sollten ursprünglich beide am 8. und 10. September 1963 in Guadalajara ausgetragen werden. Die haitianische Delegation erhielt nicht rechtzeitig ihre Einreisegenehmigung und das Finale wurde insgesamt dreimal verschoben. Am 7. Februar 1964 reichte der Club Guadalajara Beschwerde bei der CONCACAF ein, die Chivas daraufhin zum Sieger erklärte. Der Racing Club legte Beschwerde gegen diese Entscheidung ein und die CONCACAF entschied am 2. April 1964, dass das Finale nunmehr innerhalb von zwei Monaten auszutragen sei. Chivas stand kurz vor seiner Europareise und konnte die Terminvorgabe daher nicht einhalten. Daher verzichteten sie auf die Austragung der Finalspiele, woraufhin die CONCACAF den Racing Club zum Sieger erklärte. (vgl. Copa de Campeones CONCACAF 1963 bei RSSSF)